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Knocking On Hoeneß’ Door

Nur noch ein Spiel und der VfB ist im siebten Himmel. Und wer hat ihn dahin gebracht? Sebastian Hoeneß.

Der Trainer rief das „Spiel des Jahres“ aus, erzeugte eine enorme Fallhöhe, vergleichbar mit dem Spiel gegen Paris St. Germain. Es war also unheimlich viel Druck auf dem Spiel. Doch sowohl er als auch seine Mannschaft hielten den Druck aus, benötigten viel Glück und zogen ins DFB-Pokal-Finale ein. Hoeneß ist heute genau zwei Jahre beim VfB und hat Unglaubliches erreicht: von Platz 18 in die Relegation eingezogen und souverän gewonnen, Vizemeisterschaft, Champions-League und jetzt fährt er nach Berlin. Wieder so ein Ziel, zu dem nach all’ der Scheiße gereist werden kann.

Der VfB hat in den letzten sieglosen Wochen viele Spiele gemacht, die nicht ganz so schlecht waren, wie sie gemacht wurden. Aber es fehlte immer etwas: mal war es Glück, mal Konsequenz, es gab zu viele individuelle Fehler, die von den Mitspielern nicht ausgebügelt werden konnten. Es wurden auf und außerhalb des Felds falsche Entscheidungen getroffen oder der Spielverlauf meinte es nicht gut mit dem VfB.

Gegen Leipzig macht der VfB ein Spiel, das nicht ganz so gut ist, wie es der Einzug ins Finale vielleicht suggeriert. Das phänomenale frühe 1:0 durch Angelo Stiller („Den Ball treffe ich in meinem Leben nie wieder so“) sollte dem Team entgegen kommen, zumal das Stadion in Champions League-Form war und sich von seiner besten (sprich: lautesten) Seite zeigte. Der VfB gibt jedoch das Spiel aus der Hand, lässt Leipzig zu viel Platz und verhindert viele linienbrechende Pässe nicht.

Den Ausgleich verhindern dagegen in erster Linie Alex Nübel und Jeff Chabot. Der zuletzt wacklige Nübel mit drei überragenden Saves gegen Lois Openda und einer Flugeinlage gegen Xavi Simons Schlenzer, die bei „Let’s dance“ sicher die Höchstpunktzahl bekommen hätte. Chabot blockte jeden Schuss, wahrscheinlich hätte er auch einen einfahrenden ICE im Strafraum des VfB mit seinem grimmigen Blick aufgehalten.

In der ersten Halbzeit und auch teilweise in der zweiten Halbzeit präsentierte sich der VfB viel zu fahrig, zu wild, zu unkoordiniert. Bälle wurden nur nach vorne geschlagen, Ballgewinne zu schnell wieder verloren, es wurde geflippert. Aber unübersehbar war: Das Team hochmotiviert, es verteidigte leidenschaftlich, warf sich in Bälle, übertrieb es zwar in vielen Szenen, zeigte aber eine überragende Willensleistung gegen ein starkes Leipzig.

Auf den Kontrollverlust in der ersten Halbzeit reagierte Hoeneß mit einer Anpassung, ließ in der zweiten Hälfte deutlich mannorientierter spielen. “Mit ihrem neuen System 4-2-2-2 kamen wir bis zur Pause nicht so gut zurecht“, so Hoeneß. Durch seine Umstellungen bekam VfB mehr Zugriff, auch wenn Leipzig sich immer wieder ansehnlich nach vorne kombinieren konnte.

Aber man sah im Stadion und vor dem TV, wie die VfB-Spieler gemeinsam verteidigten, gemeinsam angriffen. Beim 2:0 sahen alle, was es heißt und wie es geht, zusammen zu spielen. Ermedin Demirovic löste das Pressing aus, koordinierte die rechte Seite nach vorne. Genau in diesen Bereich kam der Ball, den Finn Jeltsch eroberte, zu Jamie Leweling schob, der auf Demirovic passte. Der Mittelstürmer spielte einen doppelten Doppelpass mit einer genialen gezwirbelten Vorlage, die Nick Woltemade cool einnetzte. So geht Fußball spielen.

