Autor: @abiszet

1 Jahr Hannes Wolf! 1111! Elf! <3

Isses wirklich schon ein Jahr her? Wirklich? Beim VfB waren die Trainer zuletzt immer nur wenige Monate im Amt, so dass man sich ernsthaft fragen musste, ob es nicht besser wäre, ihnen nur 6-Monats-Verträge zu geben. Und dann kam Hannes Wolf. Obwohl Markus Gisdol, André Breitenreiter und Peter Neururer auf dem Markt waren. Eine mutige Entscheidung von Jan Schindelmeiser. Hannes Wer? Für die meisten ein unbeschriebenes Blatt. Ok, mit der BVB-Jugend drei Mal Meister geworden, aber keine Erfahrung im Profibereich, was will denn des Bua’le beim VfB Stuttgart? Doch tatsächlich: Nach dem ganzen Chaos des Abstiegs küsst Wolf den VfB wirklich wach. Die Fans schließen ihn in ihr Herz. Er ist ein nicht unbedeutender Faktor für die euphorische Stimmung im Aufstiegsjahr. Denn des Bua’le überzeugte schnell. Mit seiner Kompetenz, mit seiner kommunikativen Art, mit seiner Empathie. Aber auch mit seiner Krisenfestigkeit – siehe Dresden, Hannover und Würzburg. Siehe fünf Spiele ohne Sieg im Frühjahr. Siehe Großkreutz-Affäre, siehe Schindelmeiser-Rauswurf. Er schaffte das, was alle für selbstverständlich hielten: den direkten Wiederaufstieg. Hannes Wolf ist gerade raus, ein …

Mit dem A-Team zum Sieg!

Das Wichtigste zuerst: Lieber Christian Gentner, wir wünschen gute, vollständige und schnelle Genesung! Genesungswünsche von Köln über Frankfurt bis hin zu Lukas Poldolski und Jürgen Klinsmann: Das tut sicher gut und daran sieht man auch den Stellenwert des Kapitäns über Stuttgart hinaus. Wir stehen hinter Dir, Gente!💪 Das gesamte Team wünscht Kapitän Christian #Gentner eine gute und schnelle Genesung! #comebacksoon #VfB pic.twitter.com/GXTV6gT8D5 — VfB Stuttgart (@VfB) September 17, 2017 Kennt eigentlich noch jemand die Action-Serie „Das A-Team“? Ein 80er Jahre-Ding, das heute nur noch nachts auf irgendwelchen Spartensendern läuft. Aber was haben irre Kostümierungen, bemüht-blödelhafte Dialoge, völlig übertriebene Schießereien und unrealistische Verfolgungsjagden mit dem VfB zu tun? Nichts. Das A-Team ist deshalb der Aufmacher, weil die entscheidenden Akteure im Spiel gegen den VFL Wolfsburg mit A beginnen: A.Donis, der mit seinen packenden Soli die VFL-Abwehr auf der linken Seite immer wieder aufriss. Ascacibar, der griffige Gaucho und Balldieb, der überall war und sich gegen Ende der Partie sogar offensiv betätigte. Er war der beste Mann auf dem Platz. Akolo, der das entscheidende Tor schoss, weil …

No sleep till Klassenerhalt!

Greenhorns, Lehrgeld, Unerfahrenheit: Ich kann es nicht mehr hören. Zieler, Gentner, Aogo, Beck, selbst Terodde – man kann nicht sagen, dass der VfB nicht genug Erfahrung auf dem Feld hatte. Trotzdem geht das Spiel gegen Schalke klar verloren. Vor allem, weil direkt nach der Halbzeit wie schon in Berlin die Spannung fehlt. Das ist keine Frage der Erfahrung, sondern der Einstellung. Was machen die da in der Halbzeit? Mit Baldrian anstoßen? Ist halt einfach dämlich, wenn du das Spiel in zwei Minuten verkackst. Und dieser Scheiß Schlendrian verfolgt uns seit Jahren. #VfB — twofourtwo (@two_four_two) September 10, 2017 Es sind individuelle Fehler, die zu den Gegentoren führen. Ein Muster, das uns recht bekannt vorkommt, oder? Gerade beim 1:3 präsentierte sich Marcin Kaminski als Schlafes Bruder von Timo Baumgartl. Als ob beim VfB in den zurückliegenden Jahren die Erfahrung das Problem gewesen wäre. Ob Sunjic, Schwaab, Niedermeier, Klein oder Tyton, das Problem war nie die fehlende Erfahrung, sondern die fehlende Qualität. Und ja: Holger Badstuber hätte der Mannschaft auf Schalke gut getan. Aber nicht wegen seiner …

Sieht so Reschkes Spürnase aus?

