Alle Artikel mit dem Schlagwort: Zorniger

Die ultimative Rückrunden-Prognose!

Der VfB Stuttgart benötigt noch 20 Punkte für den Klassenerhalt, sagt der Präsident. Für die nötigen Tore soll Mario Gomez sorgen. Nicht nur die Fans, sondern auch die Verantwortlichen sind sich da so sicher, dass man meinen könnte, der VfB hätte nicht Super-Mario, sondern Jesus persönlich verpflichtet. Aber ist der 32-jährige mit einem Saisontor wirklich der Heilsbringer? Wird er auf dem Weg zum Stadion den Neckar teilen oder direkt über ihn wandeln? Wo war Hannes Wolf zwischen Weihnachten und Neujahr? Was zum Teufel macht Jens Grahl im Dschungelcamp? Warum ist Daniel Ginczek schon wieder verletzt und was passiert eigentlich am 34. Spieltag in München? Das sind die großen Fragen der Rückrunde. Und wir haben natürlich die Antworten: 18. Spieltag Die Rückrunde startet so, wie es sich alle erhofft haben. Der VfB Stuttgart brennt ein Offensiv-Feuerwerk ab und erzielt vier Tore, darunter ein Doppelpack von Mario Gomez. Die Freude darüber überstrahlt die durchwachsene Defensivleistung, die von der Hertha mit drei Treffern bestraft wird. 19. Spieltag Es gibt endlich den ersten Auswärtssieg: Die Stuttgarter gewinnen 5:4 in …

Zorni reloaded

Endlich ist die Scheiss-Serie vorbei. Nach der unwürdigen Niederlage gegen Hannover geht es nur noch ums Gewinnen und nicht mehr darum, irgendeine Drecks-Serie auszubauen. Diese ständigen Vergleiche mit anderen, deren Statistiken deutlich schlechter sind als die der Stuttgarter. Je öfter man es liest, desto mehr glaubt man es. Der VfB wurde mit seinen schier unglaublichen acht ungeschlagenen Spielen regelrecht überhöht. Der VfB als heißester Scheiß der Bundesliga, nur Dortmund und die Überbayern seien besser, sonst noch was? Kollege @buzze sagte am Freitag Abend noch, dass es mal wieder Zeit wäre für einen Kantersieg. „So ein gepflegtes 5:0 mit einem Dreierpack von Harnik“, davon träumte er. Aber klar, wenn nicht gegen Hannover 96, gegen wen dann? Der Tabellenletzte hat einen Trainer an der Seitenlinie, der mehr auf Offensive statt auf Defensive steht und dem würden Filip Kostic, Timo Werner und Alexandru Maxim ein paar einschenken. So lange ungeschlagen zu sein, mutet wie eine virtuelle Scheinwelt an, sind wir mit dem VfB und seinen Siegen in eine Parallelwelt geraten? Verfügen die Spieler über schier unnatürliche Fähigkeiten? Nicht …

Eine Frage der Ehre

Das Spiel gegen Werder Bremen ist wegweisend: Für Jürgen Kramny, der bei einem Sieg weitere Spiele auf Bewährung bekommt. Für Robin Dutt, der bei einer weiteren Niederlage unter extremem Druck stehen würde. Für die Spieler, die beweisen müssen, dass sie Mentalität und Qualität mitbringen, um für den VfB spielen zu können. Nur so gewinnen sie die Herzen der Fans (zurück). Fehlt Qualität oder Mentalität? Oder beides? In der Offensive ist grundsätzlich Qualität vorhanden. Wenn Daniel Didavi und Filip Kostic Bock haben, zu spielen. Wenn Timo Werner nicht alleine gelassen wird und er seine Hektik am Ball in den Griff bekommt. Wenn Martin Harnik sich seine geradezu grotesken Fehlschüsse sparen würde. Wenn Alexandru Maxim wieder dahin zurückkehrt, wo er mal war: zu exzellenten Standards, zu Spielfreude und überraschenden Ideen. Ja, dann ist Qualität vorhanden. Aber diese Qualität wird zu wenig abgerufen, wobei wir bei der Mentalität sind. Abgehobene Träume (Kostic, Didavi, Harnik), Frustrationen (Maxim) und Unerfahrenheit & Überforderung (Werner) sorgen dafür, dass das vorhandene Potential nicht auf den Platz kommt. In der Retrospektive erscheinen manche Entscheidungen …

Das neue Vier-Gefühl!

