Die Führungsstärke von Sebastian Hoeneß
Über was sollen wir nach dem souveränen 4:0-Sieg gegen den HSV sprechen: Über die Chancenverwertung? Über den verschossenen Elfer von Deniz Undav und seine dumme fünfte gelbe Karte? Über die nach wie vor harmlosen Standards (Ausnahme Maxi Mittelstädt)? Die teilweise wunderbaren Spielzüge? Darüber, dass die Tore alle über die Mitte gefallen sind, obwohl der VfB so stark über außen ist? (Der Rasenfunk vergleicht Mittelstädt/Führich mit Prime-Ribery/Lahm und Grifo/Günther) Die zwei, drei verheerenden Abspielfehler, die bessere Teams ausnutzen? Das überragende Gegenpressing? Oder doch die spektakuläre Choreo? „Aufreger” ist natürlich, dass sich Chris Führich und Ermedin Demirovic über ihre Auswechslung beschwert haben. Der eine gestenreich, der andere ratlos. Und wie geht Sebastian Hoeneß damit um? Souverän, haben wir auch nicht anders erwartet, oder? Einerseits reagiert er nicht beleidigt, dass seine Spieler seine Entscheidungen anzweifeln. Er muss nicht demonstrativ um Autorität ringen. Anderseits macht er klar, dass er solches Verhalten in der Öffentlichkeit nicht duldet. Er tut dies ruhig, glaubwürdig, äußert Verständnis und zeigt gleichzeitig Strenge. Macht sich überdies für die Spieler ab Platz 12 stark, die sowieso …

