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vp weekly KW31

In der letzten Juliwoche stieg nicht nur die Temperatur im Stuttgarter Kessel, sondern auch die Spannung, was mögliche Transfers und den Trainingsauftakt betrifft. Wie gewohnt fassen wir das Geschehen der vergangenen Woche für euch zusammen: Transfercoups? Ist der VfB am Kolumbianer Jackson Martínez dran? Dessen Berater Gustavo Gallo verriet: „Wir haben lange geredet und ich habe ihm gesagt, dass es eine Möglichkeit in Stuttgart, in Deutschland, gibt. Das gefällt ihm und wenn es ihm gefällt, dann hat er noch nicht daran gedacht, seine Karriere zu beenden“, erklärte Gallo. „Jackson kann wegen seines Knöchelproblems nicht so oft spielen“, gab der Berater allerdings zu. Hört sich nach einem perfekten Partner von Daniel Didavi an. Dabei war Martinez mal kurzzeitig shit hot. Zwischen 2010 bis 2016 wurden für den einstigen Weltklasse-Stürmer knapp 91 Millionen Euro an Ablösen gezahlt. Die Chancen, dass Sven Mislintat ihn verpflichtet, dürften aber bei null liegen. Zum Glück. Wo wir beim Thema hochbezahlte, verletzungsanfällige Spieler sind: Juventus Turin möchte offenbar den Vertrag mit Sami Khedira auflösen. Natürlich entbrennt sofort eine Diskussion, ob er dem …

Die Vertikal-Awards 2020!

Dietmar Hopp und Karlheinz Rummenigge haben von der SportBILD einen Sonder-Award erhalten für die „Geste des Jahres“. Völlig zurecht! Nein, sie sind nicht niedergekniet, um gegen Rassismus zu protestieren. Nein, sie haben auch nicht in der Hochphase der Coronakrise Menschen geholfen, die darauf angewiesen waren. Es war viel, viel besser: Sie hielten im Sinsheimer Regen am Spielfeldrand Händchen, weil sich Dietmar Hopp mit despektierlichen Schildchen aus der organisierten Bayern Fan-Szene konfrontiert sah. Und so standen sie heroisch dort, während sich die beiden Mannschaften aus Hoffenheim und München die Bälle zuschoben. Was für ein Zeichen beim Stand von 0:6 in der 75. Minute als noch alles möglich gewesen wäre! Hopp und Rummenigge haben damit ein Zeichen gesetzt. Sie haben etwas bewegt. Vielleicht mehr als vermögende, alte, weiße Männer je zuvor bewegt haben. Dass der Springer-Verlag dies honoriert, ist richtig – und wichtig! Aber es reicht einfach nicht. Deswegen verleihen wir die Vertikal-Awards. An Spieler, Funktionäre und alle die, die in der vergangenen Saison bemerkenswertes geleistet haben. Die Preisträger sind zwar noch nicht offiziell bestätigt, aber dank …

So füllt der VfB seine klammen Kassen!

Spätestens seit 2019 wissen wir: Der VfB hat kein Mittelbeschaffungsproblem, sondern ein Mittelverwendungsproblem. Oder besser gesagt: hatte. Denn in Zeiten coronabedingt wegbrechender Einnahmen muss auch in der Mercedesstraße jeder Euro zwei Mal umgedreht werden, bevor man ihn ausgibt. Auch Sven Mislintats Transferschatulle ist nur spärlich gefüllt. Fünf lausige Milliönchen stehen nach eigenen Angaben zur Verfügung, um aus dem Zweiten der vergangenen Zweitligasaison einen Erstligisten zu machen, der die Klasse hält. Laut Mislintat besteht dafür nur auf der Torhüterposition Handlungsbedarf. Klar, was soll er auch anderes sagen, wenn er nur das Budget für einen einzigen Transfer hat? Langer Rede, kurzer Sinn: Der VfB braucht Geld. Es ist also höchste Zeit, kreativ zu werden und mal outside der Box zu thinken. Macht zum Beispiel auch Dortmund und hat für die kommende Saison gleich zwei Trikotsponsoren: einen für die Liga und einen für die Champions League. Aber dieses Modell kommt für den VfB Stuttgart wohl erst 2021/2022 in Frage. Deswegen kommt hier unsere Marketing-Sofort-Inspo zur Optimierung des Cash-flows: Die Zweitspielgenehmigung Vor drei Jahren brachte Michael Reschke das Konzept …

vp weekly reloaded!

