Das steht varscheinlich auch in irgendeinem Regelbuch, Unterpunkt: „Unfehlbarkeit der Unparteiischen“, womöglich auf englisch mit einer Abkürzung: “Referees are always right“ (RAAR). Aber es stimmt auch: Wenn ein Club ein Spiel verliert oder nicht das gewünschte Ergebnis erzielt, ist der Schiedsrichter nicht Schuld.
Der Schiedsrichter ist nicht Schuld,
dass der VfB nach dem Blitzstart durch Chris Führich die Heidenheimer im Spiel ließ.
Die Schiedrichter ist nicht Schuld,
dass die Heidenheimer den VfB auf ihr Niveau runter zogen und den Stuttgartern ihr wildes Spiel aufzwangen.
Der Schiedsrichter ist nicht Schuld,
dass Lorenz Assignon die rechte Seite nicht besetzt hielt, als Sirlord Conteh den Ball auf Eren Dinkci spielen konnte, den Maxi Mittelstädt aus dem Auge verlor.
Der Schiedsrichter ist nicht Schuld,
dass Ramon Hendriks zu lange zur Ballverarbeitung benötigte vor dem 3:2.
Der Schiedsrichter ist nicht Schuld,
dass Deniz Undav in der Nachspielzeit ins kurze Eck zielte statt ins lange zu schlenzen.
Aber der Schiedsrichter nimmt zusammen mit dem VAR massiv Einfluss auf das Spiel. Dadurch Ermedin Demirovic auf den Spuren von Mario Gomez, der einst gegen Sandhausen einen VAR-Hattrick schoss. Der VfB traf fünf Mal gegen den Tabellenletzten, wovon zwei Tore aberkannt wurden. Der VfB kassierte drei Treffer gegen den Tabellenletzten – zwei Mal mit Hilfe der Schiedsrichter. Das Team der Unparteiischen agiert nicht auf konsistente Art und Weise. Wer Sascha Stegemann beim Zweikampf zwischen Mittelstädt und Dinkci an den Bildschirm ruft, sollte dies konsequenterweise auch bei der Bewertung der Auseinandersetzung zwischen Hendriks und Stefan Schimmer vor dem 3:2 machen.
Der VAR ist nicht Schuld.
Und liegt auch bei der Einschätzung einer „klaren Fehlentscheidung“ nie daneben – das bescheinigen sie sich bequemerweise selbst. Wo kämen wir denn da hin, Fehlerkultur und Kritikfähigkeit zu zeigen. Es mag an der schwammigen Formulierung „klare Fehlentscheidung“ liegen, aber die Eingriffe des VAR sind Woche für Woche immer weniger nachzuvollziehen.
Das gilt auch für die halbautomatische Abseitserkennung namens „SAOT“. Mir fällt da nur „LMAA“ ein, wenn ich die pixligen Bilder aus den 70er Jahren sehe, die erklären sollen, dass die Entscheidung die richtige ist. Das erhöht weder die Glaubwürdigkeit noch die Akzeptanz mit solchen Bilder zu arbeiten, denn man erkennt einfach nichts. Es wirkt beliebig und wahllos zusammen gestellt. “Bessere” Bilder einen halben Tag später machen es auch nicht besser. Man hat zudem den Eindruck, dass die Bilder konstruiert werden, um die eigenen (Fehl-)Entscheidung zu legitimieren.
Selbst wenn man Stegemann eine gute Leistung attestiert (der kicker vergab allen Ernstes die Note 2,5,):
Verhalten, Linie und Entscheidungskonsistenz beeinflussen das Spiel, die Spielverläufe, die Emotionen. Man macht es sich zu einfach, den Schiedsrichter als Alleinverantwortlichen für den Ausgang eines Spiels zu sehen. Aber er ist ein Faktor, der das Spiel in die eine wie die andere Richtung lenken kann.
