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Girl’s Day in der Dunkelroten Loge

Ein Besuch im Stadion wie er nicht besser sein kann: Abendspiel unter Flutlicht, Stadionwurst, Bier (muss es ausgerechnet Krombacher sein?), ein packendes Match und zum Schluss noch drei Punkte gegen den Favoriten. Aber wir wissen alle: es geht immer besser! In unserem Fall liegt das am exklusiven Sitzplatz. Aber der Reihe nach. Vor kurzem hat der VfB die Dunkelrote Loge vorgestellt. Als professionell aufgestellte AG überlässt der Club nichts dem Zufall und hat sich für ein Soft Opening entschieden, bevor die Plätze ab dem Spiel gegen den FC Bayern an Mitglieder verlost werden. Der VfB hat uns vom vertikalpass eingeladen, in der dunkelroten Loge Probe zu sitzen. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen und so waren wir vom vp-Spezialteam für repräsentative Auftritte vor Ort. Das Begrüßungskomitee führt uns durch einen separaten Eingang auf das Stadiongelände. Wir fühlen uns ein bissle wichtig, unser Influencerstolz ist aber kurzfristig komplett am Boden, als uns die Security für Mütter der Einlaufkinder hält, die direkt vor uns eingeschleust wurden. Hallooo! Bevor es in die Dunkelrote Loge geht, dürfen wir …

Eine Brezel ist auch nur ein Mensch

Stuttgart ist Stuggi. Ist Brezel, Kehrwoche, Porsche, Daimler, Feinstaub. Ist sparsam, spießig, fleißig, ist stock-im-arschig. Nicht nur der Stuttgarter „Tatort“ wird nach diesem einfallslosen Rezept komponiert. Kaum eine Veröffentlichung über Stuttgart kommt über diese Oberflächlichkeiten hinaus. Jetzt also ein cooles VfB-Trikot, eine Collabo zwischen dem VfB und dem Künstlerkollektiv 0711. Da darf die Brezel natürlich nicht fehlen. Denn mit einer Brezel kann man alles machen, sie ist wahnsinnig geduldig. Man kann sie mit und ohne Butter essen, mit Marmelade oder Nutella, in den Kaffee eintunken (sensationelles Video), wenn sie hart wird, kann man mit ihr Verbrechen begehen und wenn einem gar nichts anderes einfällt, dann kann man mit ihr einen Bürgermeisterwahlkampf führen und man macht sie auf ein Fußballtrikot. Verbunden mit einem Herz, wegen der Emotion, ganz klar. Brezelliebe nennt es Schowi, Harald Schmidt hätte Brätzellove gesagt. So, genug abgekotzt. Denn gut ist, dass auf dem Trikot kein Besen oder Kerrwisch ist und dazu der Slogan „Wir putzen unsere Gegner weg!“. Nein, das Ganze ist geschmackvoll im Camouflage-Style gemacht, in wieweit das Fashion ist und …

Le Atze* und Le Meira

Es ist mehr als eine Mode, sich dem Fußball und seinen Protagonisten mit Oberflächlichkeiten zu nähern. Fangen wir also diesen Text über Benjamin Pavard damit an: Er verwendet auf seiner Facebook-Seite namens Benjamin Pavardinho eines unserer Stadionbilder nach dem Platzsturm beim Aufstieg. Aber gernö, lieber Benjamin und Chapeau für Deinen guten Geschmack. Seit Schillbär Gress und Didier Six lieben die VfB-Fans französische Spieler. Wie sie Benschamää aussprechen, erinnert dabei stark an Franz Beckenbauers legendäre Aussprache von Jean-Pierre Papin: „Schopärpapa“. Und dann muss man natürlich seine Friese thematisieren. Ein Lockenhelm à la Atze Schröder mit dem Potential zum Kult, fehlt nur noch die Pavard-Perücke im VfB-Shop. Aber im Zuge der Professionalisierung des VfB müssen wir wohl nicht mehr lange drauf warten. Aber gehen wir weg von Boulevard-Themen, kommen wir zum Sportlichen. Also weg von Le Atze*, hin zu Le Meira. Denn das luftige Champagner-Spiel des 21-jährigen Franzosen erinnert mich an den 2007er-Kapitän Fernando Meira. Ja, ein großer Vergleich, aber besser als ihn mit Toni Sunjic oder Schorsch Niederstrecker zu vergleichen, oder? Da sind zunächst seine eleganten …

