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Hergespielt und aus dem Stadion geschossen

Vor dem Spiel hatte ich befürchtet, dass der TSG Hoffenheim eine Überraschung gegen den VfB gelingen könnte: Schließlich ist der Club aus dem Kraichgau in dieser Saison auswärts stärker als zu Hause. Letztlich war meine Sorge unbegründet: So wie die Fans das Stadion dominiert haben, beherrschte das Team das Spielfeld.

Das 3:0 spiegelt die Machtverhältnisse nicht wirklich wider, ein 5:0 oder 6:0 wäre angemessener gewesen. Es war ein Klassenunterschied zu sehen gegen überforderte Hoffenheimer, die vor allem in der Abwehr dem VfB nie gewachsen waren. Der VfB kontrollierte das Spiel nach Belieben, der Gegner wurde regelrecht auseinander gespielt, wenn es nicht die Hoffenheimer gewesen wären, sie hätten einem leid tun können.

Führich, Millot, Guirassy, Undav, Millot:
Die Passfolge zum 1:0 war mindestens großes Kino, eher poetisch wie ein Gedicht, komponiert wie eine Sinfonie, ein Kunstwerk, gemacht dafür, international ausgestellt zu werden. Auf alle Fälle war es die pure Spielfreude, eine aufsehenerregende Kombination. Auch die Torvorlage von Deniz Undav auf Serhou Guirassy vor dem 2:0, mit durchgedrücktem Kreuz locker aus dem Fußgelenk gespielt, sah so leicht aus, so mühelos. Sie steht stellvertretend für den Auftritt in Hoffenheim, der für Sebastian Hoeneß „zum Besten gehört, was wir in dieser Saison gespielt haben“.

Der VfB beeindruckte am 26. Spieltag mit einer Mischung aus Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit, präsentierte sich als Kombinationsmaschine, als Gegenpressingmonster, der VfB war jederzeit Herr der Lage. Da gab es auch Zeit für das eine oder andere Kabinettstückchen, wie bei Guirassys Beinschuss, dessen Kunstfertigkeit man nur in Super-Zeitlupe erahnen konnte. Wenn man dem VfB eines vorwerfen kann, dann die mangelnde Effizienz vor dem Tor. Aber die Spieler wussten: Wir haben das Spiel im Griff, dann können wir auch ein bisschen Spaß haben. Den hatten sie, das war ihnen anzusehen. Undav mehrfach, Guirassy, Hiroki Ito, Chris Führich konnten es sich erlauben, größte Torchancen auszulassen. Jamie Leweling schließlich drosch nach einer Ecke und Ito-Kopfballvorlage den Ball ins lange Eck. Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann chancenlos, der Kapitän war noch der beste Mann in einer Mannschaft, die sich eher als Zuschauer als als Gegner verstand. Hätte nur noch gefehlt, sie hätten auf dem Feld applaudiert angesichts der Stuttgarter Spielfreude. Oft beobachteten sie staunend und mit offenem Mund die durchchoreografierten Abläufe des VfB.

Es bleibt nach dem 18. Sieg in dieser Saison mindestens bei einem sieben-Punkte-Vorsprung auf den Tabellenfünften. Die Königsklasse rückt immer näher und die Mannschaft hätte sich diesen Erfolg wahrlich verdient, so königlich wie sie bisher in dieser Saison auftrat.

Der Spielplan meint es gut mit dem VfB:
Drei Heimspiele in Folge. Nach der Länderspielpause geht es nach dem Umbau zur Stadion-Neueröffnung gegen Heidenheim. Diesen Termin hat auch die organisierte Fanszene im Blick: „Mitglieder verkauft und verraten – ihr hab zwei Wochen Zeit, diesen Fehler zu korrigieren“ stand auf einem Banner in Sinsheim. Man erwartet bis dahin konkrete Maßnahmen im Streit um den Aufsichtsratsvorsitz der VfB 1893, den Claus Vogt Mitte letzter Woche verloren hatte, weil sich in diesem Gremium eine breite Opposition gebildet hatte.

Zum Weiterlesen:
Nach der ganzen Scheiße geht’s auf die Reise für vier VfB-Spieler zur Nationalmannschaft. “Die Fantastischen Vier” machen uns mal wieder zu Fans des deutschen Auswahlteams.

