Monate: September 2021

Das Ende einer kurzen Zweck-Ehe

Achteinhalb Wochen sind seit der Mitgliederversammlung vergangen. Achteinhalb Wochen trügerische Ruhe. Achteinhalb Wochen Hoffnung, dass sich Claus Vogt und Thomas Hitzlsperger zusammen raufen könnten. Mit der Bekanntgabe, dass „Hitz“ seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender der VfB AG nicht verlängert, ist die Hoffnung auf Ruhe und Kontinuität vorbei. Die Personalie Hitzlsperger ist untrennbar mit dem Vereinspräsidenten und AG-Aufsichtsratsvorsitzenden Vogt verbunden. Offensichtlich sieht Hitzlsperger keine Basis für eine gute Zusammenarbeit, offensichtlich hat er andere Vorstellungen als Vogt, wenn nicht – so zu vermuten seit dem Dezember 2019 – unüberbrückbare Differenzen vorliegen. Konsequent von ihm, die Reißleine zu ziehen, auch wenn es für den VfB einen großer Rückschlag ist. Ich bin bekanntermaßen ein Fan von Hitzlsperger, weil er dem VfB viel geben konnte. Als Person, die sich auch gesellschaftlich engagiert, als sympathisches Gesicht des VfB mit bundesweiter, ja weltweiter Strahlkraft, als ehemaliger Spieler und Meisterheld, der zum VfB gehört wie der rote Brustring. Als Repräsentant unseres Clubs, auf den wir stolz sein konnten. Ein ganz neues Gefühl nach den vielen „Ehrenmännern“ mit Aufrichtigkeitsallergie in den letzten Jahren. Womöglich wurde …

Jein.

Soll ich wirklich über den Punkt in Frankfurt lachen oder lass‘ ich’s lieber sein? Jein. Ich fühle mich nach dem 1:1 gegen Eintracht Frankfurt wie das Spiel ausging: unentschieden. Und weiß noch nicht, was ich davon halten soll. „Dieses Unentschieden ist extrem wichtig für uns“, sagte Pellegrino Matarazzo nach dem Spiel, „da es mehr als der Punkt wert sein könnte.“ Denn in Frankfurt in Unterzahl noch ein Remis erreicht zu haben, kann für den weiteren Saisonverlauf prägend sein. Einerseits der Punkt an sich, andererseits das erneute Wissen, dass die Mannschaft jeden Rückstand ausgleichen kann – selbst in einem nicht wirklich guten Spiel. Das Comeback von Mangala – soll ich mich darüber freuen oder lass‘ ich’s lieber sein? Jein. Es lief so einiges unrund gegen die Eintracht. Ungenauigkeiten im Passspiel, Schwierigkeiten bei Ball- an und -mitnahme. Höhepunkt der Einwurf von Hiroki Ito, der ähnlich slapstick-artig war wie der von Borna Sosa 2018 gegen Bremen und der Waldemar Anton schließlich die rote Karte einbrachte. Wataru Endo dagegen versuchte zuverlässig wie immer das Mittelfeld zu dominieren, aber es …

VertikalGIF #SGEVfB: Kostic? Leckmic!

Ciao Länderspielpause, hallo Bundesliga! Endlich ging es weiter im harten Liga-Alltag. Die Aufgabe für den VfB Stuttgart: durchaus anspruchsvoll. Schließlich ging es gegen Eintracht Frankfurt, die nach drei Spieltagen noch ohne Sieg unterwegs war. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   In der letzten Saison gingen die Spiele gegen Frankfurt 2:2 und 1:1 aus und man durfte gespannt sein, wie sich die Teams diesmal trennen würden. Personelle Änderungen gab es auf Stuttgarter Seite gleich zwei: Neuzugang Omar Marmoush stand für Hamadi Al Ghaddioui in der Startelf und Philipp Klement spielte statt Philipp Förster, der wegen einer Infektion fehlte – nicht Corona! ℹ️ Philipp #Förster gehört heute aufgrund eines Infektes (keine Corona-Infektion) nicht dem #VfB-Aufgebot an. #SGEVfB pic.twitter.com/bX8k3tDpwN — VfB Stuttgart (@VfB) September 12, 2021 Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Fast forward: Zur Halbzeitpause stand es 0:0 – verdientermaßen. Das Spiel war ausgeglichen, auf beiden Seiten gab es kleinere Chancen. Und was sagten die VfB-Fans zur Performance des Teams von …

Wir sind jung, wir sind wild: Wir sind der VfB!

Jung und wild. Furchtlos, heiß, mutig und hochmotiviert. Aber in echt, nicht als substanzloser Claim, zigfach in Trikots eingenäht und als Abbinder in Werbefilmchen. Jung, wild, entwicklungsfähig: Das ist aufgrund der Vergangenheit die DNA des VfB Stuttgart. Und das scheint auch der Weg zu sein, den Sven Mislintat und Thomas Hitzlsperger in Absprache mit Pellegrino Matarazzo gehen wollen. Mit aller Konsequenz. Wissend, dass es Rückschläge geben wird. Darauf spekulierend, dass die Youngsters nach einigen Jahren beim VfB einen Mehrwert erspielen beziehungsweise erwirtschaften werden. Das Ziel für 2021/2022: Die Klasse halten, nichts anderes. Der VfB will keine graue Maus sein. Aber in der zweiten Saison ist es noch zu früh, sich höhere Ziele zu stecken als den Nichtabstieg. Aber irgendwann kann aus Mislintats Weg einmal mehr werden. Klar, entsteht jetzt ein kleiner Hype und der VfB ist auch ein bisschen sexy. Sonst wäre ein begehrtes Top-Talent wie der 18-jährige Super-Däne Wahid Faghir nie zum VfB gekommen. Sicher sind es die überzeugenden Argumente von Mislintat gewesen. Aber auch ohne sie sieht jeder: Mislintat und der VfB haben …