Käpt’n der guten Hoffnung

Junge Spieler, alte Spieler, erfahrende Spieler, Grünschnäbel: Beim VfB wurde in den letzten Wochen weniger über die Qualität von Spielern gesprochen, sondern über deren Alter und Anzahl von Bundesligaspielen. Vorläufiger Höhepunkt ist die Berufung von Dennis Aogo zum Kapitän. Seine Haupt-Qualifikationen scheinen sein Geburtsjahr 1987 und seine 220 Bundesligaspiele zu sein. Es wäre genau so, wenn man die Qualitäten des VfB-Präsidenten an seinen Mitgliedsjahren im Verein festmachen würde. Aogo ist ein Spieler, der erst acht Wochen beim VfB ist und in dieser Zeit nicht mit einer außerordentlichen Form aufgefallen wäre. Solide spielt er, mehr rückwärts als vorwärts, zwei Tore durch Ecken hat er vorbereitet, eines durch einen Elfmeter verschuldet. Alles okay also. Aber kann er auch Kapitän? Wer kann das beim VfB Stuttgart überhaupt? Wie sieht die Statik der Mannschaft aus? Es gibt in Cannstatt Schiffsjungen, Leichtmatrosen und alte Seebären, aber keinen echten Kapitän. Dennis Aogo ist eine pragmatische Lösung, Christian Gentner verletztsbedingt nicht an Bord, Simon Terodde formbedingt nicht immer an Deck. Timo Baumgartl trug die Binde einmal beim Testspiel, aber er hat immer …

Die (Not-)Lösung mit dem bayerischen Patienten

Erfahren, Linksfuß, gute Spielereröffnung, ablösefrei: das wäre in etwa die Stellenbeschreibung von Jan Schindelmeiser auf dem Karriereportal stepstone-fussball.de für die vakante Stelle in der Innenverteidigung. Und auf keinen passt diese Beschreibung besser als auf Holger Badstuber. Ist er also der perfekte Mann für den VfB? Ja, wären da nicht die vielen Verletzungen, seine mangelnde Spielpraxis und seine unübersehbaren Geschwindigkeitsdefizite. Wir brauchen nicht die Statistiken anschauen, wie viele Spiele er verpasst hat und welche Verletzungen er hatte. Denn es waren so ziemlich alle, die man sich vorstellen kann. Fehlt nur noch, dass er auf Feinstaub allergisch reagiert. Der VfB braucht einen verlässlichen Spieler, er muss nicht mehr der Jüngste sein, er muss keine überragende Bombe sein, aber er muss einfach nur delivern. 34 Spiele lang. So wie vor vielen, vielen Jahren Dragan Holcer. Sollte Jan Schindelmeiser ihn nicht kennen, Holcer wäre das Role-Model für den neuen Mann in der Innenverteidigung. Sorry, ich halte die Verpflichtung von Badstuber für einen Fehler. Für so eine wichtige Position, ist das Risiko viel zu hoch. — Mietmaul (@Das_Mietmaul) August 1, …

Transfer-Tinder

Der diesjährige Sommertransfermarkt erinnert mich an drei Dinge. Einmal an mich, wenn mich meine Frau zum Einkaufen schickt und ich dann nicht mit der bestellten Milch, aber dafür mit einem Sixpack Bier nach Hause komme. Warum? Weil man sich nun mal auf die Dinge konzentriert, die mehr Spaß machen. So ähnlich geht es anscheinend auch Sportvorstand Jan Schindelmeiser. Den schickt man los, um die Defensive zu verstärken – und er kommt mit drei Offensivkräften zurück. Warum? Weil es natürlich mehr Spaß macht, einen A. Donis oder Akolo zu verpflichten als einen humorlosen Innenverteidiger ohne Swag. Oder sind wir back in Bobic-Land? Mit dem ehemaligen VfB-Manager, der nicht nur seinem leichtgläubigen Präsidenten Bernd Wahler weismachen wollte, dass man bei Transfers bis zum Schluss warten müsse, denn dann fielen die Preise? Daran erinnere ich mich ebenfalls, als Jan Schindelmeiser vom überhitzten Markt spricht. Und als er sagte, die Nachfrage nach guten Innenverteidigern trifft auf ein kleines Angebot, so sind das die Worte von Robin Dutt, kurz bevor er Toni Sunjic verpflichtete. Habe ich deshalb so ein ungutes …

KSC, du Opfer!

Was ist das denn? Eine fiese Bushido-Headline für mehr Klicks? Zu lange in der Sonne gestanden oder zu viel Bengaloqualm eingeatmet? Ja, zugegeben, eine ziemlich populistische Überschrift. Aber sie trifft’s einfach zu gut: Denn der Karlsruher SC war kein Gegner im Derby, sondern ein Opfer. Wie heißt es so schön: Die Badener waren stets bemüht. Mehr aber auch nicht. Dazu ist das Team fußballerisch einfach zu limitiert. Andererseits: Das war 1860 München auch. Hat sie trotzdem nicht daran gehindert, bis zur 93. Minute gegen den VfB Stuttgart zu führen. Slapstick-Einlagen wie in München sparen sich die VfB-Spieler im Derby. Man merkt schnell, dass das Team griffiger ist als bei den letzten Auftritten. Wolf sei Dank: Das Team hat verstanden, worum es im Derby geht. Die Spieler sind physisch präsent. Auch die, von denen man es gar nicht unbedingt erwartet wie Maxim oder Özcan. Zweikämpfe werden mit der gebotenen Konsequenz geführt und der ballführende Karlsruher Spieler ist nicht zu beneiden, denn ständig steht ihm ein VfB-Spieler auf den Füßen – oder gleich mehrere. Tatsächlich war der drohende Spielabbruch wohl die einzige Chance für …

