Spielbericht, VfB
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Köln, Karneval, olle Kamellen

abiszet nimmt sich eine Auszeit und geht zum Singalong mit Alex Clare. Das ist die Chance für mich, mal wieder in den Fußballjournalismus einzugreifen. Das will ich natürlich nicht vermasseln und bereite mich akribisch vor. 45 Minuten vor Anpfiff wird der Sky Receiver aktiviert und der korrekte Kanal angewählt. Alles klappt. Als nächstes die Startaufstellung recherchieren. Die Bild hatte vorab Leitner und Werner rausgeschrieben und dafür Maxim und Ibisevic in die Startelf gehievt. Aber ein Huubster hält sich nur bedingt an Ratschläge. Er bringt mal wieder den Harnik als Sturmspitze und irgendwo hat er noch den Sararer rausgekramt.

Los geht’s. Auswärtsstärke gegen Heimschwäche, ich habe große Erwartungen.
Der VfB beginnt ordentlich. Im Vergleich mit den letzten Spielen verbringen die Brustringträger viel Zeit in der gegnerischen Hälfte und es kommt auch zu Torchancen. Im Gegenzug kommt Köln zu nichts. Aber wenn man ehrlich ist, passiert nicht sehr viel. Ich habe meine Erwartungen zu hoch gehängt und muss mir andere Ziele suchen. Ich bin jetzt zufrieden damit, dass ich keinen Puls habe. Das ist mal ein Spiel, bei dem man nicht ständig das Gefühl hat „gleich fangen wir uns eins ein“. Mo Leitner, wie ihn der Reporter beharrlich nennt, ist erfrischend präsent. Präsent ist auch Ulle, der wird durch zahlreiche Rückpässe seiner Teamkollegen warm gehalten. Das kann ich ja leiden wie Bauchweh. Das Spiel dümpelt so vor sich hin, da bleibt Zeit, die Twitter-Timeline zu scannen. Dort herrscht Aufregung weil ein Mohammed Abdellaoue parallel in Aktenzeichen xy in ein Verbrechen verwickelt ist. Nähere Recherche bringt ans Licht, dass es sich um ein Missverständnis handelt. Es wird dort ein Abdellaoui gesucht. Nochmal Glück gehabt.


Die zweite Hälfte entwickelt sich ähnlich. Bis Köln-Trainer Stöger für die letzte Viertelstunde den Finne einwechselt, der eigentlich Norweger ist und verdammt schwedisch aussieht. Da kommt Schwung in den Kölner Karneval und mein Puls steigt doch noch an. Da Karneval/Fasnet/Fasching in Stuttgart traditionell keine große Rolle spielt, lässt sich der VfB davon aber nur bedingt mitreißen und der Fluch der Gegentore in den letzten 10 Minuten wird einmal mehr besiegt.

Was bleibt sonst noch zu berichten?
Nur zwei gelbe Karten und beide für Köln. Da können die Schienbeinschoner im Training eigentlich wieder abgeschafft werden. In der 63. Minute der erste Wechsel beim VfB. Der Reporter spricht hartnäckig von einem gewissen Tobias Werner, der da eingewechselt wird. In der 89. Minute kommt dann Ibisevic doch aufs Feld und da die Zeit für ein Tor knapp wird, bringt er es wenigstens auf ein gelbwürdiges Foul. Ganz zum Schluss darf dann noch Maxim für den Mo ran. Den Wechsel hätte ich gerne etwas früher gesehen, da Leitner in der zweiten Halbzeit nur noch wenig Akzente setzt. Olle Kamellen gibt es auch – die VfB Spieler zeigen wie immer Schwierigkeiten in der Ballannahme und so gehen viele Bälle verloren oder können nicht gezielt an den Mitspieler gebracht werden. Sowas kann man doch verdammt nochmal üben! Genauso wie der Torwarttrainer mit dem Ulle mal Abschläge trainieren könnte. Aber das ist ja ein alter Hut.

Mein Resumée aus dem heutigen Spiel?
Der erste Eindruck zählt, der letzte bleibt. Ordentlich angefangen, aber die letzten 15 Minuten zeigen, dass der VfB immer noch nicht in der Lage ist, ein ganzes Spiel stabil zu bestreiten. Viel Zeit für den Turnaround bleibt nicht mehr.

Was sagt Alex Clare dazu?
I won’t let you down.
Aber ganz ehrlich – ich weiss nicht wie lange ich noch mitfiebern kann, wenn nicht langsam ein Ruck durch die Mannschaft geht.

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