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How to Frauen-Bundesliga

Gerade mal fünf Jahre nach Gründung der Abteilung und gut vier Jahre nach der ersten Trainingseinheit stehen die VfB Stuttgart Frauen kurz vor ihrem ersten Spiel in der Fußball-Bundesliga. Ein wilder Ritt von der Oberliga Baden-Württemberg bis in die oberste Spielklasse des deutschen Fußballs, die mittlerweile ausschließlich mit Teams besetzt ist, deren Männer-Vertretungen in der ersten oder zweiten Liga spielen.

Wer sich bislang wenig für das Team von Nico Schneck interessiert hat: Jetzt wird es höchste Zeit! Und deswegen gibt es hier den Frauen-Bundesliga-Crashkurs!

Wo wird gespielt?

Nach der Hafenbahnstraße in Obertürkheim, dem Platz 1 in der Mercedesstraße, dem Platz des PSV Stuttgart und dem Neckarstadion bekommen die Frauen in der kommenden Saison ihre fünfte Heimspielstätte: Das Gazi-Stadion auf der Waldau.

Die maximale Auslastung liegt bei knapp 12.000 Zuschauer*innen. Beim VfB Stuttgart kalkuliert man laut Alex Wehrle mit einer Auslastung von 2.000, möchte aber insgeheim den Zuschauerschnitt der Stuttgarter Kickers von 4.000 knacken.

Sollte das nicht klappen, liegt es sicherlich nicht an den Eintrittspreisen. Die Dauerkarte für alle 13 Heimspiele kostet zwischen 80 und 200 Euro, das “Schnupper-Dauerkärtle” für die ersten drei Heimspiele zwischen 20 und 50 Euro.


Wann wird gespielt?

Die VfB-Frauen starten am Sonntag, 23. August um 14:00 Uhr mit einem Auswärtsspiel in ihre Bundesliga-Saison. Das erste Heimspiel gibt’s am Samstag, 29. August um 14:00 Uhr. Gegnerinnen sind dann die HSV-Frauen.

Die unschöne Besonderheit der “Google Pixel Frauen-Bundesliga”: Es finden tatsächlich keine zwei Spiele zu gleichen Zeit statt. Sieben Spiele, sieben verschiedene Anstoßzeiten. Am ersten Spieltag sieht das dann z.B. so aus:

Quelle: kicker.de

Wie man sieht, gibt es zumindest in der kommenden Saison auch die allseits beliebten Montagsspiele. Am fünften Spieltag spielen die VfB-Frauen z.B. am Montagabend in Bremen – ein Traum für alle Fans. Generell ist in der Frauen-Bundesliga gerade ordentlich etwas los: Unter anderem wird über die Einführung von Play-offs und Relegationsspielen diskutiert. Hoffentlich wird man dann auch die Montagsspiele los.

Insgesamt ist die Entwicklung der ersten Liga spannend, denn ab Sommer 2027 wird sie nicht mehr vom DFB organisiert. Nach der Übergangssaison übernimmt der neu gegründete Frauen-Bundesliga (FBL) e. V. – Mitglieder sind die 14 Erstligisten. Verkürzt kann man sagen: Die FBL übernimmt in der Frauenbundesliga eine ähnliche Rolle wie die DFL im Männerbereich.

Wo kann man die Spiele gucken?

Wie auch bei den Männern läuft nichts ohne Pay-TV-Abo: Auf Magenta Sport und DAZN kann man alle Saisonspiele sehen. Zusätzlich laufen 32 Partien im Free-TV: Sport1 zeigt in der Regel das Topspiel am Montagabend, während ARD und ZDF zehn ausgewählte Highlights live im TV ausstrahlen.

Was können wir vom VfB Stuttgart erwarten?

Nach so vielen harten Fakten wird es jetzt endlich hart spekulativ. Denn nach drei Aufstiegen in Folge geht es nun gegen die besten Teams in Deutschland. In der Vorbereitung gab es für das Team von Nico Schneck u.a. einen knappen Sieg gegen Mitaufsteiger Mainz 05 und die einzige Niederlage gegen Auftaktgegner Hoffenheim, der die vergangene Saison auf Platz vier beendete.

Wie schon in den letzten Jahren hat General Manager Sascha Glass heftig am Kader geschraubt: Sowohl die Ab- wie auch die Zugänge bewegen sich im zweistelligen Bereich.

Quelle: soccerdonna.de

Quelle: soccerdonna.de

In den Testspielen konnte man bereits sehen, dass die Neuzugänge neben Bundesligaerfahrung auch Physis und Tempo ins Spiel des VfB Stuttgart bringen. Und die Attribute werden gefragt sein, um in der Bundesliga bestehen zu können.

Nach der harten Nuss Hoffenheim gastiert wie bereits erwähnt der HSV auf der Waldau. Hamburg konnte in der Vorsaison als Aufsteiger knapp die Klasse halten. Auf dem Papier also ein Team, gegen das man punkten kann. Am dritten Spieltag geht es dann nach Nürnberg, das ebenfalls in seine zweite Bundesliga-Saison startet. Nach den ersten drei Spieltagen sollten wir also einschätzen können, wie es um die Qualität des VfB Stuttgart bestellt ist.

Wer so lange nicht warten möchte, dem sei das hervorragende Format “Was ist drin, VfB Stuttgart?” vom “empor” – dem Magazin für Frauenfußball empfohlen. Die Macher haben sich für ihre Saisonprognose die Expertise von Heike von Brustringfrauen-Podcast gesichert und man ist sich dort einig: Es wird Platz 10! Und es gibt sogar einen Startelf-Tipp. Wobei wir Julia Mickenhagen und Verena Wieder sehr wahrscheinlich nicht zum Auftakt sehen werden, da beide Spielerinnen große Teile der Vorbereitung verletzungsbedingt verpasst haben.

Wir haben auf jeden Fall großen Bock, nach der Champions League und der Europa League schon wieder eine neue Liga zu entdecken.

What a time to be alive: Wir sehen uns auf der Waldau!

Wer sich die gesamte Historie des Frauenfußballs beim VfB Stuttgart anschauen möchte: Auf der VfB-Seite gibt eine gute Historie.

Titelbild: Gabor Baumgarten / Shutterstock.com


Das Schwierige Umfeld erorbert jetzt auch die Frauen-Bundesliga. Und der neue Sweater, der in enger Kooperation mit mystu entstanden ist, ist das perfekte Statement! Mittlerweile auch als T-Shirt verfügbar – natürlich oversize wie unsere Erwartungen!

Also holt Euch das Teil – und vergesst den Code “vp10” nicht!

 

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