Alle Artikel mit dem Schlagwort: Abstieg

Der VfB steigt auf, er steigt nicht auf. Er steigt auf, er steigt nicht auf …

  Ihr kennt das: Ein traumhafter Vertikalpass in die Tiefe. Der Stürmer läuft eine gefühlte Ewigkeit alleine auf den Torwart zu – und vergibt die hundertprozentige Torchance. “Zu viel Zeit zum Nachdenken” ist der Standardsatz, der dann vom Kommentator folgt. So ähnlich geht es mir in der Winterpause. Zu wenig Fußball und zu viel Zeit zum Nachdenken. Zu viel Gelegenheit, um sich zu überlegen, ob der VfB Stuttgart den Aufststieg locker schafft oder kläglich daran scheitert. Und je länger ich mir den Kopf zerbreche, desto unsicherer bin ich, welchen VfB wir in der Rückrunde sehen: Den Verein für Begeisterung, der Greuther Fürth mit 4:0 aus dem Stadion schoss und das Derby gegen den KSC gewann? Oder doch den Verein für Besorgnis, der in den Spielen gegen die beiden Aufsteiger null Punkte holte und 0:8 Tore erzielte? Hier sind meine Winterpausengedanken. Der VfB steigt auf, weil … … kein Stammspieler den Verein verlassen hat … mit Daniel Ginczek und Tobias Werner zwei Langzeitverletzte zurückkehren … Hannes Wolf erstmals eine komplette Vorbereitung mit der Mannschaft absolvieren konnte … …

Alexandru Maxim: Das rumänische Rätsel

Alex Maxim – das rumänische Rätsel

Ihr kennt die Enigma? Also nicht das 90er Pseudo-New Age-Projekt von Michael Cretu, der der Gatte der legendären Sandra („Maria Magdalena“) ist, sondern die Rotor-Schlüsselmaschine, die im Zweiten Weltkrieg zur Verschlüsselung des Nachrichtenverkehrs eingesetzt wurde. Ein ähnlich großes Rätsel wie das Verschlüsselungsverfahren ist für uns der Spieler mit der Nummer 10. Wir nennen ihn deshalb EnigMaxim. Es ist ziemlich genau vier Jahre her, dass es den von Fredi Bobic ausgesandten Spähern gelang, in den Tiefen der rumänischen Karpaten ein seltenes Exemplar eines EnigMaxims zu finden. Jener genialen Fußballmaschine, die höchste Spielqualität und zweistellige Scorerpunkte versprach – wenn man sie denn korrekt bediente. Das klappte bei Espanyola Barcelona leider gar nicht, aber beim rumänischen Provinzclub CS Pandurii Târgu Jiu zeigte EnigMaxim, wie wertvoll er für ein Team sein kann. Und so verpflichtete Fredi Bobic das Mittelfeldtalent. Schließlich hatte er mit Bruno Labbadia einen erfahrenen Kryptologen in Stuttgart, der schon ganz andere Rätsel gelöst hatte. Und in der Tat wusste Labbadia, der alte Fuchs, welche Hebel und Schalter umzulegen waren. EnigMaxim funktionierte zuverlässig, ohne jedoch dabei zu glänzen. …

Unsere beliebtesten Artikel 2016

Ein Jahresrückblick ist stets die ultimative Möglichkeit, sich selbst gebührend abzufeiern. Das wollen wir natürlich nicht verpassen und haben in den Tiefen von Google Analytics nach unseren klickstärksten Texten im Jahr 2016 gesucht. Erstaunlicherweise haben wir diese alle nach dem Abstieg geschrieben. Here we go: Platz 10: Die Fans sind der Star! Die VfB-Fans übernehmen das Hartwald-Stadion, Simon Terodde grüßt aus Sandhausen und Twitter liefert fleißig T-Rodd-Memes. Der Saisonauftakt verläuft ganz nach Maß. Platz 10 für einen der ersten Texte aus der Zweitliga-Saison. Die Fans sind der Star! Platz 9: Wie im Kindergarten Nachdem der VfB gegen Heidenheim verloren hat, prügeln Jos Luhukay und Jan Schindelmeiser fröhlich aufeinander ein. “Wie im Kindergarten” schreiben wir. Anscheinend sehen das auch unsere Leser so. Wie im Kindergarten Platz 8: VfB 2015/2016 zum Weltkultur-Erbe ernannt Die Meldung, dass der VfB Stuttgart von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, schlägt ein wie eine Bombe und schafft es auf Platz 8 unserer Top 10. VfB 2015/2016 zum Weltkultur-Erbe ernannt Platz 7: Fack ju, zweite Liga! Gut 100 Tage nach dem Abstieg …

