Es gab lange Zeit die Einschätzung, es gäbe kaum eine dümmere Mannschaft im Deutschen Fußball als den VfB. Vor allem unter Pellegrino Matarazzo machte das die Runde weil der VfB auf unerklärliche und unnötige Weise Punkte und Spiele verlor. Gegen den HSV, der genau zwei gute Angriffe hatte, muss der VfB sich wirklich die Frage gefallen lassen: Wie blöd kann man ein Spiel herschenken?
Die Aufstellung:
Im Nachhinein ist man immer klüger. Nachdem Sebastian Hoeneß meist richtig lag, gingen dieses Mal seine Ideen nicht auf. Wobei nicht explizit ein Personalwechsel ein Fehler war, aber in der Gruppe als Ganzes passte vieles nicht. Lauf- und Passwege, Raumaufteilung, alles nicht optimal, im Detail kam es immer wieder zu Ungenauigkeiten. Auch die Klarheit und Durchsetzungsfähigkeit im letzten Drittel fehlte.
Die Arroganz:
Die wird Hoeneß von außen gerne unterstellt bei der gewählten Aufstellung. Hatten jedoch nicht die meisten mit einem klaren Sieg gerechnet, selbst mit Pascal Stenzel auf der 10?
Deniz Undav, Maxi Mittelstädt, Jamie Leweling und Ata Karazor eine Pause zu gönnen: nachvollziehbar. Ameen Al-Dakhil Spielzeit zu geben: logisch. Ohne klassischen Stürmer spielen zu lassen: dem Spielpan, den Verletzungen und der Kaderplanung geschuldet. Dennoch: Pascal Stenzel kann vieles, sogar auf der 10 spielen, aber linker Schienenspieler? Eher nicht. Bilal El Khannouss mal draußen lassen: hätte ihm gut getan. Mit Arroganz jedoch hatte die Aufstellung nichts zu tun. Es fehlte Dynamik und Energie und es spricht nichts dagegen, dass dies die Startelf auf den Platz bringt. Nicht zu vergessen: Bei Abpfiff standen die Unterschiedspieler der letzten Begegnungen auf dem Platz.

Deniz Undav schoss mit dem 1:1 gegen den HSV in der Bundesliga die letzten sechs Tore und übertrumpfte damit Jürgen Klinsmann, dem fünf Tore am Stück gelangen (vor 40 Jahren, in einem Spiel, beim 7:0 gegen Fortuna Düsseldorf).
Die Standfestigkeit:
Nach dem Hamburger Dreifachwechsel in der 67. Minute verlor der VfB völlig seine Souveränität. Plötzlich der HSV mit 75 Prozent Ballbesitz. Selbst in Überzahl ab der 81. Minute trat der VfB nicht dominant auf. Einer Mannschaft mit dem Anspruch des VfB darf das nicht passieren gegen einen Aufsteiger, der einen Punkt aus den letzten fünf Spielen geholt hatte.
Die Konsequenz:
Als Alexander Røssing-Lelesiit vor dem 1:0 durch das Stuttgarter Mittelfeld Cha-Cha-Cha tanzen durfte und den Treffer von Robert Glatzel fein vorbereitete, war dies das Ergebnis einer seltsamen Teilnahmslosigkeit. Kein Stuttgarter übernahm die Autorität, den Angriff zu unterbinden, notfalls auf Kosten einer gelben Karte. Ähnliche Szenen gab es einige im Volksparkstadion, in denen dem VfB die Haltung fehlte.
Die Haltung:
Einen solchen Angriff in letzter Sekunde darf der VfB nicht zulassen. Offensichtlich war sich die Mannschaft zu sicher, dass nach dem vermeintlich letzten Freistoß Schluss ist und der HSV keine Chance mehr hätte. Undav versuchte ein Trickle, so sagte er es nach dem Spiel, aber Angelo Stiller hätte ihn missverstanden. Er nimmt die Schuld auf sich und ein bisschen Luft aus dieser lächerlichen Szene. Was aber keine Begründung für die katastrophale Verteidigung im Anschluss an die misslungene Aktion ist.
Nach den Eindrücken in dieser Saison schien es so, als ob der VfB gefestigt sei. Eine gewisse Reife an den Tag legt. Nach dem HSV-Spiel muss man feststellen: Der VfB ist noch nicht so weit wie gedacht und gewünscht. Das war ein Rückfall in alte Zeiten. Oldschool VfB, und besonders bitter angesichts des Spielplans.
