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Wir wählen VfB!

In zehn Tagen steht die wichtigste Wahl in Deutschland an. Doch beim Bundestagswahlkampf schlafen einem die Füße ein: Langweilige Kandidaten, furchtbare Plakate, müde Partei-Programme, schnarchige TV-Duelle. Wir in Stuttgart wissen, dass das besser geht. Den heißen und polarisierenden Wahlkampf rund um die Ausgliederung wird so schnell niemand vergessen. Wir haben uns deshalb gefragt: Was wäre, wenn der VfB mit seinen Kandidaten am 24.09. zur Wahl stünde? Wie sähe das Schattenkabinett von Wolfgang Dietrich aus? Ist Michael Reschke zu undiplomatisch für den Posten als Außenminister? Und ist das Ressort „Gesundheit“ bei Daniel Ginczek wirklich gut aufgehoben? Und welche Plakate würden wir in Stuttgart sehen? Themen gibt es schließlich genug: Wolfgang Dietrich Ein Mann, der Visionen hat und bereits gezeigt hat, dass er sie auch umsetzen kann. Trotzdem ist er nicht unumstritten. Viele trauen ihm zu, den VfB wieder great zu machen. Und viele glauben, dass genau das Gegenteil eintritt. Deswegen fährt Wolfgang Dietrich in diesem Wahlkampf eine gefühlige Kuschelkampagne. Michael Reschke  Der Neuling im Schattenkabinett. Seine ersten Aktionen haben nicht alle überzeugt, aber er hatte auch nur …

Sieht so Reschkes Spürnase aus?

Der VfB ist ein Traditionsclub und Last-Minute-Transfers haben in Stuttgart eine große Tradition. Slim Shindy war ein echter (Schindel)Meister darin: Pavard und Mané, Brekalo und Onguené und Ofori hießen seine Verpflichtungen kurz vor knapp. Vor ihm holte Robin Dutt am letzten Tag Toni Sunjic und Federico Barba. Und Fredi Bobic war quasi der Erfinder der Last-Second-Transfers, er ging vorher extra in den Urlaub, um gestärkt die heiße Spätphase des Transferfensters durchzustehen. Aber was sagt es über einen Club aus, wenn der Kader immer erst am 31. August bzw. 31. Januar komplett ist? Dass die Transferpolitik nicht wirklich strukturiert ist? Dass es keinen klaren Plan gibt? Dass die Verantwortlichen Gambler sind, die auf fallende Preise hoffen? Was sagt es aus über einen Club, der am Deadline Day einen Andi Beck verpflichtet: Sieht so das Netzwerk und die Spürnase von Michael Reschke aus? Nix gegen das Beck’le, oiner von uns, ein absolut sympathischer Kerle, aber was darf man von ihm erwarten? Wie bei Dennis Aogo: ein solides und biederes Spiel ohne Überraschungen, in etwa Florian-Klein-Niveau. Aber womöglich …

Mitch, wir sind gar nicht glucklitsch …

… können aber verstehen, dass Du zum UD Levante wechselst. Du willst regelmäßig spielen und danach sieht es in Stuttgart einfach nicht aus. No worries, Mitch! Du wirst immer als Aufstiegstorhüter in der VfB-Geschichte stehen. Weshalb wir Dich vermissen werden? Wegen Deiner spontanen Bereitschaft, auch nach dem Abstieg dem VfB treu zu sein und ihn wieder in die Bundesliga zu bringen. Wegen Deiner sympathischen Interviews mit dem drolligen Akzent. Wegen Deiner Klasse als Linientorwart mit vielen Monster-Saves, die Punkte gerettet haben wie zum Beispiel gegen Heidenheim oder Nürnberg. Sogar wegen Deiner Slapstick-Einlage bei der 1:2-Niederlage gegen Hannover. Wegen Deines ansteckenden Lachens und Deiner offenen Art, außerhalb des Platzes auf andere zuzugehen. Und, das darf nicht verschwiegen werden: Weil Deine Frau Riahannon einfach die schönsten Architekturfotos postet. Ein Beitrag geteilt von Riahannon Langerak (@riri_langerak) am 31. Mai 2017 um 12:37 Uhr Manchmal hatte ich allerdings Angst, wenn eine Flanke oder ein Eckball in Deinen Strafraum flog. Und beim Herauslaufen bei 1:1-Situationen hatte ich nicht immer ein gutes Gefühl, das wirkte doch flatterig und bisweilen unsicher. Trotz …