Stuttgart.International sieht in „Magic Millot“ den Erfolgsgaranten.

Die Süddeutsche Zeitung stellt fest: „Hoffenheim schaut staunend zu“

Bilder: Daniel Kopatsch/Getty Images

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35 Kommentare

  1. Ben sagt

    Undav im Sportstudio einfach nur legendär. Genau das ist auch der größte Grund für den derzeitigen Erfolg. Sie sind durch und durch ein TEAM

  2. Icke sagt

    Danke Vertikalpass, gleich nach dem erstenSatz im Teaser hab ich doch grad laut lachen müssen. Falls das gestern schon im Stadionumfeld ein Running Gag gewesen sein sollte, hab ich den verpasst…herrlich! Das passt einfach auch zu der nonchalanten Spielweise der Spieler auf dem Feld. Dass ich so eine Saison noch erleben darf. Und es gibt auch keinerlei Anzeichen, dass dieser Parcoursritt kurz- bis mittelfristig auslaufen könnte. Nicht mal durch die “Querelen” an der Vereinsspitze.
    Dazu: Ich fand CV seit jeher eine Fehlbesetzung. Seine entgeisterte Mimik gestern auf der Tribüne sprach für mich Bände. Gut, dass das so gekommen ist. Selten habe ich bei Management/AR-Umbesetzungen eine derart deutliche Pressemitteilung über die ausscheidende Partei gelesen. Nicht wenige würden ihr Amt danach direkt niederlegen. Im Amt ist/war er für mich überfordert und endlich kommt mal frischer Wind in den VfB-Gremienmuff der letzten Jahre.

    • @buzze sagt

      Wobei es vermutlich mehr bedarf als neue Gesichter. Die Strukturen müssen geändert werden. Mal sehen, wie ernst gemeint der Vorschlag des Vorstands ist, das anzupacken.

      • Michael sagt

        Mit ein wenig mehr Transparenz und eine deutlich bessere bzw. ehrlichere Kommunikation könnte eine neue Ebene für beide Seiten entstehen.
        Es kann nur gemeinsam gehen, wenn sich alle bewusst sind, dass es ohne Fans und ohne Investoren nicht geht.
        Ansonsten kann ich für mich festhalten, es macht mich glücklich unseren VFB so spielen zu sehen

      • Bernd sagt

        Wobei ich da auch schon die gegenteilige Ansicht gehört habe, dass man jetzt unter der Leitung der AG nicht die Strukturen anfassen darf. Kann ich sogar ein Stück weit verstehen, momentan ist der e.V. heillos zerstritten, während die AG jetzt recht einheitlich daherkommt.

        Am einfachsten wäre natürlich wenn Vogt jetzt zurücktritt (ohne Präsidenten gibt es auch kein gebrochenes Versprechen) und dann eine für alle Seiten akzeptable Person zu Präsident + ARV gewählt wird.

        • @buzze sagt

          Die AG hat ja keinerlei Zugriff auf den e.V. Insofern wird es auch spannend, wie der AG-Vorstand seine Pläne umsetzen will. Da werden Beirat und Präsidium sicher noch mitreden wollen.

        • @buzze sagt

          Die Frage, ob diese für alle Seiten akzeptable Person überhaupt existiert oder ob die Interessen der Mitglieder und der des Aufsichtsrats gar keine Schnittmenge haben.

          • Bernd sagt

            Das finde ich ist eine sehr heftige Ansicht, und mir ist ehrlich gesagt nicht klar, worauf die basiert. Momentan dürfte ja inhaltlich weitestgehend Einigkeit bestätigen, dass man in der AG mit dem derzeitigen Personal und der derzeitigen Strategie weitermacht. Man braucht noch einen Sportvorstand, aber das sollte jetzt auch nichts sein, wo sich Mitglieder und Investoren drüber zerfleischen. Und mehr macht der Aufsichtsrat ja dann auch wieder nicht.

