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Kleine MV, große Wirkung?

500 Mitglieder, 4,5 Stunden Dauer, 5 Wortmeldungen bei der Aussprache und keine Wahlen auf der Tagesordnung: Im Vergleich zu den letzten zwei Mitgliederversammlungen des VfB Stuttgart war die am letzten baden-württembergischen Ferientag wirklich keine große Nummer. Im Gegensatz zur Mammutsitzung 2021 und dem Wlan-Gate 2019 steckte einfach zu wenig Zündstoff in der Veranstaltung. Vielleicht wäre es etwas voller gewesen, wenn Sven Mislintat nicht schon am Samstag im Halbzeitinterview die Hoffnung auf eine Vertragsverlängerung mit ihm zunichte gemacht hätte. Keine Gespräche bislang und dementsprechend auch keine Verkündung.

Aber keine Mitgliederversammlung ohne Überraschung: Und damit ist nicht das komplette Team gemeint, das bis zur Aussprache an der Veranstaltung teilnahm. Für manche Spieler muss das ein echter Kulturschock gewesen sein.

Nein, der eigentliche Kracher erfolgte durch den Vorstandsvorsitzenden Alexander Wehrle, der in seiner Rede verkündete, dass er gleich drei ehemalige Spieler wieder für den VfB Stuttgart habe gewinnen können:

Die Weltmeister Philipp Lahm und Sami Khedira als Berater von Alexander Wehrle und Christian Gentner ab 2023 als Leiter Lizenzspielerabteilung sind zurück! Zwei deutsche Meister von 2007 und dazu Philipp Lahm, der seine Weltkarriere beim VfB startete: Das klingt erstmal gut und befriedigt die Retro-Gelüste vieler VfB-Fans nach den guten alten Zeiten. Sami Khedira ist fraglos einer der erfolgreichsten Vfb-Spieler seit 1893. Aber wie kann er und wie soll er den VfB aktuell weiterbringen?

Wenn der Name Philipp Lahm fällt, denken wir an den Rechtsverteidiger, der aus München kam, um dann in Stuttgart als Linksverteidiger zu begeistern. Ein Spieler, der es in gut 50 Spielen geschafft hat, sich in der VfB-Chronik zu verewigen. Und auch neben dem Platz konnte er glänzen. Zumindest während seiner aktiven Zeit. Denn da bewies Lahm, dass er sich nichtmal vom FC Bayern München vereinnahmen lässt und dass er weiß, wann der perfekte Zeitpunkt für einen Rücktritt ist: dann, wenn es am schönsten ist.

Dennoch stellt sich die Frage, wie die beiden dem VfB konkret weiterhelfen können. Sami Khedira beendete seine Karriere 2021 nach einer fragwürdigen letzten Saison in Berlin. Philipp Lahm, auf dem Platz durchaus kantig, wurde nach seinem Karriere-Ende immer stromlinienförmiger und konzentrierte sich früh auf LinkedIn und den DFB. Aktuell ist er Chef des Organisationskomitees der EM 2024.

Es kommt natürlich darauf an, wie die Positionen konkret ausgestaltet werden, wie Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten definiert werden. Es sollte nicht so sein, dass Philipp Lahm und Sami Khedira ein bissle mitschwätzen. Aber klar ist: Die beiden Personalien könnten in den Kompetenz- und Zuständigkeitsbereich von Mislintat eindringen. Er, der den VfB mit seinen Entscheidungen viel Transferüberschuss erwirkt hat. Den VfB ein Stück weit durch die Verwerfungen der Corona-Krise gebracht hat.

Die Bestellung von Christian Gentner zum neuen Leiter der Lizenzspielerabteilung besitzt eine gewisse Pikanterie: Nach dem Abstieg 2019 erhielt er keinen Vertrag mehr, fühlte sich von Mislintat und Thomas Hitzlsperger hingehalten, reagierte darauf beleidigt und unterschrieb schließlich bei Union Berlin, was ihm nicht wenige übel nahmen. Was Gentner dazu befähigt, eine Leitungsfunktion zu übernehmen? Wahrscheinlich das Zertifizierungsprogramm „Management“ von DFL und DFB. Jedenfalls müssten Gentner und Mislintat eng zusammen arbeiten. Ob das funktioniert?