Die Älteren unter euch werden sich erinnern: In der Sommerpause 2018 hatten wir ein neues Format hier im Blog vorgestellt. Jetzt ist „vp weekly“ zurück! In der Sommerpause fassen wir darin das Wochengeschehen für euch kurz und knackig zusammen und liefern euch die perfekte Wochenend-Lektüre. Coole Sache, oder? Also ab dafür: Die schlechte Nachricht zuerst: Thomas Berthold kann nicht ruhig schlafen! Und das liegt am VfB-Kader. Was dem ehemaligen Stuttgarter Profi und Kader-Experten den Schlaf raubt, erfahrt ihr beim SWR. Noch eine schlechte Nachricht: Der VfB hat angeblich nur 5 Millionen für Neuzugänge zur Verfügung. Erinnert ein bisschen an Sparfuchs Ulrich Ruf, ist aber natürlich überhaupt nicht witzig. Und wie kann der VfB Geld in die Kasse bekommen? Klar, durch Spielerverkäufe – aber bitte nicht Orel Mangala! Der kicker spekuliert derweil über die Abgabe von Holger Badstuber: „Der Ex-Nationalspieler hat so sehr an Status eingebüßt, dass es mittlerweile Überlegungen gibt, ihn nach Möglichkeit sogar abzugeben. Damit würden die VfB-Macher nach Mario Gomez einen weiteren Topverdiener von der Gehaltsliste streichen.“ Zum noch ziemlich substanzlosen Gerücht geht’s hier. …

Eine reine Legende

Man kann Mario Gomez nicht viel vorwerfen. Seine aktuelle Frisur vielleicht. Seinen Wechsel zu Bayern München auf jeden Fall. Und natürlich, dass er keine 25 mehr ist und alles in Grund und Boden schießt. Aber dafür kann er nichts. Das ist Gomez’ Hauptproblem gewesen bei seiner Rückkehr nach Stuttgart: Wir alle haben den jungen Gomez vor Augen gehabt. Ein Kerle wie ein Baum, ausgestattet mit einem untrüglichen Torinstinkt. Den hatte er bei seinem Comeback immer noch und kleiner und schmäler ist er auch nicht geworden. Nur ein bisschen langsamer. Und deshalb präsentierte er sich bei seinem zweiten Engagement nicht mehr als die absolute Tormaschine. In der Rückrunde 2017/2018 kamen dennoch Erinnerungen hoch an den jungen Gomez. Unvergessen die Aussage des schlechten Verlierers Julian Nagelsmann: „Diesen Haken vor dem 2:0 habe ich von Gomez schon gefühlt 4,7 Millionen Mal gesehen und wir fallen drauf rein!“, als Gomez zwei Tore gegen Hoffenheim schoss. Zu verteidigen war es dennoch nicht. Aber ab der Saison 2018/2019 war Mario nicht mehr so fresh, oder um ihm Bild zu bleiben: Der …

Typisch VfB

Unlingen, Stuttgart, München, Florenz, Istanbul, Stuttgart. Hauptsache ein Tor im allerletzten Profi-Spiel. Und dann auch noch so ein typischer Gomez: Freiraum erkannt, reingelaufen, Ball ins Tor gegrätscht. Eine jener klassischen Mittelstürmer-Momente, die wir in Zukunft vermissen werden. Das war zugleich das Beste im Spiel gegen Darmstadt. In diesem sportlich bedeutungslosen Spiel ging die Mannschaft wie so oft in dieser Saison nicht an ihre Grenzen, während Arminia Bielefeld beim für sie sportlich bedeutungslosen 3:0 gegen Heidenheim liefert. Es ist natürlich ein Jammer, dass Mario Gomez sich in einem leeren Stadion verabschieden musste, nicht die Standing Ovations erhielt, die er verdient hätte. Dass er sich mit einer Niederlage verabschieden musste, scheint ihm wenig auszumachen, dem ganzen VfB scheint es ebenfalls egal zu sein. Mit einem letzten schönen Spiel noch einmal Euphorie entfachen, einen positiven Schlusspunkt unter eine harte Saison zu setzen: offensichtlich völlig überschätzt in der Mercedesstraße. #Ergebniszweitrangig Endlich ist diese Saison vorbei. Zwei wirklich gute Auftritte für den Aufstieg. Kannst eigentlich niemand erklären. #VfB — Jens (@whitered1893) June 28, 2020 Gibt es etwas zu feiern? Jein, …

Der VfB Stuttgart fest im Griff des schwierigen Umfelds?

Was darf ich von meinem VfB Stuttgart erwarten? Das legt seit neuestem Sportdirektor Sven Mislintat fest, wenn ich sein Interview in der Sportbild richtig interpretiert habe. Ich solle bitte nicht so anspruchsvoll sein, meint er. Denn das übt Druck aus auf die Mannschaft, dem sie nicht gewachsen ist. Sie kann wegen meiner Erwartungen nicht performen. Dass der VfB neun Mal in der zweiten Liga verloren hat, armselige Auftritte hingelegt hat gegen so Schwergewichte wie Osnabrück, Wehen Wiesbaden, Kiel und Fürth, das liegt an mir, meint Mislintat. Es liegt also nicht an der Kaderzusammenstellung, an der taktischen Ausrichtung oder an der Einstellung der Spieler, dass die Spiele nicht gewonnen wurden. Sachliche Analyse? Fehlerkultur? Anscheinend nicht vorhanden. Servicetweet: Wir haben die von Sven Mislintat beklagten „zu hohen Ansprüche und Erwartungen“ an den #VfB für euch mal visualisiert. pic.twitter.com/lYxdVC2qiq — Vertikalpass (@vertikalpass) June 24, 2020 Das VfB-Trikot sei so schwer, weil die Erwartungen so hoch sind, meint Mislintat. Sie sind so hoch, weil Mitglieder, Fans, Supporter und Presse mehr als zwei, okay vielleicht fünf gute Spiele in der …

VertikalGIF #FCNVfB: Ganz großes Tennis!

