Alle Artikel in: Mini-Feature

vp weekly KW32

Die Woche begann mit etwas Erfreulichem: Der VfB stellte die Trikots der Saison 2020/2021 vor. Wer ein weißes Trikot mit einem roten Brustring erwartet hatte, der wurde nicht enttäuscht. We call it a Klassiker und zum Glück wurde von Jako auch im zweiten Jahr nicht verkrampft dran rumgespielt. Das Auswärtstrikot in rot bzw. schwarz ist recht kreativ geworden. Es ist inspiriert vom Auswärtsjersey der Saison 1997/1998. Der Stuttgarter Stadtplan ist das zentrale Gestaltungselement des Trikots, wobei sich das Herzstück (=Stadion) direkt unter dem Wappen befindet. Ganz neu ist die Idee zwar nicht, aber trotzdem ist es wieder ein unverwechselbares Trikot geworden. Well done, Jako! Wie beim Heimtrikot trägt die Innenseite am Nacken das Ortsschild „Bad Cannstatt“ und an der Außenseite befindet sich ein VfB Nackenprint. So bilden Heimat und Verein – mit allen Menschen, die dazugehören – den symbolischen „starken Rücken“ der VfB-Spieler. Wer sich ein Trikot holen will, hier gehts lang: 75,90 EUR für Mitglieder. Schnäppchen! Fit für die neue Saison! 💥 Unser Heim- und Auswärtstrikot 2020/2021 #auscannstatt. Zusammen mit der Mercedes-Benz-Bank und JAKO …

vp weekly KW30

Die Sommerpause wird nicht langweilig. Gleich am Anfang der Woche kommt schwer Verdauliches aus Bayern: Nachdem Karlheinz Rummenigge mit der Aussage „Wir sind jetzt leider angekommen an einem Punkt, an dem ich von den Ultras immer nur lese: Wir fordern dies, wir fordern das. Jetzt wollten sie Mitsprache bei der Debatte um die Verteilung der TV-Gelder“, vorgelegt hatte, Irgendwann ist auch mal Schluss, sagt Karl-Heinz #Rummenigge. Immer nur fordern. Wo kommen wir denn da hin … @FCPlayFair https://t.co/RP6jHE1mqB pic.twitter.com/hH76j4Y8i1 — rey bucanero (@ReyBucanero74) July 16, 2020 springt ihm sein Partner in crime (pun intended) Uli Hoeneß im Bayerischen Rundfunk bei: „Der Fußball gehört allen und es ist sehr wichtig, dass die Ultras begreifen, dass sie auch ein wichtiges Element sind, aber nicht alles alleine bestimmen dürfen. Ich bin immer für Kooperation, aber auch die Ultras müssen wissen, dass der Fußball auch ohne Ultras möglich ist.“ Was Hoeneß nochmal erläutern sollte: Wo und wann haben jemals im deutschen Fußball Ultras „alles alleine“ bestimmt? Mehr noch: Wo haben Ultras überhaupt jemals etwas bestimmt? pic.twitter.com/9z7P6aljqy — Philipp Köster …

vp weekly KW29

Es wird nicht langweilig in der Sommerpause. Auch in der vergangenen Woche war wieder jede Menge rund um den VfB Stuttgart los. Aber der Reihe nach … Die Woche beginnt mit einem klassischen Montag: mit Hansi Müller. Besser wird es dann eigentlich nicht mehr. Müller fordert im Sturm Verstärkungen, da er Nicolas Gonzalez für nicht treffsicher genug hält. Schließlich hat der einige seiner 14 Saisontore per Elfmeter erzielt. True story. Der Argentinier dagegen will unabhängig von Müllers Aussagen („Müller? Who the fuck is Müller?“, Gonzalez Voice) den VfB und auch gleich Deutschland verlassen. Italien und Spanien findet er gut, passend dazu macht das Interesse von AC Mailand die Runde. Gonzalez sagt, er brauche „frische Luft“. Ist am Ende der Feinstaub im Kessel schuld? Ab wann sollte Sven Mislintat den Telefonhörer abnehmen? 20 Millionen? Denn es gilt ja auch noch den Verlust von Mario Gomez zu kompensieren. SportBild-"Geste des Jahres" vs. Die Geste des Jahres. pic.twitter.com/WUkojCpiIb — Tim Artmann (@timartmann) July 15, 2020 Geht es Euch auch so, dass viele Meldungen Euch wie Satire vorkommen? Dietmar …

CoronaGIF #KSCVfB Derbyloser, Derbyloser, hey!

