Monate: Juli 2016

Pannenclub oder mit Vollgas zum Aufstieg?

Nur noch eine Woche Saisonstart der zweiten Liga! Wie läuft’s beim VfB? Nach dem Abstieg war der Akku leer, gleichzeitig mussten und müssen viele Teile des Teams ausgetauscht werden. Doch nur mit einer großen Inspektion ist es beim VfB nicht getan, es ist vielmehr eine Generalüberholung notwendig – auf allen Ebenen. Keiner passt besser als der neue Sportvorstand Jan Schindelmeiser, der in den letzten sechs Jahren in erster Linie an alten 911ern rumgeschraubt hat. Er weiß also, wie man alte Kisten wieder flott bekommt. Nicht mit „Geiz ist geil“, sondern eher mit „das Beste oder nichts“. Das muss auch das Motto für Schindelmeiser sein. Der Kader muss dringend getunt werden, sonst wird es nichts mit dem Aufstieg in die erste Liga. Denn noch knirscht es ziemlich im schwäbischen Getriebe. Wie sieht es unter der Haube beim VfB aus? Tor & Abwehr Im Tor hat der VfB am wenigsten Probleme: Mitch Langerak kann sich wie ein Airbag vor dem Kasten aufblasen, er ist die das Sicherheitssystem des VfB. Ob Jens Grahl oder Benjamin Uphoff – die …

Hamburg calling: Kostic wechselt zum HSV.

Wir haben Filip Kostic als den George Best des Balkans bezeichnet, als serbische Rennmaus, als fliehendes Pferd, wir waren verliebt in Filip und wollten seinen Werdegang auch nach dem VfB verfolgen. Da rechneten wir noch damit, dass Kostic nach Schalke, Wolfsburg oder wenigstens West Bromwich Albion wechseln würde. Schließlich wollte er ja unbedingt international spielen. Oder vielleicht doch nicht? warum will man denn unbedingt zum #HSV? vermisst er den Abstiegskampf jetzt schon? #Kostic — Sarah (@1893Sarah) 24. Juli 2016 Jetzt ist er nach ewig langen Verhandlungen in Hamburg gelandet und hat dort einen 5-Jahresvertrag unterschrieben. Offenbar hat Onkel Kühne noch etwas Kleingeld locker gemacht und Didi Beiersdorfer beste Überzeugungsarbeit geleistet. Ich würde ja gerne wissen, womit er ihn gelockt hat. Mit einem stattlichen Gehalt und einem ordentlichen Handgeld bestimmt, aber das bieten auch andere. Vielleicht mit herausragenden Offensivpartnern wie Lasogga und Schipplock? Oder doch eher mit ausgewiesenen Sympathieträgern wie Emir Spahic? Klar, der HSV hat aufgrund seiner Erfolge von vor 40 Jahren internationales Flair und mit der Elbphilharmonie gibt es an der Elbe auch ein weltweit beachtetes Bauprojekt, dass es sogar …

VfB 2015/2016 zum Weltkultur-Erbe ernannt

Die VfB-Fans können sich freuen: Sie stehen mit ihrem Verein auf der Weltkulturerbe-Liste! Im dritten Anlauf und nach fünf Jahren Abstiegskampf hat es der Antrag, das Werk des VfB durch einen Welterbe-Titel zu adeln, endlich geschafft. Am Dienstag nahm das Unesco-Komitee die Bewerbung an: Alle Spieler und Offizielle des VfB der Saison 2015/2016 stehen wegen ihres universellen und einzigartigen Werts unter Kulturerbe-Schutz. Mit diesem glorreichen Prädikat erhält der VfB den ihm gebührenden Platz im Verzeichnis der bedeutendsten Sportkulturdenkmäler. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: „Der Abstieg des VfB ist wegweisend und muss daher Ansporn für andere Vereine und Trainer sein.“ In der Tat war es eine einzigartige Leistung in der letzten Saison, die fast schon sichere Rettung so künstlerisch zu verspielen. Besondere Verdienste erwarben sich dabei Jürgen Kramny und Robin Dutt, denen es nicht gelang, den Spielern einfachste spieltaktische Grundelemente und persönliche Werte wie Ehrgeiz, Anstand und Siegermentalität beizubringen. In ihrer Begründung schrieb das Kulturerbe-Komitee „Als Einzelspieler haben sie ein durchaus respektables Leistungsvermögen, zusammen sind sie für jeden noch so absurden Fehler gut und bringen selbst …

