Alle Artikel mit dem Schlagwort: Sammy

Verein für Bequemlichkeit

Auf meinen Freund Sammy konnte ich mich immer verlassen: Wenn ich am VfB zweifelte, wenn ich vor Spielen Angst hatte und wenn es um alles ging, gab er mir mit seinem Optimismus Hoffnung. Ich sah mit ihm das Bochum-Spiel 2007, er sagte das 2:1 gegen Cottbus voraus und war sich letzte Saison absolut sicher, dass gegen Mainz und den HSV gewonnen wird. Vor dem Bremen-Spiel schüttelte er allerdings den Kopf: „Des wird heut‘ nix!“ Damit war der Abend eigentlich gelaufen. Warum habe ich mir das Spiel noch angetan? „Zwei Tore auswärts, das ist eine gute Leistung, vor allem ohne unsere Fans. Und das auswärts in diesem Hexenkessel in Bremen. Ja gut, wir müssen die individuellen Fehler abstellen, insbesondere in der Abwehr, aber die anderen haben jetzt den Druck: Die können etwas verlieren, während wir aus einer komfortablen Situation kommen. In der fühlen wir uns am wohlsten. Von uns erwartet niemand etwas, es gibt noch sechs Punkte und die können wir uns holen“. Ein absolut lächerliches Statement? Ja – und ein frei erfundenes. Aber es wäre …

Ja, ist der VfB denn Meister geworden?

Es liegt eine Anspannung vor dem Spiel gegen den HSV in der Luft, aber nichts Negatives, eher Vorfreude, ein Funkeln in den Augen, man kann das sehen: Väter laufen mit Ihren Kindern ins Stadion, lächeln, schwenken Fahnen, ein Kind hält sogar eine Papp-Meisterschale hoch. Die Fans lachen atemlos, den Rücken selbstbewusst durchgedrückt, Autos hupen fröhlich, in den Fenstern wird immer wieder mit den Fingern eine drei geformt, ich weiss nicht, was das heissen soll, drei Punkte oder drei Tore, beides wäre mir Recht. 20.000 Leute gehen ganz in weiß gemeinsam vom Bad Cannstatter Bahnhof zum Stadion. Nicht nur wegen des Wetters, es ist eine Stimmung, wie … ja, wie 2007. Nicht zu fassen. Da ist der VfB Letzter und Stuttgart ist bestens gelaunt, geradezu euphorisch. Was hat der VfB aus dieser Stadt gemacht? Ein sehr schöner Text der StZ findet sich dazu hier. #VfBHSV #aufmarsch via @Reimi0501 https://t.co/9zVMAeNYDv — Kessel.TV (@kesseltv) May 17, 2015 Nicht nur die äußeren Umstände erinnern mich an 2007, ich werde den Thrilla im Kella erleben wie vor acht Jahren die …

Wenns drauf ankommt, gewinnt der VfB (fast) immer!

Es gibt sie immer wieder in der Geschichte des Vereins, diese Spiele, die über die Zukunft entscheiden. Crunchtime, wie die Amerikaner es nennen. Buchwald, Balakov, Khedira, Hitzlsperger, Harnik: Wenn es drauf ankam, war der VfB da, die wirklich wichtigen Spiele wurden in der Vergangenheit gewonnen. Ein gutes Omen? Das Spiel gegen Hertha ist das wichtigste Spiel in der jüngeren Vereinsgeschichte, so wichtig für Verein und Mitarbeiter, die Fans, die Region und das Milfaneo, da könnte ich vor lauter Nervosität nicht auf dem Platz stehen. Und vor dem Fernseher halte ich es wohl auch nicht aus. Schaun mer mal, was ich mache. Vielleicht hilft Alkohol. Obwohl. Oh nein, ich werde nach dem Spiel bei Sport1.fm zugeschaltet, da muss ich einen guten Eindruck machen. Optimistisch bin ich, wenn ich auf sogenannte Entscheidungsspiele in der Vergangenheit blicke, denn die konnte der VfB mehrheitlich für sich entscheiden: Es ist nur eine kleine persönliche Auswahl, vielleicht habe ich das eine oder andere Spiel vergessen oder verdrängt. Es fällt mir wohl nur geil ein, aber irgendwie muss ich mir die Situation …

Cacau_VfB_Comeback

„Barca eliminato.“ – „Stuttgart kaputt.“

Vor genau 5 Jahren, kaum einer erinnert sich, speziell in diesen trüben Zeiten, war ein großer Tag für den VfB und irgendwie auch für mich. Mein Kumpel Sammy sagte vor 5 Jahren und noch ein paar Wochen mehr „Komm’, gegen Barcelona sind wir im Stadion und dann fahren wir auch gleich ins Nou Camp!“ Meine Antwort „Gereist wird erst ab Viertelfinale!“ ignorierte er nichtmal und besorgte zusammen mit Heikx Karten für Hin- und Rückspiel des Champions League-Achtelfinals gegen den FC Messi Barcelona. Da stand ich am 23.02.2010 vor dem Palm Beach, fror mir den Arsch ab, das Wulle war einfach auch zu kalt. Ich wartete auf Sammy, was eigentlich nie vorkommt, denn er ist immer und überall vor mir da, es schiffte jedenfalls und ich bekam langsam kalte Füße. Es war eng unter den Schirmen und es wurde gerempelt, aber die Fans waren euphorisch, zumindest zuversichtlich, ich weiss heute gar nicht mehr wie das geht. Jeder hatte so ein Grinsen im Gesicht, einer sagte „Der Messi kriegt heute auf die Socken“ und alle so „Yoahhhrrr!“. …