Also keine Vertragsverlängerung mit Sven Mislintat, stattdessen die große Retro-Welle beim VfB Stuttgart. Die Reaktionen sind durchaus gemischt. Einige begrüßen die vermeintliche sportliche Kompetenz, die Lahm und Khedira einbringen. Andere befürchten (zu) lange Entscheidungswege, wenn es um Transfers geht. Ob die neuen Berater Mislintat gefallen? das bleibt abzuwarten. Er ist jedenfalls ein Vertreter von schlanken Prozessen, an deren Ende er das Sagen hat.

Wegweiser oder Wasserkopf: Das werden wir tatsächlich erst beurteilen können, wenn wir das genaue Tätigkeitsfeld der Ehemaligen kennen.

Und wie sieht Mislintat die neuen Personalien? Professionell:

An Alexander Wehrle wird es nicht liegen, dass Mislintat seinen Vertrag beim VfB (nicht) verlängert, zumal er sich in seiner Rede auf der MV ausdrücklich für Kontinuität in der sportlichen Leitung ausgesprochen hat. Ob Mislintat aber die neuen „Strukturen“ gefallen? Wir werden es sehen.

Bild: PATRIK STOLLARZ/AFP via Getty Images

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27 Kommentare

  1. Gerade wollte ich in den Bayern Tweet die Frage einstreuen, wie Ihr speziell die Sache El Gente als Lizenzspielerleiter seht? Mir ging es ebenfalls so, dass ich einen sehr beleidigten Gente vor mir sehe, weil Hitzlintat den Vertrag erstens nicht verlängert und zweitens nicht rechtzeitig mit ihm gesprochen hat. Und er ja nicht irgendein Angestellter, sondern DER Kapitän war. Das ging nicht so harmonisch über die Bühne. Wie heißt es so nett, man sieht sich immer zweimal im Leben, einmal auf der und einmal auf der Seite.

    Sagen wir mal so: Mislintat einen Lizenzspielerleiter einfach so vor die Nase zu setzen, ohne ihn zumindest vorher informiert oder besprochen zu haben, fände ich eher semi.

    Dass Wehrle mit Mislintat immer noch nicht wegen des Vertrags gesprochen hat, dafür aber drei Externe einstellt, finde ich komisch und irgendwie auch S.M gegenüber nicht o.k.

    Es sei den Wehrle wäre keine S.M. Fan und hätte andere Gedanken.

    Ehrlich gesagt, wäre mir Mario Gomez lieber gewesen. Der hat mehr Strahlkraft, Lahm (sorry dafür) ist für mich ein Bayernspieler.

  2. EffGee1910 sagt

    Woher willst du wissen dass Mislintat nicht in die Entscheidung von Alexander Wehrle eingebunden war? Warum haust du gleich wieder erstmal drauf, anstatt abzuwarten wie sich diese Situation entwickelt? Hast du deinen Platz üblicherweise auf der Haupttribüne ? Oder warum wird hier nur gebruddelt ?

    • 🤔 Mislintat sagte gestern und heute nochmal im Interview, dass er noch kein Gespräch mit Wehrle geführt hat…

      Und Du so, Bodygard vom Alex 😳?

  3. Bacardihardy sagt

    Finde das Einbinden der 3 Ex Profis erstmal eine sehr gute Entscheidung. Der VfB muss sich definitiv mit Fussballsachverstand in der Führung strategisch breiter aufstellen. Wenn ich an den Verlauf der Vorsaison denke, hätte ich mir wenigstens einen zusätzlichen Experten neben Mislintat gewünscht. Der Nichtabstieg war am Ende glücklich , hätte auch anders laufen können. Lange Zeit gab es Defizite im Fitnessbereich und die Transfers überwiegend offensive jugendliche vermeintliche Talente. Trotz alledem scheint der VfB mit Sven und Rino aktuell auf dem richtigen Weg. Das ist aber nur eine Momentaufnahme.
    Vielleicht öffnen sich mit Philipp und Sami auch die Türen von neuen Sponsoren.
    Zumindest in der Öffentlichkeit haben sie eine gewisse Strahlkraft.
    Man darf gespannt sein, ob Zusammenarbeit und Aufgabenverteilung gelingt und ob Mislintat das gefällt.

