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Was der Vereinsbeirat wirklich meint …

Die Entscheidung im Spiel des VfB Stuttgart gegen Borussia Mönchengladbach fiel am Samstag Abend in letzter Sekunde. Eine andere Entscheidung, die man spätestens am Montag erwartet hatte, fiel hingegen nicht: Das Votum des Vereinsbeirats, wer am 18. März für das Amt des Präsidenten des VfB Stuttgart e.V. kandidieren darf. Stattdessen: ein Brief. Mal wieder. Aber die VfB-Fans sind es mittlerweile gewohnt. Dass die Botschaft des Vereinsbeirats an die Mitglieder in der lokalen Boulevardzeitung erschien, bevor er in den digitalen Postfächern der Mitglieder lag, ist dann allerdings doch einigermaßen befremdlich. Da der Brief recht kompliziert und unverbindlich formuliert ist, möchten wir unseren Lesern eine einfach zu verstehende Übersetzung anbieten. Denn uns liegt vielleicht ein früher Entwurf des Schreibens vor: Es ist dem Vereinsbeirat ein Anliegen, den Findungs- und Auswahlprozess so undurchsichtig wie möglich zu halten. Wir nennen das aber „so transparent wie möglich“, denn das hört sich einfach besser an. Insgesamt ist festzuhalten, dass uns die beiden internen Kandidaten in große Schwierigkeiten gebracht haben. Wir suchen deshalb nach bequemen Lösungen und wollen etwas Zeit gewinnen. Deshalb …

Sie geben einfach nicht auf

Wie gegen Hoffenheim und Union Berlin schafft der VfB in der Nachspielzeit noch den Ausgleich. Interessant: Immer waren der Kopf oder die Füße von Sasa Kalajdzic beteiligt. Er ist der Mann für die Crunchtime, so etwas wie die laufende Zweimeter-Brechstange, wenn Spiele noch einmal gedreht werden sollen. Der VfB ist wie Borna Sosa: Es gelingt nicht alles, es passieren Fehler, aber von Rückschlägen lässt sich der Kroate nicht entmutigen. In der 34. Minute begeht Sosa ein selten dämliches Foul an Stefan Lainer, das zu einem Strafstoß und zum 0:1-Rückstand führt. Aber Sosa lässt den Kopf nicht hängen, ist vor allem in der zweiten Halbzeit auf seiner linken Seite offensiv deutlich aktiver und gefährlicher als Kollege Silas auf rechts. Sosa geht weiter mutig ins Dribbling, schlägt viele Flanken in den Strafraum und ist defensiv nicht etwa zaghaft und unsicher, sondern solide und ernsthaft. Dass man das einmal über den 22-jährigen sagen würde, war vor einem halben Jahr wirklich nicht abzusehen. Borna und ernsthaft? Das schien sich bis vor kurzem noch auszuschließen. Für das 3.000 Bundesligator des …

VertikalGIF #VfBBMG: Punkt oder Spielabbrych!

Es ist das Wochenende der großen Entscheidungen: Während der Vereinsbeirat angeblich entscheidet, welche Kandidaten im März zur Wahl des VfB-Präsidenten antreten dürfen, hatte das Team von Pellegrino Matarazzo die letzte Chance auf einen Heimsieg in der Hinrunde. Kleines Problem: Der Gegner hieß Borussia Mönchengladbach und hatte zuletzt die Super-Bayern besiegt. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Um es doch irgendwie zu schaffen, schickte Matarazzo die gleichen Spieler aufs Feld, die auch in Augsburg in der Startelf standen. Unveränderte Startelf, aber neues Geläuf: Der Rasen war endlich ausgetauscht worden! Der alte hatte im Spiel gegen Leipzig diese Bezeichnung auch kaum noch verdient. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Trotz des frischen Rasens war die erste Halbzeit eher von der ereignisarmen Sorte: Der VfB hatte durch Mangala und Gonzalez zwei gute Chancen, die Gladbacher tauchten mit Embolo gefährlich vor dem Tor von Kobel auf. In der 34. Minute kam es dann mal wieder zu einem dieser typischen VfB-Elfer: Lainer startete in …