Zum Weiterlesen:
Unser VertikalGIF sieht “Slapstick im hohen Norden”
Heiko Hinrichsen von der StZ stellt fest, dass “nicht die bessere, sondern die cleverer agierende Mannschaft gewonnen hatte“ (Plus) und ist gleichzeitig der Meinung, Hoeneß habe zu viel rotiert.
Bilder: Stuart Franklin/Getty Images


Bei wem erzeugte die Startaufstellung keine Schnappatmung? Ohne jetzt Namen zu nennen, war das Mittelfeld in der 1. HZ nahe einem Totalausfall.
Schade – angesichts des nächsten Gegners ne vertane Chance, sich ein kleines Poster anzufuttern.
Ich habe Karten gegen Hoffe – vermutlich das Schlüsselspiel ob es absehbar um die Europlätze geht, oder wieder Platz 9.
Hallo miteinander,
Nein, ich habe@abiszet nichts hinzuzufügen. Danke für die Zusammenfassung.
[…] Weiterlesen: Der Vertikalpass stellt fest: “Mit Arroganz jedoch hatte die Aufstellung nichts zu tun. Es fehlte […]
Es war mir klar das wir vor der Winterpause noch das ein oder andere Spiel verlieren werden, aber nicht gegen einen schwachen HSV in Unterzahl. Als ich die Aufstellung weitergeleitet habe wurden kurzfristig noch Tipps geändert, weil keiner einen Stenzel auf der linken Seite verstanden hat. Weshalb man die Rotation nicht auf die Pokalwettbewerbe gelegt hat ist ebenfalls schwer verständlich. Diese Niederlage ist so unnötig wie ein verletzer Zuschauer durch Pyrotechnik. Nun geht es gegen Bochum im Pokal, und dann müssen wir den verlorenen Punkt gegen hoffentlich müde Bayern zurückholen.
Nach dem Theater von Deventer und der Tatsache, dass ich die 4 Auswärtsspiele am Stück echt super doof finde, kann ich nachvollziehen, dass in Hamburg irgendwie die Luft raus war. Das war nix.
Der letzte Akt war natürlich supersaudoof. Sollte nicht mehr passieren. Da wäre mir der Ball in der Tribüne lieber gewesen.
Chema braucht einen Karazor oder Stiller an seiner Seite. Das wird so nix. Stenzel tat mir leid, ich mag ihn so arg. Zum Glück hat Frankfurt uns nicht überholt. Über eine Sturmneuverpflichtung im Winter kommen wir bitte nicht umhin.
Es wird nicht zwingend einfacher gegen B – B in den nächsten beiden Spielen.
Ich würde jetzt aber doch irgendwie nicht draufhauen wollen. Ja es war diesmal vercoacht und (sau)blöd gekickt, in Anbetracht des grossen Blockes – passiert. Hamburg (3 Euro) wollte es diesmal mehr 🫣
Danke! Die Hektik, die gerade wegen dieses Spiels im Umfeld ausbricht, braucht keinnMensch. Es darf kein Trend aus dem werden, was in HH passiert ist – was passieren kann. Und darf. Der Lauf der letzten Wochen musste einmal reißen. Jetzt ist es passiert und es wird superwichtig werden, wie Trainerstab und Mannschaft reagieren.
Und dann reden wir wieder.
Die zwei wichtigsten Erkenntnisse: der Hamburg Coach hatte dieses Mal das bessere Händchen und die Rotationsoptionen von Hoeness haben klare Limits. Keiner der Reinrotierten hat seinen Einsatz gerechtfertigt, was für Hoeness etwas enttäuschend sein dürfte. Während ein Bouanani noch am adaptieren ist, sollte ein Vagnoman, zumal an alter Wirkungsstätte, nahtlos funktionieren. Lewelling meint mittlerweile er sollte aus jeder Entfernung schießen, wobei seine Schusstechnik und Erfolgsquote höchstenfalls durchschnittlich ist. Und hätte der Hamburger Torhüter nicht gepatzt bei dem sinnbefreiten Schuss, hätten wir gar kein Tor erzielt. Diese Freistossvariante ist in der Phase des Spiels wirklich dumm.
