Alle Artikel mit dem Schlagwort: Reschke

Die Ein-Mann-Dampfwalze

Entweder am Freitag oder spätestens an seinem 19. Geburtstag am Montag wird Ozan Kabak sein Debüt bei der türkischen A-Nationalmannschaft feiern. Auch wir believen den Hype um ihn und sind ein bisschen verliebt. Ein Hauch der 2000er Jahre weht durchs Neckarstadion, wenn Ozan Kabak zu einem seiner offensiven Läufe ansetzt. Er erinnert immer ein wenig an Lucio, was nicht nur an seinem Bürstenhaarschnitt liegt. Es sieht bei Kabak zwar nicht so brachial aus wie einst beim Brasilianer, der mit großen Schritten das Mittelfeld durchquerte und es immer so eilig hatte, dass es wirkte, als ob er auf Scherben laufen musste. Aber Kabak ist ebenso eine Ein-Mann-Dampfwalze: unaufhaltsam und unwiderstehlich, dynamisch, technisch stark und in der Vorwärtsbewegung mit gutem Spielverständnis. In der Dreierkette sieht er nicht so elegant aus wie Benjamin Pavard, im Zweikampf ist er nicht so leidenschaftlich wie Ascacibar, dafür aber deutlich abgezockter. Was gelbe Karten angeht, ist er dem Argentinier auf den Fersen: Vier Stück in acht Spielen, we call it eine Santi-Quote. kein Wunder, denn er ist ebenso grätschfreudig wie der Argentinier …

Die lahme Ente

Es ist wirklich bitter, dass ich mich nicht wie Kollege Geiger für den Mädelsflohmarkt interessiere oder für den sensationellen Stuttgarter Bürgerhaushalt. Ich nehme mir den VfB immer (noch) zu Herzen, obwohl er mir auf die Nieren geht: Erst ein unterirdischer Auftritt gegen Fortuna Düsseldorf, dann eine schlaflose Nacht und schließlich die Erlösung: Markus Weinzierl sitzt auch gegen Leipzig auf der Bank. „Ohne Wenn und Aber!“ (Reschke-Voice). Denn es ist schließlich nicht alles schlecht: Als Weinzierl den VfB von Tayfun Korkut im Herbst übernahm, stand der Club auf dem letzten Tabellenplatz. Und jetzt? Schon Sechzehnter, hey! Lasst den Mann einfach in Ruhe arbeiten, dann ist die Brustring-Truppe Ende 2020 mindestens auf Platz 12 angelangt – allerdings in der zweiten Liga. Markus Weinzierl ist seit heute nur noch ein Trainer auf Abruf. Eine lahme Ente, ein Walking Dead. Oder glauben die VfB-Verantwortlichen wirklich an ein Wunder? Denn nichts anderes wäre es, wenn Weinzierl mit diesem Sauhaufen von Mannschaft gegen Leipzig den Turnaround schafft. Oder ist es nicht vielmehr so, dass eine Freistellung Weinzierls das Eingeständnis von Michael Reschke …

Ein Käfig voller Narren …

Es wird von VfB-Vorstand und Führungsspielern behauptet, der Teamgeist würde stimmen, die Mannschaft hätte begriffen, um was es geht. Problem nur: Auf dem Feld sieht man es nicht. Es sei fast dieselbe Mannschaft, die letzte Saison Platz 7 geholt hätte, wird uns ungläubig erzählt. Problem: Die Rückrunde als Maßstab zu nehmen, ist unprofessionell und weltfremd. Die Ansprache des Trainers wäre gut, er wäre fokussiert, er weiss, was er macht (ja was denn sonst!?), so wird es erzählt. Problem: Auf dem Spielfeld sehen wir wenig davon. Die Rahmenbedingungen für Erfolg seien geschaffen, wird stets wiederholt, die Phrase von den „professionellen Strukturen“ bei jeder Gelegenheit bemüht. Problem: Der sportliche Erfolg stellt sich nicht ein. Die Methode, mit unverschämten Lügen, frechen Behauptungen über die eigene Managementfähigkeit und leeren Versprechungen Fans, Publikum und Medien ruhig zu halten, funktioniert nicht. Wie auch? Michael Reschke und Wolfgang Dietrich verhalten sich in aller Öffentlichkeit vereinsschädigend, in dem sie Pablo Maffeo öffentlich an die Wand nagelten und damit dessen Marktwert massiv reduzierten. Dabei ist gerade dieser Transfer das Zeugnis eigener Unfähigkeit: Entweder es …

Captain Kork im Anflug?

