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Ein Käfig voller Narren …

Es wird von VfB-Vorstand und Führungsspielern behauptet, der Teamgeist würde stimmen, die Mannschaft hätte begriffen, um was es geht. Problem nur: Auf dem Feld sieht man es nicht. Es sei fast dieselbe Mannschaft, die letzte Saison Platz 7 geholt hätte, wird uns ungläubig erzählt. Problem: Die Rückrunde als Maßstab zu nehmen, ist unprofessionell und weltfremd. Die Ansprache des Trainers wäre gut, er wäre fokussiert, er weiss, was er macht (ja was denn sonst!?), so wird es erzählt. Problem: Auf dem Spielfeld sehen wir wenig davon. Die Rahmenbedingungen für Erfolg seien geschaffen, wird stets wiederholt, die Phrase von den „professionellen Strukturen“ bei jeder Gelegenheit bemüht. Problem: Der sportliche Erfolg stellt sich nicht ein.

Die Methode, mit unverschämten Lügen, frechen Behauptungen über die eigene Managementfähigkeit und leeren Versprechungen Fans, Publikum und Medien ruhig zu halten, funktioniert nicht. Wie auch? Michael Reschke und Wolfgang Dietrich verhalten sich in aller Öffentlichkeit vereinsschädigend, in dem sie Pablo Maffeo öffentlich an die Wand nagelten und damit dessen Marktwert massiv reduzierten. Dabei ist gerade dieser Transfer das Zeugnis eigener Unfähigkeit: Entweder es wurde im Vorfeld nicht geprüft, ob er ein Stinkstiefel ist. Oder der Club hat es nicht geschafft, Maffeo so zu integrieren, so dass er sich wohl fühlt. Dass in Stilfragen der VfB kein Vorbild ist und dass man sich als VfB-Fan für viele Aussagen geradezu schämen muss, ist keine Neuigkeit mehr. Aber schon so unverschämt zu sein, dass man ehemalige Vorstandskollegen öffentlich diskreditiert, zeigt wie groß die Verzweiflung ist: „Er war vor seinem Engagement bei uns fünf Jahre ohne Job im Fußball und ist es jetzt seit zwei Jahren auch nicht mehr. Die Nachfrage nach ihm ist offenbar nicht sonderlich groß!“, so der Präsident auf einer Fan-Veranstaltung in der Nähe von Biberach über Jan Schindelmeiser, der maßgeblich dazu beigetragen hat, dass die Ausgliederung zur AG in der Mitgliederversammlung befürwortet wurde.

Sicher nicht hilfreich ist es auch, dass die Verantwortlichen überhaupt keine Veranlassung sehen, an sich zu zweifeln und womöglich Fehler eingestehen. Schuld sind immer die anderen, widrige Umstände oder gar „das schwierige Umfeld“. Es wird so verfahren, dass die Ursachen der dramatischen Situation einfach ignoriert werden: „Es nützt jetzt überhaupt nichts, nach Schuldigen zu suchen, wir müssen alle zusammen da raus.“ Zusammen mit denen, die es soweit kommen ließen? Zusammen mit denen, die dann in der nächsten Saison dieselben Fehler wieder begehen dürfen? Im Gegenteil: Für die Zukunft des VfB muss ganz genau hingeschaut werden, was falsch gelaufen ist und vor allem wer dafür verantwortlich ist.

Der VfB gibt ein geradezu lächerliches Bild ab: Ein Käfig voller Narren. Wenn man nicht VfB-Fan wäre, fände man das sogar witzig. Wie zum Beispiel in Hannover, Nürnberg, Augsburg und Düsseldorf. Dort ist der VfB ein absoluter Publikumsrenner, denn die Konkurrenten im Abstiegskampf profitieren davon, dass sich der VfB selbst schadet. Im Club kämpft jeder gegen jeden, jeder schaut nur nach sich selbst, alle wollen ihre Haut retten, die Stimmung ist am Boden. Reschke sondiert den Trainermarkt, Dietrich spricht bereits mit Kandidaten für eine Reschke-Nachfolge und viele, vor allem jüngere Spieler denken sich: „Wo zum Teufel bin ich hier nur gelandet?“ Dabei war das Video von der Cannstatter Karawane doch so schön.

