Mini-Feature
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Same procedure as last year?

Immer noch Corona, erneut Geisterspiele und mal wieder atmosphärische Störungen in der Mercedesstraße. Alles wie vor zwölf Monaten?

Sven Mislintat geht es um seinen Einfluss und vermutlich auch ein bisschen um sein Ego. Aber vor allem um seine Unabhängigkeit, wenn es um sportliche Entscheidungen geht. Aus seiner Sicht nachvollziehbar, während der Aufsichtsrat um Claus Vogt ganz andere Ziele hat.

Der Kern im augenblicklichen Konflikt: Es ist erneut einer zwischen e.V. und AG. Wie schon bei Thomas Hitzlsperger und Claus Vogt. Die AG fragt sich, wie die Leute vom e.V. Entscheidungen treffen wollen, von denen sie weniger Ahnung haben als die in der AG. Sie fühlen sich gegängelt und eingeengt. Die Vertreter des e.V. im Aufsichtsrat wollen und müssen beaufsichtigen und streben eine größtmögliche Kontrolle an, um die Wahrscheinlichkeit für sportlichen Erfolg zu erhöhen.

Selbstverständlich lohnt es sich, auch bei Sven Mislintat genauer hinzuschauen. Zurecht wird er gefeiert für seine genialischen Transfers von Wataru Endo und Hiroki Iko. Seine Verpflichtungen von Dinos Mavropanos, Silas und Sasa Kalajdzic werden den VfB eines Tages sanieren, zusammen mit dem Reschke-Transfer Borna Sosa und dem von Jan Schindelmeiser für ein paar Hunderttausend Euro geholten Orel Mangala. Und sonst?

Naouirou Ahamada
Teto Klimowicz
Clinton Mola
Ömer Beyaz
Momo Cissé
Moussa Cissé
Enzo Millot
Wahid Faghir
Alou Kuol

Es sind zu viele, die im Moment kaum oder gar keine Wirkung haben. Natürlich war es nicht unbedingt geplant, dass diese Spieler sofort funktionieren müssen, aber angesichts der Verletztenliste zeigt sich, dass es risikoreich ist, nur auf Spieler zu setzen, auf deren Entwicklung man hofft. Im besten Fall sind die Spieler kein Versprechen für die Zukunft, sondern eine Hoffnung, sich wie Mangala innerhalb von drei Jahren zu einer festen Größe zu entwickeln. Aber der VfB benötigt mehr Gegenwart als Zukunft. Bei aller Expertise und Selbstgewissheit sollte Mislintat auch daran interessiert sein, sich und das Gesamtgebilde zu verbessern. Das ist die Stoßrichtung von Vogt und Aufsichtsrat – und das ist völlig legitim. Aber der Sportdirektor empfindet dies offenbar als Affront der ahnungslosen Aufsichtsräte. Ich habe zudem noch die Stimme von Hitzlsperger im Ohr, der dem Präsidenten vorwarf, unsicher und unerfahren zu sein, er in erster Linie keine Fehler machen möchte. Ein schwelender Konflikt mit einer heiklen Tabellenposition und einem schweren Restprogramm als Brandbeschleuniger.

Vogt darf sich einerseits nicht von Mislintat vorschreiben lassen, welche Personalentscheidungen er treffen soll. Andererseits darf der VfB niemals die Kompetenz von Mislintat verlieren. Ein Dilemma? Nicht, wenn clever kommuniziert wird und der entscheidende sportliche Mann im Findungs- und Entscheidungsprozess „mitgenommen und abgeholt“ wird. Denn Mislintat denkt (nicht ganz zu unrecht), dass er hier für den VfB Werte schafft, verantwortlich ist für die insgesamt gute sportliche Entwicklung (auch wenn der VfB auf Platz 15 steht) und er deshalb bei der Besetzung des neuen Sportvorstands maßgeblich involviert sein sollte.

Claus Vogt wurde als Präsident bei seiner Wahl mit einem großen Vertrauensvorschuss ausgestattet, auch weil er die alten Seilschaften abgeschnitten hat. Wenn er durch sein Zaudern und sein wenig transparentes Vorgehen kombiniert mit verbesserungswürdiger interner und externer Kommunikation allerdings Mislintat vergrault, verliert er dieses Vertrauen genau so schnell wieder. Und das zurecht.

