Ist es das Wochenende der Arbeitssiege? Auch die VfB-Frauen bekleckern sich nicht mit Ruhm, gewinnen aber am Ende glücklich, doch nicht unverdient, mit 3:1 in Mainz und weigern sich damit beharrlich, in die Rolle der Aufbaugegnerinnen zu schlüpfen. Denn zu Erinnerung: Die Mainzerinnen, die mit den VfB-Frauen in die Bundesliga aufgestiegen sind, standen nach acht Spieltagen punktlos da.
Das Team von Nico Schneck hingegen kann nach dem schwarzen Oktober mit null Punkten und 0:12 Toren endlich mal wieder anschreiben: Mit elf Punkten und dem zweitschlechtestem Torverhältnis der Liga rangieren die VfB-Frauen auf Rang acht (von 14).
Für alle, die das Spiel nicht gesehen haben, klingt ein 3:1-Auswärtssieg vermutlich weitaus souveräner als das Spiel war. Denn die Mainzerinnen waren zu Beginn das deutlich bessere Team, aber der VfB Stuttgart erzielte mit seiner ersten Chance früh das 1:0 durch einen abgefälschten Distanzschuss von Yuka Hirano.
Nach diesem Treffer war der Elan der Mainzerinnen erst einmal gebrochen. Doch im Verlauf der Partie tat der VfB Stuttgart viel dafür, die Partie noch einmal spannend zu machen. Die größte Chance, das Spiel zu entscheiden, hatte Maxi Rall in der Mitte der zweiten Hälfte, doch ihr Abschluss sprang von der Unterkante der Latte auf die Torlinie oder vielleicht auch dahinter – wir werden es nie auflösen können.
Der knappe Rückstand sorgte aber auch dafür, dass die Mainzerinnen die Hoffnung auf den ersten Punkt in der Bundesliga nie aufgaben. Und in der 75. Minute war es dann tatsächlich soweit: Mainz erzielte den Ausgleich und das Spiel war wieder komplett offen. Doch zum Glück nur kurz.
Denn entscheidend war, dass Verena Wieder im direkten Gegenzug auf 2:1 stellen konnte. Sie war es dann auch, die nach einer Stuttgarter Ecke und Vorlage von Maxi Rall das entscheidende 3:1 erzielte. Nach ihren Toren in den letzten beiden Pokalrunden wird Verena Wieder langsam aber sicher zur Frau für die ganz wichtigen Treffer.
Am Ende war es ein Duell auf Augenhöhe mit dem besseren (oder cleveren) Ende für den VfB Stuttgart. Dass der Sieg nicht selbstverständlich war, zeigen die Statistiken. Warum 101 % Zweikämpfe und 104 % Luftzweikämpfe geführt wurden, weiß vermutlich nur der Datenerheber.

Quelle: kicker.de
Wie geschrieben: Die VfB-Frauen sind seit dem ersten Ligasieg seit August nach wie vor im Soll. Weiter geht’s am 16.11. mit einem der ungeliebten Montagsspiele. Dann zur Gast auf der Waldau: Die Tabellenfünften aus Leverkusen.
Bild: VfB Stuttgart – vielen Dank!

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