Zum nicht ganz optimalen Spiel des VfB und zu den letzten Wochen passte das 2:1 von Benjamin Sesko. Wie gegen Leverkusen wurde der Ball nach einer Ecke mehrfach geklärt. Mehrfach kam er zurück, bis er endlich im Tor lag. Kurz sah es so aus, als ob Leipzig das Momentum auf seine Seite ziehen könnte, bis Leweling erneut nach einem Eckball das 3:1 ins Tor wurschtelte. Spätestens jetzt wird auf der Tribüne in Mario Gomez und Jürgen Klopp die Erkenntnis gereift sein, dass sie heute zwar am richtigen Ort waren, am nächsten Tag aber an den falschen zurückkehren müssen.

Ein Schlüssel zum Sieg war Emotion.
Emotional Leader in diesem Halbfinale: Maximilian Mittelstädt. Er legte wie immer alles rein, was er hatte und riss Mitspieler und Zuschauer mit. Wie überhaupt alle, die in den letzten Wochen kritisiert wurden und denen vorschnell und zu Unrecht die Qualität abgesprochen wurde, im Halbfinale lieferten. Nach dem Spiel zeigte sich Mittelstädt als gebürtiger Berliner sichtlich gerührt, ein Traum geht in Erfüllung. Wie auch für Hoeneß, der seine Zurückhaltung ablegte und für seine Verhältnisse regelrecht abging. Womöglich versteckt sich in ihm ein Feierbiest.

Wir fragten am Wochenende: Wie kommt der VfB aus dem Negativlauf heraus?

Vielleicht mit dem Einzug ins Pokalfinale. Wir werden in Bochum sehen, ob der VfB die Reife hat, nach dem Erfolgserlebnis in einem nicht unkomplizierten Spiel anne Castroper zu bestehen.

Zum Weiterlesen:
Auf sportschau.de beschreibt Johannes Holbein, wie Sebastian Hoeneß den VfB vom „Verein für Baustellen“ wieder zum „Verein für Begeisterung“ gemacht hat.

Die Süddeutsche Zeitung meint, dass der VfB „Dank frühem Tor und später Leichtigkeit“ ins Finale eingezogen ist.

Zum Weiterschauen:
Wer die Zusammenfassung nochmal anschauen will. Wird bei mir wohl in Heavy Rotation laufen bis zum Finale.

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Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images

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19 Kommentare

  1. Marcus Fichter sagt

    Vielleicht sollten die ganzen Schwarzmaler der letzten Woche und Wochen jetzt mal in sich gehen und Buße tun. Da wurde ein Stiller mit über 30 jährigen gestandenen Profis verglichen und für zu leicht befunden.

    Da wurde einem Nübel die Klasse abgesprochen, der hat dem VfB gestern in der ersten Halbzeit den Arsch gerettet.

    Unsere Abwehr wurde gefühlt als nicht bundesligatauglich bezeichnet.

    Die Truppe hatte bei manchem ja vor dem Spiel schon klar verloren.

    Und so weiter und so fort…

    Euer Pessimismus gefällt mir halt nicht, sorry ! Jedes Spiel muss erstmal gespielt werden.

    Ich war letzte Woche glaub der Einzige, der tatsächlich dran geglaubt hat, daß Hoeneß und die Jungs das Ding reißen.

    Diese junge Truppe ist zu großen Taten fähig, aber eben auch noch anfällig für Fehler.
    Aber Herz, Wille und Engagement haben alles wett gemacht.

    Was mich auch positiv gestimmt hat ( und das, obwohl ich sie sehr gern spielen sehe ) das weder Führich noch Undav eingewechselt wurden. Da kommt derzeit einfach zu wenig.

    Jetzt kann der VfB aus einer bis jetzt durchwachsenen Saison eine sehr gute Saison machen. Das wär Bombe, wenn Hoeneß und der VfB Pokalsieger werden sollten.

    Vielleicht kommt ja noch was in der Liga, wäre sehr schön.

    Wir sehen uns in Berlin !!!