            Ich glaube auch nicht, dass es ein Problem der Interessen ist. Für die anderen Aufsichtsräte dürfte wesentlich sein, dass der Präsident fähig ist, den Aufsichtsrat zu führen. Selbst mit Vogt gab es potenziell kritischen Punkten wie Hauptsponsor und DFL-Investoreneinstieg keine größeren inhaltlichen Differenzen. Ob der Präsident den Aufsichtsrat führen kann, mag für die Mitglieder sekundär sein, dass es für sie ein Ausschlusskriterium darstellt ist aber ein absurder Gedanke.

          • @buzze sagt

            Wenn sich der Aufsichtsrat einen Vorsitzenden schnitzen könnte, dann ist es vermutlich jemand, der die Dinge nicht verkompliziert. “DFL-Investor? Klar machen wir!” Aber ein solche Person dürfte wiederum kaum im Interesse der Mitglieder sein. Aber ein e.V.-Präsident, der die Mitgliederinteressen in den AR trägt, ist dort wiederum lästig. Insofern bin ich skeptisch, wie das Profil einer solchen Person aussehen soll. Wobei ich nach dem Statement zur Ernennung Tanja Gönners ohnehin ziemlich überzeugt bin, dass sich so schnell nichts ändert:

            “Mit den Aufsichtsratsmitgliedern unserer Partner Mercedes-Benz und Porsche bin ich der Meinung, dass in Zukunft die Idealbesetzung des Aufsichtsratsvorsitzenden ein Präsidiumsmitglied des Vereins sein sollte, das von den Mitgliedern direkt gewählt wurde und über die notwendigen fachlichen und persönlichen Voraussetzungen verfügt.“

          • Bernd sagt

            Gibt es denn überhaupt irgendwelche Anzeichen, dass es den anderen Aufsichtsratsmitgliedern lästig gewesen wäre, dass Vogt Mitgliederinteressen in den Aufsichtsrat getragen hat? Du bist da sicher näher dran als ich, aber ich habe an keiner Stelle etwas Derartiges gehört. Von daher bin ich sehr sehr skeptisch, dass das wirklich ein Problem ist.

          • @buzze sagt

            Ich muss gestehen: Im Gegensatz zu anderen weiß ich es schlichtweg nicht. ;-)
            Man hört immer viel und jeder hat dabei seine eigene “Wahrheit”. Insofern kann es durchaus sein, dass Porsche & Co. einen offenen Konflikt mit der organisierten Fanszene riskieren, nur weil die Sitzungsführung von Vogt katastrophal ist. Ich hätte einfach mal gerne Belege und Beispiele. Vielleicht sind es aber auch fundamentalere Dinge.

          • Bernd sagt

            Naja, ich fand die geschilderten Umstände der letzten Aufsichtsratssitzung recht bezeichnend. Vogt versucht mit parallel stattfindenden Sitzungen seine Abwahl zu torpedieren und erklärt dann kurzerhand die Sitzung für beendet. Da das auch gut zu seinen eigenen Schilderungen von einer angeblich unrechtmäßigen Abwahl passt, denke ich schon dass die Darstellung aus der Presse zutreffend ist. So ein Verhalten ist einfach absolut disqualifizierend, und ich gehe mal stark davon aus, dass sowas nicht zum ersten Mal vorgefallen ist.

          • @buzze sagt

            In der letzten Sitzung als ARV hat er vermutlich alles nochmal versucht, um sich bzw. den Posten zu retten. Ob die dann repräsentativ für die regulären Sitzungen ist? Wie geschrieben: Vielleicht wollte ihn die Mehrheit nur weghaben, weil er ein lausiger Versammlungsleiter ist. Aber dafür geht man ein ziemlich hohes Risiko ein.

            Aber ich halte es auch für sehr gut möglich, dass einigen Mitgliedern im AR gar nicht bewusst war, dass man ein zentrales Versprechen der Ausgliederung nicht einfach so brechen kann.