Heute machen wir es kurz und schmerzloshaft. Schließlich haben die meisten, die dies lesen, am Sonntag Mittag schon genug gelitten. Das Derby in Karlsruhe war ohne die Fans beider Seiten natürlich kein echtes Derby. Aber dennoch ein eminent wichtiges Spiel für beide Teams: Der VfB brauchte die Punkte, um sich Platz zwei zurückzuerobern; der KSC, um die Abstiegsränge zu verlassen. Für Spannung war also gesorgt. Den ersten Paukenschlaf gab es schon eine Stunde vor Anpfiff als die Aufstellungen veröffentlicht wurden. Pellegrino Matarazzo verzichtete nicht nur auf Orel Mangala in der Startelf, sondern auch auf Philipp Förster! Und so reagierten die meisten VfB-Fans: Aber weil der VfB nun mal der VfB ist, war jegliche Freude schon sieben Minuten nach Anpfiff bereits verflogen. Nach einem katastrophalen Fehlpass von Kaminski hatte Wanitzek (ausgerechnet!!!) keine Mühe, zum 1:0 zu vollenden. Ich bin ja großer Kaminski-Fan, aber hatte der VfB nicht mal einen Kapitän, der ebenfalls in der Innenverteidigung spielt? Was macht dieser Kempf aktuell eigentlich? In Rückstand geraten, zeigte der VfB sein wahres Gesicht und startete mutig und unerschrocken …

CoronaGIF #VfBOSN Spaßfußball im Geisterspiel

Endlich wieder Spaßfußball im Neckarstadion! Denn wirklich ernst gemeint konnte die Leistung ja nicht sein, die der VfB da gegen den Tabellenvierzehnten auf den Rasen „zauberte“. Nach der Niederlage im Hinspiel gab es einiges wiedergutzumachen und durch das Unterschieden der Bielefelder und dem Montagsspiel der Hamburger war es die perfekte Gelegenheit, sich auf Platz zwei zu etablieren. Und tatsächlich sah es gleich nach dem Anstoß so aus, als ob der VfB Stuttgart endlich mal engagiert zu Werke gehen würde. Nach wenigen Minuten war das Team von Pellegrino Matarazzo dann allerdings wieder im üblichen Modus. Daran änderte sich leider auch im Verlauf der ersten 45 Minuten nichts. Der VfB agierte zu langsam, zu umständlich und zu unkreativ. Und die Osnabrücker? Die sahen bereits mit Anpfiff ihr Wunschergebnis auf der Anzeigetafel. Und hätten in der 40. Minute beinahe die Führung erzielt, aber der eingewechselte Girth traf aus 10 Metern das leere Tor nicht. Und alle Zuschauer: Zugegebenerweise wäre der Treffer wohl vom VAR annulliert worden, aber welcher VfB-Fans möchte sich schon auf den Viedeoschiedsrichter verlassen? Und so …

CoronaGIF #SGDVfB: Herrlich langweilig.

Die sensationell schlechte und die Sensationell gute Halbzeit noch im Hinterkopf ging es für den VfB Stuttgart zum Tabellenletzten aus Dresden. Und die Fans bewegte vor allem eine Frage: Welches Gesicht würde ihr Team zeigen? Und überhaupt: ausgerechnet Dresden! Die waren schließlich seit sieben Wochen ohne Pflichtspiel und erst seit kurzem wieder im Mannschaftstraining. Vorher hatten die Spieler nur „individuell trainieren“ können – wobei es wohl zu wenig entsprechenden Trainingsgeräte gab. Also, wenn ich zuhause individuell trainiere, sieht das ja meist so aus. Doch die Spieler von Dynamo Dresden wussten offenbar von der Stuttgarter Auswärtsschwäche und legten schwungvoll los. Zum Glück ohne den frühen Torerfolg, der dem VfB in den letzten Spielen stets das Leben schwer gemacht hatte. Und mit zunehmender Spieldauer kam auch der Favorit besser ins Spiel, ohne sich jedoch klare Chancen erspielen zu können. Das änderte sich jedoch in der 18. Minute! Da flankte Clinton Mola in die Mitte und über Umwege landete der Ball bei Al Ghaddioui, der tat, was ein Ali G. nun mal macht: ein Tor. Der Schiedsrichter entschied …

CoronaGIF #VfBHSV: Erst nix, dann alles

Da war es also: das erste Coronaspiel im leeren Neckarstadion. Und dann gleich so ein wichtiges. Nach zwei Niederlagen ging es gegen den HSV schon fast um alles. Crunchtime! Nach den desolaten Auftritten in Wiesbaden und Kiel hatte niemand erwartet, dass Matarazzos Team den HSV an die Wand spielt. Die Fans wären schon mit einem beherzten Auftritt zufrieden gewesen. Doch diese Hoffnungen hatten mal wieder nur gut 15 Minuten Bestand. Denn dann lagen die Stuttgarter mal wieder hinten – diesmal nach einer Ecke. Die Reaktion des VfB im Anschluss: Fehlanzeige. Es schien fast so, als ob man vergessen hätte, dem Team zu sagen, dass man es in die Pflicht genommen hat. Und weil der Fußballgott hin und wieder ein zynisches Arschloch ist, bestrafte er VfB-Spieler und -Fans mal wieder mit einem komplett lächerlichen VAR-Elfmeter kurz vor der Halbzeit. Ein Zweitore-Rückstand gegen den Tabellenzweiten zur Halbzeit. Eine leblose Truppe auf dem Platz, die sich nahezu keine Chancen herausgespielt hatte. Wie ging es eigentlich den VfB-Fans zur Halbzeit? Es wird wohl immer ein Geheimnis bleiben, was in …

