featured
Kommentare 30

Der VfB ist international einfach zu nett

Es gab einige Experten wie Jamie Leweling, Sami Khedira und Lothar Matthäus, die ernsthaft glaubten, der VfB könnte die Europa League gewinnen. Da mag wohl mehr Sympathie als wirkliche Expertise dahinter gesteckt haben. Denn das Spiel gegen Porto hat erneut gezeigt: Der VfB ist dem Top-Niveau in internationalen Spielen nicht gewachsen.

Der FC Porto ist eine Herausforderung.
Fairness und Respekt kennen die Portugiesen nicht. Sportsgeist ein Fremdwort. Sie lagen mehr auf dem Boden als dass sie Fußball spielten, es werden von den Blauen die Grenzen der Unsportlichkeit ausgetestet. Der VfB nahm den Battle erst mit Verzögerung an, ließ sich durch die Mätzchen des Gegners immer aus dem Konzept bringen. Wie schon gegen Instanbul und Rom. Das erhöht für das Auswärtsspiel in Porto nicht gerade die Hoffnung auf einen Sieg und ein Weiterkommen. Auch wenn die Stimmen der Spieler nach der Partie trotzig waren (“Jetzt sind wir dran!”).

Porto ist alles andere als sympathisch, aber das sind Spitzenmannschaften selten. Hinten stabil, nach vorne klar und fokussiert, viel Theatralik, viel Schauspiel, viel Shitplay, was den VfB verwirren sollte. Aber das darf nicht darüber hinweg täuschen, dass Porto viel schneller war:
Vorne bei Ballgewinn mit mehr Mann nachgerückt, hinten stets mit mehr Spielern hinter dem Ball. Blau immer in den wichtigen Zonen in Überzahl. Natürlich war Porto eklig und fies, aber der 30-malige Meister präsentierte sich im Neckarstadion als die bessere Mannschaft. Taktisch, mental, fußballerisch.

Der VfB zeigte sich nicht als das Team, dass sich das alles nicht bieten lässt. Die Mannschaft nahm die Provokationen hin, stand dem Auftreten der Portugiesen fast hilflos gegenüber, agierte mit Fouls wie von Bilal El-Khannouss oder Ermedin Demirovic dazu noch extrem unclever (was in der Fußballsprache das Wort für dumm ist).

Der Mannschaft fehlte Attitüde, Ellenbogenmentalität und diese gewisse Drecksackigkeit. Aber so ist die Mannschaft von Hoeneß nicht: sie will spielen, sie kann auch kämpfen, ja, aber sich auf ein unwürdiges Spiel einlassen und mit den gleichen Mitteln zurückschlagen, das kann sie nicht. Sie versucht es im Guten und das ist an sich auch gut. Aber dadurch verliert sie Spiele gegen Ekel-Teams wie Porto, Istanbul und Rom.

Mit nett sein kommt man nicht weiter.
Es scheint, als ab nur Deniz Undav das in der Mannschaft begriffen hätte. Das zeigte er auf dem Spielfeld aber auch danach, als er forderte, “sich nicht alles gefallen lassen. Dann kannst du gegen die gewinnen. Fußballerisch sind sie nicht besser als wir.“ Elf Undavs benötigt der VfB, um in Porto das Viertelfinale der Europa League zu erreichen. Schon nach den Spielen in Istanbul und Rom wurde analysiert, dass dem VfB gegen dieser Art von Fußball die Mittel fehlen – in erster Linie emotionaler Art. Sehen wir in Porto endlich einen Lerneffekt?

Die Mannschaft sollte sich ein Beispiel am Stadion nehmen.
Die Zuschauer waren war laut, wild, emotional. Die Fans waren nicht gewillt, das provokante Auftreten des FC Porto hinzunehmen. Das Stadion wehrte sich. Das wollen wir in Porto von der Mannschaft sehen. Grundlage für einen Erfolg wird dabei auch sein, Fehler zu vermeiden wie bei Jeff Chabot im Aufbau, wie beim Hinterhertraben von Atakan Karazor oder beim weitem Flugball von Alex Nübel, der zur Torvorlage wurde, weil ihm noch vor der Mittellinie die Luft ausging.