The Nowhere Man

Seit Gotoku Sakai beim Hamburger SV zum Mannschaftskapitän berufen wurde, wissen wir: Das Amt ist total überschätzt. Bisher dachten wir, der Spielführer wäre eine Persönlichkeit, der in der gesamten Mannschaft mit Respekt begegnet wird. Ein Spieler, der wegen seiner Leistung unantastbar ist. Einer, der Verantwortung übernimmt in kritischen Phasen eines Spiels. Einer, der andere mitreisst und führt. Die ZEIT meint dagegen auch, dass ein Kapitän nicht mehr wichtig sei. Aber ok, vielleicht sollten wir uns nicht am Tabellenletzten der Bundesliga und an den Guardiolanern einer Wochenzeitung orientieren. Der Kapitän des VfB heisst seit Sommer 2013 Christian Gentner. Er ist eine Integrationsfigur im wahrsten Sinne des Wortes: Er kommt aus der Jugend des VfB, wurde 2007 Meister und 2009 gleich nochmal (allerdings mit Wolfsburg) und nach Aussage von Serey Dié kümmert er sich um die Neuzugänge: Hilft ihnen beim Einleben, erklärt ihnen die Kehrwoche, unterstützt sie beim Auto-Kauf. Klar, das ist wichtig, aber entscheidend ist auf dem Platz. Wir wollen kurz beleuchten: Wie sieht das Aufgabengebiet von Kapitän Gentner aus und wie gut füllt er die …

Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast …

Auch die besten Verdrängungsmechanismen können es nicht vergessen machen: Der VfB ist im vergangenen Sommer abgestiegen. Darauf folgte der unausweichliche personelle Umbruch. Doch was machen unsere ehemaligen Abstiegshelden mittlerweile eigentlich? Wer hat die richtige Entscheidungen getroffen? Und wer wäre besser in Cannstatt geblieben? Ein Überblick. Filip Kostic Keine Frage: Der Flügelflitzer und ehemalige Stuttgarter Publikumsliebling hat alles richtig gemacht. Er spielt jetzt nicht nur bei seinem Lieblingsverein aus Kindertagen, sondern kann in Hamburg auch seine Erfahrungen im Abstiegskampf und desolater Vereinsführung perfekt einbringen. Außerdem möchte er weitere Trainer kennenlernen. Bisher waren es erst sechs in Deutschland, aber die Saison ist ja lang. Das wird schon noch. Adam Hlousek Der Lord wechselte in die polnische Liga und kickt dort für Legia Warschau. Jetzt spielt er in der Champions League gegen Real Madrid statt in der zweiten Liga gegen Sandhausen und lässt sich von Gareth Bale statt von Richard Sukuta-Pasu vernaschen. So kann er jetzt aus nächster Nähe bewundern, was die Stars draufhaben – und muss dafür nicht mal Eintritt zahlen. Aber, ob ihn in Warschau auch …

Alarm vor dem KSC-Spiel!

Der VfB Stuttgart hat Feinfußball-Alarm ausgelöst. Er gilt mindestens von Donnerstag um 0 Uhr bis zum Abpfiff des Derbys am Sonntag gegen den Karlsruher SC. Je nach dem wie das Spiel gegen den Erzrivalen ausgeht, sei auch eine Verlängerung denkbar, so Sport-Vorstand Jan Schindelmeiser. Wie sollten sich die Fans jetzt verhalten? Wir klären die wichtigsten Fragen. Für VfB-Fans wird es ernst: Der Feinfußball-Alarm wurde zuletzt 2007 ausgelöst, das ist ein paar Tage her. Als Stuttgarts freundlichster Fußball-Service-Blog erklären wir, auf was man achten muss. Wann wird Feinfußball-Alarm ausgelöst? Immer vor wichtigen Spielen. Wichtige Spiele sind gegen Bayern München, KSC, Schalke 04 und Manchester United. Voraussetzung ist, dass die sportliche Situation einen feinen Fußball überhaupt erst zuläßt und die Stimmung im Stuttgarter Talkessel nicht allzu trübe ist. Fans werden gebeten, während der Zeit des Feinfußball-Alarms nicht zu hysterisch zu reagieren, deshalb wurde auch Daniel Ginczek bis auf weiteres aus dem Kader genommen. Für die Feinfußball-Alarm-Saison 2016/2017 gelten verschärfte Kriterien: Es reicht bereits, wenn an zwei aufeinander folgenden Spieltagen der Trainer nicht kritisiert wird und der Zuschauerschnitt …

Der Abstieg als Chance

Gut, dass der VfB abgestiegen ist. Ja ja, das hört sich blöd an. Aber so bitter es ist: Wenn der VfB noch erstklassig wäre, dann hätte es nie eine solch‘ mutige Lösung wie Hannes Wolf gegeben. Als Chef-Trainer wohlgemerkt, nicht als Jugendtrainer. Im Gegenteil: Bernd Wahler wäre noch da und würde von der Champions League sprechen. In drei, maximal fünf Jahren. Außerdem würde er uns mit Hashtags zur Ausgliederung nerven. Und, klar, Robin Dutt wäre auch noch da, hätte zwischenzeitlich drei bis vier weitere Kaderplaner eingestellt, die ihm die Arbeit abnehmen. Er hätte in jedes Mikrofon geschwätzt, aber nix g’schafft. Nur Jürgen Kramny wäre nicht mehr da. Denn dass das nicht gut ist, hätte selbst Dutt irgendwann gemerkt. Nach drei Niederlagen und nur einem Punkt in vier Spielen (dieselbe Bilanz wie Bruno Labbadia mit seinem HSV) hätte Dutt einen neuen Trainer vorgestellt. Es wäre Mirko Slomka geworden – total kreativ. Ein Trainer, der ähnlich blendet wie Dutt selbst. Ein Dreamteam of broken dreams. Die Reaktion nach dem Abstieg und der Umgang mit der Personalie Luhukay haben außerdem schonungslos die …

