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You have a grandios Saison gespielt!

Nach dem phänomenalen Sieg beim FC Bayern München zum Saisonabschluss schweben wir noch eine Etage höher als Michael Reschke. Denn eine Saison wie diese hat der VfB Stuttgart schon lange nicht mehr hingelegt: Platz vier in der Heimtabelle, Platz zwei in der Rückrundentabelle. Zweitbeste Defensive der Liga und (abgesehen vom ersten Spieltag) nie auf einem Abstiegsplatz gestanden. Dazu die schwarzen Serien gegen Köln, Wolfsburg, Leverkusen und München beendet und ein phänomenaler Endspurt in der Rückrunde bis auf Rang 7. Von A wie Akolo bis Z wie Zieler, von B wie Benschamäh bis W wie Wolfgang sagen wir DANKE für diese Saison. Ron-Robert Zieler Danke für 12 zu Null-Spiele und für die Stabilität in der Abwehr. Und Danke, dass wir Mitch Langerak keine Sekunde vermissen mussten. Außer in den Spielen in Hamburg und Mainz vielleicht. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Jens Grahl Danke für die heroische Vertreibung des Schurken, die immer noch in bester Erinnerung ist. Und die Gastauftritte in Natalies Instagram-Storys. Alexander Meyer Mensch, was soll …

#DankeHannes

Es war ein schöner Septembertag. Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten und Ina Aogo brauste mit einem Porsche Cabrio vom Vereinsgelände. Es war noch alles gut, der VfB schien in der Bundesliga angekommen, zwar nicht mit großem Hurra, aber immerhin mit sieben Punkten in sechs Spielen. Trotzdem hatten wir Bedenken, dass es Präsident Wolfgang Dietrich nicht schnell genug ging. Diese Sorge teilten wir ihm mit. Daraufhin sagte er sehr bestimmend, ganz wie es seine Art ist: „Solange ich Präsident des VfB bin, wird Hannes Wolf nicht entlassen, es sei denn …“, jetzt fehlten ihm die Worte und der Satz endete im lufleeren Raum. Erstaunlich, normalerweise ist Dietrich nicht um Worte verlegen, insbesondere das Wort „ich“ kommt oft vor. Jetzt ist Hannes Wolf nicht mehr der Trainer des VfB. Offiziell kommuniziert als gemeinsame Entscheidung und damit bleibt Dietrich seinen oberen Worten treu. Die Entwicklung war den VfB-Verantwortlichen – wie vielen VfB-Fans auch – zu negativ, kein Signal schien erkennbar, dass Wolf den Turnaround noch schafft. Auch Wolf zweifelte an sich. Was als perfekte Symbiose zwischen Wolf …

99 VfB-Influencer, denen man folgen muss!

Same procedure as last year! 2016 Jahr haben wir begonnen, eine Liste mit denen zu veröffentlichen, die sich mit dem VfB Stuttgart beschäftigen und denen wir regelmäßig online begegnen. Eine Blase? Vielleicht. Aber eine, in der man sich durchaus wohlfühlen kann. Hier trägt man den Brustring über dem Herzen und hat den Hashtag #VfB im Blut. Jetzt folgt Ausgabe 2, die natürlich ebenso wie Teil 1 nicht vollständig sein kann. Ergänzungen gerne in die Kommentare. Hier ist sie, die VfB-Army of Love: TWITTER: @VfBFilmRoom Wo GIFs auf Taktik treffen. Die wichtigsten Szenen aus den VfB-Spielen. @AngryZorniger The Spätzle One. @DannyDan1893 Dunkelroter, ahnungsloser Vollidiot und Argentinien-Liebhaber. @snowwhizzl Liebt Sneaker, Fashion und den VfB. Wir lieben snowwhizzl. @Roter_Brustring Selbsternannter VfB-Experte. @godzi0815 Hessischer VfB-Fan, sorgt auf Reddit für VfB-Content – auf englisch! @paule1893 Geht meist aufs Klo, wenn Tore fallen. @Sauronidis Hesse im schwäbischen Exil (Home is where the Bruschdring is). @Kar0ne Bleibt positiv, auch wenn der VfB die dümmsten Dinge hinbekommt. Rasibo Ist länger VfB- (seit 1978) als BAP-Fan (seit 1980), hat aber mehr BAP-Konzerte (97) als VfB-Spiele …

Bist du noch Mitglied oder schon Kunde?