2017: Das Jahr der guten Nachrichten

Als Stuttgarts optimistischer Fußball-Blog (Kessel.TV-Slang: „Man muss auch mal was gut finden!“) sind wir sicher: 2017 wird das Jahr der guten Nachrichten für den VfB. Hier die ersten elf good News, weitere folgen im Verlauf der Rückrunde. Transfer-Coup von Jan Schindelmeiser Toni Sunjic wird für 19,5 Millionen nach China verkauft, er verdient bei Shanghai Shenhua 100.000 Euro in der Woche und soll dort mit Carlos Tevez ein Sturmduo bilden. Eine Schlagzeile, die ich demnächst lesen will: Chinesischer Klub greift tief in die Tasche – 25 Millionen für VfB-Star Toni Sunjic ? #VfB — Jens (@whitered1893) 23. Dezember 2016 Alexandru Maxim sonnt sich Der vielgescholtene Rumäne erhält wegen seiner schönen Hackentricks und anmutigen Bewegungen ein Angebot von Reid Anderson vom Stuttgarter Ballett. Nach zähen Verhandlungen lehnt Maxim schließlich ab und wechselt für einen knapp zweistelligen Millionenbetrag nach Gran Canaria zu Las Palmas. Nicht nur das Wetter und das Gehalt stimmen: Weil Maxim nicht auch beim achten Trainer auf der Bank sitzen will, hat er sich eine Stammplatzgarantie zusichern lassen. Der VfB ist doch der FC Bayern der …

99 VfB-Bruddler, die man einfach liken muss

Nennt sie Influencer. Oder Logensitzer, Whistleblower, Blockpaten, Allesfahrer, Elite-Twitterer und Premiumblogger: Sie alle haben eines gemeinsam: Den roten Brustring am rechten Fleck, nämlich direkt über dem Herzen. Deswegen war die Zeit mehr als reif, mal alle aufzuschreiben! Die Liste kann nicht komplett sein, aber sie enthält die, denen wir regelmäßig online und offline begegnen. Alle, die uns anregen und aufregen, die uns inspirieren und animieren, mit denen wir streiten, lachen und weinen. TWITTER: @AngryZorniger Kann sei Maul net halta. @snowwhizzl Sneaker, Fashion, VfB: Traumkombi. @Roter_Brustring Selbsternannter Zweitligaliebhaber und VfB-Experte. ‏@Paddypolidis Terodde-Fanboy. @sven_sation Vater mit interessanten Ansichten „Den #VfB trainieren stell ich mir bisschen vor wie das Kind wickeln, wenn sichs lieber auf den Bauch drehen will.“ @el_pibe12 Fupa-Chef Stuttgart. Live-Tickerer. Storyteller. Pubquizer. Legend. @kessel.tv Stuttgarts bester Pferdeblog. Schreiben auch über Möpse, Musik, Swinger-Clubs und den VfB. Ihnen reicht aber meist der Ticker. @kollegegeiger Kollege Geiger ist der Macher der Steig-in-den-Ring-Videos und geht für kessel.tv da hin, wo es weht tut. Und das macht er gut, sehr gut. @Heinzkamke Der fabelhafte Kamke, der  fast nur noch Adventskalenderblogger …

Another day in Zweitliga-Paradise

Eigentlich ganz geil, wenn du gar nicht mal so toll spielst, aber trotzdem 4:0 gewinnst. Auswärts wohlgemerkt. Eigentlich ganz geil, wenn du nach Jahren des Leidens endlich mal mehr Spiele gewinnst als du verlierst. Eigentlich ganz geil, wenn du nach 5 langen Jahren mal wieder Tabellenführer bist. Eigentlich ganz geil, wenn das Stadion immer gut gefüllt ist und bei den Fans gute Stimmung herrscht. Eigentlich ganz geil, wenn deine Gegner so schlecht sind, dass sie deine regelmäßigen Aussetzer nie nutzen können. Eigentlich auch ganz geil, diese kleinen Stadien in der Provinz und die Stadionsprecher mit ihren lustigen Dialekten. Eigentlich ganz geil, wenn dein Trainer in Ruhe probieren und tüfteln kann ohne dass das von starken Gegnern sofort bestraft wird. 2. Liga ist wenn du 70min scheiße spielst und trotzdem 4:0 gewinnst. #AueVfB — m3rcredi1893 (@m3rcredi) 4. Dezember 2016 Sagt mal: Wollen wir nicht einfach in der zweiten Liga bleiben? So auf Dauer? Und wirklich der FC Bayern München im ersten Untergeschoss werden? Wäre das nicht besser, als wieder in der ersten Liga gegen den Abstieg …