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Die drei ??? und das Diamantenauge

Nicht das übliche Pressegespräch hinter verschlossenen Türen, keine aufgezeichnete Pressekonferenz, sondern ein Livestream: Es war eine große Show, in der die zwei Ex-Weltmeister Sami Khedira und Philipp Lahm sowie der ehemalige Meisterspieler Christian Gentner vorgestellt wurden. Die Personalien machen die besseren Zeiten des VfB sofort wieder lebendig. Wer jetzt nicht Manchester United und Cottbus vor sich sieht, dem ist nicht zu helfen. Aber was genau dieser Nostalgie-Move soll, was genau dahinter steckt und was genau die drei konkret zum zukünftigen Erfolg beitragen sollen, ist weiterhin unklar. Letztlich blieben nach dieser Veranstaltung in erster Linie Fragezeichen – mehr als nur drei:

Braucht der erfahrene Vorstandsvorsitzende wirklich gleich zwei Berater?
Wird der VfB Stuttgart zum Ausbildungsverein für Managementkräfte?
Warum investiert man offenbar viel Zeit und Energie in diese Personalien, während andere Entscheidungen dringender sind?
Warum erweitert man ohne offensichtlichen Grund ein offenbar gut funktionierendes Team?

Welchen Einfluss hat die Verpflichtung der Legenden auf Mislintat?

Stellvertretend für manch gut klingende, aber dann doch substanzlose Aussage während der Show, hier ein Statement von Philipp Lahm:
“Was wir verbessern und entwickeln können, werden wir hier im Gespräch führen. Wir treffen keine Entscheidungen, sondern stellen unsere Kompetenz zur Verfügung. Dann muss der VfB schauen, was er daraus macht.“

Ja, was macht der Vorstandsvorsitzende Alexander Wehrle daraus? Was bezweckt er mit dieser öffentlichkeitswirksamen Maßnahme? Was ist sein Motiv? Natürlich haben insbesondere Khedira und Lahm Erfahrungen gemacht, die kaum jemand sonst vorweisen kann. Dennoch ist zu hoffen, dass die Beratungen keine munteren Anekdoten aus vergangenen Tagen sind.  Wie das José Mourinho angegangen wäre, wann Jogi Löw högschde Konzentration forderte, und wie es sich anfühlt, die Champions League zu gewinnen. Und hoffentlich argumentiert dann Wehrle nicht in Aufsichtsratssitzungen „aber der Sami hat gesagt …“ und „Philipp meint, …“. Es wirkt jedenfalls alles ziemlich eitel, in erster Linie jedoch unausgegoren, unkonkret und unergiebig. Die beiden Weltmeister sollen weniger operativ arbeiten, sondern strategisch beraten. Aber in die kommende Transferperiode sollen sie sich einbringen. Lahm möchte gar dafür sorgen, dass der VfB wieder mehr Spiele gewinnt als verliert. Ja, was jetzt? Bringt er sich am Ende gar als Sosa-Nachfolger ins Spiel?

Natürlich ist es clever und sinnvoll, die Strahlkraft der beiden Ex-Weltmeister für den VfB zu nutzen. Khedira und Lahm haben ein überragendes Standing und ziemlich sicher ebenso gute Kontakte. Das öffnet Türen und womöglich auch Wehrle persönlich Horizonte. Eine Einbindung der beiden macht Sinn. Die entscheidende Frage ist also nicht ob, sondern wie. Und so wie es auf der PK präsentiert wurde, wirkte es leider wenig durchdacht, leider fast schon amateurhaft.

Wahrscheinlich wäre jeder andere Club froh, solche Legenden einbinden zu können. Wehrle hätte auch Armin Veh und Horst Heldt zurück holen können (so unrealistisch ist das nicht!). Aber das Aufgabenfeld der drei ehemaligen Spieler besteht letztlich aus drei Fragezeichen, vor allem bei Christian Gentner.