Thomas Hitzlsperger wird mit fast schon nordkoreanischer Mehrheit zum Präsidiumsmitglied berufen, die Satzungsänderung zur Online-Abstimmung wird abgelehnt, der Präsident reagiert auf kritische Fragen unwirsch und gewählt wird ein Vereinsbeirat, der die Interessen aller Mitglieder vertreten und sie repräsentieren soll. Demnach sind die Mitglieder im Schnitt über 40 Jahre alt, entweder Führungskraft, Unternehmer oder Professor und fast ausschließlich männlich. Keine großen Überraschungen also bei der Mitgliederversammlung. Interessant ist allerdings, dass zur letzten außerordentlichen Versammlung ca. 14.000 Personen kamen. Am ersten Advent verloren sich rund 1.500 Anwesende in der Messehalle. Und dabei steigen die Mitgliederzahlen kontinuierlich, so kann Präsident Wolfgang Dietrich bald das 60.000ste Mitglied begrüßen. Woran liegt das? Dass es mit der Mitbestimmung zumindest gefühlt nicht weit her ist? Dass viele nur kommen, wenn es G’schenkle gibt? Oder hat sich im Verhältnis Verein/Mitglieder grundsätzlich etwas verändert? Wahrscheinlich alles zusammen. Denn die Mitglieder werden zu Kunden bzw. werden vom VfB als Kundschaft und „Zielgruppe“ betrachtet, die mit entsprechenden Angeboten getriggert werden soll: zum Beispiel mit fast täglichen Newslettern („Wer ist dein +1?“), mit Bierdeckel- und Member-get-Member-Aktionen, wie …

Girl’s Day in der Dunkelroten Loge

Ein Besuch im Stadion wie er nicht besser sein kann: Abendspiel unter Flutlicht, Stadionwurst, Bier (muss es ausgerechnet Krombacher sein?), ein packendes Match und zum Schluss noch drei Punkte gegen den Favoriten. Aber wir wissen alle: es geht immer besser! In unserem Fall liegt das am exklusiven Sitzplatz. Aber der Reihe nach. Vor kurzem hat der VfB die Dunkelrote Loge vorgestellt. Als professionell aufgestellte AG überlässt der Club nichts dem Zufall und hat sich für ein Soft Opening entschieden, bevor die Plätze ab dem Spiel gegen den FC Bayern an Mitglieder verlost werden. Der VfB hat uns vom vertikalpass eingeladen, in der dunkelroten Loge Probe zu sitzen. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen und so waren wir vom vp-Spezialteam für repräsentative Auftritte vor Ort. Das Begrüßungskomitee führt uns durch einen separaten Eingang auf das Stadiongelände. Wir fühlen uns ein bissle wichtig, unser Influencerstolz ist aber kurzfristig komplett am Boden, als uns die Security für Mütter der Einlaufkinder hält, die direkt vor uns eingeschleust wurden. Hallooo! Bevor es in die Dunkelrote Loge geht, dürfen wir …

Das Kartell

Bezahlbarer, bundesligatauglicher Innenverteidiger verzweifelt gesucht: Der VfB ist dabei im sechsten Jahr in Folge erfolglos. Georg Niedermeier, Maza, Karim Haggui, Daniel Schwaab, Felipe Lopes, Toni Sunjic, Federico Barba haben alle das riesige Loch nicht schließen können, bei Marcin Kaminski, Benjamin Pavard und Jerome Onguene darf man dies zumindest bezweifeln. Doch woran liegt das? Jan Schindelmeiser macht wie seine Vorgänger Fredi Bobic und Robin Dutt einen überhitzten Markt dafür verantwortlich, dass keine renommierten Innenverteidiger verpflichtet werden konnten. Den viel tiefliegenderen Grund hat jetzt vertikalpass erfahren. Es konnte nichts anderes sein als die ganz große abgefuckte Verschwörung, die den VfB daran hindert, einen ordentlichen Innenverteidiger zu holen: Jahrzehnte lang sollen fünf Vereine gemeinsame Sache gemacht und sich „in geheimen Arbeitskreisen über Ablösesummen, Handgelder, Gehälter und Vertragslaufzeiten für Innenverteidiger abgesprochen“ haben. Dies wäre ein illegales Kartell und der mutmaßlich größte Fußball-Skandal nach dem Phantom-Tor von Thomas Helmer und den Sex-, Glücksspiel- und Doping-Enthüllungen von Toni Schumacher. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Wolfgang Dietrich (VfB) drängen darauf, die Vorwürfe wegen des Verdachts jahrelanger illegaler Absprachen schnell aufzuklären. „Alle …

Zorni im Land der Bruddler

Wir befinden uns im Jahre 2015 n. Chr. Ganz Fußball-Deutschland möchte Spiele gewinnen, egal wie. Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Schwaben bevölkertes Dorf namens Stuttgart hört nicht auf, Widerstand zu leisten. Es sieht keine Alternative darin, schnell und schön zu spielen. Das Leben ist nicht leicht für die Fans, die zwar das schöne Spiel lieben, aber auch gerne ein paar Punkte hätten, um in der Rangliste der Vereine nicht jedes Jahr ganz unten stehen zu müssen. Trainer der unbeugsamen Schwaben des VfB ist Zorni. Er kann schneller sprechen als sein Schatten. Als Teilnehmer am DFB-Trainer-Lehrgang ist Zorni in den Taktik-Zaubertrank gefallen. Seitdem hält er sich und seine Taktik für alternativlos. Er läßt spielen wie auf einer Wildschweinjagd, was seine Spieler bisher noch nicht kannten. Das Problem ist, dass Zornis Spieler selten ins gegnerische Tor treffen, den Ball aber aus dem eigenen Tor sehr oft herausholen müssen. Zorni hat Nebensitzer Mehmet Scholl bei der Abschlussarbeit nicht abschreiben lassen, so dass der jetzt beleidigt ist und ihn als Laptop-Trainer verunglimpft. In Pressekonferenzen tippt sich Zorni oft …

