Alle Artikel in: VfB

Der VfB ist wieder da!

Wer dachte, mit dem neuen Trainer Nico Willig und dem 1:0-Sieg gegen Gladbach wäre ein neuer Geist eingekehrt, der kennt den VfB nicht. Selbstzufriedenheit und Ehrlosigkeit sind dem Team offensichtlich nicht auszutreiben. Der alte VfB, der ist wieder da. Der, der viel zu wenig macht. Der, der sich auf einer guten Leistung der Vorwoche ausruht. Da stimmt es vorne und hinten nicht. Von der Aktivität im ersten Spiel unter Willig war nichts mehr zu sehen, konsequent war man nur, wenn es darum ging, den Berlinern einfache Tore zu ermöglichen. Auch wenn das nicht von Andreas Beck kommt, das Signal der Saison steht eigentlich klar auf Abstieg. Der Zustand des Teams, die fehlende Einstellung und der nicht vorhandene Willen lassen keinen anderen Schluss zu. Nur weil Hannover und Nürnberg noch schlechter sind, existiert die Chance auf einen Klassenerhalt über den Umweg Relegation. Eine Rettung hat diese Mannschaft nicht verdient. Die Mannschaft heute auf dem Platz mit einer schönen Geste an die Adresse von Markus Weinzierl: „An Dir lag es nicht!“ #VfB #BSCVfB pic.twitter.com/oXMp70WnU7 — Jens (@whitered1893) …

VertikalGIF #BSCVfB

Die gute Nachricht zuerst: Thomas Hitzlsperger muss keinen Shitstorm befürchten, wenn er einen neuen Cheftrainer präsentiert. Die Stimmen, dass Nico Willig auf dem Posten bleiben muss, dürften nach der Niederlage in Berlin deutlich leiser geworden sein. Denn vielleicht liegt es auch gar nicht am Trainer. Auch für moderne Trainer gilt anscheinend: „Never change a winning team“. Und so fand sich der genesene Kapitän Gentner nur auf der Bank wieder und Emiliano nicht im Kader. Doch relativ früh wurde klar, dass das nicht der VfB vom letzten Samstag war, der im Olympiastadion auf dem Platz stand. Offensichtlich bemüht, aber nicht in der Lage, die Berliner in Verlegenheit zu bringen. Harmlos. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Bis zu ersten echten Aufreger dauerte es geschlagene 33 Minuten. Dann faustete der Berliner Rekik einen Kopfball von Gonzalez aus dem Strafraum. Das Problem: Rekik ist Verteidiger, nicht Torwart. Leider war der Kölner Darkroom genauso wenig online wie der VfB Stuttgart heute. Keine Überprüfung, kein Elfmeter. Click on the button below to load …

Ja zum Abstiegskampf!

Du brauchst auch Match-Glück. Sonst wird aus einem Nico Willig ganz schnell ein Markus Weinzierl. Erst ein schlampiger Pass von Tassos Donis, dann rutscht Gonzalo Castro aus, ein einfacher Ball zwischen die Schnittstellen und Alassane Plea kann 30 Meter alleine auf Ron-Robert Zieler zulaufen. Die Chance ist so monströs groß, zumal noch zwei Gladbacher mitgelaufen sind, dass Plea sie nicht vergeben kann. Fällt hier das 0:1, ist das Spiel zu. Köpfe am Boden, Motivation am Ende, Klatsche incoming. Aber Plea scheitert an seiner Überheblichkeit und an Zieler. Statt einem Rückstand hinterherzulaufen läuft Daniel Didavi seine Gegenspieler an wie ein junger Gott, mit einer ansteckenden Energie und offensichtlich mit einer Pferdelunge. Es versucht sich Andreas Beck an Flugkopfbällen und Seitfallziehern (und sieht dabei gar nicht so übel aus), Nicolas Gonzalez gewinnt jedes (wirklich jedes!) Kopfballduell und Benjamin Pavard spielt den rechten Verteidiger nicht wie ein beleidigtes, trotziges Kind sondern im Weltmeistermodus. Als Zuschauer hat man das Gefühl, es steht eine Mannschaft auf dem Platz, nicht wie letzte Woche in Augsburg (und in sehr vielen Spielen dieser …

