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Der Schiedsrichter ist nie Schuld!

Das steht varscheinlich auch in irgendeinem Regelbuch, Unterpunkt: „Unfehlbarkeit der Unparteiischen“, womöglich auf englisch mit einer Abkürzung: “Referees are always right“ (RAAR). Aber es stimmt auch: Wenn ein Club ein Spiel verliert oder nicht das gewünschte Ergebnis erzielt, ist der Schiedsrichter nicht Schuld. Der Schiedsrichter ist nicht Schuld, dass der VfB nach dem Blitzstart durch Chris Führich die Heidenheimer im Spiel ließ. Die Schiedrichter ist nicht Schuld, dass die Heidenheimer den VfB auf ihr Niveau runter zogen und den Stuttgartern ihr wildes Spiel aufzwangen. Der Schiedsrichter ist nicht Schuld, dass Lorenz Assignon die rechte Seite nicht besetzt hielt, als Sirlord Conteh den Ball auf Eren Dinkci spielen konnte, den Maxi Mittelstädt aus dem Auge verlor. Der Schiedsrichter ist nicht Schuld, dass Ramon Hendriks zu lange zur Ballverarbeitung benötigte vor dem 3:2. Der Schiedsrichter ist nicht Schuld, dass Deniz Undav in der Nachspielzeit ins kurze Eck zielte statt ins lange zu schlenzen. Aber der Schiedsrichter nimmt zusammen mit dem VAR massiv Einfluss auf das Spiel. Dadurch Ermedin Demirovic auf den Spuren von Mario Gomez, der einst …

Eine schnelle Nummer

Kurz vor dem Abflug vom Glasgow Airport informierte der Flugbegleiter die Passagiere über die Reisedauer: Eine Stunde und fünzig Minuten bis zur Landung auf den Fildern. Oder wie er es formulierte: “Eine schnelle Nummer”. Das kann man auch über das Auswärtsspiel des VfB Stuttgart bei Celtic Glasgow sagen. Das Team von Sebastian Hoeneß, das ohne weitere Übernachtung auf der Insel bereits in den frühen Morgenstunden am Freitag wieder in Stuttgart landete, brauchte keine 48 Stunden, um ein Ausrufezeichen in Europa zu setzen. Und das in einem Stadion, das auf der Bucketlist vieler Fans stand, gegen einen Gegner mit großem Namen und aktuell vielen Problemen. Wer sich ein wenig in die Gründe hinter den Fanprotesten einlesen will, kann das hier tun. Die meisten VfB-Fans waren vermutlich länger in Glasgow als 48 Stunden, aber auch sie werden innerhalb kürzester Zeit gemerkt haben, dass diese Auswärtsfahrt etwas ganz besonderes ist. Nach gut zwei Stunden Flug war alles anders: Der Verkehr, die Währung, die Steckdosen, die Sprache und sogar die Zeit. Nur das Wetter war genauso schlecht wie in …