Alles Dinge, die man einer solchen Mannschaft, die eben nicht in jeder Besetzung den Hoeness-Fussball erfolgreich umsetzen kann, wohl nachsehen muss. In dem Kader funkeln schon besondere Talente, die aber in einer frühen Karrierephase sind. Dennoch sehe ich insbesondere die permanente Rotation in der Verteidigung kritisch, weil dadurch der Spielaufbau jedesmal anders aussieht, wenn Du dann auch noch sich ändernde Bewegungsmuster auf der 6/8/10 und dem Flügel hast. Ist dann irgendwann zuviel.
Danke für diesen seriösen Kommentar!
War, wie beschrieben nicht so des – kann aber passieren.
Was ich allerdings noch nicht in der Form gesehen habe, ist der Freistoß. Ist das die albernste Freistoßausführung aller Zeiten in der BuLi, oder gab es sowas schon mal?
Rotation hin, Belastungssteuerung her, gerade gegen solche Gegner musst du deine Punkte holen, gegen die Bayern erwartet niemand etwas.
Warum lässt Hoeneß nicht zunächst seine Besten spielen, vor allem diejenigen die zur Zeit ja einen Lauf haben (Undav, Leweling) ? Wenn es zur Pause dann vielleicht 0:2 für den VfB steht, versteht jeder eine Rotation. Mit dieser Startaufstellung hat man die 1. HZ komplett verschlafen und verschenkt und letztlich musste man doch wieder die erste Garde auf den Platz schicken um wenigstens einen Punkt zu holen.
Über den Freistoß braucht man nicht viel Worte verlieren, in der Nachspielzeit schießt man das Ding aufs Tor, entweder er geht rein –> Klasse, oder er geht vorbei oder drüber, dann ist es halt so, aber das Spiel geht 1:1 aus und man nimmt 1 Punkt mit. So bleibt nur Kopfschütteln.
Guter Kommentar. Nur widerspreche ich beim Thema Arroganz. In meiner Fussballkneipe waren sich alle einig, dass diese Aufstellung von den Hamburgern als respektlos eingestuft wird. So kam es dann. Diese Niederlage geht zu 100 Prozent auf Herrn Höness. Hamburg hat gezeigt wie einfach man im Fußball Tore schiessen kann. Wir hätten alle Tempoangriffe an der Mittellinie abgebrochen und quer gespielt und quer gespielt und quer gespielt. Und das neue Stilmittel sind hohe Flanken auf Zwergwüchsige Stürmer. Sehr viel Ballbesitz, kaum echte Chancen. Es geht hier um Ergebnisse nicht um irgendwelche Statistiken. Top Trainer und Top Mannschaften verstehen das…..es sei denn man hat das Spiel neu erfunden. Stiller hat beim Freistoß das umgesetzt, was sein Trainer von ihm verlangt. Quer gespielt. Der Querpassbasti will es so.
Danke @Jochen und trotzdem: Deine geäußerte Kritik ist unsachlich. Die Statistiken weisen keine besonderen Zahlen bei Quer- statt Vertikalpässen oder Flanken (erst als Mittelstädt kam) auf, ja, mehr Pässe, aber auch mehr Sprints und höhere Laufleistung beim VfB. Wie ich schrieb: Die Startelf kann sehr gut gegen den HSV gewinnen, die Elf bei Abpfiff enthielt alle Spieler, die zuletzt den Unterschied machten.
Kann man so sehen. Ich habe fast alle Spiele gesehen. Schnell und gezielt nach vorne geht das ganz selten. Und in Dortmund 2 Tore aufgrund schneller Konter, in Hamburg auch. Ist das wirklich zielführend?
Also Hoeneß raus?
Diese Trainer sind aktuell u.a. verfügbar:
Gareth Southgate
Joachim & Zsolt Löw
Erik Ten Hag
Edin Terzic
Sandro Wagner
Pellegrino Materazzo
Und Dieter Hecking!
Genau da liegt das Problem. Selbst berechtigte Kritik an Herrn Höness wird sofort als Rauswurfwunsch interpretiert. Wenn das intern auch so ist wird es schiefgehen.
Startaufstellung aufgrund grosser Hoeness Rotation und diese ständigen Gründe wie Belastungssteuerung verstehe ich nicht, da wir uns im Profifussball befinden. Versuche mich deshalb auch nicht mehr über diese Niederlage aufzuregen, obwohl ich sie so unnötig finde.
