Alle Artikel mit dem Schlagwort: Transferstrategie

Risiko!

Was kostet ein Abstieg? Jan Schindelmeiser sprach mal von 50 Millionen, aber das war sicher auch ein Stück Ausgliederungs-Folklore. Wenn es nicht 50 sind, so doch sicher mindestens mal 30 Millionen. Was kosten Erik Thommy und Jacob Bruun Larsen? Zusammen wohl eine Million. Was tragen sie zum Klassenerhalt bei? Schwierig zu sagen. Beides Spieler, die frisch von einer Verletzung zurück kommen, beide mit Potential, beide jung und weitgehend ohne Profi-Erfahrung. Beides also Spieler, die den Kader auffüllen und die ein Faktor sein können. KÖNNEN. Ist das Risiko nicht zu groß, dass beide eben nicht funktionieren? Dass sich sich sportlich nicht durchsetzen und auch menschlich erst einmal schauen müssen, dass sie sich in der Gruppe behaupten? Dass beide womöglich Faktoren sind, die auch die Mentalität und Stressresistenz des Kaders auf eine andere Ebene bringen, würde ich einmal ausschließen. Warum also diese Verpflichtungen (bei Bruun Larsen sogar nur eine viermonatige Leihe): Weil der Markt im Winter schwierig ist? Dann sind Einfallsreichtum und Netzwerk gefragt. Weil keine anderen Spieler verfügbar sind? Hallo, dafür ist doch Spürnase und Perlentaucher …

Die Quadratur des Kreises

Nachdem bei den Projekten #nurzuGast und #aoMV der Vorhang gefallen ist, beginnen für uns die Freundeskreis-Wochen. Zunächst mit den Konzerten am 28. und 29. Juni am Mercedes Museum, aber auch mit der Beobachtung der Transferaktivitäten von Jan Schindelmeiser. Für Slim Shindy sind die nächsten Wochen bis zum ersten Trainingslager (ab 10. Juli) bzw. bis zum Transferschluss am 31. August eine Quadratur des Kreises. Dass der Sport-Vorstand an den kurzfristigen Erfolg denken kann, ohne die langfristige Entwicklung zu vernachlässigen