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Wann sagt der VfB „Ja“ zum Abstiegskampf?

Es gibt so Spiele, da weiß ich von vorne herein, dass es nicht gut ausgeht: Mainz ist seit sechs Spielen sieglos und da kommt der VfB als Aufbaugegner genau richtig. War es jemals anders? Es ist ein Spiel, in dem der VfB Mainz auf sechs Punkte distanzieren kann. Hat der VfB jemals so ein Spiel gewonnen? Dann macht sich der VfB erst völlig lächerlich, weil die Arbeits- bzw. Spielberechtigung von Chadrac Akolo fehlt, dann ist allen Mainzern anzumerken, dass sie das Ding heute packen wollen. Man hatte fast den Eindruck, Trainer Sandro Schwarz und Manager Rouwen Schröder wollten auch noch mitkicken. Die hatten Schaum vorm Mund. Mir fällt keiner ein, der vom VfB da dagegen hätte halten können. Santi Ascasibar vielleicht. Aber die anderen? Alle viel zu nett und unambitioniert. Wie sich der VfB – von der Akolo-Panne bis nahezu jedem Spieler – in so einem wichtigen Spiel wieder so grotesk schlecht präsentieren kann, macht mich fassungslos. — Mietmaul (@Das_Mietmaul) January 20, 2018 Dass der VfB dann mit einem Slapsticktor in Führung geht: Kann nur …

Mario Gomez: The New Romantic

New Romantic, später auch als New Gomezism bezeichnet, ist eine Fußball- und Modewelle, die etwa seit 2018 populär war. Sie hat ihren Ursprung in Stuttgart und wurde zunächst als reines VfB-Phänomen betrachtet. Die mittlerweile sehr populäre Bewegung beschränkt sich im Wesentlichen auf das äußerliche Erscheinungsbild (Frisur) und die spezielle Rückkehr zu einer alten Liebe, in Fachkreisen auch „Comeback“ genannt. Zu den bekanntesten Vertretern des New Romantic gehörten anfangs Gerhard Poschner, Christian Gentner und Andreas Beck, die alle zu ihrem Heimatverein VfB Stuttgart zurückgekehrt sind. Richtig populär wurde die Bewegung allerdings erst durch die Rückkehr von Mario Gomez zum VfB Stuttgart. Er bediente damit eine Sehnsucht und Art von Romantik, die unter Fußballfans sehr verbreitet ist: Es ist dieser starke Hang zur Verbundenheit, diese innige Liebe zu Spielern aus der eigenen Jugend, die Überhöhung der Person und dessen fußballerischem Potenzial. Ein besonderes Phänomen der New Romantic ist das Entstehen einer Euphorie und großen Erwartungshaltung sowie eines starken Zusammenhalts zwischen Rückkehrer, Team und Fans. Aber die New Romantic-Bewegung ist ein gefährliches Spiel. Denn alles konzentriert sich auf …

Nein, es liegt nicht am Trainer!

Wenn Bercay Özcan frei vor dem Tor verschießt, dann liegt dies nicht in der Verantwortung von Hannes Wolf. Wenn Dennis Aogo – durch den Vorstand Michael Reschke die Erfahrung im Team erhöht hat, aber nicht die Qualität – einen Elfmeter verschießt, dann ist dies nicht die Schuld vom Trainer. Wenn die Mannschaft zwei Slapstick-Tore nach Standards bekommt, dann kann dies selbst Pep Guardiola nicht verhindern. Da kann der fuchteln wie er will am Spielfeldrand. Ordentliche Leistung gegen Bayern? Geschenkt. Solche Kicks gegen solche Truppen, da gilt’s. Die Dinger zu verlieren geht gar nicht. #VfB — Jens Nagler (@jens_nagler) December 19, 2017 Aogo muss den Deckel drauf machen. Ist aber typisch genau für diesen Spieler. Larifarischeisse wie schon in Hamburg und in Gelsenkirchen. Und nachher soll dann der Trainer schuld sein #VfB — Mark1893 (@MarkL1893) December 19, 2017 Sind wir ehrlich: Fünf Niederlagen am Stück hatten beim VfB in der Vergangenheit in zehn von zehn Fällen eine Folge: Der Trainer muss gehen und entweder übernimmt ein U-Coach, der ohnehin gerade Zeit hat oder es kommt ein …

Fußball ist: zum Kotzen! (Manchmal jedenfalls)