Denke auch nicht , dass es Arroganz ist, obwohl die Hamburger dies so empfunden haben.
Statt Arroganz sehe ich hier eine Schwäche von Sebastian Hoeness, welche er aktuell nicht zugibt bzw. nicht erkennen will.
Ich stelle mir vor: Einer fährt nach so einem Spiel gegen halb sieben Uhr abends vom sogenannten Volksparkstadion auf die Autobahn Richtung Süden. Es ist dunkel, zappenduster, und es wird auf der Fahrt nicht heller werden bis Pleidelsheim oder Gächingen oder Derendingen oder Feuerbach. Vielleicht sind sie ja zu zweit, dann können sie sich abwechseln beim Fahren und beim Fluchen. In den Kasseler Bergen gehts vom Fluchen ins Philosophisch-Existentielle und dann sind sie bei der Frage: Mit welchem Begriff lässt sich die Spielweise des VfB in den, sagen wir, letzten acht Jahrzehnten, fassen? Von Rolf Geiger über Hansi Müller zu Deniz Undav? Pomadig. Ist die VfB-Krankheit, die (Achtung!) Pomaditis? Pomade ist das, was Mann sich in die Haare schmiert, damit sich die Form hält, auch bei Gegenwind. Woher kommt dieser Wille zur Form? Scheiß auf die Form, möchte man rufen, bei Gegenwind haut es sowieso den ganzen Mann um oder die ganze Mannschaft. Geht’s uns im Süden zu gut? Das soll sich ja demnächst ändern, hört man. Vielleicht verschwindet dann auch dieser sinnlose Wille zur Form? Die andere Frage, die die beiden im Auto zwischen Fulda und Würzburg geradezu anfliegt: Warum tun wir uns das an? Wir uns gegen die da? Die da oben. Vermutlich sind sie längst über uns drüber geflogen und in Echterdingen gelandet. Us against them, wie der Engländer sagt. Uns trennen Welten; Mauern. Mauern? Falsch. Wir sehen ja, was die treiben, auf dem Rasen. Was uns trennt ist ein Graben, der ist tief und breit und er hat die Eigenschaft, dass er immer tiefer und immer breiter wird. Von Spiel zu Spiel. In jedem Stadion übrigens. Wahre Liebe? Da lachen ja die Hühner! Also warum? Aus Gewohnheit? Aus Freude am Spiel? Wegen zehn Minuten gemeinsamem Hüpfen? Spätestens hinter Heilbronn sind die beiden so erschöpft, dass sich kein vernünftiger Gedanke mehr ins Freie kämpfen kann.
Hi Klaus, sehr schönes Gedankenspiel. Das habe ich sehr gerne gelesen, vielen Dank!
Ich frage mich, ob die zurückfahrenden Fans von Deventer auf Höhe von Köln oder Frankfurt mit diesen philosophischen Fragen begannen oder vor lauter Wut kaum einen klaren Gedanken formulieren konnten.
Dein Bild mit dem Graben ist sicher nicht so falsch, auf der anderen Seite ;-)
Ist es nicht mehr als das Spiel? Mehr als ein 1:2? Sonst gäbe es kaum Fans von Clubs, die mehr Spiele verlieren als gewinnen (was bei uns auch nicht so lange her ist).
Es ist mehr als das Treiben auf dem Rasen. Wie bei den beiden, die von HH zurückfahren. Das machen sie schon seit über zehn Jahren, sie haben sich gemeinsame Erinnerungen geschaffen in Frankfurt, München, auf Schalke, in Bremen. Da sind späte Tore dabei, pomadige Auftritte und auch das eine oder andere Highlight. Aber sie werden im Auto oder auch in der Kneipe oder auf dem Weg zum Heimspiel nicht nur über Ergebnisse sprechen. Sondern über gemeinsame Erlebnisse, die weit über Sieg, Niederlage, Remis oder einen Tabellenplatz hinaus gehen.
Ja, wichtig, die gemeinsamen Erlebnisse.
Bin mit Freunden ( auch HSV-Fans ) vor Ort gewesen.
