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VfB-Siege als Gesundheits-Garantie

Länderspielpause bedeutet bei uns: Themenwoche. Zuletzt hatten wir Music, Fashion, Stars & Cars, dieses Mal soll sich alles um Gesundheit drehen. Klingt unsexy, aber in drei Folgen werden wir das Thema hochseriös aufarbeiten, ganz wie es sich für ein charmanten Service-Blog wie den unseren gehört. Wir starten mit wertvollen Tipps von hochdekorierten Wissenschaftlern, wie man als VfB-Fan durch die erkältungsintensive Jahreszeit kommt. In der zweiten Folge stellen wir Fitnessübungen zum Nachmachen vor und in Part 3 geht es darum, wie wir die winterlichen Heimspiele in der saukalten Mercedes-Benz Arena überstehen können. Hier werden übrigens auch unsere Fashion-Victims auf ihre Kosten kommen.

Es gibt nicht wenige, die die Arbeit von VfB-Mannschaftsarzt Dr. Raymond Best kritisieren. Verletzungen werden angeblich nicht richtig oder zu spät diagnostiziert und Verletzungspausen und Reha-Zeiten werden durch seine Behandlung verlängert statt verkürzt. Die Spieler kommen eher auf dem Zahnfleisch daher, statt auf dem Feld zu stehen, so der Vorwurf einiger, die keine Ärzte sind. Aber mal ehrlich: Für einen Zahnarzt macht Dr. Best doch einen erstaunlich guten Job, oder?

Ja, kein besonders kreativer Kalauer, aber was bleibt einem, wenn man die Arbeit des Mediziners überhaupt nicht beurteilen kann? Ärzte kritisieren, das kann man nur, wenn man Ahnung von Medizin hat – oder Pep Guardiola heißt. Wir sollten Dr. Best vertrauen und uns seine Tipps zu Herzen nehmen. Denn die kalte Jahreszeit fordert vom Körper mehr als normal und stresst ihn. Ruhe ist angesagt. Dr. Best empfiehlt deshalb seinen Spielern, ein bis zwei Stunden Mittagsruhe einzulegen. Wir bei vertikalpass haben das für Euch intensiv geprüft und können sagen: Voll erholsam, zwei Stunden zu chillen, das Telefon läuten zu lassen und Emails nicht zu bearbeiten. Anschließend kann man dann voller Elan in den Feierabend grooven.

„Zink, Kupfer, Eisen, Vitamine wie A, C, D und E sind wichtig zur Stärkung der Abwehrkräfte, aber die normale Mischkost hat einen maximalen Effekt auf das Immunsystem“, rät dagegen Dr. Bests Kollege Hajo Haase vom Institut für Immunologie an der Uni-Klinik Aachen. Eine gute Nachricht für uns, denn wir müssen unser Leben nicht umstellen, da wir normale Mischkost bereits betreiben: Glühwein, Roschtbraten, Spätzle, schwere Rotweine und zum Aufwärmen ein Willy. Gerade in der kalten Jahreszeit gilt: Wer viel trinkt, denkt besser und bleibt länger fit, schreibt die Pharmazeutische Zeitung. Haben wir schon immer gewusst: Von viel Bier sind wir schließlich noch nie krank geworden.

„Wer regelmäßig in die Sauna geht oder sich kalt abhärtet, bekommt eine bessere Thermoregulation“, erklärt Karsten Krüger vom Institut für Sportwissenschaft an der Universität Gießen. Dadurch kühle der Körper im Sommer leichter ab und schone im Winter seine Wärmekapazitäten. Zugegeben, es kostet ein bisschen Überwindung, sich bei eisigem Wetter ins Kalte zu wagen. Wer aber im Schlafanzug zum Zigarettenautomaten geht oder sich morgens kalt abduscht, kennt das wohlig warme Gefühl, das einen durchströmt, wenn der Kältereiz nachlässt und wieder Gefühl in die Glieder kommt. Gut für VfB-Fans: Die 5:0 Klatsche in Dresden gilt ebenfalls als harte Abkühlung. Das sollte eigentlich bis Saisonende reichen.

Wir schauen nicht in die Apotheken-Rundschau, die Gesundheit der Frau oder in die Fit for fun. Nein, wir gehen dahin, wo es wichtig ist – zur Universität Zürich. Die Schweizer haben aufgedeckt: Beim Lachen vergisst man, dass man friert. Wer oft lächelt, hält Kälteschmerzen fast doppelt so lange aus. Lachen stärkt zudem die Abwehr und sorgt für eine tiefere Atmung. Bestes Beispiel dafür ist die Familie Insua: Der gute Emiliano samt Frau und Kindern bestätigen die These der Gelotologen (Gelotologie = Wissenschaft des Lachens), dass Lacher nicht nur Freude an der Arbeit haben, sondern auch erfolgreicher sind. Und das scheint ansteckend zu sein, wie sein Instagram-Account offenbart.

Außerdem entsprechen 20 Sekunden Lachen drei Minuten schnellem Laufen, so Lachforscher und Neurologe Professor William Fry. Lachst Du schon oder joggst Du noch? Der VfB jedenfalls kann zur Gesundheits-Garantie werden: Je mehr Spaß er den Fans macht, desto geringer die Gefahr, krank zu werden. Allerdings birgt diese Strategie auch Risiken: Bei übermäßiger Anwendung kann die Wirkung ins Gegenteil umschlagen. So haben uns die Slapstickeinlagen der Stuttgarter Defensive in der vergangenen Saison ziemliche Kopfschmerzen bereitet.

Fazit: Saufen, Sauna und Siege des VfB sind die Garantie, gesund durch den Winter zu kommen.

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