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Ausgerechnet Union!

Das 0:4 gegen Union Berlin war ein harter Reality Check für die VfB-Frauen und uns. Natürlich wussten sowohl Verantwortliche wie auch Fans, dass es solche Spiele geben würde. Aber trotzdem tut das Resultat, das die Anzeigetafel auf der Waldau nach 90 Minuten anzeigte, extrem weh.

Chef-Trainer Nico Schneck sagte nach dem Spiel:
„Wir sind gut in die Partie gekommen und hatten gute Ballbesitzphasen. Zwar nicht so, dass wir sie im letzten Drittel zu Chancen ummünzen konnten, aber wir waren gegen den Ball griffig. Natürlich macht das was mit der Mannschaft, wenn du dann so ein Gegentor kriegst.”

Aber kam sein Team wirklich gut in die Partie? Die ersten 15 Minuten gehörten eher den Unionerinnen, die den Takt der Partie diktierten. Die VfB-Frauen: sie reagierten. Dass der VfB dann auch im sechsten Bundesligaspiel in Folge das 0:1 kassierte, war folgerichtig, aber dennoch unglücklich: Der xG-Wert des Distanzschusses von Union lag bei gerade mal 2 %.

Kurz darauf hatte auch der VfB die ersten relevanten Tor-Annäherungen, doch bereits in der ersten Halbzeit konnte man sehen, woran es dem Team von Nico Schneck gegen Union mangelte: Effizienz!

Daran änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nichts. Ganz im Gegenteil: In der 51. Minute erhöhte Union Berlin auf 2:0. Die Chance, ins Spiel zurück zu finden, hatte dann in der 72. Minute die eingewechselte Verena Wieder nach einem Traumpass von Dafina Redzepi. Im direkten Gegenzug stellte Union auf 0:3 und spätestens jetzt war offensichtlich: Das würde nichts mehr werden.

In der 83. Minute erzielte Union auch noch das 0:4, während die VfB-Frauen beste Chancen fahrlässig vergaben. Das Resultat war offensichtlich: Die erste hohe Niederlage für das Team von Nico Schneck – und die durchaus zurecht.

Was überraschte positiv?
3.300 Fans sorgten auf der Waldau wieder für eine überragende Stimmung. Und auch der späte Anstoßtermin am Sonntagnachmittag konnte die Union-Fans nicht davon abhalten, für stabilen Auswärts-Support auf der Waldau zu sorgen.

Was überraschte negativ?
Laura Guiliani, bislang absoluter Ruhepol im Team, wirkte gegen Union Berlin seltsam fahrig. Am 0:2 hatte sie ihren Anteil und sie hatte Glück, dass es in der ersten Halbzeit keinen Elfmeter gegen sie gab, sondern auf Offensiv-Foul entschieden wurde.

Woran müssen die VfB-Frauen arbeiten?
Natürlich an der Effizienz: Sowohl Nici Billa wie auch Verena Wieder, Jana Beuschlein und Dafina Redzepi ließen hochkarätige Chancen liegen. Keine Chance, die sie hätte liegen lassen können, hatte übrigens Maxi Rall, die offensiv kaum stattfand. Hier braucht es vermutlich noch alternative Pläne.

Wie geht es weiter?
Am 18. Oktober steht das Auswärtsspiel in München an und eine Woche später erwarten die VfB-Frauen dann Eintracht Frankfurt. Es sollte uns also nicht überraschen, wenn es im Oktober punkte-technisch eher mau aussehen wird. Der Lichtblick: Ende des Monats kommt die SGS Essen zum Pokal-Achtelfinale nach Stuttgart!

Übrigens: Das sind die Statistiken zum 0:4 gegen Union Berlin. Über die Zweikampfquoten müssen wir nochmal reden, oder?

Artikelbild: vfb.de – Vielen Dank!

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