Mario Gomez nannte ihn „El Commandante“
2006, nach einer verheerenden Saison mit Giovanni Trapattoni, die Armin Veh mehr schlecht als recht über die Bühne brachte, war die Stimmung endgültig am Boden, als Zvonimor Soldo seine Karriere beendete. Der langjährige Kapitän hatte zwar den Aktionsradius eines Bierdeckels, aber eine riesige Autorität. Ersetzen sollte ihn ein Mexikaner namens Pavel Pardo, den Jung-Manager Host Heldt zusammen mit Ricardo Osorio verpflichtete. “Nie gehört” war die Reaktion der meisten VfB-Fans, obwohl der Mittelfeldstratege noch kurz zuvor bei der WM in Deutschland spielte. Die Zweifel, ob Heldt den Sprung vom Spielfeld zum Manager schafft, waren eben groß. Auch wenn er als „Beckenbauer Mexikos“ bezeichnet wurde, die Ausstrahlung und den Einfluss Soldos wurden ihm nicht zugetraut. Dabei beanspruchte Pardo von Anfang an eine Führungsrolle im Team vom Armin Veh. Bei seiner Ankunft mit Landmann Osorio machte er klar: „Er ist noch jung und ich bin der Chef!“ Ein sonniges Gemüt zeichnete Pardo aus, er kam schnell an, integrierte sich, suchte den Austausch mit Trainern und Mitspielern, redete mit Händen und vor allem mit Füßen, mit Pässen und Laufwegen. …






