Autor: @abiszet

VfB als Bayern-Verfolger Nr. 1!

Bayern zittert, der VfB ist zurück! Nach einem 1:0 gegen Heidenheim, das in Sachen Rasanz irgendwo zwischen Testbild und TÜV-Termin rangierte, steht der VfB Stuttgart plötzlich da, wo er hingehört: im direkten Windschatten des FC Bayern. Jetzt wird’s eng für den Rekordmeister! Vincent Kompany schaut genau nach Stuttgart. „Ein Glück halten wir die Konkurrenz mit unserem idealen Saisonstart auf Distanz!“. Aber auch er kennt die Geschichte. Denn die ersten drei Heimspiele der Saison in Folge zu Null zu gewinnen, das gelang dem VfB zuletzt 1991/1992 unter Christoph Daum und am Ende stand … ja, Platz 1. Und die Bayern wurden Zehnter. Das scheint unrealistisch, aber der VfB greift an. Es wird eng an der Spitze, so eng wie der Feierabendverkehr auf der B27! Man muss das Spiel gegen den Tabellenletzten vom Ergebnis her denken. Das 1:0 hat der VfB einem Geniestreich von Neuzugang Bilal El Khannouss zu verdanken. Alleine sein Name klingt schon nach Champions League. Er ist bereits nach kurzer Zeit zum Unterschiedspieler beim VfB geworden. Selbst in engsten Räumen findet er Lösungen. Wieviele …

Die junge Mannschaft also …

Nach der unnötigen 0:2-Niederlage in Basel sagte Sebastian Hoeneß: „Ich habe es immer wieder gesagt und wurde oft dafür belächelt: Wir sind eine junge Mannschaft“ und erklärte damit den erfolglosen Auftritt beim zweiten Europa League-Spiel. Ich musste wirklich lächeln und frage mich: Warum wählt er dann diese Aufstellung? Wenn Erfahrung gefragt ist, dann hätten Atakan Karazor und Jeff Chabot von Anfang an auflaufen müssen. Dann hätte er Pascal Stenzel für den Europa League-Kader nominieren müssen. Dann muss man erwarten, dass der 27-jährige Ermedin Demirovic den Elfmeter verwandelt, auch nach zugegeben „ekliger“ Wartezeit. Mit fehlender Erfahrung hat es auch nicht zu tun, dass der VfB zum Start des Spiels mal wieder ein Schläferli einlegte und früh zurücklag. Zu jung ist die Mannschaft auch nicht, um Bälle präziser und mit mehr Zug in der Offensive zu spielen. Mehr Erfahrung benötigt Jamie Leweling nicht, um zu erkennen, dass es keine gute Idee ist, sich jeden Schuss aus der zweiten Reihe zu nehmen und bei sechs Versuchen kein einziges Mal das Tor zu treffen. Nicht nur ich verdrehte dabei …

Jäger der verlorenen Form

Mehr als die halbe funktionierende Mannschaft gegen Köln rauszuroutieren, das war mutig von Sebastian Hoeneß. Vor allem, wenn sich drei von sechs neuen Spielern derzeit unverkennbar in einem Formtief befinden. Seine Zielsetzung jedoch klar: keinen zurückzulassen und die Spieler mit Vertrauen aus dem Loch rauszuholen. So schickte der VfB-Trainer Josha Vagnoman, Atakan Karazor und Chris Führich im Müngersdorfer Stadion auf eine besondere Expedition: Die Jagd nach der verlorenen Form. Kapitän Karazor trat sehr vorsichtig in Köln an: Jede Ballannahme war ein Schritt durch einen Tempel voller Fallen. Die Kölner Pressingangriffe lauerten heimtückisch auf Stockfehler. Der Aufsteiger jederzeit bereit, den kleinsten Fehltritt zu bestrafen. Karazor, anfangs gehemmt, kam langsam rein, agierte solide, blieb fokussiert und unerschütterlich und gewann an Sicherheit, in dem er die einfachen Sachen machte. Darauf konzentrierte er sich 90 Minuten und tastete sich so wieder an seine alte Form heran, ohne jedoch groß Akzente zu setzen. Im Moment scheint seine Zeit als Fährtenleser nocht weit entfernt zu sein, als Karazor in kaum vorhandenen Spuren die nächsten gegnerischen Angriffe vorausahnen konnte. Rechtsverteidiger Vagnoman begann …

Sebastian Hoeneß macht es unnötig spannend!