Der VfB ist ein Traditionsclub und Last-Minute-Transfers haben in Stuttgart eine große Tradition. Slim Shindy war ein echter (Schindel)Meister darin: Pavard und Mané, Brekalo und Onguené und Ofori hießen seine Verpflichtungen kurz vor knapp. Vor ihm holte Robin Dutt am letzten Tag Toni Sunjic und Federico Barba. Und Fredi Bobic war quasi der Erfinder der Last-Second-Transfers, er ging vorher extra in den Urlaub, um gestärkt die heiße Spätphase des Transferfensters durchzustehen. Aber was sagt es über einen Club aus, wenn der Kader immer erst am 31. August bzw. 31. Januar komplett ist? Dass die Transferpolitik nicht wirklich strukturiert ist? Dass es keinen klaren Plan gibt? Dass die Verantwortlichen Gambler sind, die auf fallende Preise hoffen? Was sagt es aus über einen Club, der am Deadline Day einen Andi Beck verpflichtet: Sieht so das Netzwerk und die Spürnase von Michael Reschke aus? Nix gegen das Beck’le, oiner von uns, ein absolut sympathischer Kerle, aber was darf man von ihm erwarten? Wie bei Dennis Aogo: ein solides und biederes Spiel ohne Überraschungen, in etwa Florian-Klein-Niveau. Aber womöglich …

Mitch, wir sind gar nicht glucklitsch …

… können aber verstehen, dass Du zum UD Levante wechselst. Du willst regelmäßig spielen und danach sieht es in Stuttgart einfach nicht aus. No worries, Mitch! Du wirst immer als Aufstiegstorhüter in der VfB-Geschichte stehen. Weshalb wir Dich vermissen werden? Wegen Deiner spontanen Bereitschaft, auch nach dem Abstieg dem VfB treu zu sein und ihn wieder in die Bundesliga zu bringen. Wegen Deiner sympathischen Interviews mit dem drolligen Akzent. Wegen Deiner Klasse als Linientorwart mit vielen Monster-Saves, die Punkte gerettet haben wie zum Beispiel gegen Heidenheim oder Nürnberg. Sogar wegen Deiner Slapstick-Einlage bei der 1:2-Niederlage gegen Hannover. Wegen Deines ansteckenden Lachens und Deiner offenen Art, außerhalb des Platzes auf andere zuzugehen. Und, das darf nicht verschwiegen werden: Weil Deine Frau Riahannon einfach die schönsten Architekturfotos postet. Ein Beitrag geteilt von Riahannon Langerak (@riri_langerak) am 31. Mai 2017 um 12:37 Uhr Manchmal hatte ich allerdings Angst, wenn eine Flanke oder ein Eckball in Deinen Strafraum flog. Und beim Herauslaufen bei 1:1-Situationen hatte ich nicht immer ein gutes Gefühl, das wirkte doch flatterig und bisweilen unsicher. Trotz …

Lehrgeld, wa?

Ich kann Hertha BSC Berlin nicht leiden. Ich mag St. Pauli. Kaiserslautern. Bochum. Ich mag Union Berlin. Nürnberg. Bielefeld. Aue. Aber Hertha BSC Berlin mag ich nicht. Das ist keine lang gewachsene Aversion, es gibt kein besonderes Ereignis oder einen Spieler, weshalb ich die Hertha nicht mag. Eigentlich sind mir die Berliner egal, wenn sie nicht gegen den VfB spielen. Berlin spielt herzlos, es ist eine blutleere Truppe, selbst Vedad Ibisevic wurde domestiziert. Die Hertha kann es sich sogar erlauben, einen Salomon Kalou aufzustellen und 90 Minuten lang zu ignorieren. Für mich ist die Spielweise der „alten Dame“ so unverdaulich wie die ungarische Kohlroulade Töltött Káposzta, denn Trainer Pal Dardai gibt seiner Elf schon in der vierten Saison das einfache Motto mit auf den Weg: „Wir machen nur das, was wir können. Das ist nicht viel, aber das machen wir gut.“ In Berlin gibt es also traditionell ungarische Hausmannskost. Doch dem VfB fehlt der nötige Biss und der entscheidende Erfolgshunger. Es ist besonders ärgerlich und unnötig gegen Berlin zu verlieren, es gibt nur zwei Gründe …

Rückfall in schlimmste Bobic-Zeiten?

Sebastian und ich, wir spinnen immer wieder mal rum. Meistens Mittags, bei einem Glas Sansibar-Champagner Espresso. Da fallen dann stets Namen, über die wir uns lustig machen. Und wir stellen uns vor, wer beim VfB diese Spieler verpflichten könnte. Horst Heldt, Robin Dutt und Fredi Bobic haben wir so ziemlich alles zugetraut. Bei Jan Schindelmeiser waren wir uns einig, dass man mit ihm so manches verrückte Resterampe-/Retro-Ding nicht drehen könnte. Sebastian und ich, wir sprachen über Roberto Hilbert, Eugen Polanski, Sascha Riether, Emir Spahic, Alexander Madlung – und über Dennis Aogo. Wir lachten uns schlapp, denn wer ihn verpflichtet, muss wirklich sehr verzweifelt sein. In der letzten Saison 14 Spiele in drei Wettbewerben, ingesamt 871 Einsatzminuten, überwiegend in unbedeutenden Euro-League-Spielen. Angeblich zu überheblich, so fit wie Holger Badstuber (wie bei ihm lief auch Aogos Vertrag im Sommer aus), keine Spielpraxis – wem soll Aogo (kurzfristig) weiterhelfen? Uns fiel einfach kein Verein in der ersten und zweiten Liga ein. Und jetzt holt ausgerechnet Michael Reschke, dieser Spürhund mit dem Superauge und seinen weltweiten Mega-Connections, den ehemaligen Nationalspieler …