          • @abiszet sagt

            Für mich gliedert es sich im wesentlichen in vier Punkte:

            1. Personalunion Präsident und ARV
            Eines der zentralen Ausgliederungsversprechen, das nicht schriftlich fixiert ist.
            Die beiden Positionen haben offensichtlich völlig unterschiedliche Anforderungsprofile.
            Ein ordentlicher Präsident muss kein guter ARV sein und umgekehrt.
            Beides in Einklang zu bringen, ist nicht einfach.
            Stellt Euch vor, Guido Buchwald wäre gewählt worden (der war damals in der Longlist)

            2. Die Aufgabe des AR-Vorsitzes
            Porsche forderte dies als Gegenleistung für die 40 Mio.
            Eine durchaus gewagte (unverschämte?) Forderung eines Minderheitsgesellschafters (10 Prozent).

            3. Die Blligung, den AR-Vorsitz aufzugeben
            Vogt hat dies schriftlich bekundet, ggfs. unter Vorbehalt, die Mitglieder zu informieren bzw. zu befragen.
            Aber er und die anderen Aufsichtsräte des eV (Adrion und Riethmüller) und die vom eV bestellten Räte haben dieser Forderung zugestimmt, obwohl sie wussten, dass es eines der zentralen Ausgliederungsversprechen war und dass es vielen Mitgliedern wichtig war und ist.

            4. Der Zeitpunkt beim Wechsel des AR-Vorsitzes
            Porsche forderte es, die eV-Vertreter haben alle (!) zugestimmt, warum diese Eile in der Umsetzung?
            Warum nicht die Saison zu Ende spielen und dann in aller Ruhe die Sache klären, ggfs. in einer MV

          • Bernd sagt

            @buzze: Das fehlende Bewusstsein bei den Investoren ist ja das eine, aber was zur Hölle hat das Präsidium da geritten? Das Versprechen zu brechen ist ja das eine, aber das vor den Mitgliedern zu verheimlichen bis vollendete Tatsachen geschaffen sind? Das ist ein Aspekt an der Geschichte, den ich überhaupt nicht verstehe, weil er völlig unnötig wirkt.

            @abiszet:
            1. sehe ich auch als Problem. Ich würde sogar so weit gehen, dass Dietrich das Versprechen abgegeben hat, damit für alle Zeiten Personen seines Schlages VfB-Präsidenten sind.
            Gibt es für 2. handfeste Belege? Ich kenne dazu nur Hörensagen über eine interne E-Mail. Stelle ich mir mit Mercedes auch ein bisschen schwierig vor.
            Bei 3. verstehe ich wie gesagt überhaupt nicht, warum das Präsidium dieses Drama bis zum bitteren Ende rausgezögert hat.
            Bei 4. ging es wohl um die Planung für die kommende Saison. Sportvorstand und ggf. Sportdirektor müssen jetzt fixiert werden, wenn man voll handlungsfähig sein will.

          • @buzze sagt

            Da bin ich komplett bei dir. Am Ende kommt man sich mal wieder komplett verarscht vor:

            Das Präsidium lässt sich von Porsche ausdribbeln und schenkt die wenigen verbleibenden Mitgliederrechte her. Die neue Aufsichtsratsvorsitzende, die den e.V. im Gremium vertritt, ist Industrie-Lobbyistin mit schmutziger S21-Vergangenheit, der Beirat schickt panische Statements und am Ende will uns der Vorstand vor allem Übel retten, obwohl zwei von ihnen den Deal mit ausverhandelt haben. Das ist VfB sein!

          • Bernd sagt

            Das Absurde an der Situation ist, dass was Vogt angeht, die Interessen von Mitgliedern und Aufsichtsrat vom Ergebnis her deckungsgleich erscheinen. Vogt ist für die Mitglieder untragbar geworden, weil er ihre Rechte verschachert und noch nicht einmal ihnen was davon erzählt hat.

            Daher glaube ich auch, dass sich der Konflikt befrieden lässt, wenn Vogt den Weg für einen Neuanfang frei macht. Einem frisch gewählten Präsidenten werden die Aufsichtsräte vom e.V. kaum die Gefolgschaft verweigern, schon alleine weil sie das selbst nicht überleben würden.

          • @buzze sagt

            Ja, klassischer Fall von: zwischen die Stühle gesetzt. Mit einer proaktiven Kommunikation zu den Mitgliedern wäre das vermutlich besser gelaufen. Was deinen zweiten Absatz betrifft, bin ich mir nicht ganz so sicher. In Zukunft entscheiden quasi die Investoren, ob ein Präsident/Präsidiumsmitglied geeignet ist, den Vorsitz im Aufsichtsrat zu führen. Ich bin gespannt.