Der VfB-Trainer ist ein Ehrenmann. Er stellt sich immer vor seine Mannschaft, einzelne Spieler werden von ihm nie öffentlich kritisiert, Fingerpointing ist nicht seine Sache. Er kommuniziert klar und will seine Spieler mitnehmen. So auch beim Auftakt in die Europa League gegen Real Club Celta de Vigo: Nach dem 2:0 bringt er in einem vermeintlich entschiedenen Spiel Atakan Karazor, Josha Vagnomann und Chris Führich. Alle drei ein bisschen hintendran im Moment. Und mit seiner Einwechslung verspielte Hoeneß fast den verdienten Sieg gegen die Galizier. Es war eine Geduldsfrage gegen den letztjährigen Siebten von La Liga: Die Spanier gar nicht so raubeinig und kratzbürstig wie gedacht, dafür standen sie tief, machten vor allem vor und im Strafraum die Räume eng. Der VfB brachte dieselbe Energie auf den Platz wie gegen Sankt Pauli. Es wurde intensiv angelaufen, aggressiv gepresst und viele Meter gemacht. Die Folge: Hohe Ballgewinne, aus denen der VfB mehr hätte machen können und müssen. Manchmal wurde das Tempo rausgenommen, meistens war die Strafraumbesetzung nicht gut. Ermedin Demirovic stand oft auf alleine gegen fünf oder …

The Länd of Fußballexperten

Der Saisonstart war nicht so prall, die Auftritte des VfB Stuttgart alles andere als überzeugend. Der VfB schon früh im „Abstiegskampf“, „nur Heidenheim und der HSV sind schlechter“. „Das ist kein Team“ konnten es viele von außen ganz genau beurteilen und waren sich sogar einig mit BVB-Fans, die endlich ihren “Stuttgart-Downfall” hatten. Wurde auch Zeit, schließlich wurde schon ewig darüber gesprochen. Schade eigentlich, dass der VfB insgesamt überzeugend gegen Sankt Pauli gewann. Der Bilal El Khannouss kann einer werden. Sah alles leider geil aus, richtig schnell und manchmal sogar kreativ, fast schon nach dem Hoeneß-Ball „von früher“. Natürlich lag es am Fehlen von Atakan Karazor und Josha Vagnoman, dass der VfB 2:0 gegen die gut in die Saison gestarteten Kiez-Kicker gewann. Sie haben den Sündenbock Ermedin Demirovic abgelöst. Der hat nur fünf Scorer in fünf Spielen, ist zu teuer, zu langsam, zu holzfüßig, zu zweite Liga, zu dies, zu das, zu irgendwas. So wie auch schon Trainer Sebastian Hoeneß in Frage gestellt wird. Seine Aufstellungen zu uninspiriert, er hat seinen Spielern tatsächlich das Laufen und …

Gut wird es nur, wenn der VfB diese Leistung wiederholt

Die Rückkehr zum Hoeneß-Ball: Vier Mal gejubelt, alles viel progressiver und aggressiver. Genau die richtige Reaktion auf Freiburg. Es gibt nur eine Beurteilung für das Spiel gegen Sankt Pauli: überzeugend. Erstmals präsentierte sich in dieser Saison ein anderer VfB. Den, den wir aus der Ära Hoeneß kennen. Das Spiel, das wir seit April 2023 lieben. Sebastian Hoeneß forderte von seiner Mannschaft mehr Mut und er ging voran: Er setzte Kapitän Atakan Karazor auf die Bank und stellte Chema Andrès an die Seite von Angelo Stiller. Zudem ersetzte Lorenz Assignon auf der rechten Seite Josh Vagnoman. Beides Moves, die viele forderten. Und beide Spieler überzeugten. Chema agierte wie eine Art junger Zvoni Soldo mit sehr gutem Stellungsspiel und kleinen wichtigen Pässen, Assignon mit ein paar Stockfehlern aber auch mit viel Energie und einem enormen Laufpensum. Apropos Laufen: Es sah bei der ganzen Mannschaft so aus, als ob alles in 1,5-facher Geschwindigkeit ablief – wenn man sich das Freiburg-Spiel in Erinnerung rief. Die gesamte Mannschaft arbeitete intensiv und stets im Vollsprint gegen den Ball. Hatte sie den …

Freiburg wollte es mehr

Der VfB kann Drama, er kann Debakel, er kann schön und er kann schlecht. Das zeigte er alles gleichzeitig und sehr eindrucksvoll in Freiburg. Aber einen dreckigen Sieg, einen glücklichen Vorsprung über die Zeit bringen, das konnte der VfB noch nie. Es war ein Freiburg-Sieg des Willens, ein Sieg der Energie, eine Niederlage der nachlassenden Konzentration und Konsequenz. Die drei Tore fielen fast zwangsläufig nachdem der SC ab der 25. Minute kontinuierlich den Druck erhöhte. Die Mannschaft und der Trainer des VfB ließen es geschehen. Sie ließen zu, von emotionalisierten Freiburgern niedergekämpft zu werden. Es war ein Freiburger Sieg des Willens und nicht des Könnens. 70 Minuten Vorsprung über die Zeit bringen, klar und konsequent zu bleiben, das ist nicht das Ding des VfB. Vor allem, wenn man selbst immer passiver wird. Es reicht nicht, den Ball nur nach vorne zu kloppen. Sebastian Hoeneß hätte wissen können, dass das nicht gut geht. Nur hinten drin stehen und sich auf Jeff Chabot verlassen, das ist zu wenig. „Wir verteidigen bis zum 1:1 Weltklasse“, sagte Atakan Karazor …

Mittelstürmer? Völlig überschätzt!