Die drei Personalien haben zwangsläufig auch Einfluss auf die Zukunft von Sven Mislintat beim VfB. Es drängt sich der Eindruck auf, dass der Sportdirektor intern kritisch gesehen wird. Weil er zu eigenwillig, zu schwierig, zu fordernd ist? Offensichtlich wurde er im Vorfeld nicht eingebunden, was besonders bei der Personalie Gentner irritierend ist, der als Leiter Lizenzspielerabteilung unter Mislintat und mit Markus Rüdt und Pellegrino Matarazzo arbeiten soll. Diese Vorgehensweise ist je nach Sichtweise provokant, unsensibel oder gedankenlos.

Zudem wurde Gentner ohne exakte Jobbeschreibung eingestellt: “Die Rollenverteilung müssen wir noch genauer definieren.“ So werden also in der Mercedesstraße Positionen besetzt? Nüchtern betrachtet würde Gentner bei allen anderen Vereinen maximal einen Praktikantenjob bekommen, oder? Aber immerhin hat man noch bis Januar Zeit, Gentners Profil “nachzuschärfen”, wie Jan Schindelmeiser damals so schön sagte, als Thomas Hitzlsperger als “Beauftragter des Vorstands in der Schnittstelle zwischen dem Lizenzspielerbereich und der Vereinsführung” vorgestellt wurde – und auch niemand wusste, was er eigentlich machen soll.

Es scheint fast, als wolle Alexander Wehrle mit Tradition und großen Namen ein Gegengewicht schaffen zu der Expertise, den Daten und der Impulsivität Mislintats. Ist das zeitgemäß? Ist das die gerne zitierte Einigkeit im Club? Dass man eine Fußball-AG nicht rund um einen Sportdirektor bauen kann, ist klar. Dass Mislintat längst nicht alles richtig macht, ist offensichtlich. Dass er einen Hang zu französisch-sprachigen Spielern hat und nach der Meinung von Rainer Adrion VfB-Jugendspieler links liegen lässt. Ja, und nicht alle seiner Transferideen sind aufgegangen. Seine Trefferquote kann sich jedoch sehen lassen. Klar ist aber auch: Er hat dem VfB teilweise den Arsch gerettet mit seinen Transferüberschüssen. Er hat dem VfB eine Identität zurückgegeben und ist auch zum Gesicht, Herz (und Bauch) des VfB geworden. Ist genau das womöglich ein Problem für manche beim VfB?

Jetzt schien es offensichtlich wichtiger zu sein, sich mit drei ehemaligen VfB-Spielern mit undefiniertem Aufgabenfeld zu schmücken, als mit Mislintat über die Verlängerung seines Vertrages zu sprechen. Die gewählten Prioritäten sagen etwas aus über das Standing von Mislintat innerhalb des VfB.

Gerade mal vier Monate nachdem sich alle in den Armen lagen, um den Klassenerhalt zu feiern, ist es also wieder turbulent in Stuttgart. Und wer die VfB-Fans kennt, der weiß: Sie werden vieles tun, aber eines nicht – sich nach dieser skurillen Pressekonferenz entspannen. 

Zum Weiterlesen:
“Am Bonbon verschluckt” bei Stuttgart International

“VfB-Fans gehen auf Distanz zum Vorstandsvorsitzenden” bei t-online

Martin vom Brustringtalk hat endlich wieder Bauchschmerzen.

Darf gerne geteilt werden:

33 Kommentare

  1. @das_Mietmaul sagt

    “Diese Vorgehensweise ist je nach Sichtweise provokant, unsensibel oder gedankenlos.”

    Oder diese Vorgehensweise ist eben ganz bewusst gewählt worden. Wenn der Vorstandsvorsitzende eines Unternehmens dem Verantwortlichen eines (Kompetenz-)Bereichs eine neue Führungskraft ins Team setzt, ohne dass dieser vorher Bescheid wusste, ist das in jeder Firma der Welt ein Affront.