Eine Mannschaft ist immer auch ein Abbild ihres Trainers.
Und das Team spielt so nett wie Sebastian Hoeneß ist. Das ist natürlich sympathisch und ich würde nie wollen, dass der VfB so auftritt wie Porto. Aber gegen eine solche Mannschaft gewinnst Du dann eben nicht.

Zum Weiterlesen:
Rund um den Brustring ordnet das Spiel ein:
“Wir spielen ein Achtelfinale im UEFA-Pokal. Das ist keine Normalität. Und auf diesem Level trifft man auf Mannschaften, die alles — wirklich alles — tun, um weiterzukommen.“ Gleichwohl wäre mehr drin gewesen, wenn sich der VfB nicht zum “zigsten Mal alleine in diesem Kalenderjahr ein Tor fängt, dass man gut und gerne als Eigentor deklarieren kann.”

Die Süddeutsche Zeitung meint:
“Wo immer dieser neue VfB auf dem Kontinent vorbeischaut, hinterlässt er erstaunte Beobachter, die den Spielstil von Team und Trainer loben und preisen.“ An Grenzen würde der VfB aber stoßen, wenn es gegen Kaliber wie Istanbul, Rom oder Porto (1:2) geht – “lauter abgebrühte Eine-Chance-ein-Tor-Mannschaften, die auf diesem Niveau über einen erheblichen Vorsprung an Dienstjahren verfügen und diese Betriebsroutine mit gerissenem Spiel sichtbar machen können.“

Bild: Alexander Hassenstein/Getty Images

Darf gerne geteilt werden:

30 Kommentare

  1. Hobbycamper sagt

    Danke für diesen Kommentar der meiner Meinung nach das Spiel des VfB sehr gut zusammenfasst.
    Zu was die Mannschaft fähig ist hat sie dann erst nach dem 0:2 Rückstand gezeigt. Die Frage die ich mir ein ums andere mal stelle, warum zeigt man das nicht von der ersten Minute an ? Diesen Willen, diese Aggressivität, das Annehmen der Zweikämpfe, schnellere Reaktion auch vom Kopf her ?
    Auch die 2. HZ hat mir von der Einstellung her gefallen und dass man Tore schießen kann hat ja auch das vermeintliche 2:2 gezeigt. Ob es letztlich wirklich Abseits war, man darf darüber spekulieren. Man muss sich halt so langsam daran gewöhnen, dass man gefühlt erst 5 Minuten nach einem erzeilten Tor jubeln kann, dann wenn der VAR nichts aber auch gar nichts gefunden hat.
    Ausbaufähig ist auch dass man erkennt, dass wenige Minuten vor Schluß bei eigenem Rückstand das Runde ins Eckige muss und man das nicht mit dem bekannten Hin- und Hergeschiebe des Balles erreicht. Ballbesitzfussbal nach Hoeness Art mag bisweilen schön anzusehen sein, ertragreich ist er aber in so einer Phase leider nicht. Da müssen die Bälle pausenlos in den 16er fliegen in der Hoffnung dass irgendeiner einen glücklichen Treffer erzielt. Ach wie gut täte uns hier ein kopfballstarker Spieler der dann in die Luftzweikämpfe gehen könnte um das Spielgerät ins Tor zu wuchten.
    Für das Rückspiel wünsche ich mir einen wachen und fokussierten VfB von der ersten bis zur letzten Minute und vor allem auch einen Schiedsrichter der die unsägliche Schauspielerei und das damit verbundene Zeitspiel konsequent unterbindet. Einen Schiedsrichter aus einem Fussballniemandsland für so ein Spiel auf diesem Niveau kann man machen, wozu es führt haben wir gestern gesehen.

