Autor: @buzze

Das neue TK Maxx-Prinzip beim VfB Stuttgart

Einst hieß es, der VfB sei keine normaler Absteiger. Dann hieß es, er sei kein normaler Aufsteiger. Und vielleicht stimmte das sogar. Doch unter Tayfun Korkut ist das anders: Endlich spielt der VfB so wie ein Aufsteiger nun mal spielt. Spielverzögerungen, taktische Fouls, Spielunterbrechnungen ohne Ende, Diskussionen mit dem Schiri, Standardsituationen ziehen. Der Korkut-VfB ist unangenehm zu spielen, er ist ein ekliger Gegner, manchmal wirkt es fast so, als ob da 11 Santi Ascacibars auf dem Feld stehen. Beim Gegner und seinen Fans löst diese Spielweise jedenfalls Brechreiz aus. Spätestens, wenn der Schiedsrichter zum 27. Mal auf Foul an Gomez entscheidet. Und das ist gut so. Denn aus nur drei Toren hat der VfB so sieben Punkte geholt. Dank der Qualität von Gomez und Daniel Ginczek, vorne aus wenig viel zu machen. Und wenn man sich wünscht, dass nach 65 Minuten Donis oder Akolo zur Entlastung kommen, parkt Korkut den VfB-Bus im Strafraum und macht die Vierer- zur Achterkette. Das ist das neue TK Maxx Prinzip beim VfB. Selten schön, aber aktuell ziemlich erfolgreich. Santiago …

VfBeziehungskrise

Seit wir hier 2014 angefangen haben, mussten durften wir schon so einiges mit dem VfB Stuttgart erleben: Einen Fastabstieg, die wilde Zorniger-Zeit, die Kramny-Katastrophe, das Dutt-Desaster und den unnötigsten Abstieg aller Zeiten. Die kurze Luhukay-Ära, die überraschenden Engagements von Jan Schindelmeiser und Hannes Wolf. Die  Großkreutz-Affäre, den Aufstieg, die Ausgliederung, den Rauswurf von Schindelmeiser und vieles mehr. Wahnsinn eigentlich. Aber alles andere wäre ja auch langweilig. Jedenfalls ist es nicht das erste Mal, dass sich die VfB-Fans in zwei Lager teilen. Und verglichen mit den Anfeindungen rund um die Ausgliederung ist der Ton unter ihnen diesmal sogar sehr gemäßigt. Aber vielleicht ist genau das das Problem. Ist aus einer leidenschaftlichen Affäre ein pragmatische Zweckehe geworden? Dieses Gefühl konnte man jedenfalls am vergangenen Sonntag im Stadion bekommen. Dass der VfB Stuttgart selbst entweder völlig unsensibel gegenüber den Befindlichkeiten seiner Fans ist, oder dass es den Verantwortlichen schlichtweg egal ist, ist auch nichts neues.  Und wurde auch in der vergangenen Woche wieder eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Während die Fans am “Deadline Day” flehentlich auf dringend benötigte Neuzugänge …

Korkuts Super-G

Ein kölsches Sprichwort sagt: „Mer muss och jünne künne!“. Der VfB hat einen 1:0 Arbeitssieg gegen Gladbach geholt und dieser Sieg in seinem Heimdebüt ist Tayfun Korkut zu gönnen. Er wurde seit seiner Verpflichtung mit reichlich Shit beworfen, wofür er absolut nichts konnte. Er muss sich nicht rechtfertigen, warum er den Job beim VfB angenommen hat. Das muss die Abteilung direkt über ihm machen. Er muss ihn nur bestmöglich erledigen. Und danach sieht es nach vier Punkten aus zwei Spielen aus. Korkut lässt von Beginn mit Doppel-G spielen: Mario Gomez und Daniel Ginczek. Die beiden machen dann auch den Unterschied aus, nachdem im besten Spielzug der Saison fast sowas wie One-touch-Fußball gespielt wird: Ballgewinn Emiliano Insua, Direktspiel von Christian Gentner auf Gomez, der durchsteckt auf Ginczek. Ein goldverdächtiger Spielzug. Gentner. Gomez. Ginczek. 1:0. Das ist für Korkut Poesie, für Gegner Dieter Hecking wohl eher ein Schüttelreim. Bei aller Freude über das Tor und den Sieg ist unübersehbar: Der Fußball, den der VfB spielt, ist derselbe wie unter Hannes Wolf. Nur dass statt den As und …

Dumm kickt besser?!

