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VertikalGIF #B04VfB: Auswärtsminimalismus

Beim VfB Stuttgart ist wieder einiges los. Leider nicht auf dem Rasen. Denn im letzten Auswärtsspiel des Jahres in Leverkusen schaffte es das Team von Michi Wimmer, sich keine einzige ernsthafte Torchance herauszurbeiten. Und wie viele Auswärtssiege in der Bundesliga konnte der VfB damit im Jahr 2022 holen? Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Dass ein stark durch Ausfälle geplagtes Stuttgarter Team gegen wiedererstarkte Leverkusener vermutlich nicht hoch gewinnen würde, war absehbar. Dennoch reisten wieder 3.000 VfB-Fans mit der Mannschaft mit. Eigentlich müssten die mittlerweile die Reisekosten erstattet bekommen und Schmerzensgeld oben drauf bekommen. Ihr seid echt die Größten! Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Leverkusen macht meist über die starke rechte Seite Dampf und obwohl der VfB das ganz ordentlich verteidigte, wurde schnell klar, dass dem Team ohne Endo und Mavropanos schlichtweg der nötige Drive und Spirit fehlte. Das war alles viel zu brav. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   …

Ein Sieg für Endo

Beim Verlassen des Stadions sagte jemand hinter mir: „Fußball ist wie das Leben: Es geht auf und ab und Du wirst meistens belohnt, wenn Du es immer wieder probierst“. Das Auftreten des VfB im allgemeinen und das Spiel gegen Hertha BSC in einem Satz zusammen gefasst. Der VfB nicht mit seinem besten Spiel, oft geht etwas knapp daneben: Da kommt hier ein Zuspiel zu spät, da wird dort ein Ball vertändelt. Der eine übersieht einen Gegenspieler, der andere schließt einen Angriff viel zu früh ab. Es gelingt bei weitem nicht alles, aber man hat nie den Eindruck, als ob der VfB daran verzweifelt. Auch wenn die Verletzung von Wataru Endo einen deutlichen Bruch im Spiel nach sich zieht, in der Schlussphase ist der Willen erkennbar, unbedingt gewinnen zu wollen. Diese Zehntelsekunde, in der die Kurve das Geschehene realisiert um dann zu explodieren. Unbezahlbar. #VfB — Frank (@teufelszeug1893) November 9, 2022 Trainer Michi Wimmer jetzt mit drei Bundesligaheimsiegen in Folge und Sven Mislintats Favorit auf eine Festanstellung als Chefcoach, weil Dinos Mavropanos erst auf der Linie …

Souverän wie selten

Arminia Bielefeld, 2020 noch souveräner Aufsteiger vor dem VfB, heute Tabellenletzter in der zweiten Liga. Und so spielten die Ostwestfalen auch und der VfB tankt Selbstvertrauen. Zwei Siege mit zehn Toren unter Michael Wimmer können sich sehen lassen Riesige Löcher in allen Mannschaftsteilen, ein nicht existierendes Pressing, die Verweigerung von Zweikämpfen, lächerliche Verteidigung von Standards, absolute Harmlosigkeit in der Offensive: Fabi Bredlow ist ausser bei einem Schuss von Teto Klimowicz (5.) so langweilig, dass er die Ersatzspieler, die sich bei ihm warm machen, nach Kreuzworträtseln fragt. Natürlich sind Siege gegen das Bundesliga-Schlusslicht Bochum und den Zweitliga-Letzten Pflicht, es gab jedoch auch schon einen VfB, der diese Gelegenheiten mal locker ausließ oder sich zumindest sehr schwer tat. Dieses Mal ist er souverän wie selten und das Auftreten und die Spielweise machen Hoffnung für den weiteren Saisonverlauf. Besonders spielfreudig auf der linken Seite Chris Führich und Borna Sosa, die fünf von sechs Toren vorbereiten. Sie nutzen den Raum, den ihnen Bielefeld gibt und präsentieren sich als feine Oberkellner, in dem sie ihre Kollegen butterweiche Vorlagen servieren. Luca …