    • @buzze sagt

      Das wäre dann die bewusste Provokation. Ich kann mir schon vorstellen, dass Mislintat und Wehrle aktuell um Kompetenzen und Standing zocken. Man kann nur hoffen, dass sich keiner der beiden verkalkuliert.

      • Wenn es darum geht, dann ging diese Runde klar an Mislintat. Eigentlich kann sich Wehrle jetzt nicht mehr erlauben, mit Mislintat nicht zu verlängern, weil sonst jeder zukünftige sportliche Misserfolg ihm doppelt und dreifach persönlich angekreidet wird. Die Reaktionen aus Presse, Blogs und sozialen Medien sprechen da eine ziemlich eindeutige Sprache.

  2. @hank_de_moody sagt

    Guter Text. Ich bin da komplett bei Euch. Mich lässt das alles einigermaßen ratlos zurück, zumal wir genau dieserlei Moves überwunden glaubten. Wehrle hat sich keinen Gefallen getan. Wenn Mislintat geht, dann ist Achterbahn im Club. Mal wieder.

  3. Die Frage stellt sich auch, welche Rolle spielt Vogt ? Scheint ja ganz dicke zu sein mit Wehrle, die hängen nur noch zusammen ab, egal bei welchem Event oder vor welcher Kamera. Er sitzt da gestern bei dieser halbseidenen Veranstaltung mit auf dem Podium, der Sportdirektor um dessen Belange es eigentlich geht, aber nicht. Sehr dubios, und lässt nichts Gutes erahnen, man erinnert sich mit Grausen an die Schlammschlacht mit Hitz.
    Bin sicher, dass die Kurve am Samstag ein Statement abgibt. Zu viel steht auf dem Spiel, schon wieder…

  4. Konrad sagt

    Nachdem mir gestern noch Verschwörungstheorie und süddeutsches Gesabber zu diesem Thema untergejubelt wurde, hat es sich in der PK dann (leider) bewahrheitet, dass Wehrle ohne Rücksprache mit S.M und Rüdt einen leitenden Angestellten ohne Arbeitsnachweis auf dieser Position (Gentner) in deren Abteilung installiert hat.

    Da sich mittlerweile von Sky bis T-Online über Bild sogar die Presse einig ist, dass das Sven gegenüber nicht gentlemens like war und so echt gar niemand entspannt ist, bin ich
    mal gespannt, wie das ausgeht.

    Das Sven es war, der uns mit seinen Transfererlösen die mehr oder weniger rote 0 gerettet hat, kam mir in der Ansprache von Wehrle deutlich zu kurz.

    • Ja gebe Dir recht Konrad, nachdem ich gestern diese Inszenierung geschaut habe, die übrigens sehr stark an ähnlich unrühmliche Auftritte der jüngeren, durchweg negativen Vergangenheit erinnert (Dutt, Dietrich, Reschke), wird man doch sehr nachdenklich.
      Die aktuell handelnden Protagonisten im sportlichen Bereich haben in den letzten 2-3 Jahren etwas aufgebaut, dessen Ernte erst einzufahren wäre, haben einen sehr guten Job gemacht. Sind sie manchem zu stark geworden ? Geht es eigentlich nur noch um Macht in unserem Verein ? Traurig, und eine gefährliche Situation, die uns wieder deutlich zurück werfen könnte.

      • Was hier gefehlt hat ist einfach nur “Gefühl” und “Empathie”. Wenn ich einen Menschen im Verein habe, der polarisiert, bewegt, Menschen und Massen anzieht, begeistert und mit seinem Gesicht für den Verein mehr als jeder andere steht, sollte ich diesen fördern, befördern, auf jeden Fall halten. Vor einem Phillip !
        Für uns alle ist Phillip doch “nur” ein Bayernspieler, er sagt es im Interview bei Bild sogar selbst noch, ich habe in meiner ganzen Karriere “nur” für den FC Bayern gespielt.

