Viel schlechter hätte es Nagelsmann auch nicht gemacht
Jürgen Klopp kann gut schwätzen, bei ihm hört sich alles gut an, auch wenn die Ergebnisse eher mau sind. 1:1, 0:1, 2:0, 0:0. „Ich hätte nicht gedacht, dass nach nur zwei Wochen mit der Truppe solch ein Fußball möglich ist.“ Was genau meint er damit? Wie wild rumrennen? Gegen kämpfende Griechen nicht einmal ein Tor schießen? Gegen ein allenfalls mittelmäßiges Griechenland selbst allenfalls mäßig spielen? Gegen hilflose Serben schmucklos mit 2:0 gewinnen? Man könnte auch sagen: Viel schlechter hätte es Julian Nagelsmann auch nicht machen können. Bei Klopp ist alles größer. Der Kader sowieso. Sein Lachen. Seine Gestik. Seine Interviews. Selbst die kleinste positive Regung wird behandelt, als sei gerade eine neue Fußballidee entdeckt worden. Auf dem Platz allerdings sprinten allenfalls mittelmäßige Spieler durch die Gegend. Er nennt das Gegenpressing. Vielleicht ist es aber auch einfach das, was passiert, wenn eine Mannschaft nicht genau weiß, was sie mit dem Ball anfangen soll. Wenn wir keine Spitzenspieler haben, dann sollen die dankbar Nominierten wenigstens rennen können. Laufbereitschaft und Leidenschaft sind die Basics, aber auf keinen Fall …