Natürlich gewinnt der VfB am Sonntag gegen Freiburg. Trotzdem sollte man sich auch fragen: „Und was, wenn nicht?“ Wir hätten da eine Theorie: Nachdem der VfB das erste seiner beiden Sieg-oder-Abstieg-Spiele gegen Freiburg mit 2:3 verloren hat, fliegt dem Club der ganze Laden um die Ohren: Nach dem Derbyle brüllt das gesamte Stadion in Wechselgesängen „Reschke raus!“, „Dietrich raus!“, „Weinzierl raus!“ und „Ausser Fritzle könnt ihr alle gehen!“. Ab Montag morgen steht eine Mahnwache vor dem Clubhaus der Mercedesstraße, um zu dokumentieren, dass die letzten Tage als Bundesligist angebrochen sind. Präsident Wolfgang Dietrich ist merklich angeschlagen und versteht die ganze Kritik nicht, schließlich tut er alles für den VfB Stuttgart und hat professionelle Strukturen geschaffen. Auch sein Versuch, die Fanseele zu beruhigen, geht voll in die Hose: „Fakt ist, dass noch niemand nach 20 Spieltagen abgestiegen ist!“ Fakt ist aber leider auch, dass der VfB noch nie eine solch schlechte Saison gespielt hat wie aktuell und noch nie einen solch erfolglosen Trainer hatte, der von 13 Spielen zehn verlor. Der Präsident und Aufsichtsratvorsitzende schmiedet einen …

Nicht im Trüben fischen!

Sport-Vorstand Michael Reschke hat es sich selbst eingebrockt, im Wintertransfer seinen Kader nachbessern zu müssen. Aber ein Mann wie Reschke klagt nicht, er macht. Trotzdem gibt es tatsächlich Leute, die sagen, er hätte kein Konzept. Nachdem Daniel Didavi mit seinen Verletzungen zu kämpfen hat, verkauft er in Bercay Özcan den Back-up an den HSV. Für hervorragende 2 bis 3 Millionen, die die klammen Hamburger in den nächsten Jahren abstottern werden. Ein exzellentes Geschäft, denn sonst hätte man den türkischen U21-Nationalspieler aufgrund einer Klausel für 1,2 Millionen gehen lassen müssen wie der kicker schreibt. Wie geil ist das denn?! Aber eine Klausel? Moment, war da nicht was? Vor lauter verkaufen und verleihen (Hans Sarpei ging nach Fürth und Ex-Rekordeinkauf Pablo Maffeo soll ebenfalls noch verliehen werden) kommt er gar nicht dazu, sich um Neuzugänge zu kümmern. Das müssen wohl die professionellen Strukturen sein, die nach der Ausgliederung aufgegleist wurden. Aber wir helfen gerne, haben uns einmal auf seinen Stuhl gesetzt (gar nicht bequem!) und eine Liste typischer Reschke-Transfers erstellt. Absolut seriös, die Wahrscheinlichkeit, dass einer aus …

Meuterei auf der Stuttyacht

Es läuft nicht beim VfB. Im Gegenteil: die Stuttyacht hat ordentlich Schlagseite und den Verantwortlichen weht eine steife Brise ins Gesicht. Und jetzt auch noch das Spiel gegen Bayern München. Keiner glaubt ernsthaft daran, dass der VfB den Coup vom 34. Spieltag der letzten Saison wiederholen kann. Als „Bonusspiel“ wird es gar bezeichnet, was bedeutet: Das Spiel wird abgeschenkt. Deshalb ergreift der VfB eine ungewöhnliche Maßnahme: Für das Spiel in München übernimmt Sport-Vorstand Michael Reschke das Kommando. Zu groß ist das Risiko, dass zweistellig verloren wird und Markus Weinzierl schon vor den entscheidenden Spielen gegen Freiburg und Düsseldorf einem Proteststurm ausgesetzt ist. Die Abstimmung unter der Besatzung, also allen Spielern und Crew-Mitgliedern rund um das Bundesligateam, ist eindeutig: Ohne eine einzige Gegenstimme sind alle dafür, dass der meinungsfreudige Reschke nicht nur alleine nach München reisen soll, sondern am besten auch gleich dort bleiben soll. Zu viel erzählt er von seiner Station bei den Bayern, von den opulenten Weißwurst-Frühstücken mit Uli Hoeneß und den intensiven Gesprächen „auf Augenhöhe“ mit Pep Guardiola. Das führt in Stuttgart dazu, …

Die große Rückrundenprognose!