          • Bernd sagt

            Das wird durch ständige Wiederholung auch nicht wahrer. Der e.V. kann jederzeit die Aufsichtsräte austauschen, bis eine ihm genehme Person zum Vorsitzenden gewählt wird. Dass diese Gefahr sehr real ist, zeigt das Beispiel Sugg, der gegen die Stimmen der Investoren aus dem Aufsichtsrat geflogen ist.

          • @buzze sagt

            Ganz so einfach ist es nicht. Gewählt werden die Aufsichtsräte von der Hauptversammlung der AG (in der der e.V. die Mehrheit hat, da pro Aktie eine Stimme), vorgeschlagen werden die Kandidaten vom Aufsichtsrat.

          • Bernd sagt

            Auch das ist falsch! Der Aufsichtsrat hat ein Vorschlagsrecht, die Hauptversammlung (sprich der e.V.) muss diesem aber nicht folgen und kann beliebige andere Personen einsetzen. Lies dir mal das Protokoll zur Hauptversammlung vom 28.09.22 durch, da ist genau das passiert.

            Dass beim VfB 50+1 ausgehebelt sein soll, ist schlichtweg gelogen.

          • @buzze sagt

            Dass die Vorschläge des AR unverbindlich sind, ist klar. Dass die Hauptversammlung jeden in den AR wählen kann, wusste ich tatsächlich nicht. Danke für den Hinweis.

  3. Konny sagt

    Ich bleibe bei der Meinung, dass CV „das“ Problem ist. Geht irgendwie gar nicht, gestern wie die Dramaqueen persönlich im Stadion zu hocken.

    Man muss das irgendwie sachlich auseinanderdividieren… das Versprechen von Dietrich einerseits und die (fehlende) Qualifikation von Vogt andererseits für den Aufsichtsratsvorsitz.

    Was bringt es denn wenn das so bleibt, den VfB aber nicht weiterbringt?

    Mich nervts gerade, Tennisbälle, Schokoeier, DrohBanner, Pyro (kostet schon wieder extra) und immer erstmal dagegen… Wehrle hat doch ein Gespräch angeboten…

    Ich liebe Hoeneß, die Fußballer, den Sport.

    Das dahinter, einschließlich Ultras nervt gerade!

  4. Clemens sagt

    Gestern trafen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander. Mit Matarazzo hatte man in den vergangenen Jahren einen Trainer, der mit einem zu heute vergleichbaren Spielerkader den Auftrag hatte, ein dominantes Ballbesitzspiel zu implementieren, aber schlussendlich an dieser Vorgabe leider gescheitert ist. Heute sitzt mit Sebastian Hoeneß jemand auf der VfB-Bank, der diese Vorgabe tatsächlich erfolgreich umsetzen kann. Und auch Hoeneß traf mit der TSG auf seine Trainer Vergangenheit. Ob man in Hoffenheim diesem Trainer hinterher trauert?

    Mittlerweile ist die gesamte Fußball Community vom VfB-Virus infiziert. Kein Podcast und kein YouTube Channel, der den VfB Stuttgart nicht in irgendeiner Form thematisiert. Das AR-Thema rückt dabei in der Öffentlichkeit durch die sportlichen Erfolge etwas in den Hintergrund. Aber ich sehe die Absetzung von CV positiv. Der Mann hatte bis dato wenig bewegt, biederte sich unerträglich bei den Fans in der Kurve an und hat nicht erst seit heute aufgrund seines internen Auftretens gegen Widerstände im Verein und seinem Umfeld zu kämpfen (z.B. Differenzen mit TH). Insofern ist seine Absetzung als AR Vorsitzender für mich wenig überraschend. Mir wäre es wichtig, dass man die Stimmverhältnisse zwischen AG und e.V. zu Gunsten des e.V. anpasst. In diesem Kontext sollte man auch die Satzung anpassen und formal sicherstellen, dass eine direkte oder indirekte Investoreneinflussnahme in den Gremien auch in der Zukunft in eng begrenzten Bahnen verläuft.