Eine externe Lösung für den Sportvorstand ist vom Tisch, allerdings stößt laut StZ/StN (Plus-Content) der von Mislintat ins Spiel gebrachte Markus Rüdt beim Aufsichtsrat auf wenig Gegenliebe und das wiederum stößt Mislintat bitter auf. Es geht also auch um Emotionen und um verletzte Eitelkeiten.

Es ist wirklich erstaunlich, wie es der VfB immer wieder schafft, sich selbst im Weg zu stehen. Und das seit Jahr(zehnt)en und völlig unabhängig von handelnden Personen.

Das VfB-Konzept 2021/2022 mit einer jungen und sympathischen Truppe und mit zahlreichen entwicklungsfähigen Talenten scheint trotz derzeitiger sportlicher Delle erfolgversprechend. Alleine schon, dass überhaupt ein Konzept erkennbar ist, ist ehrlicherweise bereits ein Fortschritt. Dennoch wird über die Besetzung von Positionen gestritten, was die positive Entwicklung und Zukunftsfähigkeit in Gefahr bringt.

Typisch VfB mal wieder. Da kann man nur hoffen, dass die Verantwortlichen aus dem letztjährigen Image-Totalschaden gelernt haben und 2021 besser endet als 2020. Es war ohnehin belastend genug.

Zum Weiterlesen:
Dinner for one – Hitzlspergers Griff nach der (All)Macht

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12 Kommentare

  1. Estrella sagt

    Mich würde Ihre ganz persönliche Meinung dazu interessieren? Ist aus Ihrer Sicht der eingeschlagene Weg zu 1000 Prozent richtig? Es ist super sachlich freundlich dargestellt, aber was ist Ihre persönliche Wahrnehmung?

    Ich kenne alle handelnden Personen nur von TV und Medien. Kann mir also nur darüber ein Bild machen, daß so sicher sehr subjektiv ist.

    Enttäuscht bin ich persönlich von Hitz. Auf mich wirkt er (natürlich subjektiv) wie ein trotziges Klein Kind, daß alles hinschmeißt, weil keiner wirklich auf seinen offenen Brief eingegangen ist. Uns kurz zuvor aber noch öffentlich erklärt hat, daß er mit dem VfB noch viel im Sinn hat und lange bleiben möchte…

    Sven Mislintat dagegen ist mir (auch subjektiv) zu selbstverliebt und zu wenig kompromissbereit. Ich sehe es aehnlich wie der Verfasser, das nichts gegen diverse Kurskorrekturen spricht und ein Präsident definitiv ein Recht auf eigene Meinungsbildung, vor allem aber Verantwortung für das Gesamte, hat.

    Die Sichtweise, das Mislintat unser absoluter Heilsbringer ist, ohne den gar nichts mehr geht, ist mir zu extrem.

    Auch seine ausgesprochene Jobgarantie für den Trainer ist mir hie und da zu rosa. Ich mag natürlich ebenfalls Kontinuitaet. Bin leider trotzdem nicht vollumfaenglich Fan vieler Entscheidungen, die nicht zünden und die beide (wieder subjektiv) wiederholend nicht sehen (wollen)…

    – Arbeitseinsatz während eines Spiels
    – Standardgegentore / Standards offensiv
    – Fitness /Laufbereitschaft
    – Muskelverletzungen
    – viele Spieler, die leider Gottes sich in
    Bundesliga 1 schwer tun, nicht helfen
    können
    – vom Trainer kaum Zugriff auf die Spieler
    spielentscheidend während des Spiels

    Ich denk mir, daß das Claus Vogt sicher ebenso auffällt. Soll er alles durchwinken oder soll er eine Instanz einbauen, die auf (offensichtliche) Mängel einwirken kann…

    Letztes waere eigentlich sein Job, weil das naechste Jahr in Liga 2 wäre der finanzielle Todesstoß für unseren VfB.

    Egal was er entscheidet, es könnte den Verein massiv schädigen. Und so clever ist er sicherlich, daß er all das sieht und erstmal
    mit Bedacht und Zurückhaltung agiert.
    Öffentlich erpressen lassen muß er sich definitiv nicht. Und soviel Stil hat er, daß er selbst nie Kritik über andere als erster aktiver Part öffentlich geäussert hat. Daß er darauf reagiert halte ich für richtig.