Die Schiedsrichter machen es sich ebenso zu einfach, sich selbst mit fadenscheinigsten Begründungen aus der Verantwortung zu nehmen. Schiedsrichter sind Teil des Spiels und am besten sind sie, wenn man sie nicht bemerkt. Wann ist das einem Unparteiischen zuletzt gelungen?
Was bleibt:
Die Schieds- und Videoschiedsrichterlogik ist so kompliziert geworden, dass die Schiris mit der korrekten und kongruenten Umsetzung überfordert sind.
Und: Du kriegst den VfB nicht kaputt.
Auch nicht wenn das Team glaubt, das 1:2 geschossen zu haben, um dann wenige Minuten 2:1 hinten zu liegen. Du bekommst es auf einen Pferdeacker nicht klein, Du brichst ihren Widerstand nicht mit Starkregen und Du entmutigst es auch nicht mit unangenehmen und talentfreien Gegenspielern wie Benedikt Gimber, die mangels eigener Qualität mehr den Gegner treten als den Ball.
Das Team „rettet“ sich immerhin zu einem Remis – das für die Ambitionen des Clubs aber zu wenig ist.
Zum Weiterlesen:
Die Süddeutsche Zeitung meint: “Alle, die schon immer was gegen den Videoreferee hatten, durften sich von dieser Partie bestätigt fühlen. Und alle, die den Videobeweis für eine gute Idee halten, erst recht.“
Rund um den Brustring stellt wütend fest: “Grotesk ist die selektive Anwendung des VAR. Die Eingriffsschwelle wird so angepasst, wie man es gerade braucht, um dem Kollegen auf dem Feld den Allerwertesten zu retten”, meint aber auch, dass der VfB mental zu wenig investiert habe.
Bild:
Sebastian Widmann/Getty Images


Die Schiedsrichter haben schon immer auf Spiele Einfluss genommen und auch entschieden. Mit oder ohne Technik. Das Thema Schiedsrichter wird bleiben solange es den Fussball gibt. Es muss halt entschieden werden. Da fühlt sich immer eine Seite benachteiligt.
Sehr richtig ist die Analyse was unser Defensivverhalten betrifft. Da möchte ich anmerken, dass alle Situationen aus Kontern entstanden. Auch der Elfer gegen uns. Muss man sich bei einer Auswärtsführung so auskontern lassen nur im das eigene Pressing durchzusetzen? Wäre eine zweite defensivere Variante als Option nicht hilfreich? Wie hätte das der FCB denn gemacht? Gewartet gekontert erledigt. Ich finde uns taktisch nicht CL reif obwohl die CL drin wäre. Und das liegt nicht an den Schiedsrichtern😉
Bin beim Thema Schiedsrichter soweit bei dir, dass wir nie eine 100%ige einheitliche Meinung bzw. Bewertung diverser Spielszenen haben werden.
Ich hatte bisher eigentlich auch eher eine neutrale Haltung gegenüber dem VAR, was inzwischen aber immer mehr Richtung contra VAR umschwenkt.
Warum?
Weil mir die Verschiebung von Emotionen für das Fußballspiel hin Richtung VAR in Kombination mit Schiedsrichter immer mehr wesentliche Dinge des Fußballsports rauben: Torjubel, unendlich lange (unerklärte) Unterbrechungen, kaum mehr Spielleitung durch menschliche Führungsstärke, Empathie und Kommunikation – stattdessen immer mehr durch zweifelhaftes, halbautomatisches Auseinanderklamüsern einzelner Frames und Superslomos.
Ich habe langsam das Gefühl, wir verlieren uns immer mehr im Klein-Klein der technischen Möglichkeiten und verlieren so immer mehr den Sport an sich…
Deswegen komme ich langsam auch wieder dahin zu sagen, lasst uns den ganzen VAR-Quatsch abschaffen (außer Torlinientechnik) und lasst mich als Fan dann eben wieder erst nach dem Spiel über diverse Fehlentscheidungen (dann auch tatsächlich offensichtlich und menschlich) aufregen!