Fußball ist: tolle Tore, herrliche Spielzüge, katastrophale Fehler. Fußball ist: Katalysator, Gemeinschaftserlebnis, identitätsstiftend. Fußball ist: Freude, Frust, unvorhersehbar. Fußball ist: Bayern ärgern, Meckern über James‘ Arroganz, 90 Minuten einen ehemaligen Spieler auspfeifen. Fußball ist: Tempo, Taktik und auch mal Trottel. Wir lieben Fußball. Denn er legt Emotionen offen, kann auch mal Grenzen überschreiten (wie das diskutable Verhalten gegenüber Sven Ulreich), er macht einem Hoffnung, lockt mit einem unerwarteten Punktgewinn, verführt einen mit der Süße eines späten Tores. All das, nur um uns dann die größte aller Enttäuschungen zu bescheren. Der Fußball stürzt uns gerne ins Bodenlose, nimmt keine Rücksicht auf Vernunft, um uns dann in ein Meer aus Tränen zu schubsen. Ulreich. In der letzten Sekunde der Nachspielzeit. Vor der VfB-Kurve, die ihn über 94 Minuten ausgepfiffen haben. Mehr Kahn-Moment geht nicht. #VfBFCB — Oliver Schmidt (@breitnigge) 16. Dezember 2017 Deshalb lieben wir Fußball. Wie nach dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Deshalb hassen wir Fußball. Wie heute. Und das auf ewig. Also bis zum nächsten Spiel. Es ist zum Kotzen. Nicht, weil Sven …

Von Windeln verweht

Hannes Wolf, wir müssen reden. Schon klar, die Niederlage war auch unglaubliches Pech, erst die Verletzungen von Donis und Akolo, dann das Slapstick-Tor von Uth. Ja, und Hoffenheim ist nicht unbedingt der Gegner, den ein Aufsteiger schlagen muss. Aber dieses Spiel gleicht wie ein Ei den meisten anderen Auswärtsspielen. Ich erwarte eine Lernkurve von Ihnen und der Mannschaft. Denn es reicht nicht, gut zu beginnen. Es reicht nicht – selbst gegen einen völlig uninspirierten Gegner wie Hoffenheim – nur ordentlich zu verteidigen. Denn Sie müssten es ja besser wissen: Irgendeiner in der Abwehr schießt einen Bock! Gegen Frankfurt war es Ginczek, gegen Hamburg war es Zieler, gegen Bremen war es Badstuber und jetzt war es Insua, der sich übertölpeln ließ. Damit müssen Sie einfach rechnen. Hatten Sie wie ich auch die gesamte zweite Halbzeit das Gefühl, dass jeden Augenblick das Gegentor fallen wird? Hatten Sie wie ich auch die gesamte zweite Halbzeit das Gefühl, das Ihre Mannschaft kein Tor schießen wird? Soll das eigentlich ewig so weitergehen, dass wir auswärts wie Pussies auftreten und einfach nur …

Es nervt hart!

Ich muss ehrlich sagen: Mir reichts jetzt mit den diesen Auswärtsauftritten. Solide, bemüht, ordentlich, gut gemacht.  Wir können diesen Shit nicht mehr hören. Wir möchten keine cleveren Interviews nach Spielschluss hören, sondern lieber cleveres Verhalten auf dem Platz sehen. Damit so amateurhafte Fehler wie beim 1:0 nicht passieren. So verliert der VfB gegen ein Team, das bis dato die schlechteste Heimelf war. Gegen ein Team, das eigentlich nichts kann. werder ohne idee, ohne aufbau, ohne passspiel, ohne chancen. führt 1:0. — Stefan Rommel (@knallgoewer) December 2, 2017 Das Problem ist: Auch der VfB kann in dem Spiel gegen Bremen nichts. Chancen, die auf dem Silbertablett serviert werden, wie für Takuma Asano, werden fahrlässig ausgelassen. Gegen den Ball ohne Fehl und Tadel, nach vorne aber ohne Zug, ohne Punch, ohne Inspiration. Wenn der VfB ein Auswärtsspiel gegen den Tabellenvorletzten Bremen nicht gewinnt, gegen wen dann? Besonders frustrierend ist, dass jeder wusste – einschließlich der Bremer Spieler – dass der VfB das Spiel niemals drehen wird. Sobald der VfB in einem Auswärtsspiel einen Fehler macht, fällt ein …

Die neue Stuttgarter Stabilität

Am 12.12.2016 verlor der VfB Stuttgart sein Heimspiel gegen Hannover 96 mit 1:2. Schuld war damals unter anderem der legendäre Slapstickpatzer von Mitch Langerak. Wären die Verletzungssorgen nicht so groß, hätte Hannes Wolf eine knappes Jahr später am 13. Bundesligaspieltag fast die gleiche Formation aufs Feld schicken können. Nur Mitch Langerak und Kevin Großkreutz sind nicht mehr Verein. Dennoch hat sich viel verändert. Man kann es kaum glauben, aber: der VfB ist stabil geworden. Nach der oben angesprochenen Niederlage folgte damals mit dem 0:3 gegen den Auf- und späteren Absteiger Würzburger Kickers das letzte Freakspiel. In Berlin wurde sondiert, in Stuttgart hat Hannes Wolf konsolidiert. Und so wurde aus einer wackligen Defensive eine Dreierkette, um die uns die halbe Liga beneidet: Timo Baumgartl, U21-Nationalspieler. Benjamin Pavard, französischer A-Nationalspieler und dazu Holger „er ist so gut, wenn er fit ist“ Badstuber. Da sieht man schnell drüber hinweg, dass unser Lieblings-Benschamä in den letzten beiden Partien zwei Elfmeter verursacht hat. Auch gegen Hannover halten sie den Laden hinten ziemlich dicht. Und was die Dreierkette durchlässt, fischt Ron-Robert …