    Außerdem, ganz nüchtern betrachtet, haben andere Vereine auch gute Scouts und Kaderplaner. S.M. wird ständig wegen bester Datenanalyse gelobt…

    … Wieso sind dann die Fitnesswerte unserer Spieler so schlimm..?

    Für mich passt das Gesamtbild leider so noch nicht. Wieder Subjektiv wird es sich so nicht ausgehen, dafür sind stand jetzt zuwenig konstante echte Leistungsträger
    im (zu großen) Kader.

    Es ist cool, daß einige gezündet haben, den Rest, der stand jetzt nicht zwingend helfen kann, muß man auch aber zahlen und moderieren.

    • @abiszet sagt

      Hi Estrella,

      bei den ganzen vercoacht-Thesen und bei der Fitness gehe ich nicht mit, gleichwohl da sicher Fehler gemacht wurden. Das ist auch nicht Mislintats Thema. Das Gesamtgebilde halte ich für stimmig und tragfähig. Trotzdem darf es erlaubt sein, auch bei Mislintat genauer hinzusehen, bei einigen Transfers und auch beim Verhalten rund um die Besetzung der Vorstände. Wie das Ganze abläuft ist allerdings sehr provinziell, was wohl der Unerfahrenheit und Unsicherheit von Vogt geschuldet ist und den offensichtlich verschiedenen Interessen der einzelnen AR-Mitglieder. Einen Mann mit der Expertise von Mislintat, der Struktur und Konzept beim VfB reingebracht hat, darf der VfB nicht verlieren. Vor allem frage ich mich, warum der AR die derzeitige Orga verändern will. Natürlich ist es völlig legitim, Dinge in Frage zu stellen, aber das Vorstands-Recruitment ist bisher äußerst unprofessionell.

  2. Bernd sagt

    Ist ein bisschen arg albern, dass Ihr bei der Kritik an Mislintat mehrere Spieler nennt, die gar nicht der ersten Mannschaft angehören. Teto und Mola sind sichere Kaderspieler, und bei den anderen lag das größtenteils an Verletzungen, dass sie keine Rolle spielen konnten.

    Wenn man Mislintat einen Vorwurf machen will, ist dass wir zu wenige Spieler haben, die in der Lage sind, die ganze Mannschaft mental zu pushen. Der einzige der das wirklich zeigt ist Karazor, aber der hat halt auch so seine Schwächen, weswegen er auch kein unumstrittener Stammspieler ist. Ich wage die Behauptung, dass es mit ihm in der Startelf gegen Berlin nicht diesen Einbruch nach dem 2:0 gegeben hätte.

    • @abiszet sagt

      Albern? Wie witzig. Bis auf einen der Cissés und Koul sind alle Teile der Profi-Mannschaft. Die Frage ist doch eher, was anstatt einiger dieser Phantasie-Transfers mit dem sowieso begrenzten Budget möglich gewesen wäre.

      Im Kern geht es doch darum, dass bei Mislintat nicht alles Gold ist. Und dass der AR um Vogt diesen Prozess der Vorstandssuche Unprofessionalität und amateurhaft organisiert und moderiert, was wohl zum Verlust Mislintats führen wird.

      • Bernd sagt

        Hättest natürlich reschkemäßig das Budget für die Zwote in die erste Mannschaft stecken können, aber irgendwie sagt mir mein Bauch, dass das auch wieder nicht recht gewesen wäre. Wenn man also Mislintat egal was er macht an den Karren fahren will, dann ist das schon albern.

        Mislintat ist sicher nicht fehlerfrei, aber wenn man sich anschaut, welche Werte er in den letzten 2,x Jahren für den VfB geschaffen hat (und dies mal mit seinen Vorgängern vergleicht), dann muss doch dem Letzten klar werden, welch Glücksfall er für den VfB ist, und dass man alle Hebel in Bewegung setzen muss, um ihn und seine Mitstreiter langfristig zu binden.

        Deine Befürchtungen hinsichtlich eines Abgangs teile ich. Um so wichtiger, dass Ihr nicht mit haltloser Kritik an Mislintat Steigbügelhalter für die spielt, die ihn absägen wollen, sei es aus Unprofessionalität oder Eitelkeit.