  4. drhuey sagt

    Ich kann mit Beratungsfunktionen von verdienten Ex-Spielern nichts anfangen. Häufig sind sie mehr Feigenblatt und Marketinggag als wirklicher Mehrwert. Das Zusammenspiel zwischen Berater und verantwortlicher Linienfunktion gestaltet sich zumeist schwierig, da Berater in diesem Fall einem Verwaltungsorgan dienen. Daraus können leicht zwei Lager entstehen. In einer idealen Welt wird die verantwortliche Linienfunktion sachkundig etwas mehr auf den Prüfstand gestellt. Ein gesunder Prozess also, wenn ihn alle richtig verstehen und leben. Grundsätzlich finde ich aber die Einbindung dieser Spieler (v.a. Khedira, weniger Lahm, und wozu Gentner?) positiv, würde nur gerne auch eine Verantwortlichkeit bei ihnen sehen (bei Gentner gegeben, aber eben: wozu Gentner?). Mal sehen wie es sich auf die weitere Beschäftigung von Mislintat auswirkt. Denkbar wäre ja auch, dass man ihn jetzt mit dem Feigenblatt Berater, zum Sportvorstand macht. Es ist klar: einen grossen Investor an Land zu ziehen wäre um ein Vielfaches wichtiger, um dieses Darben in der unteren Tabellenhälfte zu beenden. Während Union Berlin von der Tabellenspitze grüsst, kommen wir nicht voran. Daran wird auch der von mir über alle Massn geschätzte Sami Khedira nichts ändern können.

  5. Mal wieder typisch süddeutsches rum Gesabber, alles erst mal negativ sehen, Glas halb voll, keiner kennt die Gespräche/ die Hintergründe oder sonst was, Hauptsache negative Prognosen. Warum nicht mal den positiven Effekt raus stellen ? Offenheit und Transparenz von Menschen die viel mehr gesehen haben als dass mein Nachbar die Hecke falsch geschnitten hat ? Mislintat nicht eingeweiht ? Ernsthaft ? Welche Verschwörungstheorien kommen noch hoch ? Mario Gomez und O Trust übernehmen den Verein ? Dem ist nichts hinzuzufügen.

    Grüße aus dem Westen

    • Findest Du Dein Gesabber positiver?

      Was ich tatsächlich nicht verstehe und hier auch nie verstehen werde ist die in den Raum gestellte Frage, weshalb Meinungen immer wieder wiederholt in dieser Form “abgetan” werden.

      Für mich hat Gomez eine höhere Strahlkraft als Khedira oder Lahm und das ist eben meine Meinung. Wenn das für Dich negativ und süddeutsches Gesabber ist, nehme ich das so an. Danke für Dein Feedback. Dann bin ich ja froh, dass ich nicht im Westen wohne.

      Ich habe am Wochenende die Interviews mit Mislintat gehört, in dem aus jedem Interview seine Enttäuschung über nicht erfolgte Gespräche mit Wehrle durchkamen. Auch sehe ich noch den enttäuschten Genter vor mir, als der Vertrag nicht verlängert wurde.

      Also habe ich hier lediglich nur das hinterfragt, was ich von einzelnen handelnden Personen gelesen oder gehört habe. Und habe weiter nur gefragt, wie das die anderen sehen.

      Meine Meinung ist, dass ich es besser gefunden hätte, wenn man die Sache (öffentlich) erst mit Mislintat klärt wie es mit ihm weitergeht und dann andere ins Boot holt. Es ist halt meine Meinung,, zu der ich stehe.

  6. Ob diese Personalien Sven Mislintat gefallen oder nicht, bleibt abzuwarten – allerdings hoffe und denke ich, dass Alexander Wehrle ihn beim Prozess, die 3 ehemaligen Spieler ins Boot zu holen, involviert hat, alles andere wäre tatsächlich nicht professionell.

    Was den Kompetenzbereich von S.M. betrifft: Wenn ich mich recht entsinne, ist der Leiter Lizenzspielerabteilung etwas wie der technische Direktor und damit dem Sportdirektor unterstellt und ihm weisungsgebunden. (So ist es zumindest in Dortmund).
    Das bedeutet, dass Christian Gentner Mislintat eher Aufgaben abnehmen wird, sodass sich letzterer noch mehr mit seiner Kernkompetenz Scouting und Kaderplanung beschäftigen kann.
    Sollte also für Mislintat eher eine Entlastung sein, ob er das jetzt auch so sieht, ist eine andere Frage.

