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Es ist egal, aber …

53 Minuten das Spiel offen gehalten, dann die Tore hergeschenkt und eine Klatsche kassiert. Das erinnert an die Debakelserie 2009 und 2010, als der VfB zu Hause nacheinander gegen Bayern München 1:5, 3:5 und 3:6 verlor. Beim VfB spielten Bastürk, Simak und der Rumpelrusse, bei Bayern Ottl, Ribery und bereits Thomas Müller. Was damals noch die Ausnahme war, ist heute Normalität: Die absolute Chancenlosigkeit gegen den Rekordmeister. Die große, böse Schwester der Hoffnung ist die Enttäuschung. In einem Spiel gegen Bayern München werden wir jedoch nie enttäuscht werden. Zu groß die Unterschiede, zu klein die Erwartung. Die beiden Clubs verbindet nichts, außer der A8 und ein paar VfB-Spielern, die auf diesem Weg die falsche Abfahrt genommen haben. Das war mal anders, ist aber viel zu lange her. Trotzdem war ich bereit für das Adrenalin und die Angst, bereit für die volle, für die ganze Distanz. One of the best goals of my career, don’t you think? ⚽ I’ll be watching the @Bundesliga Südderby between @VfB and @FCBayern this coming Tuesday. Make sure you do the …

Das Baby ist der Hammer!

“Wir hatten acht bis zehn Chancen und Stuttgart hatte nur drei plus den Elfmeter.“ Es sind Aussagen wie diese, warum sich gegnerische Fans an dem Wolfsburg-Trainer Florian Kohfeld abarbeiten und ihn auf einem Sympathielevel von 1 bis 10 bei 0 einordnen. Zu viel verschwendete und negative Energie. Mich interessiert sogar mehr die kicker-Umfrage „Wird Bayern München Herbstmeister?“ als die alternativen Fakten, die Kohfeld anführt, um sein eigenes Versagen zu kaschieren. Mich interessiert viel mehr der VfB, der ein souveränes Auswärtsspiel hingelegt hat und den VW-Club so im Griff hatte, dass dieser keine spielerischen Lösungen auf dem Spielfeld und keine Antworten nach Schlusspfiff gefunden hat. Sieben Punkte aus den Begegnungen gegen Mainz, Hertha und Wolfsburg. Hätten wir vor den Spielen genommen, oder? Wobei es mir lieber gewesen wäre, wenn der VfB gegen Berlin gewonnen hätte, drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten und drei Punkte gegen Tayfun Korkut, aber lassen wir das. Der Sieg gegen einen Angstgegner (letzter Sieg in Wolfsburg: 2007 im DFB-Pokal Halbfinale, Tor: Antonio da Silva) war letztlich fast Pflicht nachdem Augsburg am Freitag …

Das gelungene Comeback von Captain Kork

Als Michael „Schrotty“ Reschke 2018 überraschend Captain Kork zum neuen VfB-Trainer machte, reagierten wir mit Unverständnis. Denn wir wussten nicht, was Tayfun Korkut kann: Eine Mannschaft stabilisieren, eine Achse aus Erfahrenen installieren und er kann den simpelsten Kreisklassen-Matchplan ever perfektionieren. Hinten dicht und vorne hilft der liebe Gott. Beim VfB hieß der Gott in der Rückrunde 2018 Mario Gomez. Kork nennt das „die einfachen Sachen richtig gut machen“. Nach einer Phase der Stabilisierung folgte das triumphale 4:1 in München und der Fast-Einzug in die Europa League. Dass aus der beispiellosen Glückssträhne Korks die falschen Schlüsse gezogen wurden, dafür konnte Korkut nichts. Der VfB wähnte sich auf dem Weg in die Top 6 und ließ „Schrotty“ einkaufen wie es beim VfB noch niemand durfte: Borna Sosa, Daniel Didavi, Roberto Massimo und Marc-Oliver Kempf sind immer noch da, selbst Gonzalo Castro könnten wir jetzt gut gebrauchen, nur Pablo Maffeo stand quer im Stall. Problem: Mit den Spielern konnte Captain Kork nichts anfangen, sein eindimensionaler Plan wirkte nicht mehr und sein Glück verschwand in einem schwarzen Loch. Die …