Der VfB Stuttgart ist auch ein Club der berühmten Mittelstürmer: Jürgen Klinsmann, Fritz Walter, Giovane Elber, Fredi Bobic, Kevin Kuranyi, Mario Gomez, Serhou Guirassy. Nicht zu vergessen natürlich Artem Kravets, Ciprian Marica, Viorel Ganea, Sean Dundee, Frederico Macheda und unseren Robocop Pavel Pogrenbyak. Und diese Saison? Es gab eine Zeit, in der klassische Mittelstürmer nicht mehr en vogue waren. Als Spanien zwei Mal Europa- und ein Mal Weltmeister wurde, meist ohne Stürmer, mit falscher Neun. Die Erfindung von ihr wird Pep Guardiola zugeschrieben. Kein Wunder, er hatte schließlich Lionel Messi und fing selbst mit Zlatan Ibrahimovic nichts an. Inzwischen spielt aber auch Guardiola mit Erling Haaland. Und was wäre Bayern München ohne Harry Kane? Wahrscheinlich Tabellensechster. Dortmund ohne Guirassy? Womöglich Abstiegskandidat. In dieser Saison liegt beim VfB die ganze Last auf den Schultern von Ermedin Demirovic. Vor allem in den nächsten englischen Wochen, wenn Deniz Undav verletzt ausfällt. Einen weiteren Mittelstürmer zu verpflichten scheiterte am Medizin-Check. Und das war richtig so. Sind wir ehrlich: Über 25 Millionen für Hyeon-gyu Oh, mit nur einem Kreuzband, das …

Chema Chema steil!

„Geile Fans, Geile Trikot und Geile Sieg“, Tiago Tomàs brachte es nach dem Spiel auf seinem Insta-Account auf den Punkt. Am 100. Geburtstag des Brustrings zeigte der VfB gegen Gladbach allerdings zu selten eine breite Brust! Mit stolz geschwellter Brust kam dagegen der spätere Matchwinner Andrès Chema in der 64. Minute aufs Feld. Selbstbewusst, sofort motivierend und gestikulierend. Bis dato hatte der VfB bis auf die Anfangsminuten und bis zu Deniz Undavs verletzungsbedingter Auswechslung ein mut- und ideenloses Spiel gegen biedere Gladbacher hingelegt. Von „geh’ ma, geh’ ma steil“ war überhaupt nichts zu sehen, vom einen oder anderen Tiefenlauf von Tiago Tomàs abgesehen. Auch wenn es um den Brustring ging und um die Karawane und um die spektakuläre Choreo (Ermedin Demirovic: „Ich habe so etwas noch nie in meinem Leben gesehen“): Der unsägliche Transfer von Nick Woltemade hing immer in der Luft. In Gesprächen vor und nach dem Spiel. Vor allem aber: während des Spiels. Woltemade war omnipräsent, weil er fehlte, das konnten alle sehen. Vor allem, weil der VfB es sich mit ihm viel …

13 Tipps, was der VfB mit den 90 Millionen machen kann

Immer wenn der VfB viel Budget zur Verfügung hat, muss man skeptisch sein. Was wurde aus den Gomez-Millionen (remember den Rumpel Russen)? Und die Ausgliederungsmillionen? Blieben weitgehend ohne Wirkung und flossen mehrheitlich in Dennis Aogo, Daniel Didavi, Andreas Beck und Gonzalo Castro. Der VfB befindet sich also in einer alles entscheidenden Situation. Jeder Transfer muss sitzen – und das unter Zeit- und Handlungsdruck. Überwältigt von den Transfereinnahmen sollte der VfB eine Blitz-Umfrage unter den Mitgliedern und Fans machen, denn die wissen es ja sowieso immer besser. Aber das wird an der zu engen Zeitschiene scheitern. Deshalb wollen wir als verantwortungsvolle Fans 13 Tipps geben, wie der VfB vorgehen sollte und was der Club mit den 90 Woltemade-Millionen alles anfangen kann. 1. Der VfB hat zu viel Geld und zu wenig Spieler. Das schafft Fabian Wohlgemuth nicht alleine. Daher sollte der VfB kurzfristig Fredi Bobic von Legia Warschau verpflichten. Denn niemand weiß besser, dass die besten Transfers ganz zum Schluss gemacht werden. 2. Unsere beste Idee für die Mercedesstraße: Obwohl damit in der Vergangenheit die Erfahrungen …