    • Jochen sagt

      Haaaalt: ich habe letzte Woche geschrieben, dass wir auf dem richtigen Weg sind😂 und eines noch: Alex Nübel! Hör ich hier irgendwas von den Top Experten hier? 😂

    • Jürgen Moosmann sagt

      Ich bin vom Naturell auch eher von der Fraktion Skepsis und Pessimismus. Sollte Stuttgart das Finale gewinnen wäre es für SH ein sehr sehr guter Schnitt. Vizemeister 24, Pokal 25. Aber über ein Spiel weg, über 90 bzw 120 Minuten bzw 11 m Schiessen kann der Underdog halt immer Klassenunterschiede egalisieren. Weil in einem Spiel halt Alle Alles reinhauen können. Was in über 30 Spielen Ligabetrieb halt fast nicht möglich wäre. Auch wenn Haching 00 und Heidenheim 24 tapfer die Liga hielten. Verlor Celtic Glasgow nicht auch mal gegen nen Drittligist ? Obs aber im Finale war weiss ich jetzt spontan nicht. Da müsste ich nachlesen.

  2. bacardihardy sagt

    Perfekt zusammengefasst.
    Für mich unerwartet herausragende Leistungen von Nübel, Chabot und Demirovic. Fehlerlos alle 3 !!!!
    Da muss ich Abbitte leisten nach meiner Kritik.
    Tolle Tore.
    Gutes Coaching und 2.HZ mannorientierter dagegengehalten, wunderbar,
    Alle dürfen träumen.
    Versilberte Saison kann jetzt noch vergoldet werden.

  3. Don-Donut sagt

    Für mich war es ein Spiel mit hohem Herzinfarktrisiko. Ich hatte selbst nach dem 3:1 nicht das Gefühl, dass die Mannschaft in ihrem aktuellen Gemütszustand dieses Spiel lässig nach Hause bringen kann.
    Ja, Woltemade und Nübel waren sehr gut; Chabot, Mittelstädt und Demirovic mit guter Leistung, aber in der Gesamtzusammensetzung spürte man die extreme Verunsicherung in der Mannschaft. Karazor ist für mich das beste Beispiel dafür. Ihm fehlt momentan die Selbstverständlichkeit des Vorjahres, als er als Leader auf dem Platz die Bälle nur so weggrätschte und das Angriffsspiel ankurbelte. Ich weiß nicht, wie viele Pässe von ihm (und dann auch der sehr unglückliche Kopfball vor dem 2:1) direkt beim Gegner landeten. Aber es waren wieder viel zu viele …
    Die Gegner haben anscheinend auch die Achillesverse der Abwehr entdeckt, die bei langen Pässen auf die letzte Reihe feuchte Handflächen im Eins-gegen-Eins bekommt.
    Ich spreche keinem Spieler die Qualität ab, aber dass der VfB endlich wieder ins Finale eingezogen ist, hat auch mit dem glücklicherweise vorhandenen Unvermögen von RB zu tun, auswärts das Tor häufig genug zu treffen.
    Hoffentlich hat die Mannschaft aus dem Spiel so viel Selbstvertrauen gezogen, dass mit einer gewissen Selbstverständlichkeit und Gelassenheit die nächsten Spiele bis hin zum Finale angegangen werden können. Dann wird das auch mit dem Pokal etwas!

    • @abiszet sagt

      Hi Don, ging mir auch so: Habe die Minuten runter gezählt. Wir sollten allerdings nicht so tun, als ob der VfB nur mit Glück und aufgrund des Unvermögens des Gegners ins Finale eingezogen ist. Das hat dieses Mal auch was mit Effizienz vor dem Tor zu tun gehabt, mit Leidenschaft in der Defensive und auch dass 1:1-Duelle in der Defensive gewonnen wurden. Du hast feuchte Hände bekommen, ich habe Chabots Rettungsaktion nach 29 Sekunden (!) beklatscht und Jeltsch’s Grätsche gegen Sesko abgefeiert.