    Bezüglich Lahm und Khedira als Experten denke ich, dass diese wie Sammer bei Dortmund ihre Meinung kundtun, sofern sie danach gefragt werden, ohne dabei jedoch eigene Entscheidungskompetenzen zu haben.
    Auch das ist keine Einschränkung der Kompetenz von Sven Mislintat, sondern eher eine weitere Quelle für qualitativen Input von ehemaligen (Spitzen-)Spielern, der in der Form tatsächlich beim VfB bisher gefehlt hat.

    Kurzum: Es scheint, als hätte sich der VfB die Struktur des BVB als Beispiel genommen und sich dadurch personell breiter aufgestellt, ohne dabei die Prozesswege zu sehr aufzublähen.
    Sven Mislintat hat keinen neuen Vorgesetzten bekommen, sondern ist im Gegenteil der neue Vorgesetzte von Christian Gentner und hat damit in Kader- und Mannschaftsthemen weiterhin das letzte Wort.
    Lahm und Khedira werden ihre Meinung kundtun, wenn sie danach gefragt werden, haben aber keine aktive Entscheidungskompetenz.

    Somit klingt es auf den ersten Blick nach einer Verbesserung der Strukturen.
    Ob das am Ende auch so von Mislintat gesehen wird und welchen Einfluss das auf seine eigene Vertragssituation hat, ist eine andere Frage.

  7. fritzo62 sagt

    Wehrle hat auch keinen einfachen Job. Der VfB hat seit Jahren in Bezug auf Marktwert und Etat einen Mittelfeldplatz, erreicht diesen aber nicht. Auf der anderen Seite mit Rino und Sven 2 sehr beliebte Mitarbeiter. Da verstehe ich schon, dass er Mittel und Wege sucht endlich ins Mittelfeld zu kommen ohne alles einzureißen. Um im Wirtschaftsdeutsch zu bleiben: wenn einer mit Vertrieb und Controlling überfordert ist, teile ich den Job auf 2 Stellen auf. Und Wehrle hat nicht so viel zu tun, als dass er nicht noch weitere Häuptlinge vertragen könnte.

  8. Wirkt ein bisschen wie ein Kuhhandel, nach dem Adrion jetzt mit zwei Weltmeistern regelmäßig Kaffee trinken darf und dafür auf einen externen Sportvorstand verzichtet. Die 30 Mio. Wasserkopf müssen ja irgendwie gepflegt und gehegt werden. Mit Lahm könnten wir immerhin von einem Fürsprecher mit guten Kontakten zum DFB profitieren (siehe Samstag), aber das soll wohl nicht in seinen Aufgabenbereich fallen. Gentner langfristig einzubinden war schon 2019 geplant, von daher wird das jetzt einfach umgesetzt.

  9. Motzbackenbruddler sagt

    Ich kann mit Lahm und Khedira gut leben, nur bei Gentner hat sich bei mir einfach folgender Satz eingeprägt: ‘Gegen Mainz muss man nicht gewinnen’ – ein Satz, der so in der Form von den beiden erstgenannten sicher nicht gefallen wäre…

  10. Clemens sagt

    Ich habe mir die heutige Pressekonferenz zur Vorstellung der drei Neuen angeschaut und dabei ist mir Wehrle mit seiner Reaktion auf die Frage (35:45 min.), inwieweit Mislintat über die neuen Personalien informiert wurde, unangenehm aufgefallen (“Entspannt Euch mal!”), weil er im Grunde genommen komplett indifferent blieb und nur auf die Social-Media Reaktion von Mislintat verwies. Kann man sicherlich anders beantworten, es sei denn, es war für Sven Mislintat tatsächlich eine neue Information.

    Khedira machte bei der Vorstellung immerhin einen souveränen Eindruck. Lahm und Gentner wirkten aber tendenziell überfordert und insbesondere Lahm erging sich mal wieder in nichtssagenden Phrasen. Aber wir konnten immerhin vernehmen, dass Khedira und Lahm kein Sprachrohr des Vereins sein möchten, sondern ausschließlich in einer beratenden Funktion für Wehrle tätig sein werden.