Es entsteht eine Atmosphäre des Misstrauens, die in keiner Weise produktiv und zielführend ist. Ein Abstieg scheint so fast unvermeidlich, der Relegationsplatz das Höchste der Gefühle, aber auch bisher unrealistisches Szenario wäre möglich: ein Rücktritt von Wolfgang Dietrich.

In dieser Saison scheint alles möglich – abgesehen vom sportlichen Erfolg.

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15 Kommentare

  1. Joachim Leuze sagt

    Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen! Der VfB hat den HSV in Sachen Peinlichkeit überholt und das will was heißen. Der HSV hat die einmalige Möglichkeit, sich nach dem Aufstieg neu zu erfinden, was dem VfB gänzlich misslungen ist.
    In dieser Stadt, in diesem Verein sind nur die Fans reif für die Bundesliga, die Protagonisten in der Chefetage haben eher das Niveau der Kreisliga, selbst da wird professioneller gearbeitet und das käme einer Verunglimpfung und Beleidigung dieser Vereine sehr nahe.

  2. drhuey sagt

    So ist es! Wenn der Präsident ein Stinkstiefel ist, muss man sich nicht über mangelnde Kultur im Verein zu wundern. Ein Stück weit hat er sich wohl Uli Hoeness zum Vorbild genommen, der ja ganz gerne mal mit markigen Worten auftritt. Mit dem Unterschied nur, dass es zum Wohle seiner Bayern geschieht und er ein Vielfaches von dem was Dietrich für den VfB geleistet hat und noch leisten wird. Und dann ist da noch Reschke, der rheinische, teflonbeschichtete Tausendsassa; der Mann der tausend Phrasen. Auch er einer von denen, die den Pep kennen (kann’s nicht mehr hören: habe bei Pep hospitiert….telefoniere regelmässig mit Pep….als sei das alleine schon ein Qualitätsmerkmal). Neben dem Trainer DIE Schlüsselposition. Unfassbar wie man einen Kaderplaner zweier besser ausgestatteter Vereine zum Sportvorstand machen kann. Hier hat Schindelmeiser viel besser gepasst, denn in einem grossen Verein braucht es für die Kaderplanung viel weniger Kreativität als bei Vereinen wie unserem VfB. Allerdings hätte es nicht viel gebraucht, um unsere Defizite im zentralen Mittelfeld zu sehen und so einen Spielertypen wie Delaney o.ä. zu engagieren.
    Auch beim Verbleib in Liga 1 braucht es mal wieder tiefgreifende Änderungen (die einzige Konstante beim VfB): einen Präsidenten, der die Kultur prägt und den Verein eint, einen Sportvorstand, der dieses Ressort professionell führt, einen Kaderplaner, der nicht nur Positionen besetzt, sondern auch analog einer Philosophie die passenden Typen engagiert (kann Reschke heissen; ich finde nicht alles schlecht was er gemacht hat) und schliesslich einen Trainer, der zur Philosophie des Vereins passt und spielen lässt (auch hier hat Weinzierl mit verändertem Kader eine Chance verdient). Und dann wünsche ich mir mehr Typen auf dem Platz. Ich möchte mal wieder sehen wie einer wie Lehmann einem Bouhlarouz nach einer Unachtsamkeit die Wollmütze vom Kopf reisst. Damals hatten wir noch eine Achse, aber eben aus Typen wie Lehmann, Delpierre, Khedira, Gomez. Sie haben eine Leistungskultur getragen, die dem VfB schon so lange fehlt.