        • @abiszet sagt

          “Wenn man also Mislintat egal was er macht an den Karren fahren will, dann ist das schon albern.” Wirklich albern ist, dass Du rausliest, dass ich Mislintatv an den Karren fahren will. Es ist nur so: Auch Mislintat ist nicht fehlerfrei. Und es ist ist nicht albern, sondern lächerlich, daraus “haltlose Kritik” zu machen. Wenn ich “befürchte”, dass er geht, dann will ich ihn weg haben? Es gibt offensichtlich in den Argumentationen nur schwarz oder weiss. Meinetwegen.

          • Bernd sagt

            Es ist haltlose Kritik, wenn du Mislintat vorwirfst, Spieler für die 2. Mannschaft geholt zu haben. Ich habe nirgends gesagt, dass du Mislintat weghaben willst, da weiß ich wiederum nicht wo du das rausliest. Nur dass du mit solchen Artikeln Interessen bedienst, die ihm nicht die erforderliche Anerkennung zollen wollen. Manchmal ist klare Kante besser als einerseits/andererseits.

          • @abiszet sagt

            Alles klar @Bernd, vielen Dank für den hilfreichen Hinweis. Das werde ich ab sofort beherzigen: VOGT RAUS !!!!!!!11!!!

  3. Heinzi sagt

    die sportliche Kompetenz von SM steht ausser Frage. Talente,die im ersten Jahr da sind,kann man in keine seriöse Abwägung einbeziehen.
    Andere Frage: was qualifiziert eigentlich Adrion? Als Spieler unauffällig, danach noch unauffälliger. Eine populistische Rede bei der JHV,die in dieser Gemengelage jeder (besser) hinbekommen hätte. Jetzt sehe ich die Gefahr, dass er nochmal die große Chance sieht, im Mittelpunkt zu stehen. Wie? Natürlich gegen SM. Wenn er dessen Top-Konzept nur durchwinkt, bekommt er keine Schlagzeilen. Bitte schnell für Ruhe sorgen durch zeitnahe überzeugende Perconalentscheidungen, Herr Vogt!

  4. Bacardihardy sagt

    Aus meiner Sicht ist Hitz aktuell das grösste Problem, da er seine Funktion öffentlich und auch inter nicht mehr wahrnimmt. Ansonsten hätte er ja zwischen Aufsichtsrat und Mislintat kommunizieren müssen. Ist ja eigentlich seine Aufgabe. Jetzt wird hier von den Journalisten aufgrund Mislintats Vorstoss Druck ohne Ende auf den AR und VV gemacht.
    Zuallererst ist die körperliche Verfassung der Mannschaft katastrophal. Und hier widerspreche ich @Abiszet , es ist auch Aufgabe von Hitz und Mislintat ein Trainerteam zu installieren, welches das Team körperlich und mental auf Bundesliganiveau bringt. Das sehe ich aktuell nicht.
    Der Fitnesszustand ist amateurhaft, sonst hätten wir nicht so viele Verletzte. Wenn Mislintat und Hitz dies nicht sehen, dann gerne noch einen Externen auf die Seite von Mislintat stellen.
    Etwas mehr Körperlichkeit und Focus Defensive vermisse ich auch. Andere Personen wie Aufsichtsrat als Ahnungslose im Fussball darzustellen, halte ich für gefährlich. Es geht um den Vfb , deshalb würde ich z.B. Mario Gomez oder Andreas Beck an Stelle von Hitz aufbauen. Wenn der Vfb am Ende der Vorrunde auf dem 16. oder 17.Platz überwintert, dann hat die sportliche Leitung etwas falsch gemacht. So ist das nun mal. Diamantenauge hin oder her. Da nützt mir dann auch nicht , wenn mein Trainer eine Promotion hat.

  5. Estrella sagt

    @Bacardihardi

    Sehe ich auch so. Wenn S.M. das beste Datenanalyse Programm für Spieler besitzt, kann er das ja bei den eigenen ja ebenfalls einsetzen. Er hat bei SWR mal erzählt, wieviel Daten es erfasst. Als Sportdirektor ist er meiner Meinung nach für alles sportliche (mit) verantwortlich.

