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Die glorreichen 12: High Noon in Heidenheim

  Und dann ritten die 11 Großstadt-Cowboys mit ihrem Trainer in das verschlafene Kaff ein. Nicht im wilden Westen, sondern auf der Ostalb. Wohlwissend, was sie in den kommenden 90 Minuten erwarten würde: Ein Duell auf Augenhöhe. Das hatte ihnen der junge Boss schließlich oft genug eingetrichtert: Weder Sheriffstern noch Brustring würden hier einen Unterschied machen. Für die Outlaws in Heidenheim würde nur das Faustrecht der wilden Alb gelten. Das hatten schon ganze andere Teams leidvoll erfahren müssen. @vertikalpass ein Loch vor dem Herrn, verdammt Matschig, langer Fußmarsch, Parken im Wohngebiet, Handy Empfang gleich null… Ostalb Idylle — Lars (@Laube_HNX) 18. Februar 2017 Und tatsächlich zeigten sich die Desperados aus der Landeshauptstadt konzentriert wie selten. Kein Wunder, hatten sie in ihren Reihen doch einige, die schon so manche Schlacht geschlagen hatten: Down Under Mitch zum Beispiel oder Rio-Kevin. Aber vor allem ihr nicht unumstrittener Anführer Le Gente war es, der voran ging und dem dann auch noch der erste Volltreffer gelang. Zu dumm nur, dass auch die Heidenheimer solch einen Haudegen in ihren Reihen hatten. “Shooting Schnatterer” zielte kurz …

VfB Stuttgart

Die zweite Liga tut dem VfB gut!

Die sogenannte Mixed-Zone im Stadion ist die Zweikampf-Area zwischen Journalisten und Fußballern. Die Tür vom Kabinentrakt geht auf, Spieler kommen raus und gehen durch einen abgesperrten Bereich, hinter dem sich Journalisten drängeln. „Timo, Timo!“, „Mii-hiiitch!“, „Genteee!“ müssen an den verbalen Blutgrätschen der Medienschaffenden vorbei und bleiben stehen, wenn … ja, warum eigentlich? Aus Höflichkeit? Als ich durch die Mixed Zone nach dem Sandhausen-Spiel gehe, schnappe ich eine Aussage von Timo Baumgartl auf: „Die zweite Liga tut mir gut, ich bin froh diesen Weg gegangen zu sein“. Auf dem Weg aus dem Stadion reift in mir die Erkenntnis: Die zweite Liga tut nicht nur Timo Baumgartl gut, sondern der ganzen Mannschaft. Ja, sogar dem gesamten VfB Stuttgart! Warum? Nehmen wir zum Beispiel die 74. Minute: Nach einem Konter über Anto Grgic kommt ein Querschläger auf Umwegen zu Schäng Zimmer, der glockenfrei das ganze Tor offen vor sich hat hat, aber nur Keeper Knaller anschießt. Eine solch hundertprozentige Torchance nicht zu nutzen, kann man sich in der ersten Liga nicht erlauben. Oder die 77. Minute: Sandhausens Thomas …

Das ist nicht mehr mein VfB!

Ok, es ist erst der 19. Spieltag, an dem der VfB Tabellenführer ist und nicht der 34. Spieltag. Schon klar, es war nur Fortuna Düsseldorf. Und ja, es kommen noch 15 Spiele. Aber so wie manche sich nach der Niederlage gegen Hannover festgelegt haben, dass der Aufstieg verpasst wird, so sage ich hier und heute: Der VfB steigt auf! Und warum sage ich das? Weil es nicht mehr „mein VfB“ ist. Mein VfB verpasst die Tabellenführung, obwohl sie ihm durch die Niederlagen von Hannover und Braunschweig auf dem silbernen Tablett serviert wird. Mein VfB muss nach 2:0 noch zittern, weil er sich zu sicher fühlt. Mein VfB behauptet, dass sein Kader für die angestrebten Ziele ausreicht und irrt damit immer. Mein VfB holt in der Winterpause auf den letzten Drücker Spieler, die keiner haben will. Mein VfB ist generell schnell zufrieden mit dem, was er erreicht hat. Der neue VfB dagegen spielt Hochgeschwindigkeitsfußball, dass der Gegner Zeitlupen für die Analyse braucht. Er spielt bei einer Führung seriös weiter. Der neue VfB hat einen Trainer, der …