@Olli
Bei Argumentation kann ich sehr gut mitgehen.
@Jochen
Das FCB-Beispiel ist nicht so förderlich, weil gerade die oft genau diese Tore bekommen, weil sie auch bei Führung extrem hoch schieben und Mann-gegen-Mann ins Pressing gehen.
Taktisch nicht CL-reif? Platz 4 spricht im Moment gegen diese Einschätzung.
Was bleibt von diesem Spiel?
– Dass man Hendriks lieber auf links sieht( und der geliebte Maxi draußen bleibt)
– Dass Tomas alles andere als ein Startspieler ist
– Dass Chema nicht schlecht spielt, und trotzdem Karazor fehlt
Und und und.
1 Punkt aus jeweils 2 Spielen gegen Union und Heidenheim tut weh, völlig wurscht ob man sich für die EL oder CL qualifizieren will.
Dann gibt es die Mär von der Rotation. Ja, die anderen müssen spielen, sonst werden sie nicht besser.
Ich finde unseren VfB super, und wenn es wieder den Pokalsieg braucht um in die EL zu kommen – sind wir alle happy.
Hoeneß zurecht auf 180 – ehrlich – diese Treterspiele hasse ich. Heidenheim tritt, schiebt und dann diese Szene. Sehe ich auch wie unser Trainer. Und wo war das bitte Abseits das Medo Tor? Ich hätte mal wieder Bock VW mit 6:1 aus dem Stadion zu schiessen. Schauen wir nach vorn, über Sonntag reg ich mich nur auf.
Ja, @abiszet, deine Gedanken sprechen mir aus der Seele.
Mir kamen schon Ideen wie “Abseits ganz abschaffen” ( Es lebe die Torflut) oder “Hand im Strafraum völlig straffrei stellen”.
Das Problem ist wahrscheinlich nur, dass dann neue Baustellen eröffnet werden( Nachspielzeit auf die Sekunde pünktlich abpfeifen oder im Ermessen Schiri?, ultrabrutale Fouls nicht bloss rote Karte sondern Sperre für mindestens 6 Spiele?
Spielverzögerung bei Auswechseln (durch langsames vom-Platz-gehen) mit gelber Karte ahnden? usw. usw.usw.
Wo fängt man an,wo hört man auf, ohne zu riskieren,dass Fussballspiele halbjuristische Angelegenheiten werden?
Verfeinerung der Technik ( Abseits) ist nicht die Lösung, die Definition wo die Linie gezogen wird auch nicht! Dann brauchen wir noch Vermesser auf dem Spielfeld mit Lasergerät.
So hart es klingt: Das Beste wäre es, zu akzeptieren, dass “nur richtige Entscheidungen während eines Spiels” eine Illusion sind und alle Menschen ( Schiris,VAR, Trainer,Zuschauer und Spieler und die Medien bei der Nachlese Fehler machen) Is’ im Einzelfall Scheisse, aber m.E. nicht zu vermeiden.
VfB-Spieler sollen ihre Hausaufgaben machen, dann ist diese Saison eine Sensation möglich.
Es grüsst euch der Achim aus Esslingen
Das Problem ist doch, das den Schiedsrichtern vom VAR die Eier genommen wurden, Sachverhalte selbst zu entscheiden und dazu zu stehen.
Sie trauen sich doch oft gar nicht mehr zu pfeiffen oder auch nicht, weil der VAR sie ja widerlegen könnte und sie damit als schlechten Schiedsrichter entlarvt.
Aber eins ist auch sicher, diejenigen die fordern den VAR abzuschaffen, sollten sich klar sein, daß dann auch sämtliche Zeitlupen usw. auch abgeschafft werden sollten. Denn nur das würde den Schiedsrichter helfen und wieder stärken.
