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Beef zwischen Dietrich und Reschke?

Seit der Verpflichtung von Michael Reschke im August 2017 dachten alle, er und Präsident Wolfgang Dietrich wären Big Buddys. Doch wie es scheint, könnte es jetzt Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Alpha-Tieren geben. Der Haussegen in der Mercedesstraße hängt schief. Stein des Anstosses: die Verpflichtung eines Co-Trainers, der möglichst unabhängig vom aktuellen Cheftrainer und vor allem langfristig arbeiten soll und so eine Konstante im Verein werden soll.

Erklärter Favorit des VfB Stuttgart und Wolfgang Dietrich: Rainer Widmayer. Ein in der Liga anerkannter Top-Mann, der unter Markus Babbel Co-Trainer in Stuttgart, Berlin und Hoffenheim war, und aktuell wieder in Diensten von Hertha BSC steht. Widmayer, ein Ur-VfB’ler, will anscheinend unbedingt hoim zu Frau und Familie – und zum VfB. Die Stuttgarter fühlten vor, Widmayer schien nicht abgeneigt, aber irgendwie kam die Sache nicht richtig voran. Offiziell lehnten die Berliner einen Wechsel ab. Allerdings läuft Widmayers Vertrag in der Hauptstadt zum Saisonende aus. Warum also nicht einfach noch bis Juni warten?

Der Grund: Wie man hört, hat Michael Reschke die Personalie Widmayer nicht forciert, weil er jemand anderen für den Co-Trainer-Posten im Blick hat. Sein Kandidat heißt Xaver Zembrod, der mit dem ehemaligen VfB-Coach Tayfun Korkut nicht nur in Leverkusen, sondern auch in Kaiserslautern und Hannover zusammengearbeitet hat. Er steht trotz des Rauswurfs von Heiko Herrlich zwar noch unter Vertrag bei Bayer, dieser läuft jedoch ebenfalls zum Saisonende aus. Zudem wird der neue Bayer-Trainer Bosz sein eigenes Team mitbringen. Installiert Michael Reschke also seinen Wunschkandidaten statt des erklärten Favoriten des Präsidenten?

Nach dem Rauswurf von Jan Schindelmeiser hat Wolfgang Dietrich mit Michael Reschke seinen Favoriten für das Amt des Sportvorstands verpflichtet. Doch die Alleingänge von Reschke bergen durchaus Brisanz. Denn auch Wolfgang Dietrich wird erkennen, dass längst nicht alle Entscheidungen des Rheinländers so gut sind wie der Ruf, der ihm voraus eilt. Der Kader, im Sommer von allen gefeiert muss im jetzt Winter kostspielig nachgebessert werden und das öffentliche Auftreten von Reschke wird nicht nur von vielen Fans kritisch gesehen.

Aber Wolfgang Dietrich hat keine Wahl und muss Reschke auch die Wintertransferperiode gestalten lassen, während er in Südafrika weilt. Der Auftakt mit Alexander Esswein, aussortiert bei Hertha BSC und in dieser Saison mit gerade einmal sechs Spielen in der Regionalliga Nord-Ost, war wenig verheißungsvoll. Das Brimborium, das Michael Reschke um diesen Transfer veranstaltete, zeigte zudem erneut, dass er keinerlei Gespür für das Empfinden der Fans hat.

Wer könnten die nächsten Neuzugänge sein? Offenbar  hat der VfB-Sportvorstand ein Auge auf die Ersatzbank von Mönchengladbach geworfen und möchte Patrick Hermann (28) verpflichten. Dessen Mitspieler und Banknachbar Josip Drmic (26, null Saisonspiele, letzte Saison 13 Spiele, vier Tore)  wurde ihm angeboten. Bevor irgendwelche Vollidioten wieder „Reschkerampe“ rufen: Angeblich sucht Michael Reschke nicht nur nach erfahrenen Bundesligakräfte, sondern taucht auch nach einer ausländischen Talent-Perle. #mandarfgespanntsein

Noch spannender wird es allerdings, wie lange Präsident Dietrich noch seinem Sport-Vorstand Reschke das uneingeschränkte Vertrauen schenkt. Denn im roten Haus in der Mercedesstraße scheint dicke Luft zu herrschen. Aber das gehört ja irgendwie zu jedem guten Weihnachtsfest.

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4 Kommentare

  1. Gähn, der Reschke-Beißer wieder und Dieselmotor ohne jede Substanz. In den Raum gestellte Behauptungen/Vermutungen, mehr nicht.

  2. Bernd sagt

    Wenn der Verein kein großes Vertrauen hat, dann sollte man sich trennen und Reschke nicht noch mehr Entscheidungen und Geld ausgegeben lassen. Wenn Widmeyer zurück will muss man das eben ohne Reschke lösen, hat ja schon gereicht wie das mit Korkut gelaufen ist.

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