Was hat der moderne Fußballer im Kopf? Den nächsten Friseurbesuch, das nächste Tattoo-Motiv und den nächsten Auto-Kauf? Oder doch das nächste Spiel und den nächsten Gegenspieler? „Salopp gesprochen, verblöde ich seit zehn Jahren, halte mich aber über Wasser, weil ich ganz gut kicken kann.“, sagte Nils Petersen vor einigen Wochen in einem Interview und meint, die Freiburger Zuschauer seien klüger als er. Vielleicht sind in Stuttgart die Zuschauer klüger als Dennis Aogo. Der gab nach dem Spiel zu Protokoll, dass „der Trainer uns nicht mit Informationen überfrachtet hat“. Da haben wir also den Grund für die Entlassung Hannes Wolfs: Er hat die VfB-Spieler ganz offensichtlich intellektuell überfordert. Mussten die VfB-Spieler bei Wolf die Packingrates ihrer Gegenspieler auswendig lernen? Wurden vor dem Anpfiff in der Kabine die Schuhgrößen der gegnerischen Mannschaft abgefragt? Wir wissen es nicht. Aber nachdem bereits Tayfun Korkut in der PK vor dem Spiel in Wolfsburg ankündigte, seine Spieler mit weniger Informationen aufs Feld zu schicken, scheint dies ein Knackpunkt zu sein. Dennis #Aogo: „Wir haben uns trotz des Rückstandes nicht hängen lassen …

Druck auf dem Kessel

Aktuell dürfte es auch den größten Optimisten ziemlich schwer fallen, etwas Positives aus der Situation beim VfB Stuttgart zu ziehen. Denn Hannes Wolf ist Geschichte und die sportliche Gesamtverantwortung trägt ein Michael Reschke, der irgendwie nicht so erfolgreich arbeitet, wie sich das alle bei seiner Einstellung erhofft haben. Was mir Hoffnung macht: Es ist mehr Druck auf dem Kessel denn je. Denn Tayfun Korkut dürfte längst mitbekommen haben, dass die meisten nicht viel von ihm halten und noch weniger von ihm erwarten. Wie viele “So lacht das Netz über die Stuttgarter Trainerverpflichtung” benötigt man, um es allen zeigen zu wollen? Und wie viele hämische Tweets, um alles dafür zu tun, die Schwätzer Lügen zu strafen? Egal, es gab genug davon. Ja, auch von uns. Außerdem ist der Job als Stuttgarter Cheftrainer wohl seine letzte Chance, um sich als Bundesligatrainer zu etablieren. Scheitert er beim VfB, fliegt er ein für allemal vom Trainerkarussell und muss wieder auf die Trainer-Reschkerampe zu Mirko Slomka und Michael Frontzek. Er hat also genug Gründe und Motivation, sein Bestes zu geben. …

(K)ein Interview mit Hannes Wolf

Der VfB-Trainer ist ein gern gesehener Gast. Letzte Woche noch bei Sport im Dritten, war er nun im aktuellen Sportstudio zu Besuch. Immer gut aussehend, locker und eloquent. Ein klasse Typ, unser Trainer. Nur die Fragen, die man ihm stellt, sind für uns herzlich uninteressant. Ob er jetzt ein Laptop-Trainer sei oder nicht? Dabei wissen wir dank Jürgen Klopp doch jetzt: “Was Mehmet Scholl sagt, ist nicht wichtig.” Aber selbst, wenn seine Interviewpartner die wirklich heißen Fragen stellen würden, könnte Hannes Wolf sie wohl kaum beantworten. Mit Recht, denn alles andere wäre völlig unprofessionell. Aber schön wäre es natürlich schon, mal die richtigen Fragen und die ehrlichen Antworten darauf zu hören. Deswegen haben wir uns ein Interview überlegt, dass es so nie gegeben hat und so vermutlich auch nie geben wird. Nur zur Sicherheit: Keine der folgenden Aussagen stammt von Hannes Wolf. “Guten Abend Hannes Wolf. Schön, dass sie da sind.” “Guten Abend.” “Herr Wolf, Hand auf’s Herz: Haben Sie die Niederlage in Mainz schon verdaut?” “Nein, auf keinen Fall. Dafür lief einfach zu viel …

05 Gründe, warum der VfB Stuttgart seinen ersten Auswärtssieg holt!

19 Punkte zuhause, aber nur einer auswärts: Gegen dieses Ungleichgewicht muss der VfB Stuttgart etwas tun. Am besten gleich gegen Mainz. Die 05er sind eine von nur fünf Mannschaften, die noch weniger Punkte haben als das Team von Hannes Wolf. Die Mission ist eindeutig: Alles auf Auswärtssieg! Wir haben 05 Gründe, warum es am Bruchweg endlich mit dem lang ersehnten Dreier in der Fremde klappt: 01 Gomczek “Doppelspitze geht immer” sagte Hannes Wolf in der Pressekonferenz vor dem Spiel. Heißt übersetzt eigentlich: “Kann man absolut ausschließen.” Aber diesmal hat der Stuttgarter Trainer alle getäuscht und lässt den Gomczek-Sturm in Mainz von Beginn an ran. Mit Erfolg! 02 Unruhe in Mainz In Mainz geht es schon vor der Faschingszeit hoch her. Denn am Sonntag wird in Mainz ein neuer Vereins- und Vorstandsvorsitzender gewählt – mal wieder. Gleich drei Kandidaten stehen zur Wahl. Da wird es ganz schön rund gehen. Ob sich da wirklich noch alle auf das Spiel gegen den VfB konzentrieren können? 03 Insuas Tor-Zöpfle Da Asano nur auf der Bank sitzt (dazu später mehr), …

Stürmische Tage in Stuttgart!