The Real Slim Shindy

„May I have your attention please: My name is, … my name is: Slim Shindy!“, so stellt sich Jan Schindelmeister wahrscheinlich bei Transferverhandlungen vor. Shindy ist nicht nur slim, bei ihm sind auch die Informationen im Vorfeld schmal, nichts sickert durch. Clever & smart zieht er die Verhandlungen durch und das Beste: Keiner hatte die Namen auf dem Zettel, fast jeder muss die Neuverpflichtungen googeln. Am allerletzten Tag kursieren ein paar Namen: Es sind nicht Alexander Baumjohann, Roberto Hilbert und Eugen Polanski, sondern Nemanja Mihajlovic und Brahim Konaté. Es sind Brekalo, Ofori und Onguéné. Ich habe noch nie von denen gehört, Ihr etwa? Nicht mal Heinz Kamke kannte sie! Wir müssen vorsichtig sein mit einer Hymne auf Shindy. Auch seine Vorgänger haben wir zunächst wohlwollend beurteilt. Wir haben uns vom verschmitzten Hallschlag-Charme des Fredi Bobic einwickeln lassen und sind auf Robin Dutt hereingefallen, der die Ausstrahlung eines Immobilien-Maklers hatte und der auf jede Kritik teflon-artig reagierte. Jan Schindelmeister ist sharper als seine Vorgänger, er ist ein norddeutsches „G’scheitle“, er tut nicht nur so wie seine Vorgänger, er scheint …

2017: Das Jahr der guten Nachrichten

Als Stuttgarts optimistischer Fußball-Blog (Kessel.TV-Slang: „Man muss auch mal was gut finden!“) sind wir sicher: 2017 wird das Jahr der guten Nachrichten für den VfB. Hier die ersten elf good News, weitere folgen im Verlauf der Rückrunde. Transfer-Coup von Jan Schindelmeiser Toni Sunjic wird für 19,5 Millionen nach China verkauft, er verdient bei Shanghai Shenhua 100.000 Euro in der Woche und soll dort mit Carlos Tevez ein Sturmduo bilden. Eine Schlagzeile, die ich demnächst lesen will: Chinesischer Klub greift tief in die Tasche – 25 Millionen für VfB-Star Toni Sunjic 😍 #VfB — Jens (@whitered1893) 23. Dezember 2016 Alexandru Maxim sonnt sich Der vielgescholtene Rumäne erhält wegen seiner schönen Hackentricks und anmutigen Bewegungen ein Angebot von Reid Anderson vom Stuttgarter Ballett. Nach zähen Verhandlungen lehnt Maxim schließlich ab und wechselt für einen knapp zweistelligen Millionenbetrag nach Gran Canaria zu Las Palmas. Nicht nur das Wetter und das Gehalt stimmen: Weil Maxim nicht auch beim achten Trainer auf der Bank sitzen will, hat er sich eine Stammplatzgarantie zusichern lassen. Der VfB ist doch der FC Bayern der …