Warum ich ein bisschen Angst um Hannes Wolf habe

Eins muss man sagen: Seit Wolfgang Dietrich beim VfB Präsident ist, geht es auf allen Ebenen deutlich professioneller zu. Alles ist durchdacht und bis ins letzte Detail durchchoreografiert. Beispiel Ausgliederung: Eine stufenweise Kommunikation, die clever aufeinander aufbaute, mit einer Kampagne, die einfache Botschaften als Vorteile wiederholte und die Club-Legenden wie Buchwald, Khedira und Hitzlsperger smart mit einband. Dasselbe jetzt bei der Demission von Jan Schindelmeiser: Klug wurden vermeintliche Fehlleistungen in der lokalen Presse lanciert, clubintern wurden Mehrheiten hergestellt und gleichzeitig ein hochkarätiger Nachfolger verpflichtet. Bevor man sich über den Rausschmiss von Slim Shindy ärgern konnte, „musste“ man sich über die bayerische Supernase Michael Reschke freuen. Hut ab! Dabei liest sich die Transferbilanz von Schindelmeiser genau so gemischt wie die von Supernase Reschke und von Max Eberl und von Michael Zorc. Laut Dietrich geht es aber auch um die nicht getätigten Transfers. Und da müssen wir Schindelmeiser wirklich dankbar sein. Bei Jos Luhukay verweigerte er die Transfers von Ronny(!), Marko Marin und Alexander Baumjohann. Laut verschiedener Quellen hat Schindelmeiser bei den von Beratern angebotenen Rani Khedira, …

Die (Not-)Lösung mit dem bayerischen Patienten

Erfahren, Linksfuß, gute Spielereröffnung, ablösefrei: das wäre in etwa die Stellenbeschreibung von Jan Schindelmeiser auf dem Karriereportal stepstone-fussball.de für die vakante Stelle in der Innenverteidigung. Und auf keinen passt diese Beschreibung besser als auf Holger Badstuber. Ist er also der perfekte Mann für den VfB? Ja, wären da nicht die vielen Verletzungen, seine mangelnde Spielpraxis und seine unübersehbaren Geschwindigkeitsdefizite. Wir brauchen nicht die Statistiken anschauen, wie viele Spiele er verpasst hat und welche Verletzungen er hatte. Denn es waren so ziemlich alle, die man sich vorstellen kann. Fehlt nur noch, dass er auf Feinstaub allergisch reagiert. Der VfB braucht einen verlässlichen Spieler, er muss nicht mehr der Jüngste sein, er muss keine überragende Bombe sein, aber er muss einfach nur delivern. 34 Spiele lang. So wie vor vielen, vielen Jahren Dragan Holcer. Sollte Jan Schindelmeiser ihn nicht kennen, Holcer wäre das Role-Model für den neuen Mann in der Innenverteidigung. Sorry, ich halte die Verpflichtung von Badstuber für einen Fehler. Für so eine wichtige Position, ist das Risiko viel zu hoch. — Mietmaul (@Das_Mietmaul) August 1, …

Transfer-Tinder

Der diesjährige Sommertransfermarkt erinnert mich an drei Dinge. Einmal an mich, wenn mich meine Frau zum Einkaufen schickt und ich dann nicht mit der bestellten Milch, aber dafür mit einem Sixpack Bier nach Hause komme. Warum? Weil man sich nun mal auf die Dinge konzentriert, die mehr Spaß machen. So ähnlich geht es anscheinend auch Sportvorstand Jan Schindelmeiser. Den schickt man los, um die Defensive zu verstärken – und er kommt mit drei Offensivkräften zurück. Warum? Weil es natürlich mehr Spaß macht, einen A. Donis oder Akolo zu verpflichten als einen humorlosen Innenverteidiger ohne Swag. Oder sind wir back in Bobic-Land? Mit dem ehemaligen VfB-Manager, der nicht nur seinem leichtgläubigen Präsidenten Bernd Wahler weismachen wollte, dass man bei Transfers bis zum Schluss warten müsse, denn dann fielen die Preise? Daran erinnere ich mich ebenfalls, als Jan Schindelmeiser vom überhitzten Markt spricht. Und als er sagte, die Nachfrage nach guten Innenverteidigern trifft auf ein kleines Angebot, so sind das die Worte von Robin Dutt, kurz bevor er Toni Sunjic verpflichtete. Habe ich deshalb so ein ungutes …

KSC, du Opfer!

Was ist das denn? Eine fiese Bushido-Headline für mehr Klicks? Zu lange in der Sonne gestanden oder zu viel Bengaloqualm eingeatmet? Ja, zugegeben, eine ziemlich populistische Überschrift. Aber sie trifft’s einfach zu gut: Denn der Karlsruher SC war kein Gegner im Derby, sondern ein Opfer. Wie heißt es so schön: Die Badener waren stets bemüht. Mehr aber auch nicht. Dazu ist das Team fußballerisch einfach zu limitiert. Andererseits: Das war 1860 München auch. Hat sie trotzdem nicht daran gehindert, bis zur 93. Minute gegen den VfB Stuttgart zu führen. Slapstick-Einlagen wie in München sparen sich die VfB-Spieler im Derby. Man merkt schnell, dass das Team griffiger ist als bei den letzten Auftritten. Wolf sei Dank: Das Team hat verstanden, worum es im Derby geht. Die Spieler sind physisch präsent. Auch die, von denen man es gar nicht unbedingt erwartet wie Maxim oder Özcan. Zweikämpfe werden mit der gebotenen Konsequenz geführt und der ballführende Karlsruher Spieler ist nicht zu beneiden, denn ständig steht ihm ein VfB-Spieler auf den Füßen – oder gleich mehrere. Tatsächlich war der drohende Spielabbruch wohl die einzige Chance für …

