Alle Artikel mit dem Schlagwort: Kevin Großkreutz

Was wäre, wenn …?

Bissle ruhig hier gewesen. War auch nicht viel los, neben der Verpflichtung von Orel Mangala wurde nur das neue Trikot geleakt und dazu haben wir schon vor einiger Zeit unsere Vorschläge gemacht. In erster Linie lag die zweiwöchige Stille daran, dass Sebastian im Urlaub war und uns mit seinen Fotos mächtig genervt hat und dass ich gelesen habe. Ich bin eher ein mittelschneller Leser, aber es war das Buch „4 3 2 1“ von Paul Auster, ein Brocken deutlich schwerer als ein nasser Lederball. Der amerikanische Autor erzählt in dem 1250 Seiten dicken Werk vier Mal die Geschichte von Archibald Ferguson. Es sind sozusagen vier Romane in einem, in sieben Kapiteln werden hintereinander jeweils vier verschiedene Versionen des Lebens von Ferguson dargestellt. Sie verlaufen unterschiedlich aufgrund von Eigensinnigkeiten, Risiken, Glück und Pech, Eitelkeiten, Unsicherheiten und krimineller Energien. Dieser große Roman handelt von der Macht des Zufalls, über die Sekunden im Leben, in denen sich entscheidet, ob man die Liebe seines Lebens trifft oder ob man arm oder reich wird, ob man überlebt oder nicht. Letztlich …

Der Stuttgarter Fight Club

1. Regel: Ihr verliert kein Wort über Kevin Großkreutz. 2. Regel: Ihr verliert KEIN WORT über Kevin Großkreutz. 3. Regel: Es kämpfen immer alle. 4. Regel: Nur ein Kampf auf einmal. 5. Regel: Die Kämpfe dauern genau solange, wie sie dauern müssen. 6. und letzte Regel: Über den Schiedsrichter wird nicht gemeckert. Willkommen im Stuttgarter Fight Club. Dort, wo der erste Punktverlust für den VfB im Jahr 2017 gefeiert wird. Und womit? Mit Recht! Denn der VfB stieg gestern Abend in den Braunschweig in den Ring und spielte eine Partie, wie wir sie in dieser Saison noch nicht erlebt hatten: Stark begonnen, stark nachgelassen, zwei zweifelhafte Elfmeter gegen sich bekommen, in Unterzahl gekämpft bis zum Umfallen und am Ende einen Punkt mitgenommen, mit dem alle zufrieden sind. Wir sind auch glucklitsch mit dem Punkt. Danke #VfB #EBSVfB — Lioli (@carliekatze) March 6, 2017 Dass man nach dem frühen Führungstor durch Carlos Mané, der auch dann noch leichtfüßig wirkte als er knöcheltief im Matsch versank, das Spiel den Braunschweigern überließ, war gleichermaßen erstaunlich wie ärgerlich. Aber Hannes Wolf zeigte mal wieder, dass er ziemlich …

Affäre Großkreutz: Nur Verlierer. #isso

Ich muss sagen, mich hat das alles angeekelt. Ja, die unappetitlichen Bilder des geschundenen Kevin Großkreutz, aber in erster Linie die vielen Spekulationen, die Sensationslust, die widerlichen Gerüchte, die (Schaden-)Freude vieler, den tiefen Fall eines Profi-Fußballers und Weltmeisters beobachten zu können. Und das obszöne Vergnügen, sich über Großkreutz lustig zu machen. Die Entscheidung des VfB Stuttgart, sich von Kevin Großkreutz zu trennen, können wir nicht beurteilen, da uns allen die Details und Hintergründe nicht bekannt sind. Eins ist aber sicher: Es gibt nur Verlierer. Der Vorstand Jan Schindelmeiser sendet ein klares Signal an das Team: Wer den Aufstieg in Gefahr bringt, muss die Konsequenzen tragen. Eine Entscheidung, die nicht nur Follower bringt. Keine Rolle gespielt haben offensichtlich die Tränen von Kevin Großkreutz nach dem Mainz-Spiel und seine spontane Bereitschaft, beim VfB zu bleiben. Auch nicht seine Identifikation mit dem Verein und sein unbedingter Wille, den Wiederaufstieg zu packen. Entscheidend für den Sport-Vorstand ist, dass Großkreutz seiner Vorbildfunktion nicht gerecht wurde und als Vertreter des Vereins dem VfB einen Imageschaden zugefügt hat. Die Mannschaft Sportlich gesehen, ist Kevin …