    Der Verein muss aufpassen, dass er sich keinen komplexen und teuren Wasserkopf aufbaut. Denn auch die Tagessätze oder pauschalen Beraterhonorare eines Lahm oder Khedira müssen sich irgendwie rechnen. Aktuell fehlt mir die Phantasie, welche Cost Savings diese beiden für den VfB generieren bzw. welche Tipps Wehrle für eine strategische Neuausrichtung des Vereins von Khedira und Lahm bekommen könnte. Bei einem Gentner kann ich mir zumindest eine operative Entlastung für Mislintat und Rüdt vorstellen.

    • @buzze sagt

      Stimmt: Bei Khedira konnte man immerhin heraushören, was er sich vom Engagement für den VfB verspricht. Klang wie so eine Art Pflichtpraktikum. :-)

  11. Die “entspannt Euch mal” Aussage von Wehrle auf die Frage, ob S.M. in die Findung mit eingebunden war, ist eine sehr klare Antwort.

    Wenn das S.M. so nicht passt, könnte er theoretisch “ade war sche” sagen….
    Ich bin mal gespannt, wie es ausgeht …

    • @buzze sagt

      Wären wir Fans immer entspannt geblieben, wäre Dietrich vermutlich immer noch VfB-Präsident. Insofern ware diese Aussage schon sehr bemerkenswert.

  12. Johnny sagt

    Was ich bei der ganzen Sache nicht verstehe: Warum gibt man dem bestehenden Konstrukt, das offenbar zwischenmenschlich und strategisch wunderbar funktioniert und harmoniert, nicht einfach mal etwas mehr Zeit, meinetwegen über drei, vier Saisons hinaus, und lässt es wachsen? Warum immer dieses kurzsichtige, kurzfristige Denken, egal was langfristig passiert. Schnelle Erfolge müssen her, niemand hat mehr Zeit, etwas wirklich aufzubauen (erinnere mich grade dunkel an Kloppo und BVB und deren Abstiegskampf, die haben damals durchgehalten und wirklich etwas aufgebaut…) – ganz abgesehen davon, dass (klar, Momentaufnahme) aktuell auch die Clubs von der Tabellenspitze grüßen, die tatsächlich langfristig arbeiten und denken und auch mal hinnehmen, wenn der Weg lang und steinig ist, ganz ohne Egos und persönliche Empfindlichkeiten. Wo ist die Demut geblieben? Und warum braucht ein Vorstand überhaupt Berater (wenn Du als Unternehmen Berater in der Führung brauchst, ist das ein Offenbarungseid und oft genug bereits der Anfang vom Ende)? Reichen zwei Abstiege denn nicht aus, endlich mal zu kapieren, dass man an einem eingeschlagenen Weg mal festhalten und ihn gehen sollte, komme was da wolle? Beim VfB wird es sowas wohl niemals geben. Immer wenn man denkt, jetzt klappt´s endlich, dann haut wieder einer dazwischen. Sehr schade. Und Gentner (nichts gegen ihn als Mensch) ohne jede Erfahrung auf dieser Ebene zurück beim VfB ist ein Treppenwitz mit Ankündigung, aber gut. Man wird es hinnehmen müssen und kann nur das Beste hoffen…

  13. Ihr habts zu T Online geschafft 👏
    Sie zitieren den vertikalpass 🤗

    Wehrle ist Profi durch und durch. Er braucht keine Berater. Ich vermute er verfolgt Ziele. Vielleicht erhofft er sich durch die Präsenz von Lahm mehr Sponsoren oder bessere Kontakte zum DFB.

    Gentner soll langfristig höchstwahrscheinlich Mislintat beerben und der Kehl vom Neckar werden.

    Die Kontinuität ist leider mit dem Weggang und Drama von Hitz gebrochen.

    Ich hätte es einfach auch gelassen wie es ist. Wenn er Lahm als Berater will von mir aus.

    Aber erst mit Mislintat verlängern und den Weg weitergehen.

