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Korkuts Super-G

Ein kölsches Sprichwort sagt: „Mer muss och jünne künne!“. Der VfB hat einen 1:0 Arbeitssieg gegen Gladbach geholt und dieser Sieg in seinem Heimdebüt ist Tayfun Korkut zu gönnen. Er wurde seit seiner Verpflichtung mit reichlich Shit beworfen, wofür er absolut nichts konnte. Er muss sich nicht rechtfertigen, warum er den Job beim VfB angenommen hat. Das muss die Abteilung direkt über ihm machen. Er muss ihn nur bestmöglich erledigen. Und danach sieht es nach vier Punkten aus zwei Spielen aus. Korkut lässt von Beginn mit Doppel-G spielen: Mario Gomez und Daniel Ginczek. Die beiden machen dann auch den Unterschied aus, nachdem im besten Spielzug der Saison fast sowas wie One-touch-Fußball gespielt wird: Ballgewinn Emiliano Insua, Direktspiel von Christian Gentner auf Gomez, der durchsteckt auf Ginczek. Ein goldverdächtiger Spielzug. Gentner. Gomez. Ginczek. 1:0. Das ist für Korkut Poesie, für Gegner Dieter Hecking wohl eher ein Schüttelreim. Bei aller Freude über das Tor und den Sieg ist unübersehbar: Der Fußball, den der VfB spielt, ist derselbe wie unter Hannes Wolf. Nur dass statt den As und …

Dumm kickt besser?!

Was hat der moderne Fußballer im Kopf? Den nächsten Friseurbesuch, das nächste Tattoo-Motiv und den nächsten Auto-Kauf? Oder doch das nächste Spiel und den nächsten Gegenspieler? „Salopp gesprochen, verblöde ich seit zehn Jahren, halte mich aber über Wasser, weil ich ganz gut kicken kann.“, sagte Nils Petersen vor einigen Wochen in einem Interview und meint, die Freiburger Zuschauer seien klüger als er. Vielleicht sind in Stuttgart die Zuschauer klüger als Dennis Aogo. Der gab nach dem Spiel zu Protokoll, dass „der Trainer uns nicht mit Informationen überfrachtet hat“. Da haben wir also den Grund für die Entlassung Hannes Wolfs: Er hat die VfB-Spieler ganz offensichtlich intellektuell überfordert. Mussten die VfB-Spieler bei Wolf die Packingrates ihrer Gegenspieler auswendig lernen? Wurden vor dem Anpfiff in der Kabine die Schuhgrößen der gegnerischen Mannschaft abgefragt? Wir wissen es nicht. Aber nachdem bereits Tayfun Korkut in der PK vor dem Spiel in Wolfsburg ankündigte, seine Spieler mit weniger Informationen aufs Feld zu schicken, scheint dies ein Knackpunkt zu sein. Dennis #Aogo: „Wir haben uns trotz des Rückstandes nicht hängen lassen …

Druck auf dem Kessel

Aktuell dürfte es auch den größten Optimisten ziemlich schwer fallen, etwas Positives aus der Situation beim VfB Stuttgart zu ziehen. Denn Hannes Wolf ist Geschichte und die sportliche Gesamtverantwortung trägt ein Michael Reschke, der irgendwie nicht so erfolgreich arbeitet, wie sich das alle bei seiner Einstellung erhofft haben. Was mir Hoffnung macht: Es ist mehr Druck auf dem Kessel denn je. Denn Tayfun Korkut dürfte längst mitbekommen haben, dass die meisten nicht viel von ihm halten und noch weniger von ihm erwarten. Wie viele “So lacht das Netz über die Stuttgarter Trainerverpflichtung” benötigt man, um es allen zeigen zu wollen? Und wie viele hämische Tweets, um alles dafür zu tun, die Schwätzer Lügen zu strafen? Egal, es gab genug davon. Ja, auch von uns. Außerdem ist der Job als Stuttgarter Cheftrainer wohl seine letzte Chance, um sich als Bundesligatrainer zu etablieren. Scheitert er beim VfB, fliegt er ein für allemal vom Trainerkarussell und muss wieder auf die Trainer-Reschkerampe zu Mirko Slomka und Michael Frontzek. Er hat also genug Gründe und Motivation, sein Bestes zu geben. …