Am Samstag geht es endlich wieder los. Traditionell werfen wir einen Blick in unsere Glaskugel und sagen euch, was in der Rückrunde auf uns zukommt! Gegen Mainz verteidigt tatsächlich Gonzalo Castro hinten rechts. Er will seine bescheidenen Leistungen aus der Hinrunde wieder gut machen, geht aber so übermotiviert ins Spiel, dass er bereits nach zehn Minuten die gelb-rote Karte sieht. Dennoch reicht es zum Sieg. Holger Badstuber, der den noch angeschlagenen Kempf ersetzt, erzielt in der 82. Minute das erlösende 1:0. Kick it like 2017! Ein Auftakt nach Maß! Einziger Wermutstropfen: Tassos Donis ist mal wieder suspendiert, da er zu spät zum Training kam. Michael Reschke sagt bei seinem Auftritt im Doppelpass, dass man sich solche Disziplinlosigkeiten nicht leisten kann. Auch Daniel Didavi ist wegen Achillessehnenbeschwerden nicht mit dabei, aber immerhin zuversichtlich, bald wieder eingreifen zu können: „Wenn ich fit bin, dann werde ich auch ein Fixpunkt sein“. Für das Spiel in München hat sich Markus Weinzierl einen Trick einfallen lassen. Er versucht, alles genau so zu machen wie Tayfun Korkut im Mai 2018 und …

Beef zwischen Dietrich und Reschke?

Seit der Verpflichtung von Michael Reschke im August 2017 dachten alle, er und Präsident Wolfgang Dietrich wären Big Buddys. Doch wie es scheint, könnte es jetzt Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Alpha-Tieren geben. Der Haussegen in der Mercedesstraße hängt schief. Stein des Anstosses: die Verpflichtung eines Co-Trainers, der möglichst unabhängig vom aktuellen Cheftrainer und vor allem langfristig arbeiten soll und so eine Konstante im Verein werden soll. Erklärter Favorit des VfB Stuttgart und Wolfgang Dietrich: Rainer Widmayer. Ein in der Liga anerkannter Top-Mann, der unter Markus Babbel Co-Trainer in Stuttgart, Berlin und Hoffenheim war, und aktuell wieder in Diensten von Hertha BSC steht. Widmayer, ein Ur-VfB’ler, will anscheinend unbedingt hoim zu Frau und Familie – und zum VfB. Die Stuttgarter fühlten vor, Widmayer schien nicht abgeneigt, aber irgendwie kam die Sache nicht richtig voran. Offiziell lehnten die Berliner einen Wechsel ab. Allerdings läuft Widmayers Vertrag in der Hauptstadt zum Saisonende aus. Warum also nicht einfach noch bis Juni warten? Der Grund: Wie man hört, hat Michael Reschke die Personalie Widmayer nicht forciert, weil er jemand anderen …

Ohne Hoffnung

Dies ist für die Traurigen, die zu Tausenden da draußen sind. Die irgendwo alleine sitzen und einfach nicht mehr weiter wissen. Für die, für die Sonne nie mehr scheint, weil die graue Wolkendecke ewig bleibt. Verlassen und verloren, ausgepowert und am Boden. Nichts sagt dir, dass alles besser wird, wobei die Hoffnung eigentlich als aller Letztes stirbt. Ein Tunnel ohne Licht am Ende, Dunkelheit für immer. Du kannst die Sorgen nicht ertränken, denn sie sind verdammt gute Schwimmer. Doch zum Glück kann ich vermelden, wie schlimm’s auch immer kommen mag, da sind noch welche, die dir helfen. Und das sind Wolfgang Dietrich und Michael Reschke! Und genau das ist das Problem, wenn genau diese beiden den VfB aus der Krise führen sollen. Wir wissen: Es ist nicht nur deprimierend, gegen Schalke 04 verloren zu haben, sondern zu wissen, dass wir verloren sind. Denn wer glaubt wirklich daran, dass es mit den beiden Management-Führungsfiguren besser wird, die diese Mannschaft zusammen gestellt haben? Ein Team bestehend aus vermeintlichen Führungsspielern wie Mario Gomez, Christian Gentner, Holger Badstuber, Gonzalo …

Sehr geehrter Herr Reschke,

es ist Ihre Mannschaft, von der Sie gesagt haben, dass sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben wird. Sie durften einkaufen wie noch nie ein Manager vor Ihnen. Dafür haben Sie unsere Ausgliederungsmillionen verprasst und sie unter anderem Spielern gegeben wie Dennis Aogo, Andreas Beck und Gonzalo Castro, die im fortgeschrittenen Alter beim VfB ein sehr gutes Geld verdienen. Sie haben damit großes soziales Engagement gezeigt, diese Spielern zu verpflichten, denn diese Spieler hätten nirgends einen ähnlich gut dotierten Vertrag erhalten. Sie haben das Bild vermittelt, als ob Sie den Fußball erfunden haben und Sie sind sehr von sich überzeugt, was angesichts Ihrer Leistungen beim VfB absolut bewundernswert ist. Wir wollen Ihnen diese Selbstgewissheit gar nicht nehmen, aber warum frühstücken Sie nicht wieder regelmäßig mit Uli Hoeneß? Das scheint ein Ansprechpartner für Sie zu sein, der Ihrem Niveau entspricht. Bitte übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Taten in Stuttgart, seien Sie ein Ehrenmann und ziehen Sie Konsequenzen. Zumindest dafür werden wir Ihnen dankbar sein. Dann vergessen wir auch, dass Sie sich mit unserem Brustring in …