Ich halte den VAR nicht grundsätzlich für schlecht wenn er richtig eingesetzt wird, für meine Begriffe liegt da das Problem. Ein Vergleich, Mittelstädt trifft Dinkci leicht am rechten Fuss und dann geht plötzlich der linke Fuss Dinkcis in die Luft ! Merkwürdig, aber gut, der Feldschiedsrichter entscheidet weiterspielen und jetzt kommt der VAR – warum ? Liegt hier eine eindeutige Fehlentscheidung vor sodass dessen Eingreifen zwingend ist ? Wenn Stegemann diese Szene aus dem Spiel heraus als Elfmeter entscheidet, kann ich damit leben, aber so nicht.
Bleiben wir bei dieser Szene, der VAR schreitet ein, es wird überprüft und es wird auf Elfmeter entschieden weil hier ein FOULspiel vorliegt.
Vor einigen Wochen rutscht ein Spieler mit gestrecktem Bein und offenen Sohle in den Gegner und trifft ihn oberhalb des Sprunggelenkes. Der Feldschiedsrichter entscheidet auf FOULspiel und gibt nicht mal eine gelbe Karte, der VAR meldet sich nicht.
In Summe werden somit beide Szenen völlig gleich sanktioniert, das üble Foulspiel auf dem Feld mit Freistoß und bei Mittelstädts Kontaktchen mit Elfmeter weil es halt im Strafraum war. In der einen Szene meldet sich der VAR, bei der anderen Szene eben nicht.
Und genau da liegt für mich das Problem, die völlig willkürliche und uneinheitliche Einmischung des VARs bei oftmals vergleichbaren Szenen.
Die angebliche Abseitentscheidung bei Medos Tor ist einfach nur noch lächerlich, vor allem dann wenn sie nicht mal mit verschiedenen Bildern eindeutig aufgeklärt werden kann. Das im Kicker dargestellte Bild wird vom DFB aus meiner Sicht völlig falsch interpretiert. Medo steht auf der Linie, der Oberkörper mit Arm etwas im 16er (vielleicht 10-15 cm). Weiter rechts steht aber der HDH Spieler (Traore ?) IM Strafraum, auch ca. 10-15cm innerhalb ! Wie kann das dann Abseits sein ?
Am Sonntagabend ist halt alles zusammengekommen, die desolate Spielleitung (Schiri + VAR) und das eigene Unvermögen sich gegen den Tabellenletzten 3 Tore einschenken zu lassen. Das macht halt eine “große” Mannschaft mit Blick nach oben aus, solche Spiele auf die eigene Seite zu ziehen und die 3 Punkte letztlich einzufahren.
Ein Wort noch zu Hoeness, ich hätte an seiner Stelle zunächst meine Besten auflaufen lassen und wenn dann (hoffentlich) der Sieg sichergestellt ist (evtl. um die 60 – 70 Min.), dann hätte ich gewechselt und Spieler geschont. Aber hinterher ist man im schlauer.
Leider hat halt auch Undav wieder mal einen fast 100-Prozenter kurz vor Schluß liegen lassen. Hätte er den Ball ins lange Eck geschlenzt wäre er ziemlich sicher drin gewesen.
Schade, es war die Gelegenheit bis auf 1 Punkt an den Tabellendritten heranzurücken und auf die die nachfolgenden Mannschaften ein kleines Polsterchen zu schaffen.
Wir brauchen einen VAR für den VAR. Der schaltet sich dann ein, wenn
– der VAR Kaffee trinkt
– der VAR nebenbei mit dem Handy rumspielt
– der VAR eingeschlafen ist
– der VAR nebenbei Maultaschen macht
– der VAR beim Online-Binockel erwischt wird
– der VAR in der Nase bohrt und dabei zu weit nach oben kommt
– der VAR sich nach dem Klo die Hände nicht wäscht
– der VAR kokst (Vorsicht: die “Line” genau ziehen!)
Oleg,
Du bist genial. 🤣
Will sagen: Ich stimme dir voll und ganz zu, dass man diese VAR-Scheisse ( sorry für die ungehobelte Ausdrucksweise) nur mit Humor oder viel 100%igem Alkohol ertragen kann.