    • Eumelzock sagt

      Ich geb dir völlig recht, aber bei
      “Ausbaufähig ist auch dass man erkennt, dass wenige Minuten vor Schluß bei eigenem Rückstand das Runde ins Eckige muss und man das nicht mit dem bekannten Hin- und Hergeschiebe des Balles erreicht. Ballbesitzfussbal nach Hoeness Art mag bisweilen schön anzusehen sein, ertragreich ist er aber in so einer Phase leider nicht.”
      muss ich dann doch reingrätschen. So blöde ist Hoeness nun doch nicht, dass er in Rückstand 15min vor Schluss keinen direkteren Zug zum Tor fordern würde. Nur waren in den letzten 15min die Portugiesen im Schnitt mit 9 Mann im 16er. Da kannste flanken wie du willst und die Kugel fliegt dir gleich wieder um die Ohren.

  2. Jochen sagt

    Nett ist vielleicht nicht ganz richtig. Uns fehlt die Fähigkeit, uns auf einen anderen Wettbewerb mit anderen Gegnern einzustellen. Gegentor 1: völlig unnötig wird zu Nübel zurück gespielt, der unter Druck gesetzt wird und dann einen langen Ball spielen muss. Darauf hat sich Porto vorbereitet und macht das dann perfekt.

    Gegentor 2: Porto steht mit 2 oder 3 Spielern an der Mittellinie und wartet auf den Hochrisikopass. Und natürlich kommt der. Sauber ausgerechnet und dann perfekt gekontert.

    Man kann gegen Porto nicht spielen wie gegen Wolfsburg. Man darf nicht so berechenbar sein.

    Dazu kommt, dass wir physisch nicht mithalten können. Zweite Bälle gehen zu schnell verloren, das VfB Mittelfeld und vor allem der Sturm ist viel zu Kopfball schwach. Wir hatten wieder 90 Minuten Flanken ins Nichts.

    Und dann noch unser Strafraumspiel. Komplizierter geht es nicht. Hätte einer der VfB Stürmer so draufgehalten wie Moffa? Sicher nicht.

    Der Trainer und die Mannschaft wollen spielen. Das ist ehrenwert und reicht für Platz 6 in der Liga. Für mehr dann aber auch nicht.

    Zu loben ist Kampfgeist, Moral und der Zusammenhalt zwischen Verein, Fans und Mannschaft. Vielleicht wäre hier etwas mehr Reibung ganz gut.

    Und bitte kommt mir jetzt nicht mit dem VAR. Wer so konsequent im Abseits steht wie Demirovic/Tomas sollte vielleicht mal das eigene Stellungsspiel überprüfen. Da fehlt es an Klasse.

  3. Hessoschwabe sagt

    Die Crunch-Time der Saison hat begonnen, in KO-Spielen und in BuLi-Spielen gegen Teams, für die es um alles geht.

    Gut reinkommen, dann Intensität rausnehmen und mit kontrolliertem Ballbesitz-Fußball was reißen zu wollen, wird nicht aufgehen.

    Ich habe in dem Spiel gute 10 Anfangsminuten gesehen mit anschließend vollkommenem Kontrollverlust, wie in Mainz. Super war, wie der Hebel umgelegt werden konnte und Porto knapp ne halbe Stunde so richtig gallig bearbeitet und nahezu erdrückt wurde. Leider konnte diese Haltung nicht bis zum Ende auf den Platz gebracht werden.

  4. Ronny sagt

    Tja, genau das ist der Punkt, weshalb hat unsere Mannschaft erst nach einer halben Stunde den Kampfmodus aktiviert und sich gewehrt wie das Stadion. Wie gegen Mainz haben individuelle Unzulänglichkeiten zu völlig unnötigen Gegentreffern geführt. Alle wussten wie der FC Porto zu Werke gehen wird, nur ein Großteil der Unsrigen nicht. Die Meinung von Loddar, dass der VfB im Rückspiel noch alle Chancen hat teile ich übrigens nicht, denn meiner Meinung nach ist diese Fifty-Fifty Möglichkeit auf 20% gesunken, was unheimlich schade ist, denn mit der richtigen Herangehensweise wäre mehr möglich gewesen.