VertikalGIF #TSGVfB: Heimspiel in Hoffenheim

Schon vor Anpfiff der Partie TSG Hoffenheim gegen den VfB Stuttgart war klar, dass der “Man of the match” ein Stuttgarter sein würde. Es war der 12. Mann, der in Person von fast 3.000 VfB-Fans nach Sinsheim gekommen war, um das Team in dieser schwierigen Phase bedingungslos zu supporten. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Das wusste auch das Team zu schätzen, das seinerseits einen Teil der Ticketkosten übernommen hatte. Wenn aktuell auch nicht viel funktioniert: Der Zusammenhalt ist da! Wer leider nicht da war: Borna Sosa, der wegen einer Knieprellung nicht im Kader stand. Bitter, schließlich war er gegen Bochum einer der besten Stuttgarter gewesen. Aber, dass die Besten verletzungsbedingt ausfallen, ist ja ohnehin die Story der Saison. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Für den Kroaten rückte Hiroki Ito zurück in die Startelf, wo er mit Anton, Mavropanos und Stenzel eine sehr konservative Viererkette bildete, die gegen die schnellen Hoffenheimer Außenspieler aber keine schlechte Wahl war. Vorne sollten es …

Vertikalbuch 2.0

Dank Euch, unseren Leserinnen und Lesern, geht unsere VfB Stuttgart Fußballfibel in die zweite Auflage. Das könnt Ihr nicht nur lesen – sondern das gibt’s teilweise auch zum Hören! Denn wir haben ein neues Kapitel für die Fibel geschrieben und nicht verwendete Textabschnitte eingelesen. Meinen Teil der Fibel habe ich eigentlich für meinen Vater geschrieben. Es sollte ein positives Buch werden, deshalb „musste“ Sebastian auch die realistischen Einordnungen und Berichtigungen übernehmen. Denn bei meinem Vater war das Glas immer halb leer. Nach einem 4:1 Sieg ärgerte er sich maßlos über das Gegentor, während ich mehr so der Amore-Typ bin, die Mannschaft mag und immer versuche, das Gute zu sehen, selbst in einer 0:3 Niederlage. „Aber Du kennsch doch dr’ Lampa!“ entgegnete er mir immer, wenn ich es mit meinem Optimismus aus seiner Sicht zu sehr übertrieb. Jetzt gibt es endlich die zweite Auflage unserer VfB-Fibel, aktualisiert, berichtigt – und erweitert! Mein Vater erlebt sie nicht mehr. Wie auch schon die erste Auflage nicht. Womöglich ist es ganz gut, dass er das erneute Jahr in der …

Die Luft ist raus. Aber nicht beim VfB.

Wir kennen das vom VfB aus der Vergangenheit: Gut mitspielen, ohne wirklich gefährlich zu sein. Defensiv weitgehend stabil stehen, ohne große Chancen zuzulassen. Um dann doch noch ein Tor zu bekommen. Ein blödes dazu. Das Spiel ist zu, der VfB kommt nicht zurück, ist zwar bemüht, aber frisst dann noch ein zweites und gar drittes Tor. Nicht so in dieser Saison. Die Mannschaft gibt nicht auf. Auch in der B- oder C-Besetzung nicht. Wir dürfen nicht vergessen: Der VfB hat mit vielen verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen und befindet sich im Niemandsland der Tabelle, eine Steilvorlage für einen Spannungsabfall für eine VfB-Mannschaft der letzten Jahr(zehnte)e. Trainer Pellegrino Matarazzo wechselt dann die Wende ein. Gonzalo Castro kommt für Erik Thommy und die Offensivaktionen werden durch den Kapitän zielstrebiger, strukturierter und gefährlicher. Die Hektik ist raus, die Ungenauigkeiten passé, Castro strahlt sofort Ruhe mit seiner Passsicherheit aus. Der Ausgleich ist eine überragende Einzelaktion von Wataru Endo, der der Spieler der Saison beim VfB ist. Er ist der Stabilisator im defensiven Mittelfeld, die Ruhe selbst, selbst wenn er in …

Förster on fire!

