Die Schein-Debatte um Deniz Undav
Der Stuttgarter Boulevard fragte im Anschluss an das Köln-Spiel nach Deniz Undav, sein Kollege wiederholte die Frage vor der Begegnung gegen Viking Stavanger. Beide Male wehrte sich Sebastian Hoeneß vehement gegen falsche und oberflächliche Einschätzungen. Die Folge: Die anderen Medienkollegen nehmen die Schein-Kritik an Undav auf, sei es aus Dankbarkeit, weil es Klicks bringt, sei es aus Einfallslosigkeit. Nach der 1:2-Niederlage gegen Hoffenheim müssen jedenfalls alle Stuttgarter vor dem Sky-Mikro etwas zu Undav sagen. Fabi Bredlow, Grischa Prömel und natürlich Trainer Hoeneß reagieren sichtlich genervt. Schließlich heisst der Club VfB Stuttgart und nicht VfB Undav. Es entsteht eine Schein-Debatte um Deniz Undav. Denn schon nach dem Champions-League-Spiel gegen Viking Stavanger schrieb der Boulevard: „Undav zeigt’s seinen Kritikern“. Die Kritiker, die genau aus dem Boulevard kommen. Der klassische Fall von: Sich selbst eine Vorlage geben und sie dann auch noch verwandeln. Alles ist immer extrem, das Lob wie auch die Kritik, und alle machen mit. Geht’s eigentlich noch? Dass Undav schon besser gespielt hat: geschenkt. Dass er aber mit vier Scorern in fünf Spielen beschissen auftreten …