(K)ein Interview mit Hannes Wolf

Der VfB-Trainer ist ein gern gesehener Gast. Letzte Woche noch bei Sport im Dritten, war er nun im aktuellen Sportstudio zu Besuch. Immer gut aussehend, locker und eloquent. Ein klasse Typ, unser Trainer. Nur die Fragen, die man ihm stellt, sind für uns herzlich uninteressant. Ob er jetzt ein Laptop-Trainer sei oder nicht? Dabei wissen wir dank Jürgen Klopp doch jetzt: “Was Mehmet Scholl sagt, ist nicht wichtig.” Aber selbst, wenn seine Interviewpartner die wirklich heißen Fragen stellen würden, könnte Hannes Wolf sie wohl kaum beantworten. Mit Recht, denn alles andere wäre völlig unprofessionell. Aber schön wäre es natürlich schon, mal die richtigen Fragen und die ehrlichen Antworten darauf zu hören. Deswegen haben wir uns ein Interview überlegt, dass es so nie gegeben hat und so vermutlich auch nie geben wird. Nur zur Sicherheit: Keine der folgenden Aussagen stammt von Hannes Wolf. “Guten Abend Hannes Wolf. Schön, dass sie da sind.” “Guten Abend.” “Herr Wolf, Hand auf’s Herz: Haben Sie die Niederlage in Mainz schon verdaut?” “Nein, auf keinen Fall. Dafür lief einfach zu viel …

Wann sagt der VfB „Ja“ zum Abstiegskampf?

Es gibt so Spiele, da weiß ich von vorne herein, dass es nicht gut ausgeht: Mainz ist seit sechs Spielen sieglos und da kommt der VfB als Aufbaugegner genau richtig. War es jemals anders? Es ist ein Spiel, in dem der VfB Mainz auf sechs Punkte distanzieren kann. Hat der VfB jemals so ein Spiel gewonnen? Dann macht sich der VfB erst völlig lächerlich, weil die Arbeits- bzw. Spielberechtigung von Chadrac Akolo fehlt, dann ist allen Mainzern anzumerken, dass sie das Ding heute packen wollen. Man hatte fast den Eindruck, Trainer Sandro Schwarz und Manager Rouwen Schröder wollten auch noch mitkicken. Die hatten Schaum vorm Mund. Mir fällt keiner ein, der vom VfB da dagegen hätte halten können. Santi Ascasibar vielleicht. Aber die anderen? Alle viel zu nett und unambitioniert. Wie sich der VfB – von der Akolo-Panne bis nahezu jedem Spieler – in so einem wichtigen Spiel wieder so grotesk schlecht präsentieren kann, macht mich fassungslos. — Mietmaul (@Das_Mietmaul) January 20, 2018 Dass der VfB dann mit einem Slapsticktor in Führung geht: Kann nur …

05 Gründe, warum der VfB Stuttgart seinen ersten Auswärtssieg holt!

19 Punkte zuhause, aber nur einer auswärts: Gegen dieses Ungleichgewicht muss der VfB Stuttgart etwas tun. Am besten gleich gegen Mainz. Die 05er sind eine von nur fünf Mannschaften, die noch weniger Punkte haben als das Team von Hannes Wolf. Die Mission ist eindeutig: Alles auf Auswärtssieg! Wir haben 05 Gründe, warum es am Bruchweg endlich mit dem lang ersehnten Dreier in der Fremde klappt: 01 Gomczek “Doppelspitze geht immer” sagte Hannes Wolf in der Pressekonferenz vor dem Spiel. Heißt übersetzt eigentlich: “Kann man absolut ausschließen.” Aber diesmal hat der Stuttgarter Trainer alle getäuscht und lässt den Gomczek-Sturm in Mainz von Beginn an ran. Mit Erfolg! 02 Unruhe in Mainz In Mainz geht es schon vor der Faschingszeit hoch her. Denn am Sonntag wird in Mainz ein neuer Vereins- und Vorstandsvorsitzender gewählt – mal wieder. Gleich drei Kandidaten stehen zur Wahl. Da wird es ganz schön rund gehen. Ob sich da wirklich noch alle auf das Spiel gegen den VfB konzentrieren können? 03 Insuas Tor-Zöpfle Da Asano nur auf der Bank sitzt (dazu später mehr), …

Heiter bis Wolkig: Die Prognose für den VfB Stuttgart

Ganz Deutschland zittert vor Burglind. Nur die VfB-Fans freuen sich: Zum ersten Mal in dieser Saison ein gefährlicher Sturm in Stuttgart! Klar, auch Rückkehrer Mario Gomez sorgte für ein Stimmungshoch bei den Fans. Doch, ob er in der Rückrunde wirklich für ein Torgewitter sorgen kann? In der Hinrunde war er in Wolfsburg mit einem einzigen Tor eher ein laues Lüftchen. Was dem VfB nach wie vor fehlt, ist eine kreative Kraft im Mittelfeld, die die gegnerischen Defensivreihen durcheinander wirbelt. Denn sonst wird auch Mario Gomez im Schwabensturm eine Dürreperiode erleben. Dass das keine gewagte Prognose, sondern ein Fakt ist, zeigt das Dauertief von Simon Terodde in der Hinrunde. Ready! #VfB #stuttgarthebtab! #stuttgartgehtab #Trainingslager #VfBInsta Ein Beitrag geteilt von VfB Stuttgart (@vfb) am Jan 3, 2018 um 12:34 PST Hannes Wolf bleibt mit seinem Team nur eine Woche, um im Trainingslager in La Manga mit Hochdruck daran zu arbeiten, dass es in der Rückrunde häufiger im gegnerischen Tor einschlägt. Dabei helfen könnte ein frischer Wind vom Atlantik: Carlos Mané ist endlich wieder mit dabei und soll …

Mario Gomez zum VfB: Transfercoup oder Reschkerampe?