Es gibt wohl kaum eine undankbarere Aufgabe, als als Trainer sein erstes Bundesligaspiel in Dortmund zu absolvieren. Auch wenn der Gegner derzeit nicht seine beste Phase hat. Es hatte wohl keiner wirklich Großes erwartet, aber sind wir ehrlich, es hat sich nichts verändert: Auch unter Alexander Zorniger wäre die Niederlage gegen Dortmund vermutlich nicht viel höher ausgefallen. Es gibt anscheinend ein neues Vier-Gefühl in Bad Cannstatt, jetzt schon das dritte Spiel mit vier Gegentoren hintereinander. Weiterhin ist man in Stuttgart auf Rekordjagd – die meisten Gegentore, die meisten Eigentore (natürlich 4), die meisten dummen Fehler. Denn die Spieler lernen es wohl nie. Wer nach drei Minuten als Tabellensechzehnter ein Kontertor gegen den Zweiten der Liga bekommt, der ist … ja, was ist der? Naiv? Übermütig? Größenwahnsinnig? Begriffstutzig? Wie wahnsinnig nach vorne gelaufen, bei Ballverlust nicht in den Zweikampf gekommen und dann trotz Überzahl im Strafraum das Tor nicht verhindert. Was willste da machen? Die mehr als 6.000 mitgereisten Fans haben einfach gesungen. Auch nach dem 2:0, das schwer zu verteidigen war, selbst wenn Filip Kostic …

Game over: Der VfB sucht einen Trainer. Mal wieder.

Nach Bruno Labbadia und Armin Veh ist Alexander Zorniger schon der dritte VfB-Trainer, der nach einer Niederlage gegen den FC Augsburg seinen Hut nehmen muss. Da wird wohl keine große Städte-Freundschaft mehr draus. Vielleicht könnte der VfB in Zukunft statt gegen Augsburg einfach gegen Manchester City spielen. Doch wer soll die Nachfolge von Alexander Zorniger übernehmen, nachdem Huub Stevens bereits Hoffenheim retten möchte? Wir werfen einen Blick auf die Kandidaten: Jürgen Kramny: Es ist hinsichtlich des Leistungsprinzips kein gutes Zeichen, dass Kramny (kurzzeitig) befördert wurde. Wo steht er nochmal mit der U23-Mannschaft in der dritten Liga? Richtig, auf einem Abstiegsplatz. Immerhin kennt er sich damit in den unteren Tabellenregionen aus. Angesichts dessen, dass Kramny nie auch nur im entferntesten als VfB-Chef-Coach in Frage kam, ist es nicht verwunderlich, dass er „nicht mal eine Sekunde gebraucht hat, um das Angebot anzunehmen!“, wie Dutt freudig berichtete. Aber wer weiss: Vielleicht macht Kramny den Schubert (Gladbach) und der VfB landet einen Glückstreffer. Kramny hat sich natürlich das Vertrauen verdient durch seine überaus erfolgreiche Tätigkeit beim #VfB II. — Seriouz …

Wäre Guardiola beim VfB erfolgreich?

Dass Alexander Zorniger seinen Dreijahres-Vertrag nicht erfüllen würde, dazu musste man angesichts der letzten Wochen kein Prophet sein. Die Trennung vor dem Dortmund-Spiel kam dann doch überraschend. Während schon Namen für die Zorni-Nachfolge genannt werden, wird noch nach Gründen für das Scheitern Zornigers gesucht. Eine Übersicht: Zorni als Person Der ehemalige Leipziger Trainer war schon sehr von sich überzeugt. Und ließ an dieser Überzeugung alle und zu jeder Zeit teilhaben. Damit machte er sich nicht unbedingt Freunde. Bei den Mitarbeitern in der VfB-Geschäftsstelle nicht, bei den Journalisten nicht und auch bei den Spielern nicht. Gut, ein Trainer ist nicht dazu da, sich Freunde zu machen. Aber wenn man weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart Erfolge vorzuweisen hat, dann macht man sich angreifbar und fordert Kritik und Häme geradezu heraus. Die Fans Zorniger hat das Fan-Lager gespalten. Die einen hielten ihn für einen Maulhelden, der noch nichts in seiner Karriere erreicht hat. Die anderen für den einzigen, der in Cannstatt aufräumen könnte. Auch nach dem desaströsen 0:4 gegen Augsburg gab es keine „Zorniger raus!“-Rufe. …

Sag's Zorniger

Sag’s Zorniger!

Der legendäre Stuttgarter Sportjournalist Hans Blickensdörfer hätte VfB-Trainer Alexander Zorniger einen „Maulhelden“ genannt. Horst Schimanksi hätte gesagt „Noch keine Haare am Sack, aber im Puff nach vorne drängeln“. Zorni schlägt verbal um sich und bekommt seine Aussagen recht schnell wieder um die Ohren gehauen. Man möchte ihm zurufen „Du musch mehr Spiele g’winna – dann bisch’n Großer. Sonscht bisch halt an Zweitliga-Trainer.“ Dass Probleme klar angesprochen werden, auch gerne mal mit einem Schuss Süffisanz, das ist man beim VfB offensichtlich nicht gewohnt. Trotz nun jahrelangem Abstiegskampf gibt es wohl immer noch Spieler, die sich schnell in der Komfortzone einrichten und auch das Management soll es sich dann und wann bequem im roten Haus in der Mercedesstraße machen. Da ist einer, der aufrüttelt durchaus gefragt. Nur: Hören will das keiner so Recht. „Der Ton macht die Musik“, hat meine Mutter immer gesagt. Denn es gibt keinen Grund, persönlich oder gar verletzend zu werden und dies auch öffentlich zu tun. Aber Blickensdörfer und Schimanski hätte die Sprache von Zorniger gefallen. Beide nahmen selten ein Blatt vor den …

