Mini-Feature, Spielbericht, VfB
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It’s a kind of magic

„One dream, one soul, one prize, one goal“ (Roger Taylor, Queen).
Lässt sich der Abend, lässt sich die Saison besser zusammen fassen? Immer natürlich vorausgesetzt, die Saison nimmt ein gutes Ende.

Fußballstadien sind besondere Orte. Im besten Fall ist es besonders laut, man trifft dort besonders nette Leute, die man spontan umarmen kann. Man kann so herrlich politisch unkorrekt sein („Gib’ dem Ossi dia gelbe Kart‘!“), man kann mit Bier um sich werfen, man kann tanzen, lachen, Party machen.

Fußballstadien sind aber auch magische Orte. Dann spürst Du die Energie, die durch Dich durchfließt, Dein Plus schlägt wie wild, eine unglaubliche Wärme fährt in Deinen Bauch, die Euphorie schießt Dir in den Kopf. Das liegt am Wechselspiel zwischen Tribüne und Fußballfeld, zwischen Zuschauern und Spielern, wenn beide ihre Leidenschaft und Freude austauschen und ein Gemeinschaftsgefühl Dich Zeit und Raum vergessen lassen. Am Montag Abend, im Spiel gegen Union Berlin, war das Neckarstadion so ein magischer Ort.

Wenn Alexandru Maxim, der bisher vergessene Spieler der Saison, den dritten direkten Freistoß verwandelt in sieben Jahren (nach Zdravko Kuzmanovic 2010 und Daniel Didavi 2016), dann ist das magisch. Hat jemand Maxim so oft, so fleißig, so intensiv gegen die gegnerische Abwehrreihe pressen sehen? Wann haben wir ihn zuletzt so direkt gesehen, ganz ohne Kringel und Verspieltheit?

Wenn Takuma Asano und Josip „The Kid“ Brekalo  auf ihren Seiten ihre Gegner regelrecht überrennen, dann ziehen uns diese Soli magisch an. Zu sehen, wie untröstlich Brekalo war, als er seine hundertprozentigen Torchancen nicht vewertete, macht Hoffnung, dass er gegen Nürnberg, Aue, Hannover oder Würzburg treffen wird.

Wenn Christian Gentner zusammen mit Ebbo Ofori körperliche Präsenz, hohe Passicherheit und Spielfreude im Mittelfeld miteinander verbinden, dann – ja ehrlich – dann wirkt das manchmal magisch.

Wenn im Sturm Simon Terodde und Daniel Ginczek sich die Bälle gegenseitig auflegen, dann darf das Spiel nicht mehr aufhören, dann soll das so ewig weiter gehen.

Ok, ewig nicht, nur noch vier Spiele.
Nur noch vier Spiele, in denen das Team genau die selbe Konzentration, Ernsthaftigkeit und Entschlossenheit zeigen muss wie gestern. Vier Spiele dasselbe Feuer und Herzblut wie gegen Union Berlin. Denn dann steht am Ende one prize, one goal: Der Aufstieg.

Und eins ist sicher – das letzte Spiel und vor allem die Feier, sie werden noch magischer.

3 Kommentare

  1. Fritz sagt

    Sehr treffend kommentiert. War gestern live dabei und bekomm immer noch Gänsehaut

  2. Pessimist sagt

    Hallo A-Z
    Bist Du schon aufgestiegen?? :-)
    Mir war es so als wären wir letzte Saison nach dem Hoffenheim Kantersieg auch bereits nicht abgestiegen waren….
    Ich wünsch mir Du liegst richtig, aber als Pessimist bin ich eher abwartend.
    Nürnberg wird wieder ein Prüfstein – die Mannschaft kann hier Ihre gestern gezeigte Klasse nachweisen.
    Viele Grüße – P.

    • @abiszet sagt

      Hi Pessimist,
      Du schon wieder ;-)
      Aber im Ernst: Du hast völlig Recht, noch ist nichts erreicht und es ist dem VfB zuzutrauen, in Nürnberg alles wieder einzureißen. Zumal Nürnberg in der Vergangenheit für den VfB, … lassen wir das, ich falle in den Pessimist-Modus :-) Aber wer gestern im Stadion war, den muss das Spiel mitnehmen, es war eine sehr gute Leistung mit 10 wackligen Minuten. Dies spiegelt sich im Text wider: Es gibt so viele positive Aspekte, die einerseits personeller Art sind (Ofori, Maxim, Brekalo, Ginczek), andererseits war das zu spüren und zu sehen, wovon Hannes Wolf immer spricht: Intensität.

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