      • Don-Donut sagt

        Ja, klar. Ich habe auch einige tolle Szenen vom VfB gesehen – gerade das 2:0 war Sahne. Aber auch unbedrängte und unverständliche Querpässe zum Gegner im Mittelfeld, die gerade die rechte Abwehrseite immer wieder in Verlegenheit brachten. Jeltsch war da gestern mit Licht und Schatten. Aber er ist 18 und wird ins kalte Wasser geworfen, da ist das völlig normal.
        Wenn wir aber gestern mit 25 zu 9 Torschüssen und einem xG von 1,81 zu 0,89 verloren hätten, würden wir jetzt von Pech auf unserer Seite bzw. Glück des Gegners sprechen. Worum es mir geht: Aus meiner Sicht war es kein gutes Spiel vom VfB und in der Mannschaft sind anscheinend die Köpfe nicht frei. Wenn dieser Sieg keine Wende bringt und Hoeneß den Ursachen nicht weiter auf den Grund geht, werden wir noch eine schwierige Saison spielen. Und auch gegen Bielefeld nicht selbstverständlich gewinnen …

        • @abiszet sagt

          Völlig richtig, ich schreib dasselbe: kein optimales Spiel – aber Finale schon, oder?

          Es liegt nah beieinander, ein enges Spiel. Wilde Sachen habe ich auch bei Leipzig gesehen. Das 2:0 amateurhaft verteidigt, mehrfach Bälle ins Seitenaus geschlagen.

    • Matthias sagt

      Sehr gute Analyse, das liebe ich an der Seite so, dass ihr die neuralgischen Dinge ansprecht aber auch objektiv bleibt.

      Letzteres ist mir in den letzten Wochen leider nicht gelungen.
      Aber als Bielefeld als Sieger vom Platz ging, dachte ich mir:
      Warum soll der VFB das nicht auch mal wieder hinbekommen!?

      Das Führungstor zeigte die ganze Problematik der letzten Wochen auf. Wenn du so ein Tor reinhaust, dann kann man über sich hinaus wachsen. Viel zu oft war das nicht gelungen und hat immer etwas gefehlt und vor allem wurden zu viele individuelle Fehler gemacht.
      Mit der Abwehrformation haben wir aber eine Chance wieder zuverlässiger zu Punkten und Woltemessi ist ein Geschenk des Himmels. Was werden sich die Bremer Fans ärgern, einen zukünftigen Nationalspieler für lau abgegeben zu haben!?

      Was mir vor allem in der ersten Halbzeit gefehlt hat, war der Zugriff auf den Gegner. Ich bleibe dabei, dass Karazor zwar ein netter Typ ist und den Ball am Laufen halten kann. Gegen den Ball bringt er aber, wie Stiller leider viel zu wenig. Stiller ist trotzdem ein Typ mit Potenzial für die Nationalmannschaft aber er braucht einen Abräumer an seiner Seite bzw. in seinem Rücken.
      Aber die Galligkeit war grundsätzlich da, wobei das Gegenpressing in den ganz großen Spielen, wie in der letzten Saison gegen Leverkusen und Bayern, gestern auch nicht on top war. Demi und Millot liefen da viel zu oft alibimäßig an, obwohl sie die Räume oder Passwege zumindest zeitweise dicht gemacht bzw. zugestellt haben.
      Aber da ist noch Luft nach oben!!!

      Wie Hoeneß sich gefreut hat, war einfach nur schön mitzuerleben.
      Unkenrufen zum Trotz hat er sich zum VFB bekannt und wird jetzt hoffentlich mit einem Titel belohnt.
      Leute, wie g… ist das denn!!?? Wir haben eine große Chance endlich wieder etwas zu holen.

      Kloppo und Mario gestern zu sehen, das war ein Stich ins Herz.
      Der eine ein gebürtiger Stuagerter, der andere hat seine Weltkarriere (mit kleinen Abstrichen) am Neckar gestartet. Sie saßen im richtigen Stadion einfach auf der falschen “Bank”…

      Jetzt geht bitte den letzten Schritt und macht nicht den gleichen Fehler wie Leverkusen und lasst euch nicht auf den Rumpelfußball mit langen Bällen ein sondern spielts Fußball. Das zweite Tor war ein Wegezeiger, wie es auch im Finale gehen kann. Denn kämpferisch werden die Bielefelder besser als wir sein.

      Der Glaube ist jetzt wieder zurück und die Saison könnte nicht nur versöhnlich enden sondern mit einem absoluten Highlight gekrönt werden. Wer hätte das gedacht!!??

