Autor: @abiszet

Die Mission Impossible für Captain Kork

Tayfun Korkut hat in der Rückrunde einen Megajob gemacht: Acht Spiele ungeschlagen, Platz 2 in der Rückrundentabelle – und dann auch noch Bayern München mit 4:1 aus dem eigenen Stadion geschossen. Mit dem Kader und unter den Voraussetzungen hätte das niemand besser hinbekommen als Korkut. Kein Pep Guardiola, kein Didier Deschamps, selbst Jupp Heynckes nicht und Tom Cruise erst recht nicht. Mit Pragmatismus und Spielglück, mit einer eingespielten Formation und einer simplen, aber effektiven Taktik hat Korkut aus dem Kader das Optimum herausgeholt. Und jetzt? Jetzt stellt ihm Michael Reschke einen besseren Kader hin. Alle Problemzonen sind behoben: Außenverteidigung, defensives Mittelfeld, offensive Mittelfeldzentrale – auf jeder Position kamen entweder hochambitionierte und entwicklungsfähige Talente oder in vielen Spielen gestählte und erfahrene Bundesligaprofis. Und das Ganze quasi auch noch zum Trainingsauftakt: ein absoluter Wahninn. Die Euphorie ist groß, Captain Kork ist deshalb auf einer heiklen Mission: Unter dem Codenamen „Wahler“ soll er den VfB möglichst schon diese Saison in die Champions League führen. So wollen es nicht nur viele Fans, auch sogenannte „Experten“ sehen den VfB auf …

Alles Gute zum Gebi, kessel.tv!

Der VfB Stuttgart wird in diesem Jahr 125. Aber das wichtigste Jubiläum der Stadt gibt’s nicht in Cannstatt sondern im Heusteigviertel: 10 Jahre kessel.tv! Das sind 521 Wochen oder 87.672 Stunden oder 5.260.320 Minuten oder 315.619.200 Sekunden. Aber das sind nur die nackten Zahlen. Und kessel.tv ist so viel mehr. Für die Stadt, die Menschen und für uns. 10 Jahre = 521 Wochen oder 87,672 Std. oder 5,260,320 Min oder 315,619,200 Sek. Könnte sein, dass ich die ersten zwei Jahre verpasst habe. Aber ihr werdet im Alter ja sowieso immer besser. Glückwunsch! Und heute Abend trinke ich einen Jägi auf euch. Oder zwei. #weiterso https://t.co/q4YKLD0kiQ — Heikx (@heikx) 4. Juli 2018 Stuttgarts bester Mops-Blog ist für uns ein absolutes Vorbild und eine tägliche Inspiration. Die Ambivalenz der blumigen und zugleich rotzigen Sprache, die vielfältige Themenwahl, der exklusive Content (Sie haben die Bilder! Und zusätzlich einen ziemlich geilen Instagram-Account.) und nicht zuletzt die herausragenden Autoren führen uns täglich auf Stuttgarts besten Pferde-Blog und natürlich deren Social Media-Accounts, die sie derbe, humorvoll, informativ und manchmal auch streitbar …

Warum die Dida-Rückkehr keine gute Idee ist

Eine Baustelle ist geschlossen, eine neue eröffnet: Daniel Didavi kommt fürs zentrale Mittelfeld, Daniel Ginczek verlässt den VfB und sprengt damit den Gomczek-Sturm. Der VfB bekommt einen torgefährlichen Mittelfeldspieler – immerhin bester Scorer beim VfL Wolfsburg – der genauso verletzungsanfällig ist wie der abwandernde Stürmer. Gleiche Auslastung in der Rehawelt, aber 10 Millionen mehr in der Kasse. Der VfB bekommt aber auch einen Spieler, der 2016 vor den Widerständen geflohen ist. Obwohl sein Wechsel nach Wolfsburg schon im April feststand, fühlte es sich an wie ein Abflug nach Abstieg. Alles unter dem Deckmantel „sich entwickeln zu wollen“ und „international spielen zu wollen“. Das ist irgendwie symptomatisch für Didavi, der auch auf dem Spielfeld oft Schwierigkeiten hat, Gegenwehr zu leisten. Wenn es eng wird, wenn die Stimmung in Mannschaft und Umfeld mal wieder schwierig sind, dann hat man „Dida“ meistens nicht gesehen. Im Abstiegsjahr meinte man fast, er würde sich in den letzten Spielen sogar schonen. Klar, Didavi ist ein überragender Fußballer, mit einem sensationellen linken Fuß. Aber der VfB braucht auch Spieler, die sich in …

Echt jetzt, Ginni?