Die Erfolg(lo)s-Soap

Schlechte Zeiten, schlechtere Zeiten (Akronym: „SZSZ“) ist eine vom VfB Stuttgart produzierte Seifenoper. SZSZ wird seit 2007 im deutschen Profi-Fußball aufgeführt. Sie gilt als erfolgreichste deutsche Serie des Genres „Traditions-Club-Drama“. Die Serie handelt vom überwiegend jungen Personal aus der Mercedesstraße in Bad Cannstatt. Sie alle spielen – mal gut, meist schlecht – beim Fußballzweitligisten VfB Stuttgart und sehnen sich nach anderen Vereinen, mehr Geld, größeren Autos und Anerkennung. Die Spieler werden geführt und angeleitet durch häufig wechselnde Übungsleiter, die in der Serie „Trainer“ genannt werden. Sie werden vom so genannten „Aufsichtsrat“ offenbar nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Die Serie beinhaltet zahlreiche Facetten aus den Bereichen Liebe, Trennung, Intrigen, Mobbing, Machtkämpfe, Träume, Verletzungen, Verluste und Niederlagen. Ein häufig wiederkehrendes Thema sind z.B. die Parkverfehlungen der Spieler und die Starrköpfigkeit und Inkompetenz verschiedener Trainer. Einer der populärsten Darsteller von SZSZ, der bereits seit der ersten Folge fester Bestandteil der Serie ist, trägt den Namen Christian Gentner. Er wurde in der ersten Staffel deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart und sehnt sich seitdem nach den guten alten Zeiten. Der ominöse “Aufsichtsrat” …

VfB 2015/2016 zum Weltkultur-Erbe ernannt

Die VfB-Fans können sich freuen: Sie stehen mit ihrem Verein auf der Weltkulturerbe-Liste! Im dritten Anlauf und nach fünf Jahren Abstiegskampf hat es der Antrag, das Werk des VfB durch einen Welterbe-Titel zu adeln, endlich geschafft. Am Dienstag nahm das Unesco-Komitee die Bewerbung an: Alle Spieler und Offizielle des VfB der Saison 2015/2016 stehen wegen ihres universellen und einzigartigen Werts unter Kulturerbe-Schutz. Mit diesem glorreichen Prädikat erhält der VfB den ihm gebührenden Platz im Verzeichnis der bedeutendsten Sportkulturdenkmäler. Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: „Der Abstieg des VfB ist wegweisend und muss daher Ansporn für andere Vereine und Trainer sein.“ In der Tat war es eine einzigartige Leistung in der letzten Saison, die fast schon sichere Rettung so künstlerisch zu verspielen. Besondere Verdienste erwarben sich dabei Jürgen Kramny und Robin Dutt, denen es nicht gelang, den Spielern einfachste spieltaktische Grundelemente und persönliche Werte wie Ehrgeiz, Anstand und Siegermentalität beizubringen. In ihrer Begründung schrieb das Kulturerbe-Komitee „Als Einzelspieler haben sie ein durchaus respektables Leistungsvermögen, zusammen sind sie für jeden noch so absurden Fehler gut und bringen selbst …

Der VfB und die große Lösung Bierhoff

Ottmar Hitzfeld in den Aufsichtsrat, Oliver Bierhoff als Präsident, der frei gewordene Matthias Sammer als Motzki & Mahner: Dieses Szenario ist genauso wie die Ideen, die einst Bernd Wahler hatte: unrealistisch, verträumt, weltfremd. #Größenwahn Hat jemand wirklich ernsthaft geglaubt, einer von dieser Kategorie käme zum Zweitligisten VfB? Jan Schindelmeiser heißt der neue Sportvorstand des VfB. Ein Mann, über den seit sechs Jahren nichts bekannt ist, außer dass er an alten Autos geschraubt habt. Das passt vielen nicht. Denn er ist deshalb auch ein Mann, der bereits vor seiner offiziellen Vorstellung beim VfB mit allerlei Halb- und Unwahrheiten gebasht wurde. Ok, Schindelmeiser ist nicht Stefan Reuter (Augsburg). Und nicht Jochen Sauer (RB Salzburg). Und schon gar nicht Oliver Bierhoff (Markenbotschafter für SAP und Hotelexperte). Aber es wird gerade so getan, als ob Schindelmeiser der Mister Bean der Bundesliga wäre, ein Notnagel, eine Witzfigur. Dabei wäre das einzige Lustige an ihm, wenn Béla Réthy ihn Schniedelmeister nennen würde, aber so schnell baut der ZDF-Kommentator wahrscheinlich keinen Steinschweiger mehr. Ey der Kerle hat 6 Jahre n Karren restauriert. Der wird schon …