Die tragischen Meister von 2007

Kevin Kuranyi kommt zurück in die Bundesliga, das wird allenthalben gefeiert, zu allererst von ihm, denn er ist eine tragische Figur im deutschen Fussball. Einst hochgelobt als Stürmerhoffnung in der Post-Rumpelfuß-Ära, wurde er von Jürgen Klinsmann rasiert vor der WM 2006. Zwei Jahre später wurde er während des Länderspiels gegen Russland auf der Tribüne bepöbelt und floh wortlos aus dem Stadion. Joachim Löw hatte wenig Verständnis dafür und suspendierte ihn. Und als schliesslich sein Heimatverein VfB Stuttgart 2007 Meister wurde, war Kuranyi zwei Saisons vorher nach Gelsenkirchen gewechselt, vermeintlich wegen der besseren sportlichen Aussichten und Zahlen, die in der Gehaltsabrechnung auf Schalke ein bisschen größer waren als im Kessel. Als Stuttgarter Homeboy, der gerne am Waranga und abseits cornert, hätte Kuranyi auch nach Stuttgart gepasst; weniger sportlich, denn an Daniel Ginczek, Martin Harnik und Timo Werner käme er nicht vorbei, eher folkloristisch, denn Karrieren verlaufen beim VfB oft tragisch. Besonders auffällig ist dies bei der Meisterschaftmannschaft 2007. Timo Hildebrand: Irritierte durch seinen Vertragspoker und verließ nach überragenden Leistungen (Bochum!) den VfB nach der Meisterschaft in …

Kiiiiiischteee! So bleibt der VfB erstklassig!

Die ZEIT schreibt, dass „der HSV, derzeit nicht lebendiger ist als seine Dino-Artgenossen“. Beim VfB hingegen ist in erster Linie die Hoffnung lebendig. Die Hoffnung, dass die Heimspiele gegen Bremen, Mainz, Freiburg und den HSV gewonnen werden. Doch woher kommt der Optimismus? Weil es der Anspruch in der Vergangenheit war, dass diese Mannschaften geschlagen werden? Sind die VfB-Verantwortlichen Traumtänzer oder Realisten? Wir haben uns die nächsten sieben Spiele ganz genau angeschaut und wagen folgende Prognose: Der VfB wird die Klasse auf Platz 15 halten. Ihr glaubt das nicht? Schaut es Euch an, so verrückt ist es nicht. Ehrlich. 28. Spieltag: VfB – Bremen 3:3 Es gab in der Vergangenheit einige Spektakel-Spiele gegen Bremen: Ein 4:4 mit drei Toren von Marcelo Bordon, irgendwann mal ein 6:3 mit drei Toren von Mario Gomez und sogar ein 6:0 mit dem Highlight, dass Artur Boka mit rechts (!) ein Treffer gelang. Und schließlich in der Meistersaison 2006/2007 ein 4:1, es war irgendwie der Anfang von allem. Damals spielten beim VfB zwei Linksverteidiger, die identisch aussahen. Da war zum einen Ludovic. Er fing …

Neckar Nine: The Skyfall of a Club

Ich fühle mich gerade so rough, warum eigentlich? Weil ich wohl als Einziger die Videos (look here) der Prenzlschwäbin langatmig und unwitzig finde. Oder liegts am drohenden Abstieg des VfB? Oder weil das Tegernseer beim Benz ausverkauft ist? Wahrscheinlich habe ich zu viele Interviews mit Noel Gallagher gelesen (wie hier), der ist ein mächtiger Stinkstiefel. Wenn ich jedenfalls an den VfB der letzten fünf bis sieben Jahre denke, kommen mir unweigerlich diese Filmtitel in den Sinn: „Inglorious bastards“, „Das dreckige Dutzend“, „I know what you did last summer“, „Skyfall“, „The Expendables“. Wenn ich die Besetzung als International Head Of Some NextGen Creative Casting machen dürfte, dann fällt meine Wahl weniger auf Trainer oder Spieler, als vielmehr auf das Management. Hier sind meine Hauptdarsteller beim VfB im Blockbuster „Neckar Nine: The Skyfall of a Club – aus meiner Sicht allesamt als Schurken besetzt: Fredi Bobic: In seiner Paraderolle als Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Von ihm wird übrig bleiben, dass er Bernd Wahler den Bären aufgebunden hat, dass Transfers immer erst in den letzten 2 Stunden der Wechselfrist …