Monate: August 2017

Der VfB rockt die Liga!

Endlich ist es soweit. Endlich wieder Fußball! Keine Verschwörungstheorien mehr rund um Jan Schindelmeiser, endlich ein bisschen Abwechslung in der unerquicklichen Diskussion um alte und junge Spieler, endlich Ablenkung von den nervigen Nachrichten um vermeintliche Neuzugänge. Der VfB ist nach einem Jahr #nurzuGast in der zweiten Liga wieder dorthin zurückgekehrt, wo er herkam: in den Abstiegskampf der ersten Liga. So denken jedenfalls viele. Wir als unverbesserliche Optimisten sehen das natürlich ganz anders. Aber lest selbst. Viel Spaß bei unserer mittlerweile schon traditionellen Hinrunden-Prognose. 1. Spieltag Michael Reschke frühstückt mit VfB-Präsident Wolfgang Dietrich im Berliner Hotel Adlon. Gesprächsthema Nr. 1: Kapitän Christian Gentner, der gegen Berlin nicht in der Startformation steht. Das Spiel endet 3:3, nachdem Hertha bereits 3:0 führte. Simon Terodde verwandelt in der 93. Minute den Elfmeter zum Ausgleich. „Der Mannschaft fehlt eindeutig die Erfahrung“, analysiert Reschke. Hannes Wolf hingegen lobt Mut, Geschwindigkeit und Kondition des Teams, er selbst legt am Spielfeldrand fünf Kilometer zurück. Und Wolfgang Dietrich? Der postet auf seiner Facebookseite ein Selfie mit Vedad Ibisevic. 2. Spieltag Die weiße Karawane vom …

Hauptsache weiter …

Einfach nur peinlich, kein Klassenunterschied zwischen Erst- und Viertligist zu erkennen, als Fan konnte man konnte fast nicht hingucken. Ja, die Cottbuser haben schon drei Saisonspiele gespielt und diese mit 12:1 Toren gewonnen. Ja, der VfB Stuttgart trat ohne Linksverteidiger an. Ja, der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Aber nochmal: Es war ein Viert-Li-gist! Da darf man schon erwarten, dass der Bundesligist spätestens in der Verlängerung seine individuelle Klasse und physische Überlegenheit ausspielt. Doch am Ende musste man froh sein, dass sich das Team von Hannes Wolf überhaupt ins Elfmeterschießen rettete. Da bringt es auch gar nichts, wenn man zwischenzeitlich über 100 Prozent Ballbesitz hat. Ganz anders die Amateure aus der Lausitz, die schonungslos aufzeigten, dass der VfB Stuttgart nicht nur ein Problem in der Abwehr hat, sondern auch eines mit der Abstimmung und der Einstellung. Dass der VfB quasi eine Duplikat des Hamburger Spiels ablieferte und trotzdem in der zweiten Runde des DFB-Pokals steht, hat mit Glück zu tun. Mit sehr viel Glück. Das groteske Eigentor und das gewonnene Elfmeterfehlschießen ohne dass Zieler einen …

Rückfall in schlimmste Bobic-Zeiten?

Sebastian und ich, wir spinnen immer wieder mal rum. Meistens Mittags, bei einem Glas Sansibar-Champagner Espresso. Da fallen dann stets Namen, über die wir uns lustig machen. Und wir stellen uns vor, wer beim VfB diese Spieler verpflichten könnte. Horst Heldt, Robin Dutt und Fredi Bobic haben wir so ziemlich alles zugetraut. Bei Jan Schindelmeiser waren wir uns einig, dass man mit ihm so manches verrückte Resterampe-/Retro-Ding nicht drehen könnte. Sebastian und ich, wir sprachen über Roberto Hilbert, Eugen Polanski, Sascha Riether, Emir Spahic, Alexander Madlung – und über Dennis Aogo. Wir lachten uns schlapp, denn wer ihn verpflichtet, muss wirklich sehr verzweifelt sein. In der letzten Saison 14 Spiele in drei Wettbewerben, ingesamt 871 Einsatzminuten, überwiegend in unbedeutenden Euro-League-Spielen. Angeblich zu überheblich, so fit wie Holger Badstuber (wie bei ihm lief auch Aogos Vertrag im Sommer aus), keine Spielpraxis – wem soll Aogo (kurzfristig) weiterhelfen? Uns fiel einfach kein Verein in der ersten und zweiten Liga ein. Und jetzt holt ausgerechnet Michael Reschke, dieser Spürhund mit dem Superauge und seinen weltweiten Mega-Connections, den ehemaligen Nationalspieler …

