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Das Magazin zu 10 Jahre Vertikalpass: Fällt uns nur geil ein

Letzte Woche haben wir unser zehnjähriges Blogjubiläum gefeiert. Und wir wollen weiter feiern mit unseren Jubiläumswochen #vpjw, in denen wir auf die Ereignisse und Emotionen der letzten zehn Jahre zurück blicken. Den Anfang macht unser Vertikalmagazin. 10 Jahre Vertikalpass und es war nie langweilig. Jeden Tag passiert beim VfB so viel: gutes, schlechtes, unglaubliches, herzzerreißendes, katastrophales und mitreißendes. Manchmal wäre weniger mehr gewesen, aber deshalb ist es ja der VfB und deshalb lieben wir ihn. Der Vertikalpass und damit der VfB haben uns fast überall hin gebracht: In die Stuttgarter Nachrichten/Zeitung, die ZEIT, in SpiegelOnline, in Google Hangouts von Sport1 mit Thomas Helmer und Olaf Thon, in 11Freunde und die Waiblinger Zeitung, in den Tagesspiegel und den Rasenfunk, sogar bei sky waren wir und saßen im Präsidentenbüro von Wolfgang Dietrich, sehr nervös waren wir damals. Das war ein unfassbar schöner Abend. Vielen Dank an alle, die beim Blogiläum dabei waren. 🥰 pic.twitter.com/6c8HkAd8EH — Vertikalpass (@vertikalpass) June 14, 2024 Der Vertikalpass und damit der VfB ließen uns auch steil gehen in den verschiedenen Social Media-Plattformen. Wer …

Endlich zum Chef-Koch befördert

Etwa genau ein Jahr ist es her, dass Alexander Wehrle als eine der Erkenntnisse der Saisonanalyse 2022/2023 eindringlich darauf hinwies, nicht mehr in Personalunion CEO und Sport-Vorstand sein zu wollen – da er beiden anspruchsvollen Aufgaben nicht gerecht werden könnte. Ein Jahr hat es gedauert, bis ein neuer Sport-Vorstand verpflichtet wurde. Es ist eine logische Entscheidung, den bisherigen Sport-Direktor Fabian Wohlgemuth in den Vorstand zu berufen. So logisch, dass man sich fragen muss: Warum ist der VfB nicht früher darauf gekommen? Warum wurde wieder einmal eine Personalagentur beauftragt, die Personen vorschlug, auf die jeder halbwegs informierte Fan ebenso gekommen wäre. Warum kursierten von Horst Heldt über Joti Chatzialexiou teilweise kuriose Namen, die offensichtlich nur deswegen in Betracht kamen, weil man sie „von früher“ kennt? Es drängt sich der Eindruck auf: Alles, was mit dem Aufsichtsrat zu tun hat, führt zu Problemen. Die Querelen um die Besetzung des Vorsitzes sind seit Monaten ein öffentliches Thema, dazu kommen Uneinigkeit und Entscheidungsschwäche bei der Besetzung des Sport-Vorstandes. Sicher wäre es besser gewesen, Wohlgemuth hätte mehr Vertrauen und Wertschätzung …

VfB ein Leben lang!

In dieser Sommerpause feiert unser kleiner Blog tatsächlich seinen zehnten Geburtstag und da werden wir natürlich etwas nostalgisch. Umso mehr, da die züruckliegende Saison gleich in mehrfacher Hinsicht historisch ist. Zur Einordnung: Seit es den Vertikalpass gibt, hat der VfB kein einziges internationales Spiel erlebt, aber dafür zwei Abstiege, vier Relegationsspiele und eine Last-Minute-Rettung. Und, um das gleich klarzustellen: Da besteht keinerlei Zusammenhang! Doch wir sind zum Glück schon so alt, dass wir uns noch an bessere Zeiten erinnern können. An die Spiele gegen Barcelona in der Champions League z.B., an Ronaldinho, Ibrahimovic und Messi im Neckarstadion. Oder an das historische 2:1 gegen Prime Manchester United mit einer Truppe, die mindestens so sympathisch war wie die aktuelle Mannschaft von Sebastian Hoeneß. Und natürlich erinnern wir uns an den absoluten Ausnahmezustand nach der Meisterschaft 2007, der selbst die WM-Megaparty ein Jahr zuvor alt aussehen ließ. Aber das alles ist solange her. Sie kommen von überall. pic.twitter.com/aQlKUoQi6h — Vertikalpass (@vertikalpass) May 2, 2024 Doch es gibt genügend VfB-Fans, die kennen nur den VfB Stuttgart der letzten zehn …

VertikalGIF #VfBBMG: Du schreibst Geschichte!