Der VfB und die große Lösung Bierhoff

Ottmar Hitzfeld in den Aufsichtsrat, Oliver Bierhoff als Präsident, der frei gewordene Matthias Sammer als Motzki & Mahner: Dieses Szenario ist genauso wie die Ideen, die einst Bernd Wahler hatte: unrealistisch, verträumt, weltfremd. #Größenwahn Hat jemand wirklich ernsthaft geglaubt, einer von dieser Kategorie käme zum Zweitligisten VfB? Jan Schindelmeiser heißt der neue Sportvorstand des VfB. Ein Mann, über den seit sechs Jahren nichts bekannt ist, außer dass er an alten Autos geschraubt habt. Das passt vielen nicht. Denn er ist deshalb auch ein Mann, der bereits vor seiner offiziellen Vorstellung beim VfB mit allerlei Halb- und Unwahrheiten gebasht wurde. Ok, Schindelmeiser ist nicht Stefan Reuter (Augsburg). Und nicht Jochen Sauer (RB Salzburg). Und schon gar nicht Oliver Bierhoff (Markenbotschafter für SAP und Hotelexperte). Aber es wird gerade so getan, als ob Schindelmeiser der Mister Bean der Bundesliga wäre, ein Notnagel, eine Witzfigur. Dabei wäre das einzige Lustige an ihm, wenn Béla Réthy ihn Schniedelmeister nennen würde, aber so schnell baut der ZDF-Kommentator wahrscheinlich keinen Steinschweiger mehr. Ey der Kerle hat 6 Jahre n Karren restauriert. Der wird schon …

Trauerphasen eines Absteigers

Wie geht man eigentlich mit einem Abstieg um? Warum gibt es da keine Ratgeber? „Abstieg für Dummies“ sozusagen? Warum lässt man uns allein mit der Bewältigung dieses epochalen Ereignisses. Epochal im schlechten Sinne, versteht sich. Genau genommen ist der Abstieg eines Teams ja nichts anderes als der Tod eines Erstligisten – zum Glück mit der Chance auf spätere Auferstehung.  Und darüber, wie man mit dem Sterben umgeht, haben sich bereits viele schlaue Leute den Kopf zerbrochen. Allerdings ist nicht bekannt, ob sie sich neben dem Tod auch für Fußball interessiert haben. Eines der bekannten Trauerphasenmodelle basiert jedenfalls auf dem bekannten Sterbephasenmodell von Elisabeth Kübler-Ross und sieht so aus: Erste Phase: Leugnen, Nicht-wahr-haben-wollen Zweite Phase: Intensive aufbrechende Emotionen Dritte Phase: Suchen, Finden, Loslassen Vierte Phase: Akzeptanz und Neuanfang Jetzt kommt die Frage aller Fragen: Wo seht Ihr Euch? Zu besseren Einordnung haben wir die typischen Symptome zusammengestellt: 1. Phase: Ihr lest immer noch Bundesliga News, ignoriert den Spielplan der 2. Liga, überlegt Euch, welcher der EM-Spieler gut zum VfB passen würde und regt Euch darüber auf, dass …

Schwäbisch by nature!

Na klar, die Steilvorlage in Form der Achtelfinal-Niederlage der Engländer gegen Island haben alle für einen billigen BREXIT-Witz genutzt – wir auch. Dabei kamen alle Teams from UK ins Achtelfinale, richtig Spaß machen sie alle, selbst England, irgendwie. Man soll sich Great Britain nie als Vorbild nehmen, trotzdem gibt es Gerüchte, dass ein reines Schwaben-Team gegründet werden soll. Auch die Bayern (natürlich!) überlegen, eine „Freistaat-Auswahl“ ins Leben zu rufen. Nee, wirklich. Herausgekommen ist das durch die sogenannten „Schwoba-Papers“, die von Hansi Müller (obviously!) geleakt wurden. Für mich kämen diese revolutionären Pläne zum perfekten Zeitpunkt, denn im Moment fremdle ich mit dem neuen Zweitliga-VfB ein bisschen. Sechs Wochen ohne Sportverantwortlichen. Das schafft noch nicht mal 1860 München. Dazu ein Kader, der aufgrund der vielen Unsicherheiten wie ein unlösbares Puzzle wirkt. Das „Tragische Dreieck“ schreibt, „tatsächlich herrscht im Umfeld des VfB bereits wieder so etwas wie Euphorie.“ Echt? Das kann ich so gar nicht spüren. Ich bin wohl kein Umfeld, bei mir ist es das volle Gegenteil. 

Denn ich muss zuschauen, wie einfallslos nach neuen Spieler geschaut …