The Spirit of 2017

Am Anfang hielt ich ja die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Pellegrino Matarazzo für eine Schnapsidee und reine Symbolpolitik: Das Symbol, dass Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat Eier haben. Dass sie das Sagen haben. Dass sie vorgeben, wo es lang geht und allen signalisieren: Mit unserem Trainer lassen wir nicht Hugoles machen. Denn das war keine Belohnung für gute Leistungen nach vier Spielen ohne Sieg. Aber gut, das ist VfB-like, remember Bruno, remember Captain Kork. Dann kommt die erste Halbzeit gegen den HSV und mir war klar. Die Vertragsverlängerung war genau richtig. Die Matchpläne von Matarazzo gehen auf, wie Mislintat bei der Vertragsverlängerung sagte? Ja, wenn der Plan ist, ängstlich, mut-, leb- und emotionslos zu spielen. Matarazzo will all-in spielen? Ja, wenn gedacht ist, sich komplett zu ergeben und dem HSV das Spiel und die Punkte zu überlassen. Einem HSV, der zwar ballsicher und souverän auftritt, der locker und flockig dominiert. Aber dem es sehr leicht gemacht wird durch eine hasenfüßige erste Halbzeit. Ob Hitz die Vertragsverlängerung des Trainers mit dem ausradierbaren Kuli unterschrieben hat? Oder Zaubertinte? …

CoronaGIF #SVWWVfB: „Roooooobert, ich erkenn‘ da nix!“

So here we go again. Das letzte VertikalGIF erschien am 10. März nach dem 1:1 im Spitzenspiel gegen Bielefeld. Und, wow, seitdem ist viel passiert. Das Coronavirus ist nach wie vor leider nicht Geschichte, Fußballspiele ohne Fans nach wie vor scheiße, aber: der Ball rollt wieder. Aus Stuttgarter Sicht heute in Wehen. Oder Wiesbaden. Oder irgendwo dazwischen. Aber natürlich waren wir uns einig, dass die unerklärliche Auswärtsschwäche des VfB eine Ende haben würde, wenn keine Heim-Fans im Stadion sind. Und jetzt mal ganz ehrlich: Wir waren auch der Meinung, dass uns VfB-Anhängern die „Corona-Krise“ ganz gelegen kommt. Denn schließlich sollte sich ohne emotionalen Support der Fans immer die qualitativ bessere Mannschaft durchsetzen. Und deswegen ging ich auch von einem klaren Sieg gegen den Aufsteiger und Tabellen-Sechzehnten aus. Doch schon während der ersten Halbzeit wurde recht schnell deutlich, dass man sich auf den VfB einfach verlassen kann – zumindest auswärts. Zu langsam, zu pomadig, zu ineffizient. Daran konnte nichtmal eine Pandemie etwas ändern. Und natürlich war allen VfB-Fans klar: Je länger das Spiel torlos bleibt, desto …

„Ich bin bereit für Korn und Sprite!“

Anschauen, nicht anschauen, anschauen, nicht anschauen. Viele fragten sich das vor dem Re-Start der Bundesligen. Für mich stand von Anfang an fest: Ich schaue mir den VfB an, ich kann ja den Club nicht alleine lassen. Zur Eingewöhnung startete ich gleich am Samstag mit der Bundesliga-Konferenz. Ich stellte mir das wie eine Freak-Show vor, wie vor 150 Jahren auf dem Jahrmarkt der Elefantenmensch ausgestellt wurde. Schwachsinnige Ideen, wie das Einspielen von Fangesängen bei der Sky-Übertragung, bestätigten mich in meiner Vermutung. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn ich wurde mit animierten Choreos empfangen, die aussahen, als ob irgendjemand Dateien aus den 90er Jahren auf einer Fünfeinviertelzoll-Diskette gefunden hätte. Schnell war klar, ein Geisterspiel ist wie ein Friedhof. Er ist ein stiller Ort, ein Ort der Erinnerung. Und die Geisterspiele leben von der Erinnerung, was man selbst im Stadion erlebt hat. Oder, um beim VfB zu bleiben: erlitten hat. Man schaut das Spiel und denkt an etwas anderes, an gemeinsam gefeierte große Siege, an unnötige Niederlagen, an Momente, in denen einem der Atem stockte. Als man aufsprang …