Es ist gerade erst eine Woche her, da schlug der VfB im Derby zur Vorentscheidung im Aufstiegsrennen auf. Das Resultat ist bekannt: eine mehr als peinliche Niederlage.   Aber zum Glück kann man sich in dieser Zweitliga-Saison auf eines verlassen: Die Unzuverlässigkeit des Hamburger SV. Der kam am 32. Spieltag über ein Unentschieden nicht hinaus – genauso wenig wie der dritte Aufstiegskandidat, der FC Heidenheim. Also alles wieder drin für den VfB! Okay, zugegeben: Der VfB ist jetzt auch nicht gerade dafür bekannt, die Patzer der Konkurrenz zu nutzen, aber diesmal tat er es – und wie! Das komplett neu auf- und eingestellte Team fertigte den SV Sandhausen mit 5:1 ab.   Platz 2 zurück erkämpft und nur noch zwei Spiele Gelegenheit, ihn wieder zu verlieren. Die große Frage vor dem Spiel in Nürnberg: Wo ist Roberto Massimo? Hatten wir gegen Sandhausen den neuen VfB Stuttgart gesehen oder doch nur einen krassen Ausreißer nach oben?   Denn ähnlich wie das Team von Matarazzo hatte auch der Club reichlich Rückenwind nach dem 6:0 gegen Wiesbaden vom …

Wir sind wieder dort, wo wir hingehören!

Vor einer Woche, nach der Derby-Niederlage gegen den KSC war das Gefühl noch: Die Wärme ist gewichen, es ist kühl. Die Fassungslosigkeit, wie der VfB den Aufstieg wegwerfen kann, #ausgerechnet gegen den KSC. Die Enttäuschung führte zu der Frage, wie man sich mit dieser Mannschaft und dem Club weiter identifizieren kann. Zwei Spiele, sechs Punkte und elf Tore später ist der VfB so gut wie sicher aufgestiegen. Zwei Spiele, die absolut überragend waren, die aber nicht über die vielen Probleme hinwegtäuschen dürfen, die der VfB über nahezu die gesamte Saison hatte. Emiliano Insua schrieb in seiner Instagram-Story: „We return to where we belong“. Hört sich arrogant an und die Einstellung ist womöglich eines der Grundprobleme des VfB. Denn der Aufstieg ist eine Selbstverständlichkeit für den VfB. Leider wurde der Aufstieg für viele beim VfB auch als so selbstverständlich angesehen, dass man beim kleinsten Erfolg „dachte, das läuft von selbst“. Darüber können die beiden Hurra-Siege gegen Sandhausen und Nürnberg nicht hinwegtäuschen. Über viele Spiele fand der VfB keine Einstellung zur zweiten Liga. Und sind wir ehrlich: …

Donnerwetter!

Pellegrino Matarazzo wäre nicht der erste und vermutlich nicht der letzte Trainer, der mit einer verzweifelten Aufstellung versucht, das Ruder des vom Kurs abgekommenen VfB Stuttgart herumzureißen. Im American Football nennt man so einen Akt der Verzweiflung „Hail Mary“, in Cannstatt den „Bruun Larsen Move“, seit Hannes Wolf in seinem letzten Spiel als VfB-Trainer gegen Schalke 04 den ausgeliehenen Dänen völlig positionsfremd als Rechtsverteidiger einsetzte, und der arme Larsen sofort einen Elfmeter verursachte. Wilde Aufstellung, wildes Wetter, wilde Situation. 5:4 incoming. #VfBSVS — Vertikalpass (@vertikalpass) June 17, 2020 Ähnliche Horrorszenarien hatte man auch gestern im Kopf, als die Aufstellung publik wurde. Gleich auf sechs Positionen hatte der Trainer umgestellt. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Nach den letzten blutleeren Auftritten war frisches Personal unumgänglich. Aber dass Matarazzo neben Personal auch gleich Formation, Taktik und Spielweise über den Haufen warf, eine komplett neue Innenverteidigung an den Start brachte, und mit Mola und Badstuber die solidesten Spieler der letzten Partien auf die Bank setzte, mutete schon sehr aktionistisch an. Ich sag mal so. Mehr Flashback zu den …