VertikalGIF #FCAVfB: Das Ende der Angstgegner

Dass VfB-Trainer nach einer Niederlage gegen Augsburg ihren Job los sind, hat mittlerweile mehr Tradition als RB Leipzig. Völlig ungewohnt, dass Pellegrino Matarazzo völlig relaxed zu den bayerischen Schwaben reisen konnte – und das trotz zwei torloser Niederlagen im Gepäck! Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Dafür, dass erst gar eine Nervosität aufkam, sorgte schon nach zehn Minuten der Augsburger Oxford, der Klimowicz foulte, der für Kalajdzic in die Startelf gerutscht war. Ein klarer Fall für Nicolas Gonzalez. Und wie der seine Elfer verwandelt, wissen wir ja alle. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Und danach lief der VfB-Express, der vor allem auswärts immer wieder begeistert. Ballgewinn Kempf, Traumvertikalpass auf Sosa, clevere Ablage auf Silas, überlegter Abschluss. Ding-gong, 2:0, das achte Saisontor des „Rookie of the month“ November und Dezember. Und wie erlebte die Augsburger Defensive den Angriff? Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Aber, dass eine 2:0 Führung nach starker erster Halbzeit nichts …

Sie wollen einfach nur spielen

Angstgegner? Trainerkiller? In dieser Saison ist so vieles anders beim VfB. Eine Mischung aus Widerstandsfähigkeit und Spielfreude bringt dem in grün spielenden VfB nach dem Sieg beim FC Augsburg Platz 1 in der Auswärtstabelle. Auf den Spielzug in der 29. Minute ist sogar Usain Bolt neidisch: Einem Traumpass von Marc-Oliver Kempf folgt ein unwiderstehlicher Sturmlauf von Borna Sosa und ein wunderbares Zuspiel des Kroaten auf Silas, der cool zum 0:2 einschiebt. 11 Sekunden dauerte das, schneller ist nur der jamaikanische Olympiasieger – ohne Ball wohlgemerkt. Eine schnörkellose Kombination, die symbolisch für den VfB in der Saison 2020/2021 steht. Schnell, direkt, selbstbewusst. Ich würde den Pass von Kempf gern heiraten. — Philipp Maisel (@philmaisel) January 10, 2021 Bis auf ein paar Situationen seriös in der Abwehr mit einem einmal mehr überzeugenden Waldemar Anton und offensiv heißt das Motto beim VfB „Ich geb’ Gas, ich will Spaß!“. Es ist die reine Spielfreude, die dann letztlich auch weitere Tore verhindert. Manchmal hat man den Eindruck, der VfB spiele extra-schön für die Fans, die nicht im Stadion sind, um …

Kobels Energieleistung reicht nicht

„Wichtig ist auf dem Platz“, sagte Otto Rehhagel oder Karlheinz Feldkamp oder ein anderer Fußball-Philosoph aus einer anderen Zeit. Wenn kurz vor Anpfiff Thomas Hitzlsperger und Claus Vogt via Twitter so etwas wie eine klitzekleine Annäherung beziehungsweise Gesprächsbereitschaft andeuten, dann wird das Geschehen auf dem Platz trotzdem kurzfristig zweitrangig. Was vielleicht auch am Gegner liegen könnte. Er hieß RB Leipzig und für viele ist die Partie gegen den Brause-Club reine Energieverschwendung. Der Rasen sieht aus als ob Vogt und Hitz ihre Schlammschlacht der vergangenen Tage da drauf ausgetragen haben 🤔#VfB #VfBRBL — FörsterGoat (@vfbtom) January 2, 2021 Die prickelnde Energieleistung von Gregor Kobel hat leider nicht gereicht, um gegen Leipzig zu punkten. Seine artistische Parade beim Elfmeter von Emil Forsberg war nur die spektakulärste Aktion. Bereits in der dritten Minute verhinderte er einen Rückstand. Den Schuss von Angelinho hätte wohl kein VfB-Torhüter der letzten Jahre gehalten. Nicht Zieler, nicht Langerak, erst recht nicht Tyton und Ulreich, selbst Lehmann wäre in seinem fortgeschrittenen Alter nicht mehr so schnell ins Eck geflogen. Kobel hielt den VfB lange …