Sich über den VAR-Schiedsrichter zu ärgern ist verlorene Lebensqualität, der DFB wird seine Leute immer wieder schützen, also ist das gleichzeitig ein Kampf gegen Windmühlen. Als Demirovic den Kopfballtreffer erzielt hat bin ich ganz ruhig geblieben, weil ich sofort ein mögliches Abseits einkalkuliert hatte, und leider wurde auch so entschieden. In einschlägigen Foren ist derweil die Diskussion völlig aus den Fugen geraten, da liest man Dinge wie Mafia oder Bestechung, ich finde das muss nicht sein.
@Oleg
Großartig!
Das hat das Potential für einen eigenen Text :-)
@Ronny
Geht mir ähnlich. Vor allem bei den Situationen mit einem Freistoß. Seit Narteys vermeintlichem Treffer gegen die Bayern warte ich immer erst ab, was passiert.
Das darfst du gerne nach Gutdünken verwursten!
Sehe ich auch so. Jubeln erst nach 2 Minuten schont die Nerven
Wir sollten vermeiden, die VAR-Diskussion mit den Mängeln unseres Spiels am Sonntag zu vermischen. Das eklatante Frustpotenzial der ersten hat nichts mit dem der letzteren zu tun. Klar, dass die Aufregung über die “Leistung” von Schiri und Keller durch das Ergebnis befeuert wird. Die Tatsache, dass Spiele so eigentlich nicht weiterhin geleitet können, wäre aber auch dann noch gegeben, wenn wir dieses Spiel hoch und klar gewonnen hätten. Es wäre in dem Fall nur einfacher gewesen, die verschiedenen Ereignisse am So zu verdrängen.
Für mich persönlich ist die Diskussion der Abseitsentscheidung vor Medos Tor der traurige Höhepunkt der ganzen Geschichte – bzw. das Bild, mit dem der DFB jetzt die Korrektheit der Entscheidung meint belegen zu können. Ich weiß nicht, ob das nur ich bin, aber mich persönlich macht dieses Bild und die Erläuterungen dazu aggressiv.
Dem menschlichen Auge fällt sofort auf, dass die rote Linie evtl. mit der Schulter von Chabot korrespondiert, aber nicht mit der von Demirovic, der deutlich weiter weg vom Tor positioniert ist. Zumindest für mich sieht es ganz klar so aus, also ob die weiße Linie von Demirovics Schulter nicht orthogonal zum Boden verläuft. Insbesondere, wenn sie mit der gelben Linie des Heidenheimer Spielers verglichen wird. Ich sehe hier eine Verschiebung des Bodenpunkts der weißen Linie in Richtung Tor.
Angeblich kann das System hier keine Fehler machen und ist auch nicht händisch beeinflussbar. Diese Linien werden offenbar auf jeden Fall orthogonal zum Boden berechnet und Eindrücke wie hier, die dem entgegenstehen, resultieren aus Kalkulationen des Systems, das verschiedene Kamerawinkel, Spielfeldwölbungen etc. ausgleichen muss. Dem System kann daher absolut getraut werden. Unseren Sinnesorganen nicht.
Ich persönlich habe daher keinerlei Interesse, mich mit Bildern auseinanderzusetzen, deren angebliche Aussage ich akzeptieren soll, obwohl meine Augen sagen: falsch! Solange ich 1) meinen Kopf davon überzeugen muss, dass er die eigene Auswertung seiner Umgebung zugunsten der Berechnungen einer Blackbox gefälligst zu ignorieren hat und ich 2) weiß, dass die ganze perfekte Kalkuliererei im Fall der Abseitsentscheidung eigentliche für den Eimer ist, denn den wichtigste (Zeit-)Punkt (der Ballabgabe) entscheidet nach wie vor ein Mensch – solange kann sich der DFB diese sogenannte Bestätigung der Entscheidung vom Sonntag bitte genau und nachhaltig dahin schieben, wo niemals die Sonne scheint.