2017: Das Jahr der guten Nachrichten

Als Stuttgarts optimistischer Fußball-Blog (Kessel.TV-Slang: „Man muss auch mal was gut finden!“) sind wir sicher: 2017 wird das Jahr der guten Nachrichten für den VfB. Hier die ersten elf good News, weitere folgen im Verlauf der Rückrunde. Transfer-Coup von Jan Schindelmeiser Toni Sunjic wird für 19,5 Millionen nach China verkauft, er verdient bei Shanghai Shenhua 100.000 Euro in der Woche und soll dort mit Carlos Tevez ein Sturmduo bilden. Eine Schlagzeile, die ich demnächst lesen will: Chinesischer Klub greift tief in die Tasche – 25 Millionen für VfB-Star Toni Sunjic ? #VfB — Jens (@whitered1893) 23. Dezember 2016 Alexandru Maxim sonnt sich Der vielgescholtene Rumäne erhält wegen seiner schönen Hackentricks und anmutigen Bewegungen ein Angebot von Reid Anderson vom Stuttgarter Ballett. Nach zähen Verhandlungen lehnt Maxim schließlich ab und wechselt für einen knapp zweistelligen Millionenbetrag nach Gran Canaria zu Las Palmas. Nicht nur das Wetter und das Gehalt stimmen: Weil Maxim nicht auch beim achten Trainer auf der Bank sitzen will, hat er sich eine Stammplatzgarantie zusichern lassen. Der VfB ist doch der FC Bayern der …

99 VfB-Bruddler, die man einfach liken muss

Nennt sie Influencer. Oder Logensitzer, Whistleblower, Blockpaten, Allesfahrer, Elite-Twitterer und Premiumblogger: Sie alle haben eines gemeinsam: Den roten Brustring am rechten Fleck, nämlich direkt über dem Herzen. Deswegen war die Zeit mehr als reif, mal alle aufzuschreiben! Die Liste kann nicht komplett sein, aber sie enthält die, denen wir regelmäßig online und offline begegnen. Alle, die uns anregen und aufregen, die uns inspirieren und animieren, mit denen wir streiten, lachen und weinen. TWITTER: @AngryZorniger Kann sei Maul net halta. @snowwhizzl Sneaker, Fashion, VfB: Traumkombi. @Roter_Brustring Selbsternannter Zweitligaliebhaber und VfB-Experte. ‏@Paddypolidis Terodde-Fanboy. @sven_sation Vater mit interessanten Ansichten „Den #VfB trainieren stell ich mir bisschen vor wie das Kind wickeln, wenn sichs lieber auf den Bauch drehen will.“ @el_pibe12 Fupa-Chef Stuttgart. Live-Tickerer. Storyteller. Pubquizer. Legend. @kessel.tv Stuttgarts bester Pferdeblog. Schreiben auch über Möpse, Musik, Swinger-Clubs und den VfB. Ihnen reicht aber meist der Ticker. @kollegegeiger Kollege Geiger ist der Macher der Steig-in-den-Ring-Videos und geht für kessel.tv da hin, wo es weht tut. Und das macht er gut, sehr gut. @Heinzkamke Der fabelhafte Kamke, der  fast nur noch Adventskalenderblogger …

Another day in Zweitliga-Paradise

Eigentlich ganz geil, wenn du gar nicht mal so toll spielst, aber trotzdem 4:0 gewinnst. Auswärts wohlgemerkt. Eigentlich ganz geil, wenn du nach Jahren des Leidens endlich mal mehr Spiele gewinnst als du verlierst. Eigentlich ganz geil, wenn du nach 5 langen Jahren mal wieder Tabellenführer bist. Eigentlich ganz geil, wenn das Stadion immer gut gefüllt ist und bei den Fans gute Stimmung herrscht. Eigentlich ganz geil, wenn deine Gegner so schlecht sind, dass sie deine regelmäßigen Aussetzer nie nutzen können. Eigentlich auch ganz geil, diese kleinen Stadien in der Provinz und die Stadionsprecher mit ihren lustigen Dialekten. Eigentlich ganz geil, wenn dein Trainer in Ruhe probieren und tüfteln kann ohne dass das von starken Gegnern sofort bestraft wird. 2. Liga ist wenn du 70min scheiße spielst und trotzdem 4:0 gewinnst. #AueVfB — m3rcredi1893 (@m3rcredi) 4. Dezember 2016 Sagt mal: Wollen wir nicht einfach in der zweiten Liga bleiben? So auf Dauer? Und wirklich der FC Bayern München im ersten Untergeschoss werden? Wäre das nicht besser, als wieder in der ersten Liga gegen den Abstieg …