Spiel mir das Lied vom Glück
Jeff Chabot hatte an diesem Nachmittag einen ziemlich undankbaren Job. Er musste Niclas Füllkrug daran hindern, den VfB im Alleingang auseinanderzunehmen. Füllkrug brachte alles mit, was einem Innenverteidiger den Nachmittag versauen kann: einen Lauf, Wucht, Timing und eine Präsenz, die selbst dann noch Eindruck machte, wenn der Ball nicht einmal in der Nähe war. Füllkrug stieg zum Kopfball hoch, drückte Chabot weg, legte ab. Chabot hielt dagegen, warf sich in Zweikämpfe, blockte, grätschte, opferte sich auf, war sich für nichts zu schade. Füllkrug gewann viele dieser Duelle. Chabot das Publikum. Das Duell hatte etwas Archaisches. Es wurde geschoben, gezogen, gerempelt, gefoult und um jeden Zentimeter gerungen. Füllkrug bekam seine Erfolgserlebnisse, aber eben nicht das, wofür ein Stürmer lebt: ein Tor. Chabot dagegen stachelte mit jedem gewonnenen Zweikampf das Publikum an. Dass das nicht immer elegant aussah, ist bei Chabot nichts Neues. Aber ihm liegen diese epischen Mann-gegen-Mann-Duelle, Serhou Guirasy wird froh gewesen sein, in Dortmund auf der Tribüne gesessen zu haben. Wenn er an Chabot denkt, denkt er an Schmerzen. Während sich Chabot an Füllkrug …