Zugegeben: Die Bayern spielen alle drei Tage, haben verletzte und angeschlagene Spieler zu beklagen, kommen auf dem Zahnfleisch daher, aber trotzdem: dass der VfB so ein tolles Spiel hinlegt, wer hätte das gedacht? Pellegrino Matarazzo überrascht mit seiner Aufstellung: Philipp Förster steht in der Anfangself, was nicht wenige direkt dazu verleitet, ein Bierchen zu verhaften. Wie soll man es sonst aushalten? Aber was soll man sagen: Förster macht das Spiel seines Lebens. Zumindest eine Halbzeit lang. Nach gutem Beginn der Mannschaft, nur ein Pfostenkopfball von Lewandowski lässt den Puls nach drei Minuten steigen, läuft ein Konter über eben diesen Förster. Er treibt den Ball in seiner unnachahmlichen Art und er verpasst diesmal nicht den richtigen Zeitpunkt für das Abspiel auf Silas. Der dribbelt nicht, der macht keinen Übersteiger oder sonstige Fisimatenten, womit sein Gegenspieler Lucas Hernandez vermutlich rechnet, sondern passt perfekt temperiert in die Mitte. Manuel Neuer fällt wie eine Bahnschranke und verpasst den Ball, so dass Tanguy Coulibaly den Ball ins Tor stecken kann. Sein Tordebüt! Überhaupt Coulibaly: Er ist überraschend nicht außen, sondern …

Vermissung

Sitzschalen. Sitzschalen in rot. Sitzschalen in blau. Sitzschalen in gelb, Sitzschalen in grün. Sitzschalen. Ich hasse Sitzschalen. Denn sie sind das Symbolbild des Fußballjahres 2020. Das letzte Mal, als alle Sitzschalen im deutschen Fußball standesgemäß von Fan-Ärschen besetzt wurden, ist knapp 300 Tage her. Es war das Spitzenspiel der zweiten Liga. VfB Stuttgart gegen Arminia Bielefeld. 1:1 ging es aus. Die Älteren unter uns werden sich erinnern. Danach: Lockdownle, Spielunterbrechung und die Bemühungen der DFL und der Clubs, den Profifußball schnellstmöglich gegen alle Widerstände und gute Argumente wieder ans Laufen zu bringen. Kein Wunder, schließlich ging es um die TV-Gelder. Und so kamen die Geisterspiele.  Bitte, lasst uns nicht darüber diskutieren, ob manche Partien mit Fans eventuell anders ausgegangen wären! Dann könnten wir auch darüber diskutieren, ob Spiele ein anderes Resultat gefunden hätten, wenn man ohne Abseits gekickt hätte. Oder mit größeren Toren. Oder mit Medizinbällen. Fans sind Teil des Spiels. Fußball ohne Kurven ist für mich kein Fußball. Allerhöchstens Fußball light. Und den erleben wir aktuell. Und das tut weh. Denn ausgerechnet seit jenem …

Same procedure as last season? Same procedure as every season!

Die beste Nachricht zuerst: In Mecklenburg-Vorpommern gibt es kein Corona mehr! Anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, warum 7.500 Fans im Ostseestadion lauthals sangen, um die freigesetzten Aerosole dann mit ihren Schals zu verteilen. Den Gästeblock hatte man frei gelassen. Nicht, dass es zu viel Abstand zwischen den Fans gibt: Wo bleibt denn da die Stimmung?! Fairerweise muss man dazu allerdings auch festhalten, dass die Infektionszahlen in Mecklenburg-Vorpommern sehr niedrig sind. Gute Stimmung beim @DFB_Pokal in #Rostock 👍 Die Fans haben lange darauf gewartet. Ich freue mich, dass wieder mehr Zuschauer ins Stadion können. Es ist ein großer Schritt in #CoronaZeiten 👉 Viel Erfolg @HansaRostock !!! pic.twitter.com/MYHjlWbivo — Manuela Schwesig (@ManuelaSchwesig) September 13, 2020 Die nächste gute Nachricht: Der VfB Stuttgart ist eine Runde weiter. Dank einer guten ersten Halbzeit und dem Abstaubertor von Silas. Dass die Truppe von Pellegrino Matarazzo am Ende ziemlich wackelte und fast noch das Gegentor kassiert hätte? Geschenkt! Das hat ja schon Tradition. Konzentrieren wir uns lieber auf die positiven Aspekte des ersten Pflichtspiels der Saison. Der VfB war …