Monate: September 2014

Der Nächste, bitte! Wie eine Krise beim VfB abläuft

Innerhalb von 18 Monaten wurden alle von Fans und Medien kritisierten Personen entfernt: Gerhard Mäuser, Dieter Hundt, Bruno Labbadia und jetzt Fredi Bobic. Wen erwischt es als Nächsten? Den Busfahrer? Seit 2010 hat sich der VfB vom Dauergast in den internationalen Wettbewerben zum Abstiegskandidat entwickelt. Die Krisen laufen dabei immer gleich ab. Es sind stets vier Stufen, nach denen alles ein bisschen schlechter ist als vorher. Eskalationsstufe 1: Ein Sündenbock muss her „Kräfte freisetzen“, „Bock umstoßen“, „Sperre im Kopf lösen“, damit werden Spieler, Trainer und Funktionäre in dieser Phase zitiert. In der Vergangenheit war immer der Trainer dran, das Gesetz der Serie reisst nun mit der Entlassung Fredi Bobics, der als Hemmschuh für ein leistungsförderndes Umfeld galt und Spieler verpflichtete, die sich nicht weiter entwickeln und offensichtlich nicht zueinander passen. Ob dies zu einer sofortigen Verbesserung des Teams und der Ergebnisse führt? Armin Veh scheint sich nicht so sicher zu sein und hat gleich die Stufe 2 gezündet. Früher als sonst in einer VfB-Krise. Eskalationsstufe 2: Personelle Konsequenzen in der Mannschaft Die Frage war: Wen …

Stallgeruch

Frischer Wind statt Stallgeruch!

Fredi Bobic ist also weg, die medial unterhaltsame Nachfolgersuche in vollem Gange. Auf der Liste angeblich: Ralf Rangnick, Jens Todt, Michael Zeyer und Jens Lehmann. Die ersten davon haben bereits abgesagt, bevor die Stuttgarter Verantwortlichen überhaupt die Gelegenheit hatten, bei ihnen anzufragen. Aber es wäre auch sehr befremdlich, wenn ein Ralf Rangnick zu einem Traditionsclub wechselt, nur wenige Tage nachdem er sagte, das ihm genau diese Vereine Leid tun. Grundsätzlich stellt sich natürlich die Frage, aus wessen Feder diese Kandidatenliste keine 24 Stunden nach der Bobic-Demission stammt. Aber man sieht an den kursierenden Namen erneut: Beim VfB greift man gerne auf Bewährtes zurück. Das gilt nicht nur für die Neubesetzung des Sportdirektorpostens, sondern auch für die Trainersuche und Spielertransfers. „Stallgeruch“ wird das dann gerne genannt. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Person beim VfB schon mal funktioniert hat. Das kann auch gerne schon ein paar Jahre her sein oder in völlig anderer Position geschehen sein. Aber jemand, der für den VfB Tore geschossen hat, wird sicher auch bei den Transfers den einen oder anderen …

VfB Jung und wild

Verkehrte Welt beim VfB

Es ist Herbst, der VfB ist schlecht in die Saison gestartet, er tut das immer, seit Ewigkeiten. Es dauert nicht lange, bis dann über den Trainer diskutiert wird. Armin Veh, Markus Babbel, Christan Groß, Bruno Labbadia mussten gehen. Dieser Herbst ist anders. Auf den VfB Stuttgart kann man sich verlassen: Immer im Herbst wird der Trainer entlassen, das ist so sicher wie sich die Farben der Blätter rot färben. Aber gut, Präsident Bernd Wahler ist noch nicht so lange dabei, da kann man schon mal im Eifer des Gefechts Trainer und Manager verwechseln. Oder lags an diesem Dialog? „Ich kann so nicht arbeiten“ „Wieso, was ist denn los, Ärger mit den Spielern?“ (jovial lachend) „Neee, diese miese Stimmung belastet uns.“ „Du meinst wegen dem Bobic?“ (lacht, unsicher) „Ja, die Wut, die fiesen Sprech-Chöre, die gemeinen Spruchbänder, die Briefe und die bösen Blogs, das alles ist nicht gut für uns!“ „Schon klar, aber deshalb macht doch der Schwaab nicht seine Leichtsinnsfehler und der Harnik schießt deshalb nicht nebens Tor, oder?“ (lacht breit) „Natürlich nicht, aber wie …

Tor in Maribor! Eine Ode an die Konferenz

Seit 2006 bin ich Kunde bei Premiere. Für die Jüngeren: Das ist der Sender, der mittlerweile Sky heißt. Grund dafür war damals ein spektakuläres WM-Paket. Alle Spiele, alle Tore eben. Seitdem bin ich also Abonnent. Entweder, weil ich verlängert habe oder weil ich vergaß, rechtzeitig zu kündigen. Wer sich mit den Gepflogenheiten des Münchener Senders nicht auskennt: Gute Konditionen bekommen nur Neukunden; als Bestandskunde sollte man jährlich kündigen, die ersten drei Briefe und 30 Anrufe von Sky ignorieren und dann auf den letzten Drücker ein attraktives Bleib-bei-uns-Angebot akzeptieren. Diese Praxis ist so gängig, dass es sogar extra Foren dafür gibt. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Die Angst, Dein bester Freund

#455365284 / gettyimages.com Das Süd-Derby als Langweiler – und das liegt nicht am FC Bayern. Das Spiel erinnert fatal an das Testspiel gegen Schwaikheim, mit anderer Rollenverteilung: Die VfB-Spieler sind froh, dass sie keinen auf die Mütze bekommen haben, es fehlt nur noch, dass sie sich beim Trikottausch auch noch Autogramme geholt hätten.   

Taktiktafel

„Trainer, Trainer! Also, ich kann auch Verteidiger spielen!“

Ist der „kleine Boateng“ die Lösung? In Stuttgart wird Antonio Rüdiger nicht unkritisch gesehen, nicht wenige Fans hätten das Angebot von West Ham in Höhe von 15 Millionen mit Kußhand angenommen. Aber Jogi Löw setzt scheinbar auf Rüdigers bissige und schnörkellose Spielweise. Denn die Abwehr, die ist ein echtes Problem.   

Being a Mario

#501394155 / gettyimages.com Wir haben es am Mittwoch alle erlebt. Erleben müssen. Mario Gomez, unser Mario, endlich wieder im Kreise der Nationalmannschaft und auf Anhieb sogar in der Startelf. Endlich wieder ein richtiger Stürmer, ein Brecher, eine echte 9, ein Knipser. Und dazu noch einer, der nicht kurz vor oder nach dem fußballerischen Ruhestand steht. Ganz ehrlich: Ich habe mich gefreut.