Die Büchse der Pandora ist geöffnet, ihr Inhalt wird technisch immer ausgefeilter und die Kompetenzen und Kapazitäten der Spielleitungen immer wackeliger. Keine Ahnung, was eine Lösung sein könnte – aber dass das Abseits nicht mehr per SAOT, sondern vom menschlichen Auge (Schiri) am Monitor gecheckt wird, wäre meine Ansicht nach unerlässlich. Ob dann die Füße der Spieler als Bemessungsgrundlage genutzt (vgl. Eishockey) oder die Wenger-Regel (ganzer Körper des Angreifers muss dem Tor näher sein) eingeführt wird, ist in meinen Augen erst mal zweitrangig. Aber dieser Wahn, das Abseits bis auf den Mikrometer bestimmten zu wollen, muss aufhören. Der Schiri und sein Auge sollten entschieden. Wie bei Fouls und Handspielen auch.
Ganz sicher ist allerdings, und da ist der Fall vom Sonntag nur einer in einer verdammt langen Reihe: so, wie es aktuell läuft, geht es nicht weiter.
Der VAR muss abgeschaft werden!!!
Ich rege mich lieber über Schiri Fehlentscheidungen auf, weil die menschlich sind, anstatt über einen Keller im irgendwo!
Dieses ganze, hier darf er nicht eingreifen, da kann er eingreifen, da muß er eingreifen, da soll er eingreifen geht mir so auf den Keks! Es fallen Tore die Irregulär sind und sie dürfen aus einem Grund nicht eingreifen,wo ist da die VAR Gerechtigkeit??? Es passieren brutale Fouls ohne Konsequenzen, wo ist da die VAR Gerechtigkeit???
Und dann die Szene mit Mittelstädt, der Stegemann steht 3 bis 4 Meter davon entfernt und hat eine bomben Sicht auf die Situation, und entscheidet sich sofort auf weiterspielen. Der Rest ist bekannt.
Die Konsequenz des DFB müsste eigentlich sein, daß sie Stegemann aus dem Verkehr ziehen. Ein Schiri der aus der Entfernung und mit dieser freien Sicht auf die Situation so eine krasse Fehlentscheidung trifft dass der VAR eingreifen muß, ist der Bundesliga nicht gewachsen.
Ne, Stegemann trifft keine Schuld. Wenn er vom Keller angerufen wird, muss er den Elfer geben.
Sorry, aber ich kann die Aufregung 0,0 verstehen.
a) Es ist ein Elfer für HDH.
b) Die aktuelle Abseitsregel ist nun mal nicht wie in England, wo es Spielraum gibt. Heißt: Abseits ist auch dann Abseits, wenn es nur 1 mm ist.
Der Beitrag hat es eigentlich bis zu seinem „Aber“ richtig angemerkt, aber ich fasse es gerne nochmal zusammen:
Wenn der Tabellenvierte gegen den Tabellenletzten nicht gewinnen kann und obendrein drei Gegentore bekommt, ist sicherlich nicht der Schiedsrichter schuld.
Irgendwie habe ich genau das Spiel so erwartet und kann mit dem Punkt leben. Am Ende kann es trotzdem für die CL reichen.
Wenn einer Mannschaft 2 Tore aberkannt werden und dem Gegner ein Elfmetertor geschenkt wird macht das in Summe 3 Tore. Da wird es dann auch für einen Tabellenvierten schwer das Spiel noch zu gewinnen.
@Nachspielzeit
“a) es ist ein Elfer für HDH”
Was macht dich da so sicher ?
Mittelstädt trifft mit seinem linken Fuss das rechte Bein von Dinkci, dieser hat aber danach plötzlich seinen linken Fuss in der Luft !
Somit passt das Trefferbild überhaupt nicht zum Bewegungsablauf von Dinkci !