        Klar ist, dass das Ziel von 85000 Mitgliedern trotz zugegeben netten Videoclip nie erreichbar sein wird, wenn man das Herz (Mislintat)

        Auf die Wehrle “entspannt Euch Sprüche” und sein merkwürdig unechtes um den Hals von Sky Reporter Gefalle während Corona kann ich locker und leicht verzichten. Das ist doch alles Show und kommt klar erkennbar nicht von Herzen.

        Auf Mislintat kann ich aber NICHT verzichten, weil er authentisch und ein Typ ist!
        Wenn er geopfert wird, können alle Ziele neu definiert werden, die da heißen, wir wollen nicht mehr als 10000 Mitglieder verlieren ! Lasst Euch schon mal einen passenden Clip, mit es war einmal ein gutes VfB Gefühl… einfallen.

  5. Clemens sagt

    “Das ist deren Show, nicht meine!” – ein Satz, der nicht deutlicher zum Ausdruck bringen kann, wie Mislintat zu dieser gestrigen Veranstaltung steht. Dass Wehrle dann noch in dieser PK eine Aussage tätigt “Wir sind beide keine angenehmen Gesprächspartner, das wird bestimmt eine interessante Sache”, lässt nicht unbedingt auf ein harmonisches Ausklingen dieses vollkommen unnötigen Nebenkriegsschauplatzes hoffen.

    Wehrles Medien-Geilheit? Geschenkt. Aber wie man einen verdienten Entscheidungsträger des VfB so offensichtlich vor den Kopf stoßen kann, erschließt sich mir nicht. Wehrle ist ein eitler Selbstdarsteller, der bereits in seinen letzten Jahren in Köln viel Porzellan zerschlagen hat, so dass in der Domstadt niemand traurig war, als Wehrle zum VfB wechseln wollte. Wer das Wirken von Wehrle in Köln nachlesen möchte, dem empfehle ich folgenden Link:

    https://house-of-goats.de/episoden/episode-2/

    • Der Artikel ist ja schon ein bisschen älter, ohne dass es bisher zum vorhergesagten Verkauf von Anteilen gekommen ist. Die finanzielle Situation in Köln ist zwar alles Andere als rosig, aber da sehe ich Wehrle eher als Verwalter des Elends als Erschaffer selbigens. Dass er nicht wie wir zig Millionen aus dem Kader ziehen konnte, kann man ihm nur im Rahmen seiner fragwürdigen Personalentscheidungen im sportlichen Bereich anlasten. Solange er das bei uns nicht machen muss (und das ist ja aktuell die Frage ob wir gerade die Vorboten von solchen Aktionen sehen), wäre ich da jetzt nicht unbedingt besorgt.

      • Clemens sagt

        Deinen Verweis auf das Alter zu diesem Artikel verstehe ich nicht, Bernd. Es geht mir um die Art, wie sich Wehrle gerne selbst darstellt, nämlich als das große Finanz-Genie, dass er nachweislich nicht ist. Im Gegenteil, er hat strategische Versäumnisse beim Stadionausbau in Köln zu verantworten, er hat die Risiken in der Pandemie zu Lasten des 1. FC Köln scheinbar falsch bewertet. Und mit der Anstellung eines Veh und Heldt hat er bewiesen, dass er eher auf Seilschaften, denn auf Expertise wert legt (in diesem Kontext gerne auch mal einen Blick auf die “Grafik des Grauens” in Episode 1 werfen, auf der die von ihm verantworteten Transfers abgebildet sind). Somit erscheinen die “Berater” Lahm und Khedira sofort in einem recht speziellen Licht. Und schlimmstenfalls sehen wir auch Herrn Struth wieder regelmäßig in Bad Cannstatt.

        Ich finde die Seite mit ihren diversen Episoden zu unterschiedlichen Themen exzellent geschrieben und gut recherchiert. Hier kann sich jeder bzgl. Alexander Wehrle sein eigenes Bild machen.