99 VfB-Bruddler, die man einfach liken muss

Nennt sie Influencer. Oder Logensitzer, Whistleblower, Blockpaten, Allesfahrer, Elite-Twitterer und Premiumblogger: Sie alle haben eines gemeinsam: Den roten Brustring am rechten Fleck, nämlich direkt über dem Herzen. Deswegen war die Zeit mehr als reif, mal alle aufzuschreiben! Die Liste kann nicht komplett sein, aber sie enthält die, denen wir regelmäßig online und offline begegnen. Alle, die uns anregen und aufregen, die uns inspirieren und animieren, mit denen wir streiten, lachen und weinen. TWITTER: @AngryZorniger Kann sei Maul net halta. @snowwhizzl Sneaker, Fashion, VfB: Traumkombi. @Roter_Brustring Selbsternannter Zweitligaliebhaber und VfB-Experte. ‏@Paddypolidis Terodde-Fanboy. @sven_sation Vater mit interessanten Ansichten „Den #VfB trainieren stell ich mir bisschen vor wie das Kind wickeln, wenn sichs lieber auf den Bauch drehen will.“ @el_pibe12 Fupa-Chef Stuttgart. Live-Tickerer. Storyteller. Pubquizer. Legend. @kessel.tv Stuttgarts bester Pferdeblog. Schreiben auch über Möpse, Musik, Swinger-Clubs und den VfB. Ihnen reicht aber meist der Ticker. @kollegegeiger Kollege Geiger ist der Macher der Steig-in-den-Ring-Videos und geht für kessel.tv da hin, wo es weht tut. Und das macht er gut, sehr gut. @Heinzkamke Der fabelhafte Kamke, der  fast nur noch Adventskalenderblogger …

Another day in Zweitliga-Paradise

Eigentlich ganz geil, wenn du gar nicht mal so toll spielst, aber trotzdem 4:0 gewinnst. Auswärts wohlgemerkt. Eigentlich ganz geil, wenn du nach Jahren des Leidens endlich mal mehr Spiele gewinnst als du verlierst. Eigentlich ganz geil, wenn du nach 5 langen Jahren mal wieder Tabellenführer bist. Eigentlich ganz geil, wenn das Stadion immer gut gefüllt ist und bei den Fans gute Stimmung herrscht. Eigentlich ganz geil, wenn deine Gegner so schlecht sind, dass sie deine regelmäßigen Aussetzer nie nutzen können. Eigentlich auch ganz geil, diese kleinen Stadien in der Provinz und die Stadionsprecher mit ihren lustigen Dialekten. Eigentlich ganz geil, wenn dein Trainer in Ruhe probieren und tüfteln kann ohne dass das von starken Gegnern sofort bestraft wird. 2. Liga ist wenn du 70min scheiße spielst und trotzdem 4:0 gewinnst. #AueVfB — m3rcredi1893 (@m3rcredi) 4. Dezember 2016 Sagt mal: Wollen wir nicht einfach in der zweiten Liga bleiben? So auf Dauer? Und wirklich der FC Bayern München im ersten Untergeschoss werden? Wäre das nicht besser, als wieder in der ersten Liga gegen den Abstieg …

Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast …

Auch die besten Verdrängungsmechanismen können es nicht vergessen machen: Der VfB ist im vergangenen Sommer abgestiegen. Darauf folgte der unausweichliche personelle Umbruch. Doch was machen unsere ehemaligen Abstiegshelden mittlerweile eigentlich? Wer hat die richtige Entscheidungen getroffen? Und wer wäre besser in Cannstatt geblieben? Ein Überblick. Filip Kostic Keine Frage: Der Flügelflitzer und ehemalige Stuttgarter Publikumsliebling hat alles richtig gemacht. Er spielt jetzt nicht nur bei seinem Lieblingsverein aus Kindertagen, sondern kann in Hamburg auch seine Erfahrungen im Abstiegskampf und desolater Vereinsführung perfekt einbringen. Außerdem möchte er weitere Trainer kennenlernen. Bisher waren es erst sechs in Deutschland, aber die Saison ist ja lang. Das wird schon noch. Adam Hlousek Der Lord wechselte in die polnische Liga und kickt dort für Legia Warschau. Jetzt spielt er in der Champions League gegen Real Madrid statt in der zweiten Liga gegen Sandhausen und lässt sich von Gareth Bale statt von Richard Sukuta-Pasu vernaschen. So kann er jetzt aus nächster Nähe bewundern, was die Stars draufhaben – und muss dafür nicht mal Eintritt zahlen. Aber, ob ihn in Warschau auch …