Mitnichten wurde die Aufstellung des VfB als Arroganz ausgelegt. Überrascht war man, aber deswegen an Arroganz zu denken….für mich sehr weit hergeholt. Das ging jetzt auch 2x gut ( Mainz + Augsburg ), gegen den HSV halt mal nicht. Und ich bin da auch bei @abiszet, mit der Startaufstellung solltest Du trotzdem in der Lage sein zumindest einen Punkt zu holen.
Zumal den Fehler beim Freistoß andere gemacht haben, nicht die in der Startaufstellung.
Und der Fehler beim Freistoß ärgert mich nicht mal so, sondern die Konterabsicherung ist mein Problem. So darf man sich nicht kurz vor Schluss verhalten.
Viele hätten die Aufstellung gerne so wie ich gesehen, gegen HH und Bochum volle Kapelle und gegen die Bayern dann rotieren. Aber hinterher ist man immer schlauer.
Man wünscht sich immer wieder, das der Trainer junge Spieler bringt, kritisiert oft, warum denn der oder der andere Spieler nicht spielt uswusf…
Dann wird es gegen einen Gegner, der eigentlich zu schlagen war, auch ausprobiert und man verliert, weil es eben nicht gepasst hat, dann wird wieder das genaue Gegenteil geschrieben, gemotzt, geflucht.
Ich würde mir wünschen, das eher das große Ganze und nicht nur ein einzelnes Spiel, gesehen wird, und das ist bei mir seit 3 Jahren eine, von kleinen Ausreissern ( auch durch Verlust wichtiger Spieler ) mal abgesehen, schöne Entwicklung.
Bochum wird auch nicht einfach und gegen die Bayern ist es noch schwerer.
Aber vielleicht hat der VfB auch Glück und es passt dann mal alles zusammen. Und dann ist der Trainer, die Mannschaft und einzelne Spieler wieder auf dem Wege zum Olymp !
@ Klaus
Toller Beitrag!
Das ist auch was mich beschäftigt.
Gibt es etwas, was uns in den letzten 15 Jahren, verhindert hat unter die ersten fünf zu kommen? Am Geld kannst doch nicht liegen, wenn man in dieser Region beheimatet ist.
Insofern hoffe ich, dass SH ähnliches für uns leisten kann wie Klopp beim BVB oder in Liverpool (Leider arbeitet er jetzt mit Gomez beim Brausehersteller).
Allerdings verstehe ich den Begriff pomadig in Bezug auf Denis nicht. Er hat den ganzen November geliefert, wie man sagt. Der beste November-Scorer in Europa! Mehr geht nicht!
Oder wollte jemand Gerd Müller für seine Tore kritisieren?
Die Frage war doch die Aufstellung dachte ich. Stenzel links. Al-Dakhil neu in der Innenverteitigung, Vagnoman – weiß nicht und dann Badredine B. erst in der 87. Minute ausgewechselt… Es wird zudem immer von einem Abwehrjeff gesprochen (vielleicht ein schönes Wortspiel) – naja, wir haben uns zu leicht auskontern lassen…Was ist eigentlich mit Finn los? Der war doch letzte Saison ein Versprechen für die Zukunft. Was da jemand etwas, der näher dran ist?
Ich denke, so ein Spiel kann mal passieren, wenn man Neues versucht.
Ich hoffe, dass SH den VfB stabilisieren kann und wir wenigstens Platz 5 erreichen, perspektivisch wäre die CL anzustreben.
Aber nach den letzten 15 Jahren…
Schade, das SAP an uns vorbeigezogen ist.
Vorweg eins, wir sind alle Menschen (keine programmierten Maschinen) und machen Fehler, so auch die Spieler und ja, auch der Trainer. Das ist absolut normal und völlig legitim. Insofern sage ich ja, man kann und muss auch mal verlieren können, aber bitte nicht so ! In Hamburg hat man nicht verloren weil der Gegner besser war, sondern weil man sich selber, ich sag’s mal vorsichtig, ungeschickt verhalten hat, also selbstgemachte Pein. Und dann mal auch die Qualitätsfrage zu stellen ist genauso korrekt und nicht verwerflich.