Fast schon gut, dass diese Saison vorbei ist, denn so langsam gehen uns die Superlative aus, um zu beschreiben, was Sebastian Hoeneß und sein Team in dieser Spielzeit geleistet haben: Die meisten Siege, Punkterekord, Torrekord von Guirassy, Champions Leauge Qulifikation, 5 EM-Fahrer, Vizemeister. Es ist vor allem eines: historisch! Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Wer dabei gedacht hatte, das (ebenfalls historische!) 3:1 gegen die Bayern am 32. Spieltag sei bereits der Höhepunkt einer fulminanten Saison gewesen, wurde durch das 4:0 gegen chancen- und bocklose Gladbacher eines besseren belehrt. Denn dieses Spiel zeigte auf 90 Minuten komrimiert noch einmal alles, was uns 34 Spieltage lang begeistert hat: Einen genialen Millot, einen effizienten Guirassy, eine Defensive, die immer alles gibt und sich gegenseitig hilft, und ein Team, das nicht nur spielen, sondern auch feiern kann! Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Dass es ausgerechnet Silas war, der mit einem Silas Signature Solo das letzte Tor der Saison erzielte, ist eine Geschichte, die …

Den Brustring im Herzen

Über 30 Jahre war Gerhard Wörn Physio beim VfB. Und Zuhörer. Und Tröster. Und Ratgeber. Und Motivator. Und Arschtreter. Er trägt den Brustring im Herzen. Nach der Saison geht er in den wohlverdienten Ruhestand. Gerhard Wörn wird dem VfB fehlen. Sein Start beim VfB konnte nicht besser sein: Mit der B-Jugend wurde er gleich deutscher Meister, schlug Schalke 04 im Endspiel mit … ja, 4:0. 1975 nach der deutschen Jugendmeisterschaft unter anderem mit Hansi Müller, Harald Beck und Bernd Klotz kam er zu den Profis, galt als vielversprechendes Mittelfeld-Talent. In seiner Premieren-Saison, der VfB war gerade erstmals abgestiegen, absolvierte er 22 Spiele in der zweiten Liga, mehr als Müller und Erwin Hadewicz. In der Aufstiegssaison waren es dann nur noch sechs, ein Tor erzielte er. Wörn war einfach nicht der Spieler von Jürgen Sundermann. Der setzte im Mittelfeld mehr auf Hadewicz, Hermann Ohlicher, Bernd Schmider und anfangs noch auf Bernd Martin, der erst im Verlauf der Saison zum Stamm-Rechtsverteidiger wurde. Wörn ging einen Schritt zurück zu den „Amas“. Das Team von Trainer Willi Entenmann gewann …

Ich will noch nicht nach Hause!

Das darf nicht wahr sein. Die Saison ist vorbei. Dabei ist das 5:0 gegen Bochum doch noch gar nicht so lange her, oder? Fußball ist schnelllebig, heißt es. Und bezieht sich auf das Heute-Held, Morgen-Depp-Prinzip. Weniger boulevardesk gedacht, ist Fußball zunächst einmal flüchtig. Er entsteht als Szenen auf dem Platz, als Ergebnisse in der Tabelle und vergeht wieder. Um dann doch als Erinnerung und in Erzählungen für immer weiter zu leben. Die Saison ist vorbei. Aber sie wird nie vorbei sein. Sie bleibt. In uns. Über den ersten Heimsieg gegen Bayern München seit 17 Jahren werden wir noch lange reden. Schließlich haben sogar ältere Fans damit ihren ersten Sieg gegen den Rekordmeister live im Neckarstadion erlebt. Führich-Guirassy-Undav-Millot: Der einmalige Spielzug vor dem 1:0 in Hoffenheim wird womöglich ewig in Erinnerung bleiben, wir werden von ihm träumen. Wie vom Muskel-Jubel von Deniz Undav. Vom Torero von Serhou Guirassy. Vom Vertikalpass von Waldemar Anton vor dem 1:0 in Freiburg. Von der Doppelparade von Alex Nübel in Leverkusen. Vom ersten Tor von Jamie Leweling. Von Chris Führichs immer …

VertikalGIF #FCAVfB: Alles kann, alles muss!

