„Und das sollen Halunken sein?“
Ich muss zugeben: Ich hatte vor Atletico Angst. Der Vorjahres-Halbfinalist liegt dem VfB nicht, zu robust, zu fies, ähnlich wie Porto letzte Saison. Nach dem 1:1 muss ich sagen: Der VfB hätte diese enttäuschende Truppe mit 4:1 aus dem Stadion schießen müssen. Vor dem Spiel rief mich mein Kollege Daniel an, wollte mir Glück wünschen: „Und, wie geht’s aus?“ Was man halt so fragt, wenn man von Fußball keine Ahnung hat. „Glück werden wir brauchen und ein Spaß wird das nicht. Thomas Müller bezeichnete die mal als Rabauken. Und meinte eher Halunken, Schurken, Bösewichte.“ „Was heißt das?“ „Mein Nebenmann im Stadion nennt das Asshole-Ball: Sie wollen eigentlich gar nicht Fußball spielen, die wollen das Spiel zerstören. Die machen den Gegner kaputt, sie sind mehr am Gegenspieler interessiert als am Ball. Versteckte Fouls, Schauspielerei, Diskussionen mit dem Schiri. Madrid wird maximal nerven und plötzlich schießen sie aus dem Nichts ein Tor!“ „Aha.“ Was man halt so sagt, wenn man kein Wort verstanden hat Dass der VfB eine mitreißende erste Halbzeit hinlegt, damit hatte ich nicht gerechnet. …