VertikalGIF #VfBBMG

Spiel Eins unter dem neuen Trainer, dem dritten in dieser Saison. Nach einer sehr unruhigen Woche, die gefüllt war mit Trainerentlassungen, präsidialen Ehrenerklärungen und entlarvenden Interviews des VfB-Aufsichtsrats. Umso gespannter waren die Fans, wie sich das Team gegen M’gladbach schlagen würde. Sollte Nico Willig wirklich in der Lage sein, der Mannschaft die Lethargie auszutreiben und seine guten Pläne in die Tat umzusetzen? Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Doch schon kurz nach Anpfiff sah es so aus, als könnten wir unsere Hoffnungen zu den anderen Erwartungen packen, die wir vor der Saison hatten. Denn bereits nach vier Minuten rannten gleich drei Gladbacher auf Ron-Robert Zieler zu, der aber abwehren konnte. Wie sagte Nico Willig später im Interview: Man muss auch mal das nötige Matchglück haben. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Der VfB, den man dann in der Folgezeit sah, hatte nur wenig mit der VfB-Karrikatur zu tun, die wir in Augsburg erleben mussten – zum Glück! Frühes Anlaufen, Pressing und …

Was Du Wolle?

Er wirkt gehetzt, leicht aufgelöst, seine Stirn glänzt, er schwitzt ein wenig. Normalerweise lässt sich Wolfgang Dietrich von seinem Fahrer vor dem Neckarstadion absetzen. Um die paar Meter zur Geschäftsstelle selbst zu laufen und um vor dem Stadion mit ausgebreiteten Armen zu rufen: „Alles meins!“ Dieses Mal verzichtet er darauf, denn es hätte ihn zu sehr geschmerzt, sich an den letzten Samstag zu erinnern. Minusrekord bei den Zuschauerzahlen, und das beim Derby gegen den Karlsruher SC. Nur 28.000 Zuschauer bei der 0:3-Niederlage, da kommt selbst der Präsident ins Schwitzen. Wir schreiben das Jahr 2021, seit Sommer 2019 hat der VfB sieben Trainer und vier Sportvorstände verschlissen. Als erstes erwischte es Thomas Hitzlsperger im Herbst 2019. Er und Nico Willig hatten zwar den Klassenerhalt geschafft, weil Holger Badstuber zum Held der Relegationsspiele gegen Heidenheim wurde, doch Platz 14 nach zehn Spieltagen war in der Folgesaison einfach zu wenig für die Ansprüche des Präsidenten. Neuer Trainer, neuer Sportvorstand, same procedure as every season. Ohne den besonnenen Führungsstils Hitzlspergers ging es für den VfB dann jedoch in die …

Eine Schande

Ich wusste schon vor dem Spiel: Der VfB kann mir nix an diesem Wochenende. Vier Tage frei, Hero-Wetter, Family-Business, Grillen und den Höhepunkt der Woche bildete am Mittwoch bereits das Treffen mit den Kult-Bloggern von kessel.tv. „So nice Dudes“, würde Gentleman sagen. Steile These vom #Vertikalkessel Fußball-Stammtisch gestern: Bobic holt Gonzalez nach Frankfurt, wo er als Gonzalic voll einschlägt. — Gustl Kokos (@kollegegeiger) 18. April 2019 Auch dieses sogenannte Entscheidungsspiel in Augsburg, das der VfB kampflos mit 0:6 verlor, änderte daran nichts. Ich mache es wie die Spieler auf dem Feld gegen Augsburg: Mir ist der VfB egal. Mir ist auch egal, dass der Präsident den VfB seit 2016 systematisch zugrunde richtet und den Nachweis seiner Integrität seit seiner Wahl vermissen lässt. Mir ist der Trainer egal, der seit seinem Amtsantritt eine solch jämmerliche Figur beim VfB abgibt wie noch nie ein Trainer vor ihm. Da ist es fast schon erstaunlich, dass Thomas Hitzlsperger den schlechtesten Trainer der VfB-Geschichte nicht bereits in der Pause entlassen hat. Zusammen mit Emiliano Insua, verdient hätten eine Entlassung beide. …

VertikalGIF #FCAVfB

Ostersonntag. Herrlichstes Wetter. Ostereier suchen und Schokohasen essen bis einem schlecht wird. Kann es etwas schöneres geben? Vielleicht. Aber das Spiel des VfB Stuttgart in Augsburg gehörte definitiv nicht dazu. Ganz im Gegenteil: Da war einem schon schlecht bevor man den ersten Schokohasen verspeist hatte. Klarer Fall: Das Team von Markus Weinzierl hatte leider vor dem wichtigen Spiel gegen einen direkten Tabellennachbarn seine Eier nicht gefunden. Kein Fußballwunder, keine Auferstehung. Trotzdem hier unser VertikalGIF in der Osterversion: Markus Weinzierl hatte mal wieder umgestellt und ließ Esswein als Rechtsverteidiger und Kabak auf der Doppel-Sechs spielen. Aber wie schon häufiger in letzter Zeit wirkten seine Maßnahmen mehr aktionistisch denn sinnvoll und wohl überlegt. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Bereits nach 11 Minuten stand es 1:0 für den FC Augsburg. Das Abwehrverhalten der VfB-Hintermannschaft sah dabei ungefähr so aus: Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Nur 18 Minuten später waren bereits zwei weitere Tore gefallen. 3:0 nach nicht einmal 30 Minuten. Einsatzwillen, …