        • Ich finde die Serie recht einseitig, das wird dann gerade an solchen Fehlprognosen recht deutlich. Aus Köln sind ja auch differenziertere Meinungen zu Wehrle zu hören. Gebe aber zu, dass das auch nur mein Unwillen sein könnte, mir einzugestehen dass wir mal wieder einen Vollpfosten an der Spitze haben.

          • Die Finanzen sähen bei uns noch viel katastrophaler aus (größeres Stadion), wenn Mislintat nicht schon 50 Mio. Transfergewinne aus dem Kader rausgewirtschaftet hätte. Dass wir da besser als Köln dastehen, ist nicht das Verschulden von Wehrle sondern der Verdienst von Mislintat. Ist ja auch nicht so, dass die restliche Konkurrenz wie Schalke, Werder und Co. finanziell besser als Köln aufgestellt wäre.

  6. Diese PK war eine öffentliche Diffamierung der sportlichen Abteilung, insbesondere die Herabsetzung von Sven Mislintat, und genauso war das auch geplant ! Man stellt 3 ehemalige erfolgreiche Spieler vor, und im Gegenzug werden diese dem Sportdirektor ohne vorherige Absprache vor die Nase gesetzt. Erinnerungen an Herrn Reschke werden wach, aber deshalb leicht zu Durchschauen. Nach meinen Informationen haben sich aber jede Menge Mitglieder auf den Weg gebracht, um in Form von Petitionen, oder Kündigungen der Mitgliedschaft dagegen vorzugehen, bevor es zu spät ist !

  7. Sollte der Vertrag mit Sven Mislintat nicht verlängert werden kündige ich nach 15 Jahren meine Mitgliedschaft jedes Mal das gleiche wir haben für mich den besten Sportdirektor den man haben kann man darf nicht vergessen wie viele Vereine unter anderem auch Dortmund ihn gerne wieder hätten und Sven Mislintat hat sich klar für den VFB entschieden ich glaube ohne Sven Mislintat gehen wir wieder grausame entgegen

  8. Die Online Petition ist der Wahnsinn. Stand jetzt deutlich über 500 Unterschriften. A. Wehrle kann sich jetzt ja mal tiefenentspannt und die ganzen Kommentare durchlesen. Man(n) muss ja das Leben nicht immer so ernst nehmen.

    Grundsätzlich würde ich gerne noch anmerken, dass es mir total leid tut, dass wir nach dem starken Auftritt gegen Bayern nun über sowas diskutieren und eine Petition einrichten müssen.

    Starke Sache diese Petition, super Idee – ich hoffe, dass S.M. es sieht, dass wir an seiner Show deutlichst mehr interessiert sind als an der der anderen.

    Schade finde ich, dass Claus Vogt sich so stark von Wehrle hat einlullen lassen und selbst nicht über das Gespür für die Fans und deren Belange was wirklich wichtig ist, verfügt. Ihm hätte es doch klar sein müssen.

    Weiter würde ich persönlich keine Stelle (Gentner) annehmen, wenn ich nicht mal mit meinem direkten Vorgesetzten meine Stellenbeschreibung durchgesprochen hätte.
    Ich muss doch vor Zusage wissen, welche Aufgabe ich habe. Ganz dünnes Eis. Mir kommt es so vor, als ob Gentner hauptsächlich dafür eingestellt wurde um Internas dann nach oben weiterzugeben. Neudeutsch Bindeglied. Jetzt schon Unwort des Jahres !

    • Stand jetzt sind es bereits deutlich über 4000 Unterschriften und T – Online hat die Petition angenommen und einen Artikel darüber verfasst ! Sollte Wehrle das alles ignorieren, sind weitere Aktionen geplant !

  9. 1893%ausPotsdam sagt

    Pro Mislintat! Der Mann ist für den Verein, und somit auch für uns, Gold wert. Ein Affront sondersgleichen. Gleichzeitig befürworte ich das “dazuholen* sportlicher Kompetenz in Form von Khedira und mit abstrichen Lahm. Das eine muss das andere nicht ausschließen. Klingt paradox ist es aber nicht beim genaueren Hinsehen, es geht um den VfB. Nochmal: Pro Sven!
    P.s. Guter Text wie eh und jeh.

