Ein Torwart zum Verlieben
„Wir standen schon ein wenig unter Druck.“ Ein typischer Wohlgemuth. Trocken, leicht untertrieben, unaufgeregt, gesagt nach dem zähen 2:0 in Paderborn. Aber es steckte unübersehbar das Wort „Fehlstart“ in diesem Satz, natürlich auch „Unruhe“, ob der Sport-Vorstand den Begriff „schwieriges Umfeld“ kennt? Unter Druck standen der Club und die ganze Mannschaft, aber einer ganz besonders: Dennis Seimen. Denn auf ihm lagen enorme Erwartungen. Der erste NLZ-Spieler seit langem, dem ein Stamplatz zugetraut wird. Im Tor der erste seit Sven Ulreich … und Bernd Leno. Sein Bundesliga-Debüt ausgerechnet in Paderborn, wo er in der letzten Saison so tiefe Spuren hinterließ, dass ihn die gegnerischen Fans feierten. In einem wegweisenden Spiel, in dem der VfB richtig in die Saison starten wollte und die enttäuschenden Ergebnisse der letzten Wochen vergessen machen wollte. Für Seimen ging es dabei um mehr als drei Punkte. Er wollte zeigen, dass er die Nummer eins sein kann. Bei dem Club, dem er seit der U12 angehört. Jahre der Ausbildung, unzählige Trainingseinheiten, Rückschläge, Hoffnungen und nun geht der Traum in Erfüllung: endlich Bundesliga. Nur …