  5. drhuey sagt

    Wenn man die Grundthese unterstützt, dass der VfB dieses Spiel nicht verlieren muss, dann ist das schon mal eine positive Ausgangslage und zeugt von einer Entwicklung. Leider haben sie es aber de facto verloren und ich sehe es genauso wie abiszet: Wir haben ein Attitüde-Problem. Ich hasse diese Unsportlichkeiten und hätte den Linksverteidiger evtl. mal richtig begrüsst, dass es sich wenigstens lohnt. Aber als Profi müsstest du in der Lage sein diese Emotionen in Energie umzuwandeln und an dem Punkt scheitern sie noch, weil wir nicht einen dieser Stinkstiefel im Team haben. Und dabei meine ich nicht einen Dauer-Stinkstiefel wie Rüdiger, sondern einer, der fallweise dem Theater etwas entgegensetzt.
    Dazu gehört die Frage, warum man für so ein KO-Spiel einen Schiedsrichter nimmt, der in einem Land pfeift das auf Rang 146 der FIFA-Tabelle rangiert und der Tabellenführer Kauno Zalgiris heisst. Ich gehe mal ganz kühn davon aus, dass es dort nicht so schnell und abgewichst hergeht.
    Aber es war nicht darauf zu reduzieren. Porto strahlte auch ohne Ball Gefahr aus, das ist etwas was eine Spitzenmannschaft auch ausmacht. Die defensive Disziplin des Fünferriegels machte es schwer für den VfB ohne Varianz im Spiel in die Box zu kommen.
    Ich gehe davon aus, dass Porto Endstation sein wird. Die positive Erkenntnis daraus ist, dass wir schon Spieler wie Khannouss, Jeltsch, Hendriks haben, die gestern nicht den besten Tag erwischt haben, aber sich noch zu wichtigen Stützen entwickeln werden. Das kommende Transferfenster wird sehr wichtig an der Attitüde zu schrauben und etwas mehr Abgewichstheit einzupflanzen, um dann hoffentlich wieder international etwas zu reissen.

    • Ronny sagt

      Ich nehme an das dieses Problem mit der fehlenden Drecksack-Mentalität bereits erkannt wurde, und die Lösung heißt wahrscheinlich Prömel.

  6. Nachspielzeit sagt

    Guter Kommentar! Es fehlt einfach das, was Frankfurt in ihren EL‑Saisons 19 oder 22 hinbekommen hat: die Gegner anzunehmen und solche Spiele mal zu ziehen. Sehr schade, aber dank dem Anschlusstreffer und der nicht mehr existierenden Auswärtstorregel ist es noch immer „nur“ ein Tor, das wir in Porto mehr schießen müssen.

    Zur Saison: Ehrlich gesagt wäre ich eigentlich viel glücklicher, wenn wir NICHT in die CL kommen, sondern auf Platz 5 abschließen, im DFB‑Pokal‑Finale stehen + eventuell das kleine Wunder in Porto schaffen. Warum? Wir haben qualitativ in der CL nichts zu suchen, und selbst wenn man sich mit Glück irgendwie in die Zwischenrunde schleppen würde, ist spätestens da Schluss. Das kann mir auch kein Geld der Welt schöner machen. Und: Unsere guten Spieler verlassen uns auch mit oder ohne CL.
    Beim Fußball zählt aber das Gewinnen von Wettbewerben oder zumindest das Weiterkommen. Niemand spricht in 20 Jahren von einem Aus in der Zwischenrunde der CL, aber dafür von einem Halbfinale in der EL oder einem DFB Pokalsieg. Da macht die EL viel mehr Spaß, obwohl wir ja selbst da noch nicht unter den Top 8 sind.

    • Mercedes Stübing sagt

      Gegen so eine Mannschaft wie Porto brauchst du so eklige Spieler wie Prömel oder Andrich, die du beim Gegner hasst wie die Pest. Und das hab ich gestern nicht nur ein Mal gedacht.