Der Trainer wie auch in Kommentaren hier zu lesen spricht von fehlender Konterabsicherung bei Freistoß. Das ist für mich recht einfach gedacht und lenkt m.E. vom eigentlichen Problem ab. In der 93. Minute bei eigenem Freistoß ist nicht die Zeit für Experimente, da haue ich das Ding auf’s Tor und gut ist, dann geht das Spiel 1:1 aus und man fährt mit 1 Punkt nach Hause. Das erwarte ich von einem erfahrenen Spieler wie Stiller, nicht mehr, nicht weniger. Insofern ist für mich auch Stiller der allein Schuldige am Gegentor und nicht die fehlende Konterabsicherung. Alles andere lenkt vom eigentlichen Problem ab.
Auch was @Jochen schreibt ist ein Stück Wahrheit und Tatsache, es wird einfach viel zu viel quer gespielt, im 16er meistens noch ein Trickchen und ein Abspiel und nochmals quer zu einem Mitspieler…und dann ist die Chance vertan und dahin. Ob das der Trainer so anordnet vermag ich nicht zu beurteilen, aber dieses Quergeschiebe ist auch für mich oft eine Qual. Das ist leider auch in der 1. HZ aufgefallen, der zweiten Garde fehlte es an Lösungen nach vorne. Ballbesitz ist eine schöne Sache, aber wenn sie nicht in entsprechenden Chancen mündet bzw. diese dann wenn vorhanden kläglich vergeben werden, was bitteschön bringt dann der Ballbesitz. Fussball ist ein schnelllebiges Geschäft, auch auf dem Rasen. Schnell heisst für mich, auch den “schnellen” und direkten Abschluß suchen. Ballquergeschiebe ist hierbei m.E. nicht erfolgversprechend, das muss auch SH erkennen und an den entsprechenden Schrauben drehen.
Auch aus diesem Grund hätte ich gegen Hamburg die erste Garde erwartet und dann gegen die Bayern rotiert.
Ach, ja, noch ein Wort zum Thema Belastungssteuerung und Rotation. Habe gestern auf dem Bahnhof auf einer elektronischen Werbetafel die “frohe” Kunde gelesen “…Dan Axel Zagadou und Luca Jaquez fallen mit Verletzungen für längere Zeit aus…”. Das trifft nun 2 Spieler die man in den letzten Wochen kaum oder gar nicht im Spielbetrieb bzw. auf dem Platz gesehen hat. So sieht dann also Belastungssteuerung aus. Gar nicht dran zu denken dass es jetzt noch Spieler treffen könnte, die tatsächlich nahezu jedes Spiel machen ?! Ein Hoch auf die Buchwalds und Klinsmanns etc. deren Fussball vielleicht etwas langsamer war, aber mit Sicherheit genauso hart und intensiv in den Zweikämpfen und deren Spiele auch immer 90 Min. gedauert haben. Das Wort Belastungssteuerung kannte damals keiner (ist auch meine Generation), die standen Spiel für Spiel eine ganze Saison auf dem Platz und, o Wunder, waren selten bis nie verletzt.
Mensch, wir haben den 12. Spieltag, der Bundestrainer hat sogar auf die VfB-Spieler zuletzt “verzichtet” und derjenige der dabei war (Leweling) hat gar nicht gespielt und dann muss man gegen Hamburg wieder mal fast die komplette Mannschaft rotieren. Das sind alle Vollprofis und keine Rentner, die muss man doch nicht ständig schonen, die sollen mal einige Spiele hintereinander machen. Wer weiß, vielleicht stehen sie dann besser im Saft und es wird auch mit den Verletzungen weniger…wer weiß ?
Und nein, ich bin nicht für Trainer raus, aber manche seiner Entscheidungen sind für mich sehr schwer zu verstehen.
Ich kann das voll verstehen.
SH hat dem VfB in den letzten Spielzeiten wieder Hoffnung gemacht hinter Bayern, Dortmund, Leverkusen und Leipzig sich als fünfte Kraft zu etablieren. Natürlich sind da auch die Frankfurter.
Wir haben also wirklich keinen Grund Punkte zu verschenken.
Wie sagte Rouven Kasper: „… dann kommt halt dieser Anruf!“
Dann vergisst du deine Liebe und gehst…
Wollen und müssen wir jedes Jahr unsere Besten abgeben?
Ich hoffe sehr, dass wir den Ernst der Lage erkennen und um einen CL fighten.
Wer angesichts der kommenden WM für das ein oder andere Ticket sicher gut – aber nicht mit so einer desolaten Leistung wie gegen Hamburg (oder Basel).