Ja, es hat schon einen gewissen Charme, den Glanz der Vergangenheit zum VfB zurückzuholen. Erst Thomas Hitzlsperger, dann Andi Beck, jetzt Mario Gomez. Retro-Reschke kicks it like it’s 2007. Gerade an Weihnachten wird man ja gerne sentimental und früher war ohnehin alles besser. Die Transfers von Michael Reschke lassen eine gewisse Tendenz erkennen: mit Beck, Aogo und Gomez holt er Spieler, die mal gut waren und nicht mehr besser werden. Michael Reschke managt die Gegenwart, ohne an die Zukunft zu denken. Jan Schindelmeiser machte genau das Gegenteil: Er dachte erst an die Zukunft und vernachlässigte dabei die Gegenwart. Welches Konzept das bessere ist, muss sich erst noch zeigen. Die Kunst liegt wohl darin, eine erfolgreiche Kombination aus beiden zu finden. Sind wir ehrlich: Die besten Zeiten von Mario Gomez scheinen vorbei. Die nackten Zahlen: Er ist drei Jahre älter als Simon Terodde und hat in der Hinrunde ein einziges Tor geschossen, obwohl er mit Malli und Didavi zwei exzellente Passgeber hinter sich hatte. Trotzdem kann er dem VfB Stuttgart helfen – und das sofort. Mit …

Ein letztes Salut: Mach’s gut, T-Rodd!

Der Wechsel von Simon Terodde erwischt uns völlig auf dem falschen Fuß. Letzte Woche sagte noch sein Berater Volker Struth, dass der Stürmer definitiv beim VfB bleibt, jetzt wechselt er zur Rückrunde zu einem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt. #Kopfschüttel. Nach 5 Niederlagen in Folge fühlt sich das irgendwie an wie die sechste. Ich kann das ja eh nicht so gut mit den Trennungen, und die kolportierte von Terodde schmerzt sehr. Menschlich, emotional. Auch sportlich. — heinzkamke (@heinzkamke) December 19, 2017 Eins ist sicher: Er wird fehlen. Als Spieler, der immer halbwegs gesund ist, der halbwegs treffsicher ist. Denn im Moment hat der VfB mit Daniel Ginczek nur einen Stoßstürmer im Kader und wir alle wissen, wie sensibel sein Körper ist. Vorstand Michael Reschke muss jetzt zeigen, dass er der hervorragende Kaderplaner ist, als den ihn alle bezeichnen. Aber Simon Terodde fehlt auch als Sympathieträger, als Gesicht eines erfolgreichen Zweitligajahres und als Symbol des Aufstiegs. Es fehlt als einer, der auf dem Feld stets alles für den Brustring gegeben hat. Von der Erfahrung, die Reschke stets …

Die Schönheit der Chance: So gewinnt der VfB gegen die Bayern!

Es gab Zeiten, da war die Begegnung mit dem FC Bayern München das Spiel des Jahres für die Stuttgarter. Alle bis unter den Vokuhila vollgepumpt mit Motivation, es den Bazis, Großkopferten und Lederhosenträgern mal so richtig zu zeigen. Heute ist es eher ein Spiel, in dem man Angst haben muss, eine richtige Klatsche zu kassieren. Aber auch ein Spiel, in dem die Erwartungen gering sind, ein Spiel, in dem der VfB eigentlich nur positiv überraschen kann. Eine riesige Chance also, die letzten negativen Ergebnisse vergessen zu machen und einen versöhnlichen Hinrundenabschluss zu schaffen. Und dem VfB gelingt die Überraschung, glaubt’s mir. Und das geht so: Hannes Wolf hat sich einen besonderen Matchplan ausgedacht, der sich von denen der Auswärtsspiele allerdings nur geringfügig unterscheidet: Er stellt um auf 7-2-1. Siebenerkette statt Fehlerkette. Die Abwehr bilden alle verfügbaren Defensiv-Kräfte: In der Mitte verteidigen Baumgartl, Badstuber, Kaminski. Damit die Abstände zwischen ihnen garantiert klein bleiben, bindet Wolf die drei Innenverteidiger an den Händen mit Schnüren aneinander. Auf außen wird gedoppelt mit Insua/Aogo und Pavard/Beck. Davor räumen Ascacibar und …