  4. Hobbycamper sagt

    Wer Einsatz zeigt und Aufwand betreibt wird ganz offensichtlich dafür belohnt. Das hat das gestrige Spiel gezeigt. Insofern war meine Kritik der letzten Wochen doch nicht ganz daneben. So möchte ich “meinen” VfB immer erleben dürfen, dann wird auch sicherlich über manches andere mal hinweggesehen.
    Gestern habe ich auch den Stiller gesehen den ich sehen möchte, torgefährlich, präsent, das Spiel ordnend und das in dem Alter. Man muss also doch nicht erst 30 Jahre sein um so eine Leistung abrufen zu können und ich würde dies wohl kaum fordern wenn ich nicht schon selber erlebt hätte dass gerade er zu dieser Leistung fähig ist. Ich denke das ist auch der Grund warum ihn SH von Hoffenheim geholt hat.
    Auch Nübel hat gestern mehrfach gezeigt warum man in ihn das Vertrauen gesetzt hat. Mich hat das nicht überrascht, er hat es leider zuletzt nur zu wenig gezeigt.
    Die Mannschaft war gestern prima eingestellt und hat ein tolles Spiel abgeliefert, das war klasse ! Ebenso war gut, da geht es mir wie Marcus, das Undav und Führich zum Zuschauen verdammt waren, der Trainer hat hier ein klares Zeichen an die beiden gesetzt. Ich hoffe für die beiden dass sie es verstanden haben und an sich bzw. ihrem Auftreten arbeiten.

    Mit dieser Einstellung und ich hoffe auch mit dem nun dazu gewonnenen Selbstvertrauen ist es mir vor den kommenden BL-Spielen nicht bange und es werden (hoffentlich) noch einige Punkte hinzukommen die letztlich einen guten Platz unter den ersten zehn ermöglichen. Wenn dann vielleicht noch der Pokalsieg dazukommt, kann man die Saison unter dem Strich als erfolgreich verbuchen.

    Ein Wort sei mir noch zu Karazor erlaubt: trotz aller Freude über den Erfolg gestern, es hat sich m.E. deutlich gezeigt, dass Karazor den Aufgaben in der höchsten Spielklasse (zumindest derzeit) nicht mehr gewachsen ist. Er ist vor allem einfach zu langsam, verliert zu viele Bälle, es fehlt an Zweikampfstärke. Für ein gut besetztes Mittelfeld sollte hier nach der Saison nachgebessert werden.

  5. Konny sagt

    Emotional war es endlich wieder ein (hart erarbeiteter und so wichtiger) Sieg. Nicht nur für die Fan Seele, sondern auch und vor allem für die Spieler.

    Jeltsch mit 18 ganz krass.

    Kompliment diesmal auch an SH, der RB Gomez/Klopp/Minzlaff ausgechoacht hat. Das war spitze!

    Und siehe da, es klappt auch mal nach Ecken.

    Gomez und RB tut mit immer noch in der Seele weh, kann man den Kerle nicht nach Hause holen? Klopp auch echt komisch 🤪

    Gegen Bielefeld taten wir uns in der 2. Liga nicht selten schwer, der eine oder andere erinnert sich sicher noch.

    Hoeneß mit: ich liebe diesen Verein und die Fans war aber schon sehr berührend. Auch Maxi mit den Tränen, dass er „daheim“ spielen darf.

    Tolle Sache, ich hätts nicht geglaubt, umso schöner.

    Herzlichen Glückwunsch 🍀

  6. drhuey sagt

    Grandiose Leistung auch von Hoeness. Rechtzeitig haben auch die Spieler, die in den letzten Spielen etwas unterhalb ihrem Leistungspotential geblieben sind, eine starke Partie gemacht. Der unbedingte Wille das Spiel zu gewinnen war immer spürbar, auch, wenn Leipzig starke Phasen hatte, in denen ich dachte: der Ball ist viel zu schnell wieder weg, das geht nicht lange gut. Ich muss noch ein Wort über Jeltsch verlieren: Die Grätsche im Strafraum? Mit 19? In einem DfB-Halbfinale? Boy, you got balls, big big balls!
    Das lässt für den Liga-Endspurt hoffen, aber noch mehr fürs Finale in Berlin!