Ok, jeder muss schauen, wo er bleibt und so eine Verdopplung des Gehalts hat schon was, muss ich ehrlich sagen. Würde ich auch nehmen. Ein Wechsel nach Wolfsburg ist allerdings nicht unbedingt das, was man einem Spieler wünscht. Die Stadt hat in etwa den Charme des Stuttgarter Milaneos bei Nacht, der Verein ist so beliebt wie warmes Bier und die Stimmung im Stadion so enthusiastisch wie in der Allianz-Arena in München nach einem 3:0 Arbeitssieg gegen Augsburg. Und dafür verlässt Du den VfB, Ginni? Du verlässt einen Verein und ein Umfeld, die alles für Dich getan haben. Wir haben mitgelitten bei zahlreichen Verletzungen, wir haben die Daumen gedrückt bei der Reha und wir haben das Stadion zum Abheben gebracht, alleine schon, wenn Du Dich warm gelaufen hast. Was los war, als Du Dein erstes Tor nach langer Verletzung erzielt hast, weisst Du das noch? Ich weiss es. Es war laut. Sehr laut. Du und wir, wir sind Lebens- und Leidensgefährten geworden. Die in guten und in schlechten Zeiten zueinander stehen und die auch einmal Fehler …

Nicht mal auf die Bayern ist mehr Verlass!

VfB-Trainer Tayfun Korkut, nach eigener Aussage mit einem Glas Rotwein vor dem Fernseher sitzend, sieht wie Eintracht Frankfurt mit seiner Spieltaktik Pokalsieger wird: Null Ballbesitz und vor dem Tor mit der allerhöchsten Effizienz. Es war aber auch ein Sieg des größeren Willens und der größeren Leidenschaft: Faktoren, die auch beim VfB-Trainer höchste Priorität haben. Die Bayern dagegen gehen wie schon gegen den VfB verschwenderisch mit ihren Chancen um und – auch wenn ich ihn sehr gerne mag – muss ich sagen: Mats Hummels ist so schnell wie Buffy Ettmayer in seiner besten Zeit (toller Text hier), nur dass er schlanker ist und besser aussieht. Gegen Ante „Usain“ Rebic schied der Weltmeister jedoch bereits chancenlos in den Vorläufen aus. Lieber FC Bayern, ein fairer Verlierer bleibt auf dem Platz und wohnt der Siegerehrung bei. Aber gut, woher sollt Ihr das auch wissen? — Mike Lukanz (@MLukanz) May 19, 2018 Die Bayern sind eine Enttäuschung für den VfB. Wo waren denn die souveränen Seriensieger, die in der Bundesliga alles abschossen – außer den VfB natürlich? Die Bayern, …

Warum es keine gute Idee ist, vorzeitig mit Tayfun Korkut zu verlängern

Tayfun Korkut hat einen guten Job beim VfB gemacht. Ach was, er hat einen sensationellen Job gemacht! Besser hätten es auch Jürgen Klopp und Pep Guardiola nicht machen können. Rückrundenzweiter, im Schnitt mehr als zwei Punkte pro Spiel und dann auch noch über die Bayern hinweg gefegt wie ein Tayfun (sorry!). Warum also nicht mit dem Erfolgstrainer der Rückrunde verlängern? Weil es eine alte VfB-Regel gibt: Kommt Herbst, kommt Trainerwechsel. Will heissen: Nach einer Zeit des Aufschwungs folgt immer im Herbst der Abschwung. Das Management und Überstehen dieser Krise ist die wahre Prüfung für einen VfB-Trainer. Noch besser wäre es natürlich, wenn es diese Krise gar nicht geben würde. Also, warum nicht abwarten und dann mit Tayfun Korkut verlängern? Dann sehen alle beim VfB Stuttgart klarer, ob der Erfolg der Rückrunde nachhaltig bleibt oder ob es der übliche Trainerwechsel-Effekt war. Anders als in den Jahren zuvor scheint auch der Kader sehr früh festzustehen, so dass Korkut im Gegensatz zu seinen Vorgängern von Anfang an mit dem kompletten Team arbeiten kann. Wir wollen nicht wieder nur …

Mit Mario nach Moskau!

Nein, das ist noch nicht der endgültige WM-Kader: Doch es ist nicht unwahrscheinlich, dass Mario Gomez mit zur WM nach Russland fährt, zumal sein direkter Konkurrent Sandro Wagner nicht nominiert wurde. Herzlichen Glückwunsch! Und jetzt alle auf den Gomez-Button drücken. Wenn ihm nicht der unverhofft nominierte Nils Petersen den Platz streitig macht, dann ist immerhin ein aktueller VfB-Spieler in Russland dabei und rundet die Stuttgarter Kombo ab, die aus Bernd Leno, Joshua Kimmich, Antonio Rüdiger, Sebastian Rudy, Sami Khedira und Timo Werner besteht. 1893, hey, hey! Wir sind nicht der Bundes-Jogi, aber wir hätten noch Ron-Robert Zieler und Dennis Aogo nominiert und kurzfristig Santiago Ascacibar eingebürgert. Wie hat es Gomez in den vorläufigen WM-Kader geschafft? Mit Persönlichkeit, Bescheidenheit, Gelassenheit, Selbstironie – und natürlich mit Toren. Gerade die beiden Kisten gegen Hoffenheim zeigen seine Klasse vor dem Tor, auch wenn sich Julian Nagelsmann als schlechter Verlierer erwies: „Diesen Haken vor dem 2:0 habe ich von Gomez schon gefühlt 4,7 Millionen Mal gesehen“. Gomez ignoriert das nicht einmal, ihn scheint nichts mehr aus der Ruhe zu bringen, …