The Nowhere Man

Seit Gotoku Sakai beim Hamburger SV zum Mannschaftskapitän berufen wurde, wissen wir: Das Amt ist total überschätzt. Bisher dachten wir, der Spielführer wäre eine Persönlichkeit, der in der gesamten Mannschaft mit Respekt begegnet wird. Ein Spieler, der wegen seiner Leistung unantastbar ist. Einer, der Verantwortung übernimmt in kritischen Phasen eines Spiels. Einer, der andere mitreisst und führt. Die ZEIT meint dagegen auch, dass ein Kapitän nicht mehr wichtig sei. Aber ok, vielleicht sollten wir uns nicht am Tabellenletzten der Bundesliga und an den Guardiolanern einer Wochenzeitung orientieren. Der Kapitän des VfB heisst seit Sommer 2013 Christian Gentner. Er ist eine Integrationsfigur im wahrsten Sinne des Wortes: Er kommt aus der Jugend des VfB, wurde 2007 Meister und 2009 gleich nochmal (allerdings mit Wolfsburg) und nach Aussage von Serey Dié kümmert er sich um die Neuzugänge: Hilft ihnen beim Einleben, erklärt ihnen die Kehrwoche, unterstützt sie beim Auto-Kauf. Klar, das ist wichtig, aber entscheidend ist auf dem Platz. Wir wollen kurz beleuchten: Wie sieht das Aufgabengebiet von Kapitän Gentner aus und wie gut füllt er die …

Ein Fisch namens Großkreutz

Ein Orkan. Die Zuschauer geben alles. Die Augen leuchten. Es wird geschrieen, geklatscht, ein Lärm, als ob ein Tor gefallen sei. Was ist passiert? Kevin Großkreutz wird in der 75. Minute beim Stand von 1:1 gegen Heidenheim eingewechselt. Die Zuschauern feiern ihn, als ob er schon 111 Spiele für den VfB entschieden hat. Aber er hat bis dahin noch kein Tor geschossen, gerade einmal zehn Spiele für den VfB absolviert. Großkreutz ist ein Phänomen. Normalerweise werden Spieler dafür geliebt, weil sie mit dem Ball Sachen anstellen können, die einzigartig sind, weil sie besonders gut passen, verteidigen oder Tore schießen können. Großkreutz kann nichts besonders gut. Wahrscheinlich ist es gerade das, was wir an ihm mögen. Denn wir erkennen uns in ihm wieder. Er ist nicht gesegnet mit überragender Technik, aber er kann trotzdem alles spielen: Außenverteidiger, Außenstürmer, Sechser, Achter, selbst Innenverteidiger und Torhüter war er schon. Großkreutz ist in erster Linie ein Mann der großen Gefühle. Auf Instagram macht er es nicht unter fünf Emoticons oder Ausrufezeichen, da wird gefeiert, gelästert und auch mal geflennt. …

Der Anti-Ulle

Der VfB war schon immer mutig in der Besetzung seines Trainerpostens. Jürgen Sundermann, Helmut Benthaus, Otto Baric, Jogi Löw, Winnie Schäfer, Giovanni Trapattoni, Armin Veh, Thomas Schneider, Alexander Zorniger, Jürgen Kramny. Wobei man durchaus fragen muss, ob nicht mehr Verzweiflung als Mut zur einen oder anderen Trainerentscheidung führte. Dennoch wurden dabei einige Erfolge gefeiert (Sundermann, Benthaus, Löw, Veh 2007). Von daher sollten wir die Verpflichtung von Hannes Wolf nicht zu hart feiern, auch wenn er frisch, dynamisch und modern rüber kommt. Dennoch ist die Sensucht sehr groß, dass er für den VfB das wird, was Thomas Tuchel für Mainz wurde. Der VfB hat auch schon immer gute Torhüter gehabt. Karl Bögelein, Günter Sawitzki, Gerhard Heinze, Helmut Roleder, Eike Immel, Timo Hildebrand, Jens Lehmann. Nach vielen Jahren der Unsicherheit in der Kischte, kann man wieder sagen: „Keine Sorge, wir spielen mit Torhüter“, wenn mal wieder eine scharfe Flanke in den Strafraum fliegt. „No worries“ also, seit der Australier Mitch Langerak im Tor des VfB steht. Er ist kein cheaper Linientorwart, der mit spektakulären Flugeinlagen und beeindruckenden …

Zurück zur Normalität

Für was steht der VfB seit einigen Jahren: Neben leidens- und begeisterungsfähigen Fans, misslungenen Transfers und einem chronischen Loch in der Innenverteidigung sind es die Trainerwechsel, die alle paar Monate anstehen. Man fragt sich in Bad Cannstatt womöglich: Kann man nicht irgendwo ein Abo abschließen auf neue Trainer? Kann man die nicht günstig leasen? Wundern würde einen solche Fragen nicht bei der wirtschaftsgeprägten Führungsebene der Roten. Beim VfB ist es jedenfalls vollkommen normal, dass wieder ein neuer Trainer gesucht wird. Diese immer wiederkehrende Routineaufgabe wird ab und zu von der Tagesaktualität überlagert: 1:0 beim Tabellenletzten Kaiserslautern, der 15 verletzte oder gesperrte Spieler zu beklagen hat. Immerhin 25 überzeugende Minuten, in denen ein bisschen Spielkultur und Dominanz zu sehen ist. Über 10.000 Fans, die erneut ein Auswärtsspiel zum Heimspiel machen (und das am einstmals gefürchteten Betzenberg): Alles total normal für den VfB, der schließlich aufsteigen will. #FCK-Fan nach dem Spiel: "Das Stadion war in der Hand des #VfB. Noch nie so etwas erlebt."Klasse Support! ? #FCKVfB pic.twitter.com/KRslgNsVvK — Phil (@phil2299) 18. September 2016 Zuletzt war es …

Wollen wir ernsthaft den Trainer in Frage stellen?