    Wir können gerne das Bayernspiel abwarten, um nochmal darueber zu sprechen.

    Mir ist beim Trainer vieles zu mathematisch und zu wenig intuitiv.

    Flick hat schon manchmal Spieler eingewechselt und wenig später wieder ausgewechselt, weil es nicht deren Tag war.

    Flick hat das gespürt, Nagelsmann ebenfalls, Streich auch, was das Spiel per Phase braucht.

    Bei uns dagegen wird hinterher alles schön geredet, so ungefähr: Die ersten 20 Minuten waren aber richtig, richtig super… (Hertha) 2:2 nach Führung

    Wir waren auf Augenhöhe mit dem Tabellenzweiten und sind soooooo stolz auf unsere Topjungs … (Dortmund) 1:2 verloren

    Wir haben es dem Gegner 30 Minuten echt schwer gemacht und waren da klar die bessere Mannschaft (Augsburg) 1:4 verloren

    Wir werden aus jedem Fehler lernen und alles genau analysieren….
    Ahaaaaaaa ?

    Haben wir aus dem Platzverweis gegen Bayern und dem 1:5 in Überzahl gelernt?
    Nö, is wieder passiert

    Haben wir aus dem vergeigten Spiel gegen Augsburg gelernt?
    Nö, Big City Club lacht sich tod

    Haben wir aus den zig Standardgegentoren bei Ecken gelernt?
    Aehm, nö Mainz macht gegen uns das einzige und erste Standardtor

    Hat Ahamada aus dem Platzverweis gegen Bayern gelernt?
    Auch nö,
    Grätsche im nächsten Spiel noch a klee brutaler, kannste nicht mit anschauen

    Um den oben genannten Text zu zitieren
    The Same Procedere as every Game

    Dummerweise hat Augsburg gestern gewonnen, bei Bielefeld ist es zumindest realistisch…

    … auch realistisch, daß wir heut und Dienstag sowas von unter die Räder kommen.

    Bayern spult uns locker mit dem zweiten Anzug runter und Tedesco packt das schon…

    Als Krippenspiel grüßt nur noch Greuther Fürth vor Fritzle, nettes Witzle, aber leider wahr, kein Problem im neuen Jahr 😬

    Mit Watzke, Höneß, Mitzlaff, by the way, würde keiner der handelnden Personen solche Spielchen spielen und von Vogt würde ich mir wünschen, daß für den Erfolg des VfB mal klare Kante zeigt.

  6. drhuey sagt

    Das Kompetenzgerangel nervt schon gewaltig. Ich verstehe Mislintats Position und ich glaube auch nicht, dass er sich größer einschätzt als er ist, nur weil er mal seinen Standpunkt wie er arbeiten möchte, klar macht. Es gibt viele Vereine, die ihn gerne mit all diesen Freiheiten ausgestattet, mit Handkuss nehmen würden. Er hat sehr stark auf Perspektivspieler gesetzt, über die wir ohne die Verletztenmisere gar nicht sprechen würden. Nur deswegen merkt man, dass es auf nahezu allen Positionen noch keine adäquaten Nachrücker gibt. Ich finde auch, dass er selbst den Bogen nicht überspannen sollte und bin überzeugt, dass es noch mehr gute und sehr gute Kaderplaner gibt. Mein Wunschszenario heisst aber: bis dass der Tod uns scheidet. Für die finanzielle Situation, in der der VfB immernoch steckt gibt es allerdings keinen Besseren, um mit einem exzellenten Trainerteam Werte zu schaffen. Klar gibt es die 18jährigen, die auch sofort weiterhelfen (siehe Bellingham etc.) aber in dem Regal kann Mislintat derzeit nicht schauen. Grund des Vakuum ist natürlich auch, dass Hitzlsperger durch seine Entscheidung zur lame duck verkommen ist und zwei Positionen zur Disposition stehen. Daher muss jetzt schnell gehandelt werden, um für alle Planungssicherheit zu gewährleisten. Wenn wir von Verletzungen etwas verschont bleiben, wird eine gute Rückrunde den Klassenerhalt sichern und der Talentschuppen kann sich entwickeln mit sporadischen Einsätzen. Da ist noch viel Musik drin, aber klar, man kann es auch verkacken, wenn jetzt zuviele mithupen möchten.

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