In dieser Saison macht der VfB nicht nur mit den meisten Gegnern kurzen Prozess, sondern auch mit den Reflexen der Fans, die diese über viele Saisons erlernt haben. Augsburg? Eklige Spielweise, VfB-Trainerkiller und selten etwas zu holen. Also definitiv keine angenehme Auswärtsfahrt. Oder? Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Doch im Mai 2024 ist alles anders. Obwohl das Team von Sebastian Hoeneß schon nach dem 32. Spieltag alle Ziele mehr als übererreicht hat, verzichtet der Trainer auf personelle Experimente, oder wie er in der Pressekonferenz vor dem Spiel sagte: Es gibt nichts zu verschenken. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Nur logisch, dass deshalb auch Millot und Mittelstädt nach ihren Gelbsperren in die Startelf zurückkehrten und Rouault und etwas überraschend auch Karazor auf der Bank saßen. Vermutlich wollte Hoeneß keine Risiko bei ihm eingehen (9 gelbe Karten), denn das einzig verbliebende Saisonziel kann nur lauten: Das erste Bundesliga-Tor von Atakan Karazor. Click on the button below to load the …

Der VfB kennt keine Grenzen

Da in dieser Saison der Superlative alles geht, hat auch ein Auswärtsspiel in Augsburg seinen Schrecken verloren. In der Vergangenheit kassierte der VfB dort gerne mal eine Klatsche, der FCA immer ein ekliger Gegner, die Zweikämpfe immer einen Tick drüber, der VfB ließ sich nicht selten den Schneid abkaufen. Und am 33. Spieltag? Souverän und gelassen holt der VfB seinen zehnten (!) Auswärtssieg. Platz drei ist sicher, mit 70 Punkten der Vereinsrekord eingestellt. Es scheint keine Grenzen zu geben für den VfB 2023/2024. Bei Augsburg wusste man in den vergangenen Jahren nie, ob es ihnen um den Ball oder um den Gegner ging. War es den Spielern doch meist völlig egal, ob sie den Ball oder den Fuß des Gegenspielers trafen, Hauptsache der Spielzug wurde unterbrochen. Mittlerweile sehen Spieler wie Niklas Dorsch und Jeffrey Gouweleeuw nur noch furchterregend aus. Sie treten aber nicht mehr furchterregend auf. Der Grund: Sie kamen am Freitag Abend gar nicht in die Zweikämpfe, bekamen gar keine Gelegenheit, die Akteure des VfB zu foulen. „Die haben immer eine Lösung mit dem …

Wie ein Gemälde von Salvador Dali

Nach dem 32. Spieltag 34 Punkte mehr als in der gesamten letzten Saison. Ein neuer Bundesliga-Rekord: Noch nie verbesserte sich ein Team so extrem innerhalb eines Jahres. Seit 17 Jahren wieder ein Heimsieg gegen Bayern München. Der VfB auf Platz 3. Sicher für die Champions League qualifiziert. Vor einem Jahr noch undenkbar. Was der VfB in dieser Saison spielt und welche Ergebnisse daraus resultieren, ist wie ein Gemälde von Salvador Dali: surreal. Das sagen auch viele Fans, wenn sie diese Saison beschreiben wollen: surreal. Träume mit der Wirklichkeit verbinden wie im Surrealismus, so kommt einem die Spielweise des VfB vor in 2023/2024. Ähnlich wie die Bilder in einem surrealistischen Gemälde sind die Ereignisse um den VfB Stuttgart in den letzten zwölf Monaten nicht einfach zu deuten. Denn in den beiden vergangenen Jahren stand der VfB um diese Zeit immer mit dem Rücken zur Wand. Beispiel 2023: Am 31. Spieltag verlor der VfB 2:1 gegen Hertha BSC, im Anschluss waren wir sicher: „Sie haben es nicht kapiert“ und wir sprachen schon von Elversberg. Wir befürchteten, dass …

“… ich lass’ einfach mal mein Herz sprechen“

Sebastian Hoeneß war zum ersten Mal in dieser Saison ratlos: Die Kurve hatte ihn auf den Zaun gebeten. Da stand er, hielt ein Mikro in der Hand und wirkte ein bisschen unsicher. Dann lächelte er seine zurückhaltendes Lächeln und sagte: „Ich muss ehrlich sagen, ich weiss gar nicht was ich tun soll … ich lass’ einfach mal mein Herz sprechen“. Dann bedankte er sich für den Support und lenkte, wie es seine Art ist, den Fokus auf die Mannschaft. Womöglich ist sein Geheimnis, dass er auch mit seinem Herzen coacht. Denn es muss ein Geheimnis geben, wie er in gut einem Jahr aus einem Tabellenletzten einen Tabellendritten geformt hat, der in einer Saison ohne außerirdische Leverkusener um die Meisterschaft spielen würde. Womöglich hat ihm auch sein Herz gesagt, er soll rund zwanzig Minuten vor Schluss Mo Dahoud, Woo-Yeong Jeong und Silas einwechseln. Für mich war das das Signal, dass nichts mehr gehen würde. Denn zuletzt hatten die Einwechslungen wenig Wirkung aufs Spiel. Und ich wurde auch gleich bestätigt, als Silas bei einem vielversprechenden Konter mitsamt …