  5. Bacardihardy sagt

    Besser gehts nicht
    Unser VfB ist ein Träumchen
    Die einzigen Unruhestifter sind diese Ultras und Claus Vogt, welche ein dummes Ultimatum von 2 Wochen setzen und dann womöglich einen Spielabbruch riskieren gegen Heidenheim
    Dieser Nebenkriegsschauplatz gehört auf der Mitgliederversammlung besprochen
    Und nur dort
    Und nicht während einem VfB Spiel
    Aber das verstehen diese …. nicht

    • @buzze sagt

      Bei allem Respekt: du verstehst es nicht. Es gibt keine größere Bühne als ein exklusives Topspiel am Samstagabend. Diese nicht zu nutzen, wäre alleine schon aus kommunikativer Sicht fahrlässig. Ob man das Statement inhaltlich gut findet oder nicht, ist natürlich eine andere Sache. Aber der Spielfreude der Mannschaft scheint es nicht geschadet zu haben.

  6. Marco Bender sagt

    Wahnsinn was unsere Mannschaft aktuell leistet, und umso erstaunlicher dass einige Verantwortliche das alles mit dem Arsch wieder einreißen wollen….. Es tut so weh, dass die sportliche Entwicklung wieder in den Hintergrund rutscht. Man hat es an den Fragen an Hoeneß gesehen. Man wollte von Ihm zur aktuellen Politsituation etwas hören und das überragende Spiel war egal….

    Nachdem ich heute mal den Spieltagsrechner angeworfen habe und einmal simuliert habe wie der Rest der Saison läuft, habe ich folgendes Ergebnis: Selbst wenn wir alle verbleibenden Spiele verlieren werden wir 5. (Europaleague) … mal angenommen wir holen aus 8 Spielen 2 Siege 2 UNentscheiden und 4 Niederlagen landen wir immernoch in der Championsleauge…. absoluter Wahnsinn…Dortmund hat jetzt ein Mammutprogramm vor der Brust…Leipzig noch viele schwere Auswärtsspiele. Es sieht unglaublich gut für uns aus, dazu kommt die Art und Weise wie wir auftreten, kein einziger Sieg war glücklich, alles war mit spielerischer Dominanz verbunden. Einfach stark!

    Und jetzt hört bitte auf euren Scheiß Machtkampf auszutragen und gebt dem Sport die Ruhe die er benötigt!!!!

  7. Marcus Fichter sagt

    Ich gebe Bacardihardy vollumfänglich Recht, von Protesten im Stadion während eines Bundesligaspiels haben wohl die meisten Zuschauer die Schnauze gestrichen voll. Solche Sachverhalte gehören nicht ins Stadion. Protestiert doch vor der Porsche-Zentrale oder vor dem Vereinsheim, aber nicht im Stadion bzw. nicht während dem Spiel.

    Denn es ist mal wieder so ein Widerspruch im Verhalten der Ultras, die sich viel zu wichtig nehmen ), gegen Kollektivstrafen vom Verband oder wem auch immer sein, aber durch ihre Proteste im Stadion ( Tennisball + Schokotaler, Pyros usw. ) den anderen Zuschauer kollektiv ” auf die Nerven gehen “.

    Doch nun zum Spiel, das ist auch wichtiger…ich durfte selbst vor Ort sein und war begeistert über den Auftritt vom VfB. Man durfte sich fragen, ob es überhaupt nötig war, Nübel ins Tor zu stellen, da hätte ein Kreisliga-Torhüter gereicht, so wenig hat die Mannschaft zugelassen. Doch im Ernst, ein rundrum fast perfekter Auftritt ( Stichwort Chancenauswertung ). Die Unterstützung war einzigartig, ein tolles Event.
    Man muß allerdings auch anführen, das Hoffenheim ohne Brooks und Kabak in der IV eben auch große Lücken in der IV aufwies, die der VfB natürlich aber auch hervorragend bespielt hat. Das Pressing und die Ballgewinne waren Weltklasse.

    Nun hoffen wir, das alle Spieler verletzungsfrei von den verschiedenen Mannschaften wieder zurück kommen und es ein schönes, erfolgreiches, unterbrechungsfreies Heimspiel gegen HDH gibt !

