Nightmare on Werkself Street
Der VfB kann einem schon unheimlich werden. Nach der Nichtleistung gegen Gladbach und dem seltsam unsicheren Auftritt in Paderborn war nicht unbedingt damit zu rechnen, dass ausgerechnet in Leverkusen eine Mannschaft auftritt, die dem Gegner das Fürchten lehrt. Aber der VfB hatte beschlossen, seine nette Seite für einen Abend zu Hause zu lassen. Stattdessen: Krallen ausfahren, Zähne zeigen, Widerstand leisten. Mit einer Konsequenz, die man zuletzt nur gegen Atletico Madrid gesehen hatte – und beim 3:1 gegen Leverkusen am 33. Spieltag der letzten Saison. Das 4:2 gegen die Werkself ist mehr als ein spektakulärer Auswärtssieg. Es ist eine Erinnerung daran, was in dieser Mannschaft steckt, wenn sie ihre Fähigkeiten nicht nur gelegentlich zeigt, sondern sie über 90 Minuten mit der nötigen Haltung verbindet. Der VfB spielte nicht nur gut, er wurde dem Gegner auch richtig lästig. Er ging dahin, wo es weh tat, ließ sich auf Hektik ein, teilte aus und steckte ein. Nicht immer schön, aber ziemlich wirkungsvoll. Der VfB setzte nicht nur spielerische Akzente, sondern zeigte dem Gegner: Das wird kein Spaß heute. …