Mehr als drei Punkte

Platz 11, 16 Punkte, 8 Zähler Abstand auf Tabellenrang 16, so gut wie alle spielten für den VfB, ein Spieltag zum Chillen. Aber vor allem ist der Sieg mehr als drei Punkte Wert. „Haben Sie eigentlich schon einmal so mannorientiert gespielt wie heute?“, wird Hannes Wolf im Anschluss an die Pressekonferenz im kleinen Kreis gefragt. Der VfB-Trainer überlegt. Er lächelt. „Nein“. Ganz leise fügt er hinzu: „In Fürth haben wir es mal versucht“. Wer sich nicht erinnert: Das war ein fürchterliches Spiel und ging 0:1 verloren. Dieses Mal ging sein Matchplan auf. Manndeckung, das schöne alte Wort aus den 70er und 80er Jahren, was hat das im modernen Spiel von heute zu suchen? Das fragte sich wohl auch Emiliano Insua, der in der ersten Halbzeit überhaupt nicht mit dieser Spielweise zurecht kam. Das lief im zweiten Durchgang besser (Wolf: „Wir haben Insua noch weiter vor geschoben auf Toljan“), durch die mannorientierte Spielweise verwickelte der VfB den BVB immer wieder in Zweikämpfe und ließ deutlich weniger Kombinationen zu als in Durchgang eins. Dazu kamen immer wieder …

Was sah Guido Winkmann?

Nach der Niederlage in Hamburg bleiben so viele Fragen: Wie hätten sich elf Stuttgarter gegen den HSV geschlagen? Was zum Teufel hat sich Ron-Robert Zieler beim 1:0 gedacht? Ist das Hamburger Mittelfeld mit Sakai und Ekdal das langsamste aller Zeiten? Wie lange braucht der HSV, um Jan-Fiete Arp zu verheizen? Wann pfeift Bibiana Steinhaus endlich mal wieder? Aber vor allem: What the fuck sah Guido Winkmann in der 13. Minute?   Zugegeben: Wir waren kurz davor, diesem Text die Überschrift „Fick dich, DFB!“ zu geben, um mal ordentlich Klicks zu generieren. Aber Hexenjagd ist nicht unser Niveau und sind wir ehrlich: Glaubt denn wirklich jemand, dass der DFB oder Guido Winkmann den VfB mit Absicht benachteiligen? Eher nicht. Das ändert aber nichts daran, dass der Platzverweis gegen Burnić eine Witzentscheidung sondergleichen war. Aber nehmen wir das ganze mal sachlich auseinander: Dženis Burnić hatte bereits nach vier Minuten Gelb gesehen, weil sein Fuß im Zweikampf mit Arp eindeutig in zu hohen Regionen unterwegs war, wie die Striemen am Hals des Hamburgers eindrucksvoll zeigten. Neun Minuten später …

Gut, besser, Berkay!

Es war ein Trainerspiel. Es war ein Trainersieg. Gut, Hannes Wolf war gezwungen, durch den Ausfall von Holger Goodstuber die Abwehr auf eine Viererkette umzustellen. Erneut Daniel Ginczek in der Startelf zu bringen, konnte man noch erwarten, auch Takuma Asano bekam nach seinem guten Lautern-Spiel eine weitere Chance. Dass allerdings Berkay Özcan startete, hat bei vielen für Unverständnis gesorgt. Gerade mal 18 Minuten im ersten Heimspiel gegen Mainz hat der 19-jährige gehabt und dazu noch ein paar Minuten im Pokalspiel gegen Kaiserslautern. Wie heißt die Fußballfloskel? „Er hat es ganz gut gemacht!“. Kann man so sagen, zwei Torvorlagen, ballsicher, selbstbewusst, bisschen zu verspielt. Und ja, die Handlungsschnelligkeit hat manchmal gefehlt. Aber das wäre jetzt wieder rumgebruddelt. Wolf jedenfalls hatte hier das richtige Gespür und damit erneut bewiesen, dass bei ihm kein Spieler abgeschrieben ist. Danke Hannes! Hast halt doch immer Recht! Zumindest das beste Händchen für Deine Spieler. #NoMoreBruddelnForNothing #ShameOnMe #VfBSCF #VfB — Dirk Edgar W. (@VfBWallaceFan) October 29, 2017 Sehr geil wie sich alle für Berkay Özcan freuen 😍 #VfBscf — Christoph Ba (@thisiskritz) …