  14. drhuey sagt

    Not my Vorstand, dachte ich bei der Aussage “Entspannt Euch mal” und seinem bisherigen Gebaren nicht das erste Mal. Ausser Plattitüden und viel heisse Luft war das gar nix. Der VfB ist ein Ausbildungsverein war der zweite Gedanke. Sami will von allen lernen, Lahm (hat der etwas mit Substanz gesagt?) blieb zu seinem Mehrwert bei Allgemeinplätzen hängen und mit Gentner geht man eine Langzeitwette ein. Ich glaube auch, dass er für höhere Weihen aufgebaut werden soll. Welche Kräfte da wohl gewirkt haben? Eines ist sicher: So wenig Interna und geplante Personalien wie in der Amtszeit von Sven sind schon lange nicht mehr an die Öffentlichkeit gedrungen. Das nennt man professionell. Wie war das damals als Gentner noch Teil der Kabine war? Ich möchte sein Netzwerk gar nicht, denn das hat dem VfB in der Vergangenheit eher nicht geholfen. Erster Kardinalfehler von Wehrle und der zweite erfolgt, wenn er es schafft, dass Sven geht.

  15. Chrislintat sagt

    Ich bin komplett überrascht wie negativ diese Bekanntgabe wahrgenommen wird.

    Ganz vorne steht für mich, dass sich positive Einflüsse und Erfahrungen besser in unseren VfB einbringen lassen. Wie und was? Werden wir sehen, ich bin froh über dieses Maß an Transparenz, und zwar dann wenn offenbar auch noch nicht alles klar ist

    Darüber hinaus, nur ein Promotion-Coup? Attraktivität für Investoren? Netzwerk des VfB verbessern? Auch gut.

    Dritter Punkt, was wenn Svens Forderungen, wenn auch nachvollziehbar für den Verein nicht möglich sein werden. Soll Wehrle dann erst reagieren? Warum nicht bereits herfür Gleise legen. Nicht im Sinne, dass dort der Kehl vom Neckar gebaut wird, aber dass die vorhandenen Gesichter für Nachfolger unterstreichen eine gute Adresse vorzufinden.

    Ganz klar, ich möchte, dass Sven bleibt.
    Dennoch freue ich mich über alle 3. Eine ganz klare Botschaft, dass der VfB es wert ist zurückzukehren.

    Die PK Qualität an sich. Fragwürdig. Dennoch sehe ich keinen Grund warum Wehrle kein Guter sein sollte.

  16. Die Emotionalität und Hauptkritikpunkt der Sache liegt im Nicht Verstehen der Fans / Mitglieder seitens Wehrle / Vogt.

    Sven ist das Herz des Vereins geworden. Er emotionalisiert, nimmt mit, begeistert und
    lebt diesen Verein wie derzeit kein Zweiter. Ihn wollen die Fans.

    Natürlich war ich auch immer wieder jemand, der ihn kritisiert hat, weil er zulange Spieler und Nichtleistungen in Schutz nahm oder Schiedsrichter zu kritisch bewertete. Oder zu viele Talente verpflichtete.

    Trotzdem ist er das Herz. Das Herz des Vereins, der Fans, der Mitglieder. Ja, er ist eigenwillig, vielleicht in mancher Hinsicht stur – aber er hat ein Gesicht, Rückgrat und steht zu 100% für sich und sein Wort. Er emotionalisiert, begeistert… nimmt mit.

    Jetzt stellt sich Wehrle vor die Mitglieder und präsentiert Ihnen 3 Personen, die für die Fans im Moment gerade einfach keine Priorität haben. Wehrle hat ergo nicht verstanden, was den Mitgliedern am Herzen liegt und gibt Presse und Fans ein belehrendes “entspannt Euch” zum Besten. Zu dem Thema, das den Fans aber am Meisten am Herzen liegt.

    Frei nach Max Kruse werden sich die Menschen sicher nicht dann entspannen, wenn Herr Wehrle das wünscht.

    Wehrle hat die Herzensangelegenheit der Fans nicht erfasst, erkannt, ernst genommen und seine Energie auf Personen gerichtet, die im Moment aus Fanwahrnehmung 0,0 wichtig sind.