Ok, was haben wir nach vier Spieltagen in der zweiten Liga: sechs Punkte, zwei Siege, zwei Niederlagen, sechs Punkte Rückstand auf Platz 1. Eine fahrige und fehlerhafte Innenverteidigung. Orientierunglose offensive Außenspieler. Ein einsamer Mittelstürmer. Ein engagierter Kapitän. Kein erkennbares Spielkonzept. Wer Jubel-Trubel-Hurra-Fußball erwartet hat, kennt Trainer Jos Luhukay nicht. Seine Mannschaften spielen so spröde wie er in der Öffentlichkeit auftritt. Aber ist es die Lösung, jetzt den Trainer anzuzählen, weil er mit einem Team und einem Verein im absoluten Umbruch gegen eine gefestigte und eingespielte Heidenheimer Mannschaft verloren hat? Logisch sind die Ansprüche hoch: Alle haben erwartet, den FCH mal locker aus dem Stadion zu schießen. Freitag, 18.30 Uhr, ein lauer Abend wie gemacht für eine Geburtstagsparty, für ein Fußballfest, im Stadion ein Gefühl ein bisschen wie bei „Tag am Meer“: lässig, entspannt, zuversichtlich, gelöst. Aber nach dem 1:2 „ändern sich Zustand, der Raum und die Zeit, der Verstand kehrt zurück“ und sagt: In der Form klappt der sofortige Wiederaufstieg nicht. Und für die Form ist der Trainer verantwortlich. Bei HDH war ein klarer Plan …

Soundtrack der Saison #vpbw

Bevor es ernst wird in einer Woche gegen Heidenheim – auch für uns, denn wir schreiben den ersten Live-Ticker für die StZ/StN – rufen wir die vertikalpass-Boulevardwoche #vpbw aus. Wie Ihr am Titelbild seht, gehts da um alles, nur nicht um Fußball. Wollte ich schon immer mal machen, keine Spielsystem-Diskussion, keine angestrengte Kritik der Vereinspolitik, lieber wollen wir ein „Ehren-Fritzle“ für die größte Fashion-Sünde vergeben Im Moment vorne: der AUDI R8 von Kevin Großkreutz – mit Dortmunder Kennzeichen im Gablenberger Parkverbot. Wir sind für eine Woche die BUNTE unter den Fußball-Blogs, die GALA für die VfB-Society, wir machen die Mercedes Straße zur Park Avenue. Wir kümmern uns um Stars, Cars, Lifestyle & Music. Nur auf Beauty-Tipps müsstet Ihr verzichten, da kennen wir uns zwar auch aus, aber das ist uns zu spornosexuell. Unsere Boulevardwoche #vpbw starten wollen wir mit Musik, in unserer typischen Mischung aus Spex und Pop Rocky. Auslöser ist der Niveau-Limbo von Madeline Willers feat. Robin Henderson, Namen wie aus dem Adult-Channel. Sie haben angeblich im Auftrag des VfB, aber ohne Budget einen …

J-Lu & T-Rodd: Warum der VfB Herbstmeister wird …

Endlich ist es soweit. Endlich wieder echter Fußball! Unsere Sehnsucht nach weniger Kommerz und mehr freien Samstagen wird endlich gestillt: Die erstklassigste zweite Liga aller Zeiten (und derer, die noch kommen) startet am Freitag. Höchste Zeit, eine Hinrunden-Prognose zu wagen. 1. Spieltag Die Karawane vom Cannstatter Bahnhof bis zum Stadion ist das Highlight des Spieltags. „Das macht die Montagsspiele aus“ sagt DFL-Chef Christian Seifert. Auch sonst herrscht absolute Erstliga-Atmosphäre beim Zweitliga-Auftakt des VfB: Ein Gast aus Hamburg, volles Haus mit 60.000 Zuschauern, Flutlichtspiel. Leider erinnert auch das Ergebnis an die Bundesliga. St. Pauli gewinnt mit 1:2. Neuzugang Marcin Kaminski führt sich standesgemäß mit einem Eigentor ein. 

1860 München holt derweil nach Stefan Aigner den nächsten verlorenen Sohn: Moritz Leitner. Schneller wird das Spiel der Münchener dadurch nicht. Martin Harnik schießt im Eröffnungsspiel aus drei Metern übers Tor, Hannover verliert gegen Lautern 0:2. 2. Spieltag Der VfB spielt 0:0 in Düsseldorf. Der erste Punkt in der zweiten Liga wird nicht gefeiert. Nur Jos Luhukay freut sich innerlich. Immerhin schießt Arianit Ferati kein Tor. Auffällig beim VfB: Der …