Hello again

Du, ich wollte dich heut’ noch sehen. Ich will dir gegenüber stehen. Viel zu lang war die Zeit. Fast ein Jahr lang war ich ohne dich. Das war eine harte Zeit für mich. Kann sein, dass ich andrer bin. Seit das mit Deiner Verletzung anfing. Noch ein paar Schritte bis zum Feld. Dann lässt Du wieder die Gegner stehn’. Dort bist du einfach ein großer Held. Jetzt sind wir nicht mehr allein. Hello again, ich sag’ einfach hello again. Du, war schön, ich konnte Dich heut’ noch sehn. Dort wo alles begann. Schon fünf Minuten vor Schluss wurde es besonders laut: Da gab Spektakel- und Herzensspieler Silas Katompa Mvumpa nach achtmonatiger Verletzungspause sein lange ersehntes Comeback. Dazu noch drei Punkte gegen einen ekligen Gegner, es gibt sie noch die guten Nachrichten für den VfB nachdem sich Sportdirektor Sven Mislintat und Pechvogel Chris Führich mit Corona infizierten. Wie mein Herzensverein und nahezu alle Anhänger in den letzten Monaten bis zum vorläufigen Höhepunkt, seiner Einwechselung heute, mit Silas umgegangen sind, macht mich so dermaßen stolz und verliebt. …

The Promised Länd

In den vergangenen Tagen tauchten überall Plakate mit dem Slogan „Willkommen in The Länd“ auf. Sie sind Teil einer neuen BW-Dachmarkenkampagne, die am Freitag offiziell enthüllt wird und für die das Länd Baden Württemberg bis zu 21 Millionen Euro ausgeben will. Dabei werden der gesamte Medienmix und alle Plattformen bespielt. Auch wir sind Teil der Kampagne und haben dafür sogar unser Logo aktualisiert. Aus Transparenzgründen sei jedoch angemerkt, dass wir nur zweite Wahl waren. Wir sind für kessel.tv eingesprungen, weil die sich weigerten, auf absehbare Zeit kässel.tv zu sein. „Ich mach mich doch nicht zum goldenen Hirschen!“, sagt kessel.tv-CEO Martin Elbert, den wir zufällig im Kessler Flagshipstore trafen. Er macht eben für Geld nicht alles, ganz im Gegensatz zu uns. So ein lächerliches Ä stört uns nicht. Wir wären sogar noch viel weiter gegangen: Den VfB Stuttgart allerdings nicht, denn der sollte angeblich ebenfalls mit an Bord sein. Auf dem Spielfeld sollte die Kampagne für Millionen Fans und Zuschauer erlebbar sein: statt einer Rückennummer sollten die Spieler nur ein großes Ä tragen, selbst die DFL …

Fine Young Cannibals

Im Vorfeld wurde die Partie bezeichnet als jung und wild gegen alt und eisern, um nicht zusagen: altes Eisen. Aber auch wenn die Berliner morgens so aussehen wie Alice Cooper oder KISS, nur ohne Make-up, ließen sie den VfB über 88 Minuten alt aussehen. Dabei war der beste Mann gar nicht auf dem Platz, Max Kruse nahm mit seinem Nicki Minaj-Hintern auf der Bank Platz. Wobei es vor allem ein Spiel des VfB gegen einen Gegner ist, der den Brustringträgern einfach nicht liegt. Wie Bielefeld, wie Freiburg, Leverkusen und Wolfsburg. Dabei war klar, was den VfB erwartet: Eine Truppe, die weiß, was sie spielt. Mit großer Selbstverständlichkeit, hoher Ballsicherheit, sehr guter Raumaufteilung und clever ausgespielten Kontern. Wobei das Tor von Awoniyi leicht zu verteidigen gewesen wäre. Überzahl am Strafraum, aber zu fixiert auf den Ball, so dass der Nigerianer souverän vollenden konnte. Müssen wir über Wataru Endos Ballverlust sprechen gegen Rani Khedira? Für mich war das ein Foul. Auch wenn der Ex-VfB’ler den Ball spielt, so schubst er Endo klar von hinten. Aber ich denke, …