  3. Bernd Weiß sagt

    Eigentlich muss der gesamte Vorstand und Aufsichtsrat (der sowieso nicht handelt) zurücktreten.
    Es ist grausig anzuschauen wie die Herren Dietrich und Reschke den Verein an die Wand fahren, es begann alles mit der Entlassung von Schindelmeiser seitdem geht es nur bergab. Man holt die falschen Trainer, hält an Spielern fest die nur noch hinterherlaufen (Badstuber, Beck, Aogo, Gentner, Gomez). Spielerisch ist die Mannschaft (ich nenne sie so, obwohl sie keine ist) absolut armselig, nur Fehlpässe, Flanken segeln wahllos durch den Strafraum, keine rausgespielte Torchance, so wird man absteigen. Es wäre gut wenn man endlich Leute in den Vorstand bekommt die Ahnung vom Fußball haben und hinter dem Verein stehen (ehemalige Spieler wie Klinsmann usw.). Meine Meinung man hätte statt Weinzierl den Felix holen sollen, er hat das schon mal geschafft.

  4. Wie kleine gekränkte Kinder reagiert man hier vor allem wieder auf die Aussage zu JS – dem Heiligen und Unantastbaren.

    Ihr versteht es einfach nicht, dass die Diskussion jetzt, ja jetzt ! völlig zur Unzeit kommt. Man kann jetzt für den Rest der Saison nichts mehr ändern (außer vielleicht den Trainer). Es würde jetzt sportlich überhaupt nichts bringen, den WD oder MR auszutauschen. Also lässt doch einfach dieses ständige, sich wiederholende Einschlagen. Hört auch mal die Meinung des Ex-Spielers auf Mein VfB an. Dann versteht ihr vielleicht endlich wie dämlich und kontraproduktiv Eurer Gebashe in dieser Situation ist.

    • @abiszet sagt

      Lesen hilft: Schindelmeiser ist hier kein Heiliger, keiner weiss, wie es mit ihm gelaufen wäre.

      Halbwahrheiten, Unwahrheiten und Unappetitliches nicht gut zu finden, ist kein Bashing. Zweifel zu haben, dass ein Mann, der rund 50 Millionen investieren durfte ohne erkennbare positve Wirkung und bei dem acht von zehn Entscheidungen letztlich Fehlentscheidungen waren, ebenfalls nicht. Dieser Mann soll dann darüber entscheiden, ob der Trainer Weinzierl abgelöst werden soll und einen Nachfolger verpflichten? Und dann noch jetzt (ja jetzt) die nächste Transferperiode planen? Lieber nicht.

  5. Ja, es wurden Fehler gemacht, aber sind diese aus der ex ante Sicht wirklich vorwerfbar ? Das Konzept und die Ideen waren gut und nachvollziehbar. Selbst in der Fanszene waren fast alle begeistert. Mit Didavi ist man ein gewisses Risiko gegangen und es ist leider (bisher) schiefgegangen. Aber wirklich ein großer und vorwerfbarer Fehler ? Nein er hat zuvor 27 sehr gute Spiele für Wolfsburg gemacht und er hat eine Qualität, die der VfB normalerweise nicht bekommt ? Auch die Verlängerung mit Badstuber ist nachvollziehbar erklärt worden. Es war aber nicht absehbar – für niemanden – dass die „Achse“ Badstuber-Gentner-Castro (Aogo) -Gomez und mit Abstrichen auch Zieler so abbaut bzw. die Leistung nicht bringt. Dafür kann ein MR nichts. Eine Fehleinschätzung von MR mit dem Glück der Rückrunde jetzt herschreiben zu wollen, ist Unsinn. Wer immer Glück hat (eine komplette Rückrunde), kann es auch irgendwo. Der Hauptgrund der Misere ist das Versagen der Führungsspieler. Die jungen Einkäufe hatten so keine Chance sich zu entwickeln, deshalb sind diese aber nicht alle Fehleinkäufe. Das Maffeo Einstellungsprobleme hat, scheint dann ja wohl nicht einmal dem Übertrainer Guardiola aufgefallen zu sein, wenn der sich sogar eine Rückkaufklausel vorbehalten hat, oder ? Relativiert und objektiviert man die Dinge, ist MR nicht soviel unterlaufen, was man ihm wirklich vorwerfen kann. Die manchmal unglückliche Ausdrucksweise ist geschenkt, die bringt weder Punkte noch verliert man deshalb Punkte. Und von WD will ich hier mal gar nicht anfangen, was will man diesem Mann – er ist Präsident, nicht Manager, nicht Trainer und nicht Spieler – tatsächlich vorwerfen ? Dass er die Dinge voranbringt und dabei manchmal nicht nach links und rechts schaut ? Nein, das verlangt man von einer Führungsperson (anders unser Wahlerchen). Letztlich kommt doch auch hier nur immer wieder die JS Geschichte (oder noch abstruser, seine S21 Tätigkeit). Bei der JS Geschichte werden nur Vermutungen angestellt und daraus eine Legende gestrickt, mehr nicht. JS war ein Einzelgänger (und gerade nicht der geforderte Teamplayer) und hat wie Magath viel und nicht zielgerichtet eingekäuft, die Masse hat sich nicht durchgesetzt – auch nicht anderswo. Aber schön Reden hat vielen bei ihm schon genügt. Die Masse ist halt leicht manipulierbar.

