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VertikalGIF #S04VfB: Pommes weiß-rot

Vor dem Spiel sprach Schalkes Trainer Manuel Baum davon, dass Schalke 04 wie eine volle Flasche Ketchup sei, die man so lange schütteln müsse, bis endlich etwas heraus käme. Doch auch beim 1:1 gegen VfB mussten die Gelsenkirchener ihre Pommes trocken essen. Für weiß-rote Leckerbissen sorgte nur der VfB.

Generell muss man sich fragen, ob Baum die Flasche überhaupt schon geöffnet hat, die sein Vorgänger Wagner Anfang des Jahres offenbar ziemlich fest zugeschraubt hat. Zur Erinnerung: Den letzten Schalker Sieg gab es, als wir in Deutschland zum ersten Mal von Corona hörten: im Januar. Manche behaupten, die Schalker Sieglosserie habe mehr Tradition als RB Leipzig.

Aber genug zu Schalke. Reden wir über den VfB Stuttgart! Schließlich hatte der auch einige Serien am Laufen. Zum Beispiel vier Spiele ohne Niederlage in Folge. Außerdem wären drei Punkte auf Schalke der dritte Auswärtssieg in Folge gewesen – so gut ist noch nie eine VfB-Mannschaft in die Saison gestartet!

Matarazzo war also kurz davor, Geschichte zu schreiben. Und das mit zwei Veränderungen in der Startelf: Silas saß wegen Knieproblemen erstmal auf der Bank. Für ihn startete Borna Sosa. In der Zentrale lief Matteo Klimowicz auf, weil Daniel Didavi etwas überraschend nur auf der Bank saß und später auch nicht eingewechselt wurde. Mysteriös!

Das Spiel begann munter und schon nach vier Minuten hatte der perfekt von Castro freigespielte Klimowicz die große Chance zur Führung. Ganz schön spät, wenn man bedenkt, dass das Tor gegen Köln schon nach 24 Sekunden fiel!

Aber auch Schalke spielte ganz ordentlich mit. Und alleine dieser Satz zeigt das aktuelle Kräfteverhältnis: Man muss erwähnen, dass der etablierte Bundesligist im Heimspiel gegen den Aufsteiger ebenbürtig war. What a time to be alive.
Eine kleine Schrecksekunde gab es in der 6. Minute: Pascal Stenzel und Paciencia hielten im Stuttgarter Strafraum Händchen, als der Schalker Stürmer auf einmal zu Boden ging. Hier die fragliche Szene:

Das Ballbesitzverhältnis in der ersten Halbzeit lag bei 50:50 und genauso fühlte sich das Spiel auch an. Aber weder der VfB noch die Schalker schafften es, wirklich gefährlich vor das Tor des Gegners zu kommen. Bis zur 30. Minute. Denn da packte Kempf mal wieder einer seiner legendären Derby-Grätschen aus und flexte seinen Gegenspieler um. Beherzt, aber leider unnötig.

Und so kamen die Schalker in die einzige Offensivposition, in der sie aktuell nicht schlecht sind: Standards. Es kam wie es kommen musste: Harits Freistoß segelte auf den zweiten Pfosten und der junge Malik Thiaw macht sein erstes Tor für Schalke. Schlimm. Viel schlimmer allerdings der Schnitt auf den jubelnden Michael Reschke.

Nach dem Gegentor brauchte der VfB eine Weile, um wieder in die Spur zu kommen. Und so richtig schaffte er es erst nach der Halbzeitpause, aus der das Team mit Gonzalez statt Kalajdzic kam. Ja, Pellegrino Matarazzo hatte in der Halbzeit gewechselt!

Der VfB übernahm nun das Kommando und drängte auf den Ausgleich. Und bereits zehn Minuten später war es soweit. Nach einem Freistoß von Sosa und einem Kopfball von Gonzalez kam Sané mit der Hand an den Ball, und zwar so deutlich, dass man endlich mal nicht darüber diskutieren musste, ob es ein Handspiel war. Den Elfer verwandelte Gonzalez mit seinem typischen Gonzalez-Anlauf, bei dem man sich immer fragt, warum er dabei nicht auf die Nase fällt.

Im der verbleibenden Spielzeit hatte der VfB Stuttgart noch die Chancen zum Siegtreffer, die aber leider nicht immer mit der letzten Konsequenz ausgespielt wurden. Und Schalke? Chancenlos. Aber kein Wunder, denn auf dem Weg zum Tor von Kobel mussten sie an Endo vorbei, was auch am Freitag wieder kaum möglich war.

Endo war es dann auch, der in der 93. Minuten die größte Chance für Schalke hatte. Nach einer Ecke fälschte er einen Schuss von Raman ab, den Gregor Kobel so gerade noch mit dem Fuß von der Linie kratzen konnte.

Fazit: Zwei Punkte liegen gelassen, aber seit fünf Spielen ungeschlagen. Matarazzo und sein Team können mit breiter Brust in das Spiel gegen Frankfurt gehen.

„Patt im Pott“: Unseren Text zum Spiel findet ihr hier.

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