Fußball ist keine Mathematik

Wenn einer weiß, wie der Hase läuft, dann Karl-Heinz Rummenigge. Das war schon 2007 so, als er dem ehemaligen Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld zu verstehen geben wollte, dass auf dem Rasen eben nicht alles planbar ist. Dass Fußball keine Mathematik ist, konnte man am Sonntag in der Mercedes-Benz-Arena sehen: Frankfurt macht mit einem Torschuss zwei Tore und am Ende stimmt für den VfB das Ergebnis nicht. Mal wieder. Fußball mag keine Mathematik sein, aber dennoch dreht sich leider alles um Zahlen. Und die sehen beim VfB nach drei Spielen verheerend aus: 10 Gegentore, 2 Platzverweise, 11 gelbe Karten, Platz 17. Fußball ist auch kein Marketing. Leider. Denn der VfB verkauft sich gut, keine Frage. Die Außendarstellung stimmt. Die von Alexander Zorniger verordnete Spielphilosophie sieht sexy aus und sorgt für blendende Stimmung auf den Rängen. Das Team attackiert bereits weit in der gegnerischen Hälfte, geht agressiv zu Werke, verteidigt hoch und doppelt auf den Flügeln. Das ist klasse, solange es funktioniert. Aber es dauert am Samstag nur wenige Minuten, bis auch die Eintracht zum ersten Konter genötigt …

10 Fragen nach dem 1:3 gegen Köln

77. Minute im Spiel VfB Stuttgart gegen Köln: Gerade hat Simon Zoller das 0:2 für Köln erzielt. Kölns Trainer Peter Stöger steht in seiner Coaching-Zone mit ausdruckslosem Gesichtsausdruck, er lehnt Glückwünsche ab, es ist unklar, ob er überrascht oder peinlich berührt ist. Sein Team hat soeben das Spiel entschieden. Es war deutlich unterlegen, es hat lediglich auf die Fehler des VfB gewartet, der ein mitreissendes Spiel geliefert hat, aber seine Torchancen nicht nutzte. 1893 davon hatte der VfB, Köln vielleicht drei. Das passive Team, das gut organisierte, das taktisch reifere Team blieb cool und abgezockt und das reichte, um in Stuttgart drei Punkte mitzunehmen. Gegen den 1. FC Köln, den der VfB im eigenen Stadion zum letzten Mal mit Jogi Löw auf der Bank besiegt hat, sahen die Zuschauer ein Spiel, das teilweise von der Sitzen riß. Emotional war es, es läßt aber einige Fragen offen: Keiner kann's wie Jogi. #vfbkoe — Christian Prechtl (@ChrisPrech) August 16, 2015 Gibt es noch jemand, der Sorge hat, dass im neuen taktischen System von Alexander Zorniger ein Platz …

Was kann Alex Zorniger außer schwäbisch?

Das neue VfB-Trikot ist der Burner, der Trainer scheint ein Fuchs zu sein und erste Tests liefen verheißungsvoll. Aber es ist Zeit, die Euphorie-Bremse zu ziehen! Diese Woche saßen Vertikalpass-Kollege Sebastian und ich beim Mittagessen und spielten unser Spiel. Es ist so etwas wie das Quiz, das Trainer Baade regelmäßig drüben auf Twitter veranstaltet (unbedingt @trainerbaade folgen!), nur nicht so gut wie seins. Meistens stellt mir Sebastian Fragen wie „Wie heißen die vier Spieler, die Franz Beckenbauer vor der WM 1990 aussortiert hat?“ oder fordert „Nenne mir acht Trainerstationen von Peter Neururer“ oder er zeigt mir alte Mannschaftsbilder aus den 70ern und ich muss 11 von 22 Spielern erkennen. Wenn ich es nicht schaffe, dann muss ich manchmal einen Text schreiben. Also, diese Woche saß Sebastian mit Hot Pants und Flip-Flops und mir beim Mittagessen und nach nur einer Frage wechselte Sebastian das Thema und sagte: „Ich bin ja immer am Anfang der Saison euphorisch. Trainer, Neuzugänge und dann noch das neue Trikot – Weltklasse!“. Dabei lachte er. Etwas, was im Zusammenhang mit dem VfB …