Der Trixxer

Im Fußball werden sie geliebt, die Fummler, Dribbler, Trickser und Schnickser. Ihr Geschäft sind die Übersteiger und die Hackentricks, das Tarnen und Täuschen, das ins Leere laufen lassen des Gegners. Sie sind die Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Die Zauberer auf dem Spielfeld. Der VfB-Präsident Wolfgang Dietrich ist auch so einer, nur kann seine Beliebtheit mit Spielern wie Leroy Sané, Kingsley Coman, Ante Rebic oder Jadon Sancho nicht mithalten. Und die Recherchen des kicker rund um sein Quattrex-Firmengeflecht haben sein Image auch nicht gerade positiv verändert. Völlig unverständlich, denn seine Kabinettstückchen sind weitaus komplizierter als die der zuvor erwähnten Rasenartisten. Im Vorfeld der Präsidentenwahl 2016 wurden Dietrichs Beteiligung an der Quattrex Sports AG von der DFL geprüft und letztlich für unbedenklich empfunden. Zur Erinnerung: Die Quattrex Sports AG vergibt Kredite an Fußballvereine. Zu den Kunden zähl(t)en Heidenheim, Kaiserslautern, Nürnberg und Union Berlin. Je erfolgreicher der Club agiert, desto stärker steigt der Kredit im Wert. Sollte es also zu einer Relegation zwischen dem VfB Stuttgart und Union Berlin kommen, wäre Dietrich auf jeden Fall der Gewinner: Entweder als …

So sehen Sieger aus!

Wir sollten in dieser schweren Stunde nach der unglücklichen Niederlage gegen Leverkusen nicht vergessen, was alles gut ist beim VfB Stuttgart. Wir haben einen sympathischen Sport-Vorstand, der den VfB gut zu repräsentieren weiß und wir haben seit neuestem einen Kaderplaner von internationalem Ruf. Die wohl beste Kombination für die zweite Liga in der nächsten Saison. Es wurden hervorragende Strukturen und Rahmenbedingungen nach der Ausgliederung geschaffen, die es möglich gemacht haben, dass Michael Reschke über 50 Millionen für Transfers und Gehälter ausgeben durfte, ohne dass ihn dabei jemand gebremst hätte. Wir haben einen Präsidenten mit großer Sportkompetenz. „Einfach alle Heimspiele gewinnen, fertig“, so seine Zielsetzung für den Klassenerhalt. Ich frage mich, warum sich niemand daran hält. Macht ja sonst jeder, was er sagt. Die Marketing-Abteilung glänzt mit kreativen Hashtags und motivierenden Kampagnen, die die Marke VfB mit gutaussehenden Hipstern mit Sick-of-it-all-Attitüde auflädt. Wir haben einen konsequenten Trainer, der konsequent auf einen eindimensionalen Matchplan (Defensive) setzt und ebenso konsequent auf ein strukturiertes Offensivspiel verzichtet. Er ist also einer, der wenig Wert auf Spielsysteme aber umso mehr auf …

Relegation olé!

Stuttgart ist nicht Augsburg (diesen Satz ein bisschen wirken lassen). Denn beim VfB wird nicht die letzte Option gezogen, um noch einmal einen Reiz zu setzen wie beim FCA mit den Entlassungen von Manuel Baum, Jens Lehmann und Stefan Schwarz. Aber machen wir uns nichts vor: es wäre ein Wunder, wenn der VfB gegen Leverkusen punktet. Denn anscheinend haben sich alle bereits mit der Relegation abgefunden. Der Trainer Markus Weinzierl, der sowieso nur noch auf seine Papiere zu warten scheint, während um ihn herum der VfB 2019/2020 gebaut wird. Die Spieler, was sich unschwer an deren Spielweise und Aussagen (zuletzt Ron-Robert Zieler und Andreas Beck) erkennen lässt. Beck: „Wir wollten dieses Spiel nicht verlieren, und das haben wir geschafft.“ Fans lagen sich nach Abpfiff mit Freudentränen in den Armen bis schließlich alle Dämme brachen. Der Platz gestürmt und Stücke des Rasens gesichert angesichts dieser historischen Leistung. #VfB — Danny1893 (@DannyDan1893) 8. April 2019 Der Sportvorstand, der ansonsten Markus Weinzierl entlassen hätte, um noch einen Akzent im Abstiegskampf zu setzen. Aber Stuttgart ist nicht Augsburg und …