  7. @abiszet sagt

    @Konny
    Ist wirklich komisch, Gomez zu sehen und dann auch noch jubeln beim 2:1.
    Erfolgreiche Ecken wie zuletzt gegen Freiburg!

    @drhuey
    Genau mein Gedanke: “das geht nicht lange gut”. Aber trotzdem ging es gut, nachdem es die letzten Wochen immer schief ging.

  8. fritzo62 sagt

    Gestern im Stadion war der Hammer. Den Leipzigern so das Mittelfeld zu übergeben war der Hammer. Dass wir den Sieg mehr wollten war der Hammer. Die Effizienz war der Hammer.
    So – aber alles andere war so wie Wochen zuvor auch. Hoeneß wird die vielen Schwach- und Baustellen gesehen haben.

  9. Konny sagt

    Ja, so sehr dieser Sieg für das Gefühl wichtig war, mindestens genau so sehr zeigte es diverse Schwachstellen. Mir lief tatsächlich erst der Schweiß von der Stirn bei dem einen oder anderen Fehlpass und dann auch die Tränen. Es ist ja schon verrückt, was so ein Verein mit einem macht. Das mit Berlin ist aber schon krass, wer hätte das gedacht. Hoeneß hat sich gestern aber wirklich selbst übertroffen. Erst Leipzigs Spielart vorausgesehen und sich dann so ehrlich gefreut. Hat mich sehr berührt muss ich sagen. Für Undav muss es krass schlimm gewesen sein, aber Woltemade und Demirovic sah so schlecht nicht aus hi und da. Ein Selbstläufer ist Bielefeld nicht, aber viel besser als Alonsos Giftspritzen.

  10. Divina33 sagt

    Ich dachte nachdem was auf der Alm möglich war, sollte doch bei uns auch was gehen.

    Gefallen hat mir insgesamt die taktische Variabilität. Die ersten 15‘ jeweils stürmen und dann den Gegner kommen lassen und abblocken oder auch den Ball einfach mal schnörkellos nach vorne bringen.

    Ballbesitz 33% und daraus 3,Tore machen!

    War gespannt, was ab der 70 Minute noch kommen würde. Aber wir hatten noch genug Power. Vielleicht dank einer klugen Strategie.

    Auch der Support super!

    Sportschau schreibt: VfB – vom Verein für (Groß-)Baustellen zum Verein für Begeisterung!

  11. Thomaso sagt

    Was mir auffällt, hier und auch in meinem Freundeskreis, mit denen ich die VfB-Spiele schaue, ist dass Spielern nach einigen schwachen Leistungen recht schnell die bundesligatauglichkeit abgesprochen wird. Zum Beispiel Karazor. Ich selbst habe nach der letzten Zweitligasaison gesagt, dass wir da Ersatz brauchen und dann hat sich Karazor so gesteigert, dass er, zusammen mit Stiller, in der letzten Saison (zusammen mit Leverkusen), das beste defensive Mittelfeld der Liga gebildet hat. Es stimmt, dass er in den letzten Wochen abgebaut hat, aber er hat auch in dieser Saison schon sehr gute Spiele gemacht und da vertraue ich einfach unserem Trainerteam, die die bestmögliche Mannschaft aufstellen und da gehört Karazor anscheinend immer noch dazu, im Gegensatz zu Undav und Führich (derzeit). Man sollte als Fan nicht nur mit dem Verein, sondern auch mit einzelnen Spielern auch mal zusammen durch Tiefs gehen, was natürlich seine Grenzen hat. Aber wie gesagt, der Trainer stellt in so wichtigen Spielen keine bundesliga-untauglichen Spieler auf und lässt sie 90 Minuten auf dem Platz.

    Übrigens, 2007 haben wir die letzten 8 Spiele der Saison gewonnen. Hat eigentlich niemand Lust daran zu glauben, dass wir die 3 Spiele zu Hause gegen Bremen, Heidenheim und Augsburg und die 3 Spiele auswärts gegen Bochum, Union und St. Pauli gewinnen? Mein Tabellenrechner sagt mir, dass wir dann selbst bei einer Niederlage am letzten Spieltag in Leipzig, auf Platz 4 sind. Wenn die Mannschaft alle Spiele so angeht, als wären es Endspiele um was ganz Großes, halte ich das für möglich.

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