  7. Christian Fischer sagt

    Ich sehe das anders. Wenn man zu den gleichen Methoden wie Porto greift, dann nimmt man sich nur den Fokus auf die eigenen Stärken. Und so “gut” wie bspw. der LV von Porto das gemacht hat, so einen Spieler haben wir zum Glück nicht. So ein Charakter würde auch nichts anderes machen, als unseren Brustring, der ja auch für gewisse Werte steht, beschmutzen. Gleichzeitig spielt man das Spiel des Gegners, der darin viel mehr Übung und Erfahrung hat.

    Was man stattdessen braucht, ist ein vernünftiger Schiri. Als der Portugiese zurück auf das Spielfeld rollt nach dem Demirovic-Stoß, das muss zwingend gelb sein. Als er drei Minuten später sich wieder behandeln lässt, da muss der Schiri sagen ok wenn du jetzt noch einmal behandelt wirst, kommst du nicht mehr zurück. Gab x andere Situationen, wo man einfach durchgreifen kann und muss im Rahmen des Regelwerks. Btw, so wie er für die Portugiesen gepfiffen hat, ist es ein 1000%iger Elfer an Leweling. Dann gehen wir schon mit 2:2 in die Halbzeit.

    Ich habe Porto auch nicht spielerisch überlegen gesehen, beide Mannschaften hatten große Probleme mit dem gegnerischen Pressing. Der Unterschied war, dass die Portugiesen vorne einen Moffi hatte, der deren weite Bälle festmachen konnte (wobei auch hier, vier, fünf Mal eigentlich Chabot den Freistoß bekommen muss), während weder Medo noch Deniz dazu in der Lage waren. Dadurch mussten wir viel hinterher rennen und waren am Ende völlig platt.

    Es war aber mitnichten so, dass Porto das Zentrum oder die Außen oder sonst irgendwo auf dem Feld dominieren konnte. Da ist alles drin, aber ohne guten Schiri wirst du in Porto keine Chance bekommen.

    • Hobbycamper sagt

      @Christian
      Ich teile Deine Ansicht zum gestrigen Schiedsrichter, das habe ich ja bereits weiter oben in meinem Kommentar erwähnt.
      Wir würden es uns aber allerdings zu einfach machen jetzt alles nur auf den Schiedsrichter zu schieben. Auch bei einem wirklich unparteiischen Schiedsrichter der solchen “Spielchen” gewachsen ist und sie sofort abstellt, musst du selbst erstmal deine Chancen kreieren und sie letztlich in Tore ummünzen. Sind wir mal ehrlich, so viele erfolgsversprechenden Chancen habe zumindest ich gestern nicht gesehen. Auch Undav’s Tor musste man in dieser Situation nicht unbedingt erwarten. Wie Jochen es weiter oben schon geschrieben hat, wir machen es uns einfach zu schwer, vor allem im Strafraum, das ist alles zu verschachtelt, zu kompliziert. Einen Fünfer-Riegel kannst du nicht mit Klein-Klein auf kleinstem Raum knacken, zumindest der aktuelle VfB nicht, vielleicht die Bayern oder andere TOP-Mannschaften. Meiner Meinung bedarf es hier einfach anderer Ansätze, es muss wesentlich schneller der Abschluß gesucht werden, öfters auch mal schießen (die Bälle sollten dann halt auch auf’s Tor kommen).
      Vielleicht hat das ja SH auch erkannt und gibt der Mannschaft für das Rückspiel die entsprechenden Impulse, wir werden sehen.
      Ich denke auch dass für uns Porto dieses Jahr Endstation sein wird, dennoch…eine Resthoffnung habe ich noch, die Messe ist dann gelesen wenn sie vorbei ist.