  10. Der Plan des VfB mit den Neuen könnte so aussehen: Gentner wird zum Nachfolger des Sportdirektors, Khedira gleichzeitig als Sportvorstand aufgebaut. Und Lahms Rolle könnte vergleichbar werden mit der Rolle von Matthias Sammer (55) in Dortmund.
    Pfui ! An Mislintat Stelle würde ich mich umschauen.
    Kann man denn beim VfB nicht mal mehr in Ruhe Abstiegskampf erleben?

  11. Wehrle/Vogt schießen sich selber raus, die Reaktion/Aktion von einem Großteil der Fans ist selbstredend. Sind verbrannt – egal welche Entscheidung getroffen wird.

  12. Jonas Peter sagt

    Diese ständigen Anleihen bei der beliebten Kinder- und Jugendbuch- und Hörspielreihe “Die drei ???” sind einfallslos, irrelevant und in ihrer Häufigkeit einfach nervtötend.

  13. Bacardihardy sagt

    Finde viele VfB Fans überdrehen hier. Der Vorstand hat wohl das Recht hier neue Strukturen zu schaffen. Insbesondere nach der miserablen Vorsaison. Wehrle hat auch keinen externen Sportvorstand dem Sven vor die Nase gesetzt. Ist nicht passiert.
    Obs jetzt gleich 2 Berater sein müssen und ob Gente der richtige Zuarbeiter für Sven ist, muss man abwarten. Letztes Jahr hätte ich mir gewünscht , dass es ein Gegengewicht gegenüber Mislintat gibt. Jetzt wo Expertise kommt schreien viele Fans hier auf. Man sieht, dass Fussball eben ein Tagesgeschäft bei den Fans ist. Klar andererseits hätte Wehrle den Mislintat und Rüdt früher informieren können.
    Muss er aber nicht.

  14. Wenn Du eine Abteilung mit, sagen wir mal ca. 100 Leuten, eigenverantwortlich leistest.
    Personalentscheidungen Deiner Mitarbeiter grundsätzlich in Deiner Entscheidungshoheit liegen. Du dazu noch einen Arbeitsvertrag mit “sofortiger Ausstiegsklausel” besitzt.

    Was würdest Du sagen oder tun, wenn Dein Konzernchef Dir ohne vorherige Rücksprache mit Dir einen leitenden Angestellten in Deine Abteilung setzt, der in diesem Bereich über keine Berufserfahrung verfügt, außer dass er in einer anderen Abteilung mal gearbeitet hat? Als Bindeglied ohne konkrete Stellenbeschreibung? Dein Chef Dich dazu öffentlich vor laufenden Kameras als schwierigen Menschen “bezeichnet” ?

    Was würdest Du in diesem Fall tun, wenn Du über ein Berufsprofil verfügst, das weltweit sehr gefragt und einzigartig ist?

    Tatsächlich geht es nicht um Expertise. Es geht um den VfB Führungsstil, den mittlerweile fast 6000 Menschen in der Petition einheitlich als “so nicht gewünscht” einstufen.

    • drhuey sagt

      Intrigen und Machtspielchen sind überflüssig, nicht aber der Artikel und jede Meinungsäusserung dazu, denn gefühlt erleben wir einen Rückfall in alte Zeiten. Noch ungeklärt ist lediglich, ob Wehrle einfach ein schwacher Leader ist und einen Erstliga-Fussballclub mit einem Karnevalsverein verwechselt oder, ob sich wieder Heckenschützen in Position gebracht haben und die Gunst der Stunde genutzt haben, um dem neuen Vorstand ordentlich reinzusingen. Es gibt sicher ein paar, denen das Auftreten und die Machtfülle (entstanden während einer Phase des Vakuums) ein Dorn im Auge ist. Fakt ist aber: Derjenige, der von allen, die in den letzten Jahren Verantwortung trugen beim Verein, am meisten Mehrwert geschaffen hat, heisst Sven Mislintat. Und so einen kann ich nicht abkanzeln wie den Kassier vom besagten Karnevalsverein, der auf der Weihnachtsfeier homophobe Sprüche zum Besten gibt.

