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Kann der VfB nicht mehr verlieren?

Der VfB ist der heiße Scheiß in der Bundesliga und wird von FAZ, 11Freunde, Spiegel Online völlig zurecht gelobt und gehyped. Was wir da in der ersten Halbzeit gesehen haben, das ist der beste VfB seit vielen Jahren. Alleine die verschiedenen und kreativen Varianten bei den Standards – und das ganz ohne speziellen Standardtrainer.

Flüssige Kombinationen, schnelles, direktes Spiel, jung, ein bisschen wild, aber auch vielfach ungestüm. Da kommt dann der letzte Pass oft nicht an, da werden Umschaltmomente nicht optimal ausgespielt. Aber was macht es? Spaß macht es. Denn den VfB 2020 zeichnet Mut aus. Mut, die spielerische Lösung zu suchen und nicht einfach den Ball lang und weit nach vorne zu kloppen und hinterher zu schauen. Wenn es kein Corona gäbe, lägen wir uns alle in den Armen, würden diesen neuen, mutigen VfB feiern. Wenn Zuschauer zugelassen wären, würde das Stadion abheben und auf einem Champions League Platz landen. Denn die Fans waren schon immer Champions League.

In der zweiten Halbzeit hat erst Nicolas Gonzalez eine Riesenchance nach einem feinen Freistoß von Gonzalo Castro, dann köpft Matteo Klimowicz an die Latte. Das 3:0 nur eine Frage der Zeit? Nope. Adi Hütter wechselt bei Eintracht Frankfurt mit Amin Younes und Aymen Barkok die Wende ein. Rechts wie links bekommen Borna Sosa und Silas zusammen mit Pascal Stenzel massive Probleme. Nach dem 2:2 durch Abraham ist das Momentum auf der Seite von Frankfurt. Das 2:3 eine Frage der Zeit? Nope. Den VfB zeichnet im Moment aus, dagegen halten zu wollen und zu können. Da ist die Fähigkeit, Widerstände zu überwinden, die wir seit Jahren sehen wollen. Sonst hat der VfB bei Rückschlägen die Schultern hängen zu lassen, in der Schlussphase dagegen sucht der VfB wieder verstärkt den Weg nach vorne und nimmt damit Druck vom eigenen Tor.

Muss der VfB nach 2:0-Vorsprung und einer hervorragenden ersten Halbzeit enttäuscht sein, dass es nur zu einem Remis reichte, dem dritten in Folge? Nein, Frankfurt ist eine stabile und abgezockte Mannschaft, die schwer zu schlagen ist (bisher erst eine Niederlage – gegen Bayern München). Jeder Punkt ist ein gewonnener Punkt für den Klassenerhalt. Wenn es dann auch noch Spaß macht, den VfB spielen zu sehen, umso besser. Korkut-Fußball, Kramny-Fußball, Weinzierl-Stümperei (ja, auch Wolf-Fußball): das war oft uninspiriert, meist erfolglos und immer zum Kotzen. Was für ein Unterschied zu heute.

Nur schade, dass das Stadion im Moment leer ist. Gerade in engen Spielen wie gegen Eintracht können die Fans ein entscheidender Faktor sein.

Das kann man allerdings auch ganz anders sehen, hier unser Text:
Kann der VfB nicht mehr gewinnen?

Foto: ANDREAS GEBERT/POOL/AFP via Getty Images

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