  8. bacardihardy sagt

    Die Mannschaft des VfB ist nicht reif für die Championsliga, das hat das Spiel gestern gezeigt.
    Der Schlafwagenfussball des VfB mit Stiller und Karazor in der Zentrale ist für mich ein Auslaufmodell.
    Als Fan kann ich dieses Ballgeschiebe so langsam nimmer sehen.
    Und dann läuft immer alles über links.
    So leicht ausrechenbar.
    Mir fehlt da einfach Geschwindigkeit im Mittelfeld. Dass junge Spieler wie Catovic hier überhaupt nie berücksichtigt werden, verstehe ich nicht. Sehe das als Schwäche von Hoeness.
    Er kanns nicht mit talentierten jungen Spielern.
    Woltemade bekam ehemals auch nur ne Chance, da alle andern verletzt waren.
    Sehe da deutliche Defizite beim Trainerteam.
    Aber auch die Transferpolitik ist verbesserungswürdig, wenn man international Titel holen möchte.
    Mit Millionentransfers für Durchschnittskicker wie Tomas oder Bounani ist man auf dem falschen Weg.

  9. Hendriks und Jeltsch haben dem Treiben des FC Porto was entgegengesetzt. Leweling hat sich hingegen sehr dumm verhalten. Der Fokus bestand bei ihm ab Mitte der 2. HZ den Provokationen der Portugiesen auf den Leim zu gehen. Ich bin zwar in Porto, habe jedoch keine Hoffnung, die waren einfach stärker.
    Mein Lieblingsthema bleiben die Standards (kann man da eigentlich auch Abschläge von Nübel dazu zählen?). Abseits ist hier doch mittlerweile eingepreist, wir ändern da nichts. Immer das gleiche Vorgehen und danach stellen wir den Schiri, VAR und die halbautomatische Abseitsanalyse in Frage. Vielleicht sollten wir den Standardtrainer in Frage stellen.
    Ansonsten tolle Saison mit der Chance auf ein weiteres Endspiel in Berlin.

  10. Divina33 sagt

    Ich lese, wir waren mindestens ebenbürtig, ich Rückspiel sind wir dran… Porto Linksverteidiger ist schuld, der Schiri ist schuld…

    Nein Porto war cleverer:
    Die ersten 15‘ dem VfB überlassen, bis sie eingeschläfert sind und meinen es geht mal wieder von selbst.

    dann

    18‘ Jetzt setzt sich Porto in der Hälfte des VfB fest und sucht nach Lücken.

    20‘ William Gomes zieht aus 18 Metern ungestört ab:
    Schöner Lattentreffer.

    21’ Nübels Abschlag wird abgefangen–Doppelpass=0:1

    27‘ Der lockere Querpass vom „Abwehrchef“ abgefangen=0:2

    Porto reichen 10‘ Minuten Vollgas!

    Was hat das mit einem linken Verteidiger von Porto zu tun?

    VfB: 60% Ballbesitz–sah wieder mal schön aus.

    Nur xGoals:
    0,63 VfB : 0,94 Porto
    Das entspricht ziemlich genau dem Ergebnis…

    Das Spiel war eigentlich nach 30 Minuten entschieden.

    Nur Dank eines überragenden Undav‘s (der trifft und trifft…) wieder im Spiel…

  11. Marcus sagt

    Danke. Messerscharfe Analyse.
    Ja, das Stadion hat gekocht.
    Bis Donnerstag die Lehren ziehen und mit Biss, Aggresivität, Galligkeit und etwas Spielglück ab ins Viertelfinale. Porto wir kommen.

  12. bacardihardy sagt

    Deshalb verliert man so ein Spiel , schauen wir uns mal die Bilanz der Neuzugänge des letzten Sommers an:

    Bouanani (15 Mio.) – keine Verstärkung, eher Fehleinkauf bei der Summe

    Tomas (13 Mio.) – verstärkt den Kader lediglich in der Breite, nicht in der Spitze

    Assignon (12 Mio.) – keine Verstärkung

    Arevalo (7 Mio.) – noch ganz frisch, Stand heute spielt er jedoch noch gar keine Rolle,

    Jovanovic (5 Mio.) – hat bisher quasi so gut wie nicht gespielt, eher Fehleinkauf

    El Khanouss (20 Mio.+x) – klare Verstärkung auch in der Spitze des Kaders

    Chema (3 Mio. Leihe) – verstärkt den Kader lediglich in der Breite, nicht in der Spitze

    Darvich (1 Mio.) – spielt im Profikader noch gar keine Rolle

    Die Bilanz bei Ausgaben von rund 75 Mio. könnte besser sein.