Das sollte ein VAR mit seinen technischen Möglichkeiten eigentlich erkennen und sich fragen, ob das Fallen des Spielers nicht zu sehr gewollt ist ! Bedenke bitte, nicht jeder Treffer ist ein Foul bzw. so intensiv dass dadurch jemand zu Fall kommen muss.
Irgendwie scheinen die Schiedsrichter-Entscheidungen den VfB auf dem Platz zu verunsichern. Generell haben wir uns in der 2ten Halbzeit erstmal schwer getan. Was sicherlich auch mit der verrückten 1. Halbzeit zu tun hatte.
Dann schaffen wir es endlich wieder unser Spiel zu spielen und machen das vermeintliche 3:2. Das wird aberkannt und dann schleichen sich die Fehler ein. Es ist aber doch sehr stark wie die Mannschaft sich trotz allen Widrigkeiten nicht aufgibt und den Ausgleich macht. Ja undav hätte noch das Siegtor schießen können oder auf demirovic quer auflegen können. Es gibt aber auch immer wieder Phasen, in denen die Mannschaft kurz verunsichert oder zu entspannt ist. Mein Gefühl ist das diese Phasen aber immer weniger werden. Das macht Hoffnung. Klar sind Punktverluste gegen st. Pauli, Union und Heidenheim ärgerlich aber ich blicke zuversichtlich auf den Saison Endspurt hin. Halbfinale im DFB Pokal. Viertelfinal in der EL und top 4 in der Bundesliga. Ganz ehrlich wie jammern auf hohem Niveau. Man sieht ja bei den anderen was passiert wenn man zu schnell nach oben kommt und auf einmal Champions League spielt aber immer wieder einen neuen Kader hat.
Klar @fritzo62, aber warum wird er vom Keller angerufen ? Weil er etwas nicht gesehen hat was er aber sehen sollte ! Es sei denn, er hat es “richtig” (ich möchte sagen vertretbar) eingestuft weil er es eben in Realgeschwindigkeit gesehen hat, eine Slomo hat er als Feldschiedsrichter nun mal nicht.
Und jetzt können wir wieder diskutieren, war es ein Wahrnehmungsfehler bei ihm und somit eine klare Fehlentscheidung die das unbedingte Eingreifen des VAR ZWINGEND notwendig macht ? Oder war es ein, sagen wir mal “der-VAR-möchte-sich-gerne-melden-Anruf” vom Kölner Keller ?
Das ist ja der strittige Punkt der darüber entscheidet war der VAR-Eingriff richtig oder nicht ? Und wenn man dann noch bedenkt dass ja angeblich nicht jeder Kontakt im Strafraum (immerhin spielt man ja Profifussball) auch ein Foul sein muss, dann wird’s vollends ganz kompliziert.
Im übrigen hätte Stegemann trotz Review dennoch bei seiner zunächst getroffenen Entscheidung bleiben können, denn er als Feldschiedsrichter trifft die finale Entscheidung was passieren soll.
Was mich am VAR stört ist dass die “Kölner Kellerkinder” sehr oft bei Kleinigkeiten und nicht eindeutigen Fehlentscheidungen eingreifen, aber dort wo es notwendig wäre weil der Feldschiedsrichter tatsächlich etwas übersehen oder falsch bewertet hat, da bleiben sie kurioserweise stumm und intervenieren nicht.
Völlig korrekt. Herr Perl im Keller hat das Spiel mitentschieden, da sind wir uns alle einig.
Ich denke es gibt verschiedene Optionen:
– der Keller darf nur noch einschreiten, wenn der Trainer nachfragt
– jede Mannschaft hat dafür 2 Joker, die man ev. behält, wenn man Recht hatte
– das muss innerhalb von x Sekunden erfolgen
– und wir brauchen den Chip im Ball, damit die Linie zum korrekten Zeitpunkt gezogen wird. DANN darf der Keller nur bei Abseits einschreiten
Zurück zu „ohne VAR und Technologie“ geht nicht mehr, das macht nichts gerechter