  8. Konrad sagt

    Ich bin im Team – “nervt” – Unsere Mannschaft und vor allem unser Trainer hätte es verdient, mit jedem einzigen Wort und Beitrag gelobt, geliebt, gefeiert und bestätigt zu werden.

    Stattdessen erhält die große Bühne wieder mal ein sehr destruktives Thema.

    Wenn eine Firma wie Porsche sehr viel Geld einbringt, möchte sie “gut” Vertreten werden. Das ist doch logisch, wollte ich auch. Wenn berechtigte Zweifel an der Führung des Präsidenten (seit Jahren) vorhanden sind, ist es auch irgendwo folgerichtig, sich neu aufzustellen.

    Letztendlich ist es (leider) der von den Mitgliedern gewählte Präsident, der offenbar Führungsschwierigkeiten hat. Ist Porsche daran schuld? Klares Nein. Sind die Mitglieder daran schuld, dass sie einen Menschen im Amt bestätigt haben, von dem sie wussten, dass es einige Stolpersteine gibt. Mmmmh – es mangelte damals natürlich am Gegenpart. Wäre Steiger nicht von einem Fettnäpfchen ins andere geschlittert und etwas “entspannter” aufgetreten, hätte er sicher Chancen gehabt Vogt zu beerben.

    Das in der Kurve ein Ultimatum gestellt wird, wo Wehrle zuvor schon einen Dialog angeboten hat? Von jener Seite schon wieder hohe Pyrostrafen gegen “ihren” Verein?
    Ich find beides blöd. . . mir kommt da die Bewertung, dass Wehrle, Wohlgemuth, Hoeneß und co. bis hierher einen guten Job gemacht haben eindeutig zu kurz.

  9. drhuey sagt

    Ein schöner Moment: Matarazzo erklärt die Überlegenheit des VfB, messerscharf analysiert und nochmal demonstrierend was Hoeness hier in kurzer Zeit geschaffen hat. Denn es geht nicht nur um die Offensive und die Ballzirkulationen in den eigenen Reihen, die Dir irgendwann “auf die Pumpe gehen”, sondern auch um die Restverteidigung, die (endlich) passt. Ich glaube es ist nicht vermessen zu sagen, dass die Kombination zum 1:0 durch Enzo, von Barcelona in den besten Tagen nicht hätte schöner gespielt werden können. Was ist eigentlich los in Deutschland? Da tänzelt Führich ein paar Mal vor seinem Gegenspieler (man nennt es auswackeln) und wird tatsächlich gefragt, ob das nicht irgendwann überheblich aussehen könnte. Hört mal auf mit dem Sch….der Junge sucht einen Augenblick, bei dem der Gegenspieler zuviel Gewicht auf dem falschen Fuss hat, um ihn dann zu nutzen. Das macht mich sprachlos.
    Drohgebärden halte ich im übrigen genauso für völlig fehl am Platz wie das “Durchziehen” eines Investors bei einer Personalie, die ihm nicht passt. Selbst, wenn es gute Gründe für eine Neubesetzung gäbe (Gerüchte dafür gibt es ja genug), hätte man, eingedenk der Existenz des Versprechens und der ohnehin protestwilligen Gesamtatmosphäre, sicher auch noch warten können, bis die sportlich heisse und historische Phase zu Ende ist. In der Politik wird hierzu gerne die Sommerpause genutzt. Aber nur weil Porsche draufsteht, müssen noch keine Profis drin sein.

  10. @fanseit1963 sagt

    Bin ja nicht so ganz mit den Details bewandert, aber es wundert mich schon, dass man sich heute auf ein Versprechen eines Präsidenten beruft, denn man kurz darauf mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt hat (ja ich weiß, er ist von sich aus gegangen).

    • @buzze sagt

      Es war ja nicht nur Dietrich. Es war ein zentrales Versprechen der Ausgliederung. Im Erklärvideo hieß es sogar wörtlich: „Das Präsidium wählt den Aufsichtsrat.“

  11. Marcus Fichter sagt

    Ob berechtigt oder nicht, ob Vogt oder wer auch immer abgewählt oder ersetzt wird.