Warum ich ein bisschen Angst um Hannes Wolf habe

Eins muss man sagen: Seit Wolfgang Dietrich beim VfB Präsident ist, geht es auf allen Ebenen deutlich professioneller zu. Alles ist durchdacht und bis ins letzte Detail durchchoreografiert. Beispiel Ausgliederung: Eine stufenweise Kommunikation, die clever aufeinander aufbaute, mit einer Kampagne, die einfache Botschaften als Vorteile wiederholte und die Club-Legenden wie Buchwald, Khedira und Hitzlsperger smart mit einband. Dasselbe jetzt bei der Demission von Jan Schindelmeiser: Klug wurden vermeintliche Fehlleistungen in der lokalen Presse lanciert, clubintern wurden Mehrheiten hergestellt und gleichzeitig ein hochkarätiger Nachfolger verpflichtet. Bevor man sich über den Rausschmiss von Slim Shindy ärgern konnte, „musste“ man sich über die bayerische Supernase Michael Reschke freuen. Hut ab! Dabei liest sich die Transferbilanz von Schindelmeiser genau so gemischt wie die von Supernase Reschke und von Max Eberl und von Michael Zorc. Laut Dietrich geht es aber auch um die nicht getätigten Transfers. Und da müssen wir Schindelmeiser wirklich dankbar sein. Bei Jos Luhukay verweigerte er die Transfers von Ronny(!), Marko Marin und Alexander Baumjohann. Laut verschiedener Quellen hat Schindelmeiser bei den von Beratern angebotenen Rani Khedira, …

Das Kartell

Bezahlbarer, bundesligatauglicher Innenverteidiger verzweifelt gesucht: Der VfB ist dabei im sechsten Jahr in Folge erfolglos. Georg Niedermeier, Maza, Karim Haggui, Daniel Schwaab, Felipe Lopes, Toni Sunjic, Federico Barba haben alle das riesige Loch nicht schließen können, bei Marcin Kaminski, Benjamin Pavard und Jerome Onguene darf man dies zumindest bezweifeln. Doch woran liegt das? Jan Schindelmeiser macht wie seine Vorgänger Fredi Bobic und Robin Dutt einen überhitzten Markt dafür verantwortlich, dass keine renommierten Innenverteidiger verpflichtet werden konnten. Den viel tiefliegenderen Grund hat jetzt vertikalpass erfahren. Es konnte nichts anderes sein als die ganz große abgefuckte Verschwörung, die den VfB daran hindert, einen ordentlichen Innenverteidiger zu holen: Jahrzehnte lang sollen fünf Vereine gemeinsame Sache gemacht und sich „in geheimen Arbeitskreisen über Ablösesummen, Handgelder, Gehälter und Vertragslaufzeiten für Innenverteidiger abgesprochen“ haben. Dies wäre ein illegales Kartell und der mutmaßlich größte Fußball-Skandal nach dem Phantom-Tor von Thomas Helmer und den Sex-, Glücksspiel- und Doping-Enthüllungen von Toni Schumacher. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Wolfgang Dietrich (VfB) drängen darauf, die Vorwürfe wegen des Verdachts jahrelanger illegaler Absprachen schnell aufzuklären. „Alle …

Cheers!

Ein großer Tag für Barney. Sein Artikel (siehe hier) über Jan Schindelmeiser sorgte für Wirbel und für Aufmerksamkeit – in erster Linie für die Stuttgarter Nachrichten. Respekt, Herr Barner. Aber was haben Max Herre und Afrob dazu schon vor zehn Jahren gesagt: „Wenn ich mein Porträt entstellt von nem Reporter seh‘, der Wahrheit weniger verpflichtet als seinem Portemonnaie. Und man mir mein Wort verdreht, wird Pietät zum Prophet. Steigert eure Auflage mit dem was ich draufhabe, unser Business dissen das ist Eure Aufgabe. (…) Ich weiß wie ihr das macht: Heute dies, Morgen das. Und wirft es kein‘ Profit mehr ab, dann guckt ihr was es noch so hat.“ Bei allem Gepolter von Gunter Barner, bei den vielen Konjunktiven und Widersprüchen im Text gehen die großen Fragen leider unter: Gibt es wirklich jemanden, der Daniel Didavi zurück will? Wem ist Jan Schindelmeiser eigentlich auf die Füße getreten? Was macht eigentlich Hansi Müller? Und am wichtigsten: Woher sollen die dringend gesuchten Verteidiger für die Mitte und rechts kommen? Im Moment besteht der Kader aus 27 zumeist …