Beliebt
Kommentare 2

Kann der VfB nicht mehr gewinnen?

Schon das dritte Spiel in Folge ohne Dreier. Bei allen drei Spielen wäre der Sieg drin gewesen. Und zwar ohne Probleme, Köln und Schalke waren am Boden, moralisch sowieso. Eintracht Frankfurt war nach einer 2:0-Halbzeitführung eigentlich schon besiegt. Woran liegt es, dass der VfB den Sack in den drei Spielen nicht zu gemacht hat?

Zumindest in Frankfurt war es das In-Game-Coaching von Adi Hütter und die mangelnde Bereitschaft von Pellegrino Matarazzo darauf zu reagieren, dass über die Neubesetzung der Außenpositionen der Eintracht ein ganz anderes Spiel entstand. Silas, Stenzel und Sosa taten ihr Bestes, aber die Statik des Spiels hatte sich durch die Einwechslung von Amin Younes und Aymen Barkok komplett geändert.

Auch wenn die Qualität des Gegners eine ganz andere war als in den Spielen gegen Kön und Schalke (wie schlecht die sind, sehen wir beim aktuellen Spieltag): Der VfB muss die Punkte holen, die greifbar sind. Jeder verlorene Punkt kann am Ende der Saison nicht nur schmerzen, sondern auch entscheidend sein. Es kann eine Phase in der Saison kommen, in der Abspielfehler von Ata Karazor am eigenen (!) Strafraum direkt mit einem Gegentor bestraft werden.

Bedeutet: Einen 2:0 Vorsprung nach einer hervorragenden Leistung in der ersten Halbzeit darf sich der VfB nicht mehr nehmen lassen. Ein Signal und ein Eingriff des Trainers in Taktik und Aufstellung wären gut gewesen. Silas gelang überhaupt nichts und auch Matteo Klimowicz agierte äußerst unglücklich. Die defensiven Außen waren in der zweiten Halbzeit teilweise komplett überfordert. Hier ist mehr aktives Coaching von Matarazzo gefragt, eigentlicht seine Stärke, wenn man die zurückliegenden Begegnungen betrachtet.

Trotz des Drucks, der in der Defensive entstand, hatte der VfB dennoch Chancen den Lucky Punch zu setzen. Aber die Bälle wurden verdaddelt, teilweise in vielversprechenden Überzahlsituationen. Da wurden die falschen Entscheidungen getroffen, da wurde unsauber gepasst, da wurde falsch gelaufen. Auch wenn der VfB im Bereich der Widerstandsfähigkeit zugelegt hat, so muss er in der Offensive mehr Geradlinigkeit zeigen und durchsetzungsfähiger werden. Denn eines sollte der VfB nicht: In Schönheit Punkte verschenken.

Nur schade, dass das Stadion im Moment leer ist. Gerade in engen Spielen wie gegen Eintracht können die Fans ein entscheidender Faktor sein. Wenn es kein Corona gäbe, wären wir uns nach der ersten Halbzeit alle in den Armen gelegen. Wir würden diesen neuen, mutigen VfB feiern, auch wenn er Fehler macht. Wenn Zuschauer zugelassen wären, hätten sie ebenso dagegen gehalten wie die Mannschaft. Diese intensive Verbindung vermissen alle.

Bei aller Freude über das mutige und sympathische Auftreten der jungen Mannschaft: Gewonnen ist noch nichts, der Klassenerhalt noch nicht geschafft und sie muss mal wieder gewinnen.

Das kann man allerdings auch ganz anders sehen, hier unser Text:
Kann der VfB nicht mehr verlieren?

Foto: Andreas Gebert/PooL/AFP via Getty Images

Darf gerne geteilt werden:

2 Kommentare

  1. Motzbackenbruddler sagt

    Okay, gegen die Eintracht muss man jetzt wirklich nicht gewinnen, aber schon schade, dass man die 2:0 Führung nicht nach Hause gebracht hat. Diese junge Truppe schafft es leider noch nicht sowas souverän runter zuspielen, sobald echte Gegenwehr aufkommt. Dennoch bin ich mit dem Punkt zufrieden, da die Eintracht meiner Meinung nach eine verschworene, schmutzig aufspielende Bande ist, die mir eigentlich gut gefällt – quasi das Atletico Madrid Deutschlands;-) Mal schauen, evtl. ist auch ein Punkt gegen den SAP-Haufen drin. Und gegen die Bauern kann man dann auch mal mit Anstand und feuernden Kanonen verlieren. Das ist halt Kampf um den Klassenerhalt – nicht mehr und nicht weniger. Ärgern tut mich wirklich nur die Heimniederlage zum Auftakt gegen den SC Freiburg – da wäre auch mindestens ein Punkt drin gewesen.

  2. fritzo62 sagt

    Wir haben jetzt einen Schnitt von 1,4 versus 1,1=Klassenerhalt, ein einfaches Auftaktprogramm mit mind. 2 desolaten Gegnern, eine tolle Mannschaftsmoral und endlich ein Verein für den man sich nicht schämen muss. Es wird knapp, das wissen wir alle, aber 2 Vereine sollte man hinter sich lassen können. Weiter so, und schneller wechseln, solange man 5 Mann wechseln kann und einen so breiten Kader hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.