Michamorphose statt Reschkerampe

Dass der VfB Stuttgart unmittelbar nach dem Saisonabschluss zu einer Sonder-Pressekonferenz ruft, erinnerte nicht wenige an die legendäre Robin-Dutt-PK, in der dieser den Mund sehr voll nahm und viel weniger lieferte als er ankündigte. Und diesmal? Jako. Massimo. Maffeo. Sosa. Insua. Kempf. Kopacz. Grahl. Gomez. Michael Reschke und der VfB gehen in die Vollen! Aber sowas von. Und die Reschke-Rampe ist passé! Stattdessen heißt es jetzt: „Resch(ke)spekt!“ Fünf Neuverpflichtungen, zwei Vertragsverlängerungen, eine 100%iges Bekenntnis von Mario Gomez zum VfB und ein neuer Ausrüster ab 2019. Doch Michael Reschke, vollmundigen Aussagen sonst nicht abgeneigt, drückt auf die Euphoriebremse. Andere Vereine – als Beispiel nannte er Borussia Mönchengladbach – hätten noch einen deutlichen Vorsprung vor dem VfB. Niemand solle bitte zu träumen anfangen, es gehe darum, den Verein zu stabilisieren und in der Bundesliga zu etablieren. Bei Jako könnten einige auch fragen: Wo spielt der, wo kommt der her, kenn’ ich gar nicht. Kein Wunder: Jako ist kein defensiver Mittelfeldspieler aus Brasilien, er ist der neue Ausrüster aus dem Hohenlohischen. Das hatte sich ja schon lange angekündigt, …

Die Partycrasher

VfB VIER. Bayern NULL. Und das ist auch GUT SO! Der Mannschaft war einiges zuzutrauen. Ein schönes Spiel, eine letzte Partie zum Genießen. Ein Bonusspiel, ganz ohne Druck, ein paar nice Spielzüge, die Bayern ein bisschen ärgern. Aber ihnen die Meisterfeier versauen, die mia-san-mia-Münchener, den FC Arroganz mit 4:1 aus dem Stadion schießen? Nicht mal der kühnste Optimist, nicht mal der besoffenste Frühlingsfest-Besucher hatte sich sowas ausgerechnet. Feels like Halbfinale Brasilien 2014 Nee, geiler. — Kessel.TV (@kesseltv) May 12, 2018 Tayfun Korkut: der Trainer des Jahres. Der VfB Stuttgart: die zweitbeste Rückrundenmannschaft. Tassos Donis: Man of the Match, with a touch of Messi. Franz Beckenbauer hat in Benjamin Pavard seinen legitimen Nachfolger gesehen. Comeback von Zimbo Zimmermann. Orel Mangala mit einer Zweikampfquote von 92 Prozent. Daniel Ginczek mit zwei Kisten gegen seinen ehemaligen Mannschaftskollegen Sven Ulreich. Wer spricht von Manuel Neuer und der WM? Ron-Robert Zieler muss mit! Dieses Team ist außer Rand und Band, warum, warum nur hört die Saison schon auf? Der VfB würde alle schlagen im Moment, Real Madrid, Barcelona, Man City, …

Der Liftboy

Es wird Zeit, den Hut zu ziehen. Vor Dennis Aogo, über dessen Verpflichtung wir uns am Anfang lustig gemacht haben. Dabei ist der 31-jährige die coolste Sau im Kader des VfB. Er hat mit Ina quasi die Queen aller Spielerfrauen als Partnerin, bei großen Handtaschen, riesigen Sonnenbrillen, bauchfreien Tops, jede Menge Glitzer Glitzer und krampfhaften Posings in Instagram-Postings spielen höchstens noch Cathy Hummels und Ann-Kathrin Brömmel (Freundin von Mario Götze) in einer Liga mit Ina. Aogo ist ein Playboy, hat die fetteste Angeber-G-Klasse in town, kann unheimlich gute Komplimente machen („Die Spaghetti Bolo meiner Frau sind einzigartig, ansonsten kommt sie vom Land“) und ist Spielführer der Gucci Gang. Wer im Team Armani oder Team Dolce & Gabbana ist, hat einfach verloren. Warum Dennis Aogo das Beckhämle Stuttgarts ist und wie er Ina kennen gelernt hat, ist im Sky-Video „Goodlife #32″ im besten MTV Cribs-Style anzusehen. Aber es soll weniger um lächerliche Boulevard-Themen gehen, wie auch dem, dass Aogo der Founder des Genres „Fußballer Aufzug-Selfie“ ist. Immerhin ist er jetzt der weltweit erste Aufzug-Influencer und ist …