    Bei einer so schlechten Transferplanung ist es ein Wunder dass der VfB noch aufs Rückspiel hoffen kann.

    • @abiszet sagt

      Bei so einer schlechten Transferplanung ist es ein Wunder, dass der VfB noch nicht abgestiegen und Pleite ist!

      • @abiszet sagt

        Und jetzt ernsthaft:
        Zu der wie üblich negativen Sichtweise, hier eine gnadenlos optimistische

        Bouanani (15 Mio.) – 21 Jahre, ihm kein Jahr Entwicklung zuzugestehen, ist herzlos und unsachlich, Zukunftsprojekt

        Tomas (13 Mio.) – verstärkt den Kader sehr gut in der Breite, hatte seine Momente, guter Rotationsspieler

        Assignon (12 Mio.) – Konkurrenzsituation erhöht, Verstärkung in der Breite, hat Vagnoman Beine gemacht

        Arevalo (7 Mio.) – 20 Jahre, wer erwartet hat, dass er sofort einschlägt, dem ist nicht zu helfen

        Jovanovic (5 Mio.) – 19 Jahre, hat u.a. wg. Verletzung so gut wie nicht gespielt, Zukunftsprojekt

        El Khanouss (20 Mio.+x) – wegen ihm spricht niemand von Enzo Millot

        Chema (3 Mio. KAUF, keine Leihe) – Konkurrenzsituation erhöht, Verstärkung in der Breite, Zukunftsprojekt

        Darvich (1 Mio.) – mit allen vereinbart und stets so kommuniziert: Zukunftsprojekt, zunächst Entwicklung über U21

        Vergessen, vermutlich weil sie positiv zu bewerten sind
        (zählen für mich dazu, weil vor einem Jahr Vorgriff auf die neue Saison):

        Jeltzsch (9 Mio) – absoluter Knallerspieler, künftiger Nationalspieler und 40 Mio-Transfer

        Jaquez (5,5 Mio) – nach Anpassungszeit sehr guter Rotationsspieler

        Von Zukunftsproketen sofort Impact zu erwarten/verlangen ist bösartig.

        Bei Ausgaben von rund 90 Mio. kann man allerdings fragen, warum so viel in Zukunftsprojekte und nicht in gestandene Spieler investiert wurde (fragt sich mE auch Hoeneß).

        Dass Spieler wie Assignon, Tomas und Bouanani mittlerweile über 10 Mio kosten (vor 2 Jahren eher 4 bis 7) hat mit der gestiegenen Reputation des VfB wie auch einem geänderten Markt zu tun. Steals wie Hendriks, Mittelstädt, Chabot werden die Ausnahme bleiben.

        • Ronny sagt

          Gehe ich mit, mit einer Ausnahme, Enzo Millot vermisse ich trotzdem, zusammen mit El Khannouss wäre das magisch geworden. 🤩

        • Jochen sagt

          Unterschreibe ich. Außer Tiago Tomas. Vielleicht bin ich blind, aber eine Verstärkung? Warum?

          • Ronny sagt

            Tomas hat in der Vorrunde gute und stabile Leistungen gezeigt, dann kam eine Verletzung und riesige familiäre Probleme. Da ich persönlich erfahren musste wie es ist, Elternteile zu verlieren, möchte ich Tiago zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht kritisieren, solche Schicksalsschläge beschäftigen einen monatelang.

