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Ein Mal Weltklasse reicht nicht gegen Leipzig

Der VfB Stuttgart kommt im Saisonfinale auf dem Zahnfleisch daher. Viele verletzte Spieler, verschossene Elfmeter und jetzt auch noch eine frühe rote Karte. Deshalb mussten die wackeren Stuttgarter in Leipzig 80 Minuten leiden. Dass es dann „nur“ zwei dämliche Tore werden, hat der VfB in erster Linie einer aufopfernden Abwehrleistung und einem überragenden Gregor Kobel zu verdanken. Gut, dass der VfB in der bisherigen Saison so gut performt hat. Dank 39 Punkten gibt es keine Abstiegssorgen mehr und selbst vier Niederlagen in den letzten vier Spielen fallen weniger ins Gewicht. Die zweite Reihe kann sich zeigen. Roberto Massimo zum Beispiel macht in Leipzig eine sehr solide Partie, nachdem er zuletzt einige wacklige Momente hatte. Dann wirft Pelegrino Matarazzo gegen Ende auch noch Mo Sankoh rein. Er kam im Sommer von Stoke City und schoss bereits in der U19 und U21 alles in Grund und Boden. Jetzt feiert er mit 17 Jahren sein Bundesligadebüt, auch wenn es eine undankbare Aufgabe war in Leipzig beim Stand von 2:0 in Unterzahl. Mann des Spiels jedoch ganz klar Gregor …

Eine Frage der Qualität

Es ist nicht so, dass der VfB ein schlechtes Spiel gemacht hätte gegen den VfL Wolfsburg. Aber eben auch kein gutes. Letztlich setzt sich der Tabellendritte mit seiner Effizienz, Cleverness und individuellen Qualität durch. Als es wild hin und her ging in der ersten Halbzeit und ich von der einen oder anderen Szene des VfB enttäuscht war, fragte ich mich: Wie viele wirklich schlechte Spiele hat der VfB in dieser Saison gemacht und gehört dieses dazu? Eigentlich kann ich mich nur an eine schlechte Partie erinnern: die 3:0-Niederlage gegen Arminia Bielefeld. Ansonsten hatte der VfB immer wieder schlechte Phasen wie die 15 Minuten gegen Bayern München oder die erste Halbzeit in Leverkusen. Gegen die Wölfe wechselten sich gut und schlecht innerhalb von Sekunden und Spielszenen ab. Guten Ballgewinnen folgten schlampige Zuspiele, bei an sich guten Umschaltaktionen wurde in die falsche Zone gespielt, in offensiv vielversprechenden und defensiv gefährlichen Räumen sprang der Ball vom Fuß oder wurde unsauber gepasst, nach guter Verteidigung wird der zweite Ball nicht (gut) verteidigt. Wie beim 0:1, als Marc-Oliver Kempf zwar …