  15. Joachim sagt

    Hallo Fans vom VfB,

    man fasst es nicht, da meint man mit neuem Präsidenten und Vorstand kommt der Club
    in ruhigere Gewässer, ausgenommen der Fastabstieg, und Mislintat versorgt den Club mit
    Geld, das sie, so seine Aussage, für den ganzen Verein dringend benötigen, da stehen sie
    schon da die Neuen.
    Lahm und Khedira zog es zu sportlichen Herausforderungen während ihrer Karriere nachdem VfB nun plötzlich Berater vom Vorstand.
    Mislintat kann nicht zaubern aber gut managen und für Geld sorgen.
    Seine zentrale Bitte dieser Tage mal das Geld was eingenommen wird für Transfers
    auszugeben, dann wäre es ihm wohler für den VfB. Aber so mit K & L und Gentner
    schafft sich Wehrle ein Konfliktpotential, das der Verein nun wirklich nicht mehr
    braucht. Das erste Eigentor für Wehrle und der Präsident hätte das so gestalten müssen,
    das man zunächst mal mit den möglichen Beratern vor Verpflichtung und Mislintat
    spricht.
    Liebe Fans der Zirkus geht weiter und nicht nur ich finde das nicht professionell diese
    Verpflichtung als Überraschung.

  16. Hessoschwabe sagt

    K&L als Berater von W statt eines externen Sportvorstands – kann ich mich mit anfreunden, auch wenn SM nicht eingebunden wurde.

    Wenn die Installierung von CG allerdings die Demission von SM zur Folge hat, dann ist das einfach ein handfester Skandal.

    Wer nicht miterleben möchte, wie SM liefert, wenn er mal keine Transferüberschüsse generieren muss, kann kein Roter sein. Wichtig fände ich eine PK des Vorstands, wo mal ein dicker finanzieller Fisch vorgestellt wird.

  17. Ich hab mich jetzt mal durch alle Podcasts zu diesem Thema gehört und zig Kommentare gelesen.

    @buzze: meine Lieblingsfarbe ist blau 🤣(der war gut)

    Im Großen und Ganzen sind sich soweit alle einig, dass das mit den Wehrle Beratern kein Ding ist.

    Sogar die Hofberichterstatter vom VfB kritisieren die live PK (unvorbereitet / unstrukturiert) und ganz speziell die Art mit Mislintat umzugehen.

    Gentner sehen tatsächlich viele kritisch wegen ” in Mainz muss man nicht gewinnen” und dem Wechsel zu Union. Als er 1. Bundesliga spielte und wir 2. Und seiner mangelnden Berufserfahrung in dem eigens für ihn geschaffenen Pöschtle. Das Pöschtle in einem funktionierendem System ohne Rücksprache mit den handelnden Personen stößt fast allen negativ auf.

    Nachdem jetzt ja die Fans in Gladbach plus Vorstand bei Eberl dumm tun, könnte ich mir gut vorstellen, dass Minzlaff / Gomez schon mal bei unserem Sportdirektor vorgesprochen haben… die hätten mehr Geld für alle und alles. An (besseren) Angeboten wirds nie mangeln, das muss doch unser oberen Etage klar sein?

    Wenn wir das durch mangelnde Empathie und Wertschätzung vergeigt haben 🙄
    wäre das ein weiterer klassischer VfB Move, den die Welt nicht braucht.

  18. Kleine Ergänzung zum Drama in Drei Akten

    Vor ein paar Tagen ist Wehrle Mislintat in den Rücken gefallen,
    heute die eigene Mannschaft 😥

    So langsam gehen in alle Richtungen die Argumente aus.

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