    • drhuey sagt

      So isses! Darüber hinaus ist es auch eine Frage des Stils und Anstands. Sven ist Schlüsselpersonal mit einem positiven track record, wenn man seine Vorgaben betrachtet. Wehrle ist seit ein paar Monaten hier und, wenn er sich auf die Fahnen geschrieben hat, die Machtfülle von Sven zu beschneiden, wäre es guter Stil, ihn bei diesen Prozessen zu beteiligen, anstatt zu erwähnen, dass er da hinten auf der PK irgendwo steht und daher die Entwicklung gar nicht schlecht finden kann. Das ist eine Frechheit und für meinen Geschmack geprägt von Eitelkeit. Diese “There’s a new Sheriff in town”-Attitüde kann gehörig nach hinten losgehen. Ich gebe zu: von der Personalie Gentner halte ich gar nichts und, wenn Lahms Berater-Input ähnlich banal daherkommt wie seine Einlassungen gestern, kann man sich den auch sparen. Sven hat ja schon angedeutet, dass er gerne mal den Hochrisikobereich der Talentsuche verlassen würde. Leider sieht es nicht so aus, dass ihm der VfB das in absehbarer Zeit bieten könnte. Auch kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er zukünftig Lust hat auf Inputs aus dem Gentner Universum einzugehen. Das Ganze fühlt sich bei näherer Betrachtung wie ein Rückschritt in alte Zeiten an. Schade, Wehrle hat so gut ins Kölner Umfeld gepasst.

  17. Heiko Jeck sagt

    Also meiner Meinung nach, wird das alles viel zu hoch gekocht. Über allen handelnden Personen steht unser VfB.
    Ich finde es gut, dass man sich mit den beiden (Sami und Philipp) richtige sportliche Kompetenz in die AG holt. Sie machen keine Transfers, sie machen keine Verträge und sie beraten nicht den Trainer!
    Sven machte und macht einen guten Job. Nicht alle Transfers sitzen, aber das ist bei allen Vereinen so. Mit Gente hat er einen Puffer zur Mannschaft und zum Trainer, was ich sehr sinnvoll halte. Dass er mehr französisch sprechende Jungprofis holt und wenig im eigenen Nachwuchs macht, ist schade, da wir ja sehr gute Nachwuchsmannschaften haben. Wie war es denn, als wir Spieler wie Gnabri, Kimmich usw. verkauft haben, Jeder hat gemeckert, also sollte hier auch ein Gegenpol zu Sven installiert werden, der aber ihm berichtet und unterstellt ist. Die Presse hat in den letzten Wochen häufig von viel zu viel Macht von S M gesprochen, die gleiche Presse jammert jetzt, dass er seinen Vertrag nicht verlängern könnte. Ich finde Sven sympathisch und mag ihn, aber es stört mich auch, dass er ein bisschen zum Sonnenkönig mutiert und alles über die Presse streut, anstelle es intern zu belassen. Dass er in den Vorgang nicht eingebunden war, finde ich nicht skandalös, da für ihn kein Nachteil entsteht, im Gegenteil es wird ja kein SV eingestellt und Gente ist ihm unterstellt. Wenn er ein Teamplayer und kein Alleinunterhalter ist, wird er seinen Vertrag verlängern und dann haben alle gewonnen. Ich würde allen zu etwas mehr Gelassenheit raten ….

  18. Ich glaube, dass es die überwiegende Anzahl der Fans schon wie von Ihnen beschrieben, nüchtern und sachlich sieht. Nämlich, dass nicht alles was Mislintat gemacht hat. 100 % Zustimmung findet.

    Im Moment geht es eher darum, dass es leider Wehrle war, der sich wie ein Sonnenkönig auf der Pressekonferenz aufgeführt hat. Leitende Angestellten ohne Rücksprache mit den zuständigen Abteilungsleitern installiert. Immer wieder Giftpfeile in Richtung Mislintat geschossen und die für den Fan wichtigste Frage mit “entspannt Euch mal…” abgeschmettert. Plus dann noch nachgelegt, dass Mislintat eine schwierige Person ist.

    Nach Dietrich, Reschke und co. wollen die Fans einen herablassend patriarchischen Führungsstil nicht mehr, sondern einen “von uns” am Steuer (Mislintat)! Und reagieren entsprechend heftig. Mit etwas mehr Diplomatie und Fingerspitzengefühl seitens des obersten Regals hätte eine (nerv 🙄) erneute Unruhe definitiv vermieden werden können.

    • fritzo62 sagt

      Eine gute Analyse, Zustimmung.
      Zusätzlich, so denke ich, ist den Fans nicht immer klar, dass der VfB an die AG ausgelagert hat, mit W. als Chef. Unser Chef ist Vogt, nicht Wehrle.
      Aber klar: wenn wir Vogt genügend Druck machen, kann er als AR-Chef Druck ausüben, bis zur Demission.

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