Keiner bringt den VfB um

“Baby, überall Gefahr um uns. Baby, überall Gefahr, na und? Wenn uns hier alles um die Ohren fliegt, steh’ ich vor dir wie Granit.“ Das singt Marteria in seinem Song „Keiner bringt Marten um“ und das ist so etwas wie das Motto des starken 1:1 bei Borussia Mönchengladbach. Nichts wirft den VfB um, nach einer turbulenten Woche mit sechs Corona-Fällen zeigt sich die Mannschaft bei den Fohlen äußerst widerstandsfähig. Neben den Langzeitverletzten Silas und Sasa Kalajdzic muss der VfB corona-bedingt auch auf Florian Müller, Waldemar Anton, Erik Thommy, Roberto Massimo und Orel Mangala verzichten, insgesamt fünf Startelf-Spieler fehlen damit dem Team. Die Mannschaft präsentiert sich dennoch zäh, robust und leidenschaftlich. Gladbach ist überlegen, hat mehr Ballbesitz, schießt angeblich auch 31 Mal aufs Tor, aber der VfB bleibt aufrecht und standhaft. Er ärgert die Hütter-Elf, vor allem Lars Stindl hat schlechte Laune – und das ist auch gut so. Vorne laufen Omar Marmoush, Tanguy Coulibaly und Chris Führich engagiert an und unterbrechen den Spielfluss immer wieder mit kleinen Fouls, was die Gladbacher zunehmend nervt. In der …

Coronawelle beim VfB: Was wir wissen und was nicht

Nachdem zu Saisonbeginn mit Sasa Kalajdzic, Tanguy Coulibaly und Nikolas Nartey drei Spieler wegen einer Corona-Infektion ausfielen, hat es jetzt gleich fünf erwischt. Nachdem letzte Woche Waldemar Anton, Erik Thommy, Fabian Bredlow und Roberto Massimo positiv getestet wurden, musste sich am Montag auch Florian Müller in häusliche Isolation begeben. Das wichtigste ist natürlich, dass alle Spieler keine oder nur leichte Symptome haben und schnell wieder gesund werden! Da das Thema Corona, Impfung, Quarantäne usw. ziemlich komplex ist und sich die Vorgaben dazu auch schnell ändern, hier als Service unser kompaktes Corona-FAQ: Welche Spieler sind betroffen? Waldemar Anton, Erik Thommy, Fabian Bredlow, Roberto Massimo und Florian Müller Wie ist der Impfstatus der Spieler? Laut kicker sind Müller, Massimo und Bredlow geimpft. Dafür spricht auch, dass Bredlow und Massimo im Testspiel gegen Barcelona auf dem Platz standen, bei dem laut VfB nur geimpfte oder genesene Spieler eingesetzt wurden. ℹ️ Alle nicht aufgeführten Spieler sind verletzt/angeschlagen, positiv getestet oder nicht vollständig geimpft.#VfB | #VfBFCB https://t.co/IjeFThQXyV — VfB Stuttgart (@VfB) July 31, 2021 Wie hoch ist die Impfquote beim …

Zurück zur Normalität

Ab dem Heimspiel gegen Union Berlin gilt beim VfB Stuttgart die 2-G-Regelung. Das heißt: Zuschauer müssen entweder vollständig geimpft oder genesen sein, um ins Neckarstadion zu kommen. Ein negativer Corona-(PCR-)Test reicht dann nicht mehr, um das Heimspiel zu besuchen. Alle, die sich aufgrund einer gesundheitlichen Disposition nicht impfen lassen können, dürfen mit entsprechendem Nachweis und einem tagesaktuellen Schnelltest ebenfalls ins Stadion. Das gleiche gilt für schulpflichtige Kinder und solche unter fünf Jahren. Bei vielen ist die Vorfreude groß: Erstmals seit März 2020 sind bis zu 60.000 Zuschauer erlaubt, natürlich immer vorausgesetzt, der VfB bekommt das Stadion voll. Der Club bekommt wegen seiner konsequenten Entscheidung aber auch voll auf die Mütze. Von Fans, Mitgliedern und Dauerkartenbesitzern. In der Regel von Leuten, die keine Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen. In der Regel sind dies nicht geimpfte Personen, die sich benachteiligt, gar diskriminiert fühlen. Manche führen sogar Vergleiche mit dem dritten Reich an. Geht’s noch? Diese Keule holen nur diejenigen raus, die keine Argumente mehr haben. Sich zu vergleichen mit Opfern der Nazis, ist pietätlos und unangemessen, sich …