Warum ich ein bisschen Angst um Hannes Wolf habe

Eins muss man sagen: Seit Wolfgang Dietrich beim VfB Präsident ist, geht es auf allen Ebenen deutlich professioneller zu. Alles ist durchdacht und bis ins letzte Detail durchchoreografiert. Beispiel Ausgliederung: Eine stufenweise Kommunikation, die clever aufeinander aufbaute, mit einer Kampagne, die einfache Botschaften als Vorteile wiederholte und die Club-Legenden wie Buchwald, Khedira und Hitzlsperger smart mit einband. Dasselbe jetzt bei der Demission von Jan Schindelmeiser: Klug wurden vermeintliche Fehlleistungen in der lokalen Presse lanciert, clubintern wurden Mehrheiten hergestellt und gleichzeitig ein hochkarätiger Nachfolger verpflichtet. Bevor man sich über den Rausschmiss von Slim Shindy ärgern konnte, „musste“ man sich über die bayerische Supernase Michael Reschke freuen. Hut ab! Dabei liest sich die Transferbilanz von Schindelmeiser genau so gemischt wie die von Supernase Reschke und von Max Eberl und von Michael Zorc. Laut Dietrich geht es aber auch um die nicht getätigten Transfers. Und da müssen wir Schindelmeiser wirklich dankbar sein. Bei Jos Luhukay verweigerte er die Transfers von Ronny(!), Marko Marin und Alexander Baumjohann. Laut verschiedener Quellen hat Schindelmeiser bei den von Beratern angebotenen Rani Khedira, …

Das große Manager-Beben

Was für ein verrückter Freitag! Aber fangen wir ganz von vorne an: Der Sport-Vorstand Jan Schindelmeiser darf nach dem Aufstieg im Sommer für den VfB sechs neue Spieler verpflichten. Mit Ausnahme von Ron-Robert Zieler kauft und leiht er ausschließlich junge, entwicklungsfähige Spieler. Zwei Wochen vor Bundesliga-Start wird Slim Shindy entlassen, weil seine Transferpolitik als „wirr und vogelwild“ beschrieben wird. Und der VfB holt … Michael Reschke, Bayern Münchens hochangesehenen und gewieften Kaderplaner. Er soll mit seinem riesigen Netzwerk und seiner Nase für Talente den VfB nach vorne bringen. Was steckt dahinter? Wir haben die Bilder Infos, wie das Manager-Beben abgelaufen ist –  in 11 Phasen: Und wenn es ein „wehret der Anfänge“ ist, dann hätte der Cut vom #VfB zu #Schindelmeiser vor den Transfers erfolgen müssen. — twofourtwo (@two_four_two) August 4, 2017 Phase 1: Die Transferphase startet. Wir brauchen mindestens einen Innenverteidiger, mindestens zwei Außenverteidiger und einen starken, erfahrenen Sechser. Alle freuen sich, denn sie wissen: Jan Schindelmeiser kennt die Probleme im VfB-Kader. Vorstand, Aufsichtsrat, Mannschaft, Fans – alle vertrauen Slim Shindy. Phase 2: Schindelmeiser …

Die (Not-)Lösung mit dem bayerischen Patienten

Erfahren, Linksfuß, gute Spielereröffnung, ablösefrei: das wäre in etwa die Stellenbeschreibung von Jan Schindelmeiser auf dem Karriereportal stepstone-fussball.de für die vakante Stelle in der Innenverteidigung. Und auf keinen passt diese Beschreibung besser als auf Holger Badstuber. Ist er also der perfekte Mann für den VfB? Ja, wären da nicht die vielen Verletzungen, seine mangelnde Spielpraxis und seine unübersehbaren Geschwindigkeitsdefizite. Wir brauchen nicht die Statistiken anschauen, wie viele Spiele er verpasst hat und welche Verletzungen er hatte. Denn es waren so ziemlich alle, die man sich vorstellen kann. Fehlt nur noch, dass er auf Feinstaub allergisch reagiert. Der VfB braucht einen verlässlichen Spieler, er muss nicht mehr der Jüngste sein, er muss keine überragende Bombe sein, aber er muss einfach nur delivern. 34 Spiele lang. So wie vor vielen, vielen Jahren Dragan Holcer. Sollte Jan Schindelmeiser ihn nicht kennen, Holcer wäre das Role-Model für den neuen Mann in der Innenverteidigung. Sorry, ich halte die Verpflichtung von Badstuber für einen Fehler. Für so eine wichtige Position, ist das Risiko viel zu hoch. — Mietmaul (@Das_Mietmaul) August 1, …