Wir erinnern uns: Mit Sturmtief Burglind kam Mario Gomez nach hause geweht. Mit Friederike hingegen kommen weitaus weniger erfreulicher News: Bereits am letzten Sonntag hat sich Carlos Mané einen Sehnenriss im Oberschenkel zugezogen. Die Folgen: OP und Saisonaus. Das nimmt auch den letzten hoffnungslosen Optimisten den Wind aus den Segeln, die glaubten, der Portugiese wäre quasi ein Winterneuzugang. Das Saisonaus von Carlos Mané ist tragisch. Er ist ein Spieler mit hoher Qualität, dazu sehr sympathisch, identifiziert sich voll mit den VfB und trägt die besten Badelatschen der Welt. Auch abseits des Sportlichen hat sich jeder auf sein Comeback gefreut, bei seinem ersten Auftritt im Neckarstadion wäre die Schüssel explodiert. Es ist Mané nur zu wünschen, dass er sich vollständig von seinen Verletzungen erholt und, wer weiß, vielleicht dürfen wir ihn ja noch mal im VfB-Trikot sehen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Für den VfB Stuttgart ist die Verletzung ein Glück, nein, das ist zu unsensibel formuliert. Es ist gerade noch rechtzeitig der Beleg dafür, dass die bisherigen Planungen suboptimal waren. Denn zu hoffen, dass Carlos …

Die ultimative Rückrunden-Prognose!

Der VfB Stuttgart benötigt noch 20 Punkte für den Klassenerhalt, sagt der Präsident. Für die nötigen Tore soll Mario Gomez sorgen. Nicht nur die Fans, sondern auch die Verantwortlichen sind sich da so sicher, dass man meinen könnte, der VfB hätte nicht Super-Mario, sondern Jesus persönlich verpflichtet. Aber ist der 32-jährige mit einem Saisontor wirklich der Heilsbringer? Wird er auf dem Weg zum Stadion den Neckar teilen oder direkt über ihn wandeln? Wo war Hannes Wolf zwischen Weihnachten und Neujahr? Was zum Teufel macht Jens Grahl im Dschungelcamp? Warum ist Daniel Ginczek schon wieder verletzt und was passiert eigentlich am 34. Spieltag in München? Das sind die großen Fragen der Rückrunde. Und wir haben natürlich die Antworten: 18. Spieltag Die Rückrunde startet so, wie es sich alle erhofft haben. Der VfB Stuttgart brennt ein Offensiv-Feuerwerk ab und erzielt vier Tore, darunter ein Doppelpack von Mario Gomez. Die Freude darüber überstrahlt die durchwachsene Defensivleistung, die von der Hertha mit drei Treffern bestraft wird. 19. Spieltag Es gibt endlich den ersten Auswärtssieg: Die Stuttgarter gewinnen 5:4 in …

Heiter bis Wolkig: Die Prognose für den VfB Stuttgart

Ganz Deutschland zittert vor Burglind. Nur die VfB-Fans freuen sich: Zum ersten Mal in dieser Saison ein gefährlicher Sturm in Stuttgart! Klar, auch Rückkehrer Mario Gomez sorgte für ein Stimmungshoch bei den Fans. Doch, ob er in der Rückrunde wirklich für ein Torgewitter sorgen kann? In der Hinrunde war er in Wolfsburg mit einem einzigen Tor eher ein laues Lüftchen. Was dem VfB nach wie vor fehlt, ist eine kreative Kraft im Mittelfeld, die die gegnerischen Defensivreihen durcheinander wirbelt. Denn sonst wird auch Mario Gomez im Schwabensturm eine Dürreperiode erleben. Dass das keine gewagte Prognose, sondern ein Fakt ist, zeigt das Dauertief von Simon Terodde in der Hinrunde. Ready! #VfB #stuttgarthebtab! #stuttgartgehtab #Trainingslager #VfBInsta Ein Beitrag geteilt von VfB Stuttgart (@vfb) am Jan 3, 2018 um 12:34 PST Hannes Wolf bleibt mit seinem Team nur eine Woche, um im Trainingslager in La Manga mit Hochdruck daran zu arbeiten, dass es in der Rückrunde häufiger im gegnerischen Tor einschlägt. Dabei helfen könnte ein frischer Wind vom Atlantik: Carlos Mané ist endlich wieder mit dabei und soll …