    Es kann nicht sein, daß die Ultras Drohungen aussprechen, mit dem Hintergrund, wenn ihr nicht tut was wir wollen, dann eskaliert das eben gg. HDM.

    Die Vorgänge im AR und im e.V. gehören intern und in einer Mitgliederversammlung geklärt. Wo kämen wir denn hin, wenn in jedem x-beliebigen Verein diejenigen, denen etwas nicht passt, einfach anfangen zu drohen, mit was auch immer. Um dann was zu ändern, muß das dann bei jedem Verein in der entsprechenden Versammlung geklärt werden und nicht auf den Vereinsgeländen. Da muß man eben solange Geduld haben. Das ist Demokratie ! Genauso beim VfB. Es kann nicht angehen, daß die Ultras meinen, allein die Vereinspolitik zu bestimmen. Das steckt unterschwellig in dieser Androhung aber drin.

    Es ist eine schlimme Entwicklung unserer Gesellschaft, die m.E. über das im Grundgesetz festgeschriebene Demonstrationsrecht hinaus geht. Da sind die Ultras dann nicht besser als die Klimakleber.

    Da werden Unbeteiligte ( Zuschauer ) dann eben mit in Sippenhaft genommen.

  12. Audiotec sagt

    Excuse my naive Unwissenheit,

    aber weil ich es immer wieder lese (und offensichtlich nicht verstehe) und auf “högschte Professionalität” im AR gepocht/erwartet/vorausgesetzt wird (und somit ein “Reinigungs-CEO” als Vorsitzender gänzlich ungeeignet in den Augen der Top Manager von Porsche und Konsorten…)

    Welchen (monetären?) “Profit” hat denn eigentlich solch ein “Anteilseigner” von seinen 1/5/10% Beteiligungen, an einer nicht börsennotierten AG?

    Was genau hat denn Daimler von seinen kolportierten 40 Millionen als Ankerinvestor bereits “verdient”, bzw. wie hoch ist die “Renditeerwartung” vom “Weltmarkenbündnis”?

    Hab ich was übersehen/überlesen und es gibt bei entsprechenden (wirtschaftlichen?) “Erfolg” doch eine Ausschüttung oder ähnliches!?

    Sieht die Realität selbst im Idealfall, bzw. Besetzung des AR nebst Vorsitzender/Vorsitzenden (ob mit oder ohne e.V.) nicht eine schwarze (oder rote-je nach Perspektive) 0 vor, bzw. auf Gut Schwäbisch:

    “S’Geld isch so oder so (über kurz oder lang) futsch”!?

    Korrigiert mich gerne, aber mal vom “Sonnen im Glanz des sportlichen Erfolgs” (der ja bekanntlich dieses Jahr die krasse Ausnahme darstellt) abgesehen oder einer besseren (und sehr kostspieligen) Marketingstrategie, war/muss doch allen bekannt sein, das es sich hier um kein Investment handelt, wo sich angelegtes Kapital vermehrt (und somit der Need of Urgency ein völlig anderer, wie z.Bsp. jüngst beim geplatzten Deal der DFL, wo es nur darum gegangen wäre, das Produkt Bundesliga “zu melken”)!?

    Was also soll die “überbordende Wichtigtuerei” der Anteilseigner oder erkauft man sich einfach nur (teuer) die Einflussnahme an einem e.V. (über die AG) mit knapp 100.000 Mitgliedern, um eben selbiges zu erhalten+auszuüben!? (so ne Art Hobby für reiche Geschäftsleute?)

    Worum genau geht es “denen” eigentlich? Sind das dann nicht eigentlich die wahren “Ultras” (Zwinker, Zwinker)!?

    Don’t get me wrong-das soll hier kein flammendes Plädoyer für CV sein oder ein beharren auf Gesagtes/Versprochenes im Bezug auf den e.V Präsident als AR Vorsitzenden, denn ich sehe es auch pragmatisch(er): wenn einer “geeigneter” erscheint, soll er/sie es auch (besser) machen dürfen, aber das bestimmt der 75% Anteilseigner an der AG, also der e.V und somit seine Mitglieder und niemand anders, denn Versprechen oder 50+1 hin oder her-das ist lediglich Demokratieselbstverständnis.

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