  13. Klaus sagt

    Vielleicht nimmt die Mannschaft zumindest eine halbe Stunde des gestrigen Spiels als ihr Damaskus-Erlebnis: vom Saulus zum Paulus – bzw. umgekehrt: vom Paulus zum Saulus. Nett waren wir schon immer, eklig müssen wir noch werden. Das gilt ja auch für Liga und Pokal. Also: Unser Damaskus heißt Porto! Allerdings mit einem wie Karazor wird das nix. Guter Zweitliga-Spieler, mehr nicht und Chabot? Der wurde doch vor kurzem noch als künftiger Nationalspieler gehandelt. Da lachen ja die Hühner.

  14. Hobbycamper sagt

    @abiszet
    …”Bei Ausgaben von rund 90 Mio. kann man allerdings fragen, warum so viel in Zukunftsprojekte und nicht in gestandene Spieler investiert wurde (fragt sich mE auch Hoeneß).”…

    Danke Andreas, diese Frage habe ich mir beim Lesen Deiner Aufstellung auch gestellt !

  15. Olli Wezel aka debutanker sagt

    Ich dachte, ich muss nach meinem eigenen Ärger und Enttäuschung gestern und hier in den Kommentaren einmal einen “ganz außenstehenden, (fast) neutralen Bayern-Fan (sonst iat es echt ein dufte Typ :-D) fragen, was er zu unserem Spiel gestern so meint und warum wir seiner Meinung nach verloren haben…
    Antwort: “weil ihr 2 Fehler zu viel gegen einen Gegner auf Champions League Niveau gemacht habt!
    Spielerisch war ihr definitiv nicht schlechter und warum sollte deshalb im Rückspiel, bei einem Tor Unterschied, nix mehr möglich sein?!”
    Diese emotionslose und nüchterne Spielanalyse hat mich wieder etwas “runtergeholt” und lässt mich den Blick wieder nach vorne richten!

  16. fritzo62 sagt

    Hab Nix vom Spiel gesehen, nur Eure Kommentare gelesen.
    Egal – Sonntag bin ich gegen Leipzig, und echt gespannt, ob Fortschritte zu erkennen sind.
    DAS ist meine ganz eigene Sichtweise: ich sehe fast alle Spiele, bin abundzu im Stadion, und sehe bei eigentlich allen Spielern nur minimale Ausschläge seit 1 Jahr oder so.
    Man freut sich schon über Führichs Rückkehr oder Stillers Dauerleistung.
    Es gibt nur einen den ich nicht mehr sehen will – und der steht ganz hinten.

  17. Konny sagt

    Mich hat dieses Porto irgendwie an Union erinnert. Ich finds unsportlich wegen jedem Schubser sich auf dem Boden zu wälzen als wäre was gebrochen oder das Ende nahe. Das hat für mich wenig mit Fußball zu tun. Wenn man Bayern gesehen hat, wie die Bergamo abgekocht haben, sieht man im Grunde was uns fehlt. Handlungsschnelligkeit. Die Ecke von Kimmich schnell ausgeführt zack, zack und das war dann der Dosenöffner. So was fehlt uns – und obwohl ich Nagelsmanns Gelaber nicht mag – ist dann halt auch nachvollziehbar (sorry 🫣) warum andere Stiller vorgezogen werden. Wir sind zu handlungslangsam. Was mir am Meisten weh getan hat, ist dass Silas sich schon wieder verletzt hat (der Arme 😥) – Gute Besserung, es sollte doch jetzt mehr Spielzeit kommen.

    Nehmen wir es einfach pragmatisch, vielleicht ist es gut, wenn wir uns auf zwei Wettbewerbe konzentrieren. Ich sehe (leider) für das Spiel morgen eher schwarz. Und in Porto halte ich ein Wunder auch nicht realisierbar, die faulen und wiederlichen sich da durch. Erfahrung gemacht, draus lernen, weiter gehts.

  18. Testbild sagt

    Mich wundert, dass hier niemand die Aufstellung anspricht. Warum zum Teufel lässt man in so einem wichtigen Spiel Mittelstädt und Führich draußen?

    Für mich absolut nicht nachvollziehbar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.