VertikalGIF #RBLVfB: Matsch of the day

„Ich glaub‘, es geht schon wieder los Das darf doch wohl nicht wahr sein Dass man so total den Halt verliert Ich glaub‘, es geht schon wieder los“ Mit diesen klugen Worten Roland Kaisers begrüßen wir euch herzlich zum ersten Text des Jahres 2021. Erging es euch am Samstag Morgen auch so, als ihr feststelltet, dass schon wieder Spieltag ist? Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Aber tatsächlich: Der 14. Spieltag wartete. Mit einem Heimgeisterspiel gegen den Tabellendritten RB Leipzig, der in der Saison erst eine Niederlage und ganze neun Gegentore kassiert hatte. Und das Ganze am Samstagabend um 20:30. Die Vorfreude bei vielen VfB-Fans sah ungefähr so aus: Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Das lag natürlich nicht nur am gleichermaßen starken wie unattraktiven Gegner und der seltsamen Anstoßzeit, sondern auch an der Schlammschacht, die sich Thomas Hitzlsperger und Claus Vogt in denen Tagen zuvor geliefert hatten – zur Belustigung der Liga und auf dem Rücken des VfB …

VertikalGIF #VfBSCF: Driving home for Achtelfinale

Was für ein schöner Jahresabschluss: Der VfB Stuttgart beschenkt sich selbst und seine Fans mit dem Achtelfinale des DFB-Pokals. Nachdem es in der bisherigen Saison nicht mit einem Heimsieg geklappt hatte, kam das 1:0 zum perfekten Zeitpunkt, um mit einem guten Gefühl ins „Winterpäusle“ zu gehen. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Im Gegensatz zum 0:1 in Wolfsburg schonte Matarazzo Stammkeeper Kobel und Silas, die sich schon in die Weihnachtsferien verabschieden durften. Ebenfalls nicht in der Startelf: Sosa und Didavi. Stattdessen starteten Klimowicz, Castro und Kalajdzic. Abgesehen vom „Copa-Keeper“ sah es aber auf beiden Seiten nicht so aus, als würde man das Spiel auf die leichte Schulter nehmen. Beide Teams wollten die Partie unbedingt gewinnen. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Und tatsächlich: Der VfB übernahm von Anfang an das Kommando und ließ Freiburg kaum Platz zu Entfaltung. Kein Vergleich zur letzten Partie, in der sich das Matarazzo-Team in den ersten Minuten sehr schwer tat. Fast genauso überraschend: Die …

„Schiri, bitte gucken!“

Als Nicolas Gonzalez nach einem vermeintlichen Foul an ihm aufstand, murmelte er dies in Richtung Schiedsrichter Florian Badstübner. Das war Mitte der zweiten Halbzeit und ja, hätte der Schiri nur hingeschaut. Hätte er in der 9. Minute so hingeschaut wie in der 86. Minute. In der rempelte Orel Mangala seinen Gegenspieler im Mittelfeld um, ein klares taktisches Foul und auch die gelbe Karte absolut berechtigt. Zu dieser Bewertung hätte Badstübner auch in der Anfangsphase kommen müssen. Ridle Baku checkte Gonzalez im Strafraum rustikal um. So rustikal, dass er sich nicht wundern sollte, wenn er demnächst eine Einladung vom Deutschen Eishockey Bund im Briefkasten findet. Es war das nahezu identische Foul wie von Mangala kurz vor Schluss. Nur: Die Pfeife des Schiris blieb in der 9. Minute stumm, auch der VAR Günter Perl sah keine Veranlassung einzugreifen. Entweder, weil er in Bakus Aktion ebenfalls kein Foul sah oder weil er es für keine „klare Fehlentscheidung“ hielt, den Elfmeter nicht zu geben. Es gibt auf der Welt wenige Konstanten. Unsere Auswärtsauftritte in Wolfsburg gehören dazu. Die Spiele …

VertikalGIF #WOBVfB: Das Kacktor des Jahres

Es war das vielleicht einzige Spiel des Jahres, bei dem Allesfahrer froh darüber waren, dass sie nicht dabei sein mussten durften. An einem verregneten Sonntagabend im Dezember beim zuhause ungeschlagenem Tabellenfünften antreten zu müssen, ist ja schon schlimm genug. Aber, wenn es sich dann auch noch um den VfL Wolfsburg handelt! Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Aber wie schon meine Oma sagte: Was muss, das muss. Und schließlich war auch der VfB vor dem Spiel ohne Auswärtsniederlage. Zudem mussten die Wolfsburger coronabedingt auf mehrere Spieler verzichten. Die zwei positiv getesteten Spieler hatten aber zum Glück nur zu drei weiteren Teamkollegen Kontakt. Na klar! Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Beim VfB Stuttgart gab es zum Glück keine Coronafälle, aber Pellegrino Matarazzo tauschte trotzdem gleich auf vier Positionen. Unter anderem fand sich auch Kapitän Castro auf der Bank wieder. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Wer die Hoffnung hatte, der VfB würde die ersatzgeschwächten …