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VertikalGIF #BMGVfB: Die Unverbesserlichen

In den Kommentaren unter unserem Text zum Spiel wird heiß diskutiert: Liegt’s am Kader oder am Trainer, dass der VfB auswärts nicht gewinnen kann? Ebenso wichtig ist doch aber die Frage, warum das Team immer wieder die gleichen Fehler macht.

 

An das obligatorische frühe Gegentor haben sich die VfB-Fans mittlerweile gewöhnt. Diesmal dauerte es ganze vier Minuten bis Jonas Hoffmann für die Führung des Gegners sorgte. Dass er dabei im Rückraum völlig ungedeckt war, muss man nicht erwähnen, oder?

 

Die VfB-Spieler sind die Schlafmützen der Liga. Kein anderes Team bekommt so viele frühe Gegentore. Ein Defizit, das so konkret und offensichtlich ist, dass man doch eigentlich in der Lage sein sollte, es abzustellen. Hier mal drei Vorschläge: Schon 10 Minuten vor Anpfiff auf dem Platz sein. Noch ein Käffchen in der Kabine trinken. Die Ansprache ändern.

 

Die frühen Gegentore sind genauso wenig Pech wie die riesige Lücke, die schon die gesamte Saison über im zentralen Mittelfeld klafft. Manchmal veirren sich Endo oder Ahahamda in die offenbar verbotene Zone, aber in der Regel könnte man den Platz, in dem das zentrale VfB Mittelfeld sein sollte, auch anderweitig nutzen.

 

“Erst hatten sie kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu” heißt es oft. Beim VfB müsste es heißen: “Erst haben sie mal wieder gepennt und dann kam auch noch der Schiedsrichter dazu”. Denn natürlich darf man spekulieren, wie der Spielverlauf ausgesehen hätte, wenn Ramy “Iron Mike” Bensebaini nach 17 Minuten zurecht des Feldes verwiesen worden wäre. Hier sieht man übrigens Waldemar Anton nach der Tätlichkeit:

 

Aber statt 0:1 gegen zehn Gladbacher stand es acht Minuten später 0:2 gegen elf Gladbacher. Blöd gelaufen. So ganz unvermeidbar schien auch der zweite Gegentreffer nicht gewesen zu sein, aber man muss neidlos anerkennen, dass der Außenristpass von Plea auf Thuram nicht ganz so schlecht war.

 

So schlafmützig wie sich der VfB präsentierte, so konsequent die Gladbacher ihre Chancen nutzten und so überfordert der Schiedsrichter war, gab es bestimmt den ein oder anderen VfB-Fan, der an dieser Stelle schon den Fernseher ausgemacht hätte. Ein großer Fehler, denn zehn Minuten später fiel das vielleicht schönste Stuttgarter Tor in dieser Saison. Borna Sosa (wer sonst?) bediente Tiago Tomás, der in einer fließenden Bewegung den Ball annahm, Friedrich ins Kino schickte, sich die Kugel vorlegte und eiskalt abschloss. Unsere Note für Kür und Pflicht:

 

So ging es mit verbesserten Perspektiven in die Halbzeitpause. Sollte für den VfB doch noch etwas drin sein? Vielleicht sogar der erste Auswärtssieg des Jahres? Das letzte Spiel gegen Gladbach gab Hoffnung. Denn auch da lag der VfB 0:2 hinten, um dann 3:2 zu gewinnen – allerdings im heimischen Stadion.

 

Doch nehmen wir es vorweg: Die zweite Halbzeit war enttäuschend. M’gladbach spielte, als ob das Team von Farke in Führung läge. Das kann man ihnen auch nicht vorwerfen, denn schließlich war es so. Und der VfB? Spielte so, als ob es Unentschieden stehen würde. Abgesehen von einer – zugegeben riesigen – Chance von Guirassy konnte man den Gladbacher Ersatzkeeper nicht mehr stressen. Was vielleicht auch daran lag, dass Michi Wimmer die zweifelhafte Strategie der späten Wechsel von seinem ehemaligen Chef übernommen hat.

 

Dass am Ende Hermann noch das 3:1 erzielte, war dann auch egal. Die Niederlage schmerzt, weil im Borussenpark sicher mehr drin gewesen wäre, wenn der VfB den Start nicht mal wieder verschlafen hätte. Nach den Niederlagen von Schalke, Bochum und Berlin hätten ein bis drei Punkte richtig gut getan, um in der Tabelle Boden gut zu machen. Apropos Berlin: Schon am Dienstag geht es im letzten Heimspiel des Jahres gegen die Hertha, gefolgt von einer Auswärtspartie beim Tabellennachbarn Leverkusen. Für den VfB ist das tatsächlich die allerletzte Chance auf einen Auswärtssieg im Jahr 2022.

 

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