    Und: diese ständigen Diskussionen helfen jetzt (!) ohnehin gar nichts. Oder glaubt ihr etwa man entlässt jetzt schnell den MR und ein neuer Sportvorstand stellt dann schnell einen neuen Trainer ein ? Das wäre Chaos pur und der endgültige Abstieg. Ruhe und Besonnenheit ist das Einzige was uns retten kann.

    • @abiszet sagt

      Hallo MM, vielen Dank für Deinen sachlichen Kommentar. Du schreibst, Konzept und Idee waren erkennbar. Bei der Kaderzusammenstellung war es die, extrem junge Leute mit extrem erfahrenen Spielern zu mixen? Das ist das Problem: Die Erfahrenen sind ausnahmslos alle über ihren Zenit hinaus (kann man bei der Verpflichtung berücksichtigen), aufgrund der Schwäche der Erfahrenen können sich die Jungen nicht entwickeln bzw. müssen sofort „funktionieren“ (zB Gonzalez). Spieler aufgrund ihrer guten Leistungen in der Vergangenheit auszuwählen, reicht nicht (ausser bei Pizarro ;-), weil sie keine Zukunft mehr haben und ihre Performance in der Gegenwart nichts mehr mit ihren Bestleistungen zu tun haben. Es fehlt der Mittelbau und es fehlen im Kader bestimmte Spielertypen und es wurden bestimmte Posititionen (OM) nicht besetzt und bestimmte Personen komplett falsch eingeschätzt (ein Mangala würde uns u.U. jetzt helfen). Und einem Badstuber einen Dreijahresvertrag mit 4 Mio p.a. zu geben ist kein Fehler? Einem Spieler, der eigentlich CL spielen wollte? Es ist m.E. absolut die Fehleinschätzung von Reschke, die Rückrunde als Maßstab zu nehmen. Er tut dies, ebenso Dietrich, beide wiederholen immer wieder „fast alle Spieler sind noch da“. Thema Maffeo: Wie geschrieben, da liegt die Verantwortung bei Reschke bzw. dem Club. Nur eine Expertise von Pep reicht eben nicht. Dass der Präsident ein „Macher“ ist, mag stimmen. Dass er dabei niemanden mitnimmt, aber auch. Dass er gezielt Unwahrheiten von sich gibt ebenso, dass er Kritiker verunglimpft, dass ihm jegliche Selbstreflexion fehlt ebenfalls. Was hat er bisher „gemacht“? Die Ausgliederung, gut, 41 Millionen reingeholt. Beim zweiten Investor ist er deutlich hinter Zeitplan und die „Strukturen“? Ja, alles hängt an einem einzigen Sportverantwortlichen (Reschke), im wesentlichen entscheidet WD alles, zusammen mit Kollegen außerhalb des Sport-Businesses. Es fehlt die Position des VV, wie zB bei Bayern, bei Frankfurt. Bei Schindelmeiser werden Vermutungen angestellt, weil niemand die genannten „Gründe“ versteht. Ob es mit ihm besser gelaufen wäre, keiner kann es sagen. Seine Trefferquote bei Transfers war auch nicht überragend, nur dass er keine 50 Mio ausgegeben hat und durch Pavard 35 Mio zurückkommen (die auch 10 Mio mehr sein könnten, wenn MR richrig gehandelt hätte).

      Ob diese Diskussionen „helfen“, kann ich nicht sagen, aber wie ich schon schrieb: Soll ein Mann, der 50 Millionen weitgehend versenkt hat, jetzt weiter machen dürfen? Soll dieser Mann, der einen unwuchtigen Kader zusammen gestellt hat jetzt auch noch über den bisherigen (MW) und gar zukünftigen Trainer entscheiden? Gibt es das irgendwo (Sport, Wirtschaft, Kultur), dass eine Führungskraft 50 Millionen von rund 120 Millionen Umsatz ohne erkennbaren Fortschritt investieren darf und weiter machen darf?

      • drhuey sagt

        Tip Top, jeden Punkt glasklar entkräftet mit common knowledge. Es liegt mittlerweile alles genau so auf dem Tisch !

      • Das sind doch alles nur Mutmaßungen (4 Mio, 50 Mio etc), die ihr Euch so hindreht, das es passt. Tatsächlich nerven die ganzen „ich habe es schon immer gewusst“ ex post Betrachter. Es gab fast niemand in ganz Fußballdeutschland der die Einkäufe und den Kader nicht gut fand. MR wurde sogar als Nr. 1 der Manager gewählt. Da sieht man doch wie schnelllebig das Geschäft ist. Auch sind die 50 Mio keineswegs verbrannt. Allenfalls bei Maffeo droht mE vielleicht ein Verlust, aber auch da gilt es abwarten. Aber wenn die eigenen Fans nun den Kader in Schutt und Asche schreiben wollen, ist das sicher auch nicht wertsteigernd.

        HB hätte ich auch nicht gemacht, aber nicht wegen der Mio., sondern weil er einfach zu langsam ist. Heute entscheidet zu 70% die Dynamik und Athletik. Selbst Barcelona stellt sich gerade darauf mehr und mehr ein. Nicht umsonst nimmt die Zahl der dunkelhäutigen Spieler stark zu – sie haben einfach bessere körperliche Voraussetzungen.

        Bei Didavi bin ich nach wir vor der Meinung, dass er zu den 10 % besten Spieler der Liga gehört und das es kein Fehler war. Genauso wie Gomez der uns schon gerettet hat.

        Und erneut geht ihr auf den Zeitaspekt nicht wirklich ein. Jetzt macht ein Wechsel keinen Sinn. Ohnehin ist gerade kaum zu planen und noch weniger zu handeln, da man allenfalls alternativszenarien planen könnte. Einfach mal den Schaum vom Mund wischen und besonnen nachdenken.

        Zum Thema WD lohnt es sich kaum was zu schreiben. Präsidenten polarisieren schon immer beim VfB, das ist normal. Selbst der Staudt wurde mit seinen Plänen am Ende angegriffen. Nur bei WD geht es meist um völlig sachfremde Angriffe und das nervt doch nur noch. In der Führung brauchst du solche durchsetzungsstarken Leute, die auch mal unbequem sein dürfen. Man erinnere sich nur an Wähler, der zwar fast 100 % bekommen hat, der aber nichts bewegt hat – aber jeder mochte ihn, na dann…

        • @abiszet sagt

          Hallo MM, ich denke, wir können noch weiter hin und her schreiben, auf einen gemeinsamen Nenner kommen wir nicht. Muss ja auch nicht.

          Zur Richtigstellung:
          MR durfte 47 Mio ausgeben (das drehe ich nicht hin, das kannst Du selbst ausrechnen), dagegen kommt „kostenlos“ Daniel Didavi plus die Gehälter. 50 Mio sind keineswegs übertrieben. Die Ausgaben für HB und Castro kannst Du komplett abschreiben, Teile der Maffeo-Ablöse ebenfalls, aber das selbst verschuldet (s.o.). Die Transferperiode als erfolgreich zu bezeichnen, wäre Satire, und MR ist von niemanden zur Nr. 1 der Manager gewählt worden.

          Und erlaube mir noch einen Abschlusssatz: Tatsächlich nerven alle, die klare Schlechtleistungen schön reden.

          • Na klar Maffeo muss man verschenken – Unsinn, was soll das ? Immer wenn’s um Details und wirkliche Argumente geht, wird’s halt polemisch und populistisch. Dann macht es wirklich keinen Sinn mehr. Dem einfachen Fan gefällt das natürlich. Da kann man sich dann hier den Beifall abholen.

            Aber ich bezweifle, dass einer von Euch jemals die Verantwortung und die Entscheidungen über Millionen treffen musste. Wenn dann würdet ihr sicher auch nur Dinge akzeptieren, die ich wirklich aus ex-ante Sicht falsch gemacht hättet, wenn‘s um euren Job ginge. Draufhauen ist halt immer einfach, es muss halt ein Schuldiger her.

            Bei mir ist es in allererster Linie eben die Mannschaft/die Spieler, die man in S leider seit Jahrzehnten immer zu sehr im Schutz nimmt.

  6. Fahne sagt

    Ich möchte Bernd in einem Punkt Recht geben. Neben den HERREN WD und MR sollte man auch bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat darauf achten, mit welchen Personen eben diese Gremien besetzt werden. Schließlich waren es genau diese Personen, die WD als ihren Kandidaten (ohne Gegenkandidaten) durchgesetzt haben. Ich bezweifle, dass nach der „Ära“ von WD von diesen Personen ein anderer Typ Präsidentenkandidat ins Rennen geschickt wird, ganz abgesehen davon, dass es eventuell sogar eine echte Wahl mit zwei Kandidaten geben wird.
    Es sieht für mich so aus, als ob die Runderneuerung nach dem Abstieg für Vorstand und Aufsichtsrat nicht gereicht hat. Wie auch, die Personen sind ja nahezu die gleichen und die machen so weiter wie vorher. Mir fällt passt dazu der Spruch „Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus“. Da hatte eben ein JS und ein GB einfach nicht reingepasst.
    In einem anderen Punkt von Bernd stimme ich allerdings überhaupt nicht ein…Magath als Trainer geht gar nicht mehr :-).
    Vielen Dank an den Vertikalpass. Bleibt dran und legt weiter die Finger auf die Wunden.
    Grüße Fahne

  7. Wenn die Argumente ausgehen, tritt die Polemik in den Vordergrund. Die Posts hier basieren auf einem überbordenden Maß an Populismus. Damit erntet man natürlich beim gemeinen Fan den Beifall. Helfen tut´s keinem – am wenigsten unserem Punktekonto. Aber macht alle weiter so, dann ist uns der Abstieg gewiss (siehe jetzt auch Timo H., der zu Recht einen anderen Weg fordert).

    • @abiszet sagt

      Vielen Dank für Deine guten Argumente. Ich verfolge sie auch auf Twitter immer gerne. Leider bin ih nur ein einfacher Fan und kann nicht immer alles nachvollziehen. Ich weiss nur: der VfB war gegen Düsseldorf chancenlos und hat 3:0 verloren.

    • 1. Das ist der absolut schlechteste VfB ever, das schreit doch nach Konsequenzen.
      2. Der VfB hat einen teuren Kader
      3. WD und MR reden vieles schön und suchen ein Opfer wie Maffeo. Sie verweisen auf Zuschauer- und Mitgliedszahlen und nicht auf die Tabelle.
      4. WD wirkt wenig souverän indem er Maffeo oder Schindelmeiser auf irgendwelchen Events in die Pfanne haut.
      Was gibt es da noch zu verteidigen.
      Natürlich hilft es jetzt nicht, aber in der 2. Liga wäre mir eine Vereinsführung und Vorstand ohne die beiden lieber.
      Und bleibt dem Spiel gegen Leipzig fern-m.E. Verstehen die beiden nur eine solche Reaktion.
      VG
      Arne

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