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Der wahre Beißer – oder: Unsere Top 7 der WM 2014

Als Verneigung vor dem Halbfinale der Ewigkeit haben wir anstatt der üblichen zehn Highlights nur sieben ausgewählt.   

James Rodriguez
Was gelernt: Im ersten Vorrundenspiel wurde er noch „Jaims“ ausgesprochen, dann nannte ihn jeder „Chames“. Das Engelsgesicht wurde WM-Torschützenkönig, keiner vermisste Superstar Falcao. Der neue Held Kolumbiens schoß die schönsten Tore, wahre Kunstwerke und „El nuevo Pibe“ (der neue Bub) kann dabei so unschuldig schauen.

Der doppelte Fred
Er war das Symbol des brasilianischen Niedergangs, musste sich Schmähgesänge anhören und ertrug die Demütigung stoisch. Der wohl einzige Brasilianer, der während der WM nicht weinte. Geht doch. Und dann war da noch Fred aus Gablenberg, der zweijährige Sohn von Sebastian. Er dribbelte in der Halbzeit des Finales auf der Terrasse, im Regen, barfuß, enge Ballführung. Konnte allerdings nicht allen Nacktschnecken ausweichen.

Rasierschaum & iPhone-Hülle
Es waren die Innovationen der WM 2014: Der Rasierschaum, den die Schiris wie eine Pistole im Gürtel trugen, markierte die 9 Meter 15 Abstand beim Freistoß, die riesige iPhone-Hülle verhinderte, dass verletzte Spieler von der Trage fielen. Beides soll in Deutschland zur Regelung des Straßenverkehrs eingeführt werden.

Bastian Schweinsteiger
Der wirkliche Beißer der WM – er hat sich in das Turnier regelrecht hineingebissen, mit einem lauten Knirschen im Finale. Es sind diese Spiele, warum Schweinsteiger so früh ergraute. Argentinien musste ihn zeitweise zu zweit umtreten, um ihn zu bremsen.

Philipp Lahm ist der Kapitän, Schweinsteiger ist der Chef. Mario Götze war der Matchwinner, Schweinsteiger war Man of the Match.

Doppelfünf
Zwei Autoren texten und reimen und rhytmen, alles in fünf Zeilen, teilweise live während der Spiele. Zur großen Kunst gehts hier lang.
Mein persönlicher Favorit sind diese Zeilen:

Federnd: der Gang wie das Haar
Die Statur und der Laufstil; der Schopf:
immer offen und wehend, kein Zopf.
Selbst dann, als Luiz
sich die Trän’n trocknen ließ,
hatt’ ich stets Harry Koch in mei’m Kopf.

Spanien
Danke, Holland. Danke, Chile. Die ermüdende Ballzirkulation hatte früh ein Ende. Ich kann Xavi, Iniesta, Piquet oder Casillas einfach nicht mehr leiden, dieser ewige Ballbesitzfetischismus ermüdet mich.

Rihanna
Sie sparte sich peinliche Auftritte in Eröffnungs- oder Schluss-Shows und bewies schon früh guten Geschmack in der Wahl Ihres Lieblingsspielers (Miroslav Klose!). Nur bei Ihren Tweets blieb sie leider merkwürdig bekleidet.

WM-Tweets waren absolute Highlights: Ob Poldis Selfies mit Mutti, Gary Linekers spontane Einwürfe oder der ganze andere kreative Scheixx, der jede Sekunde entstand – der Social Media Weltmeister heißt Twitter.

PS: Quasi als 7:1 noch ein kleiner Fun-Fact zum Schluss – Manuel Neuer hat in der gesamten WM mehr Pässe gespielt als Lionel Messi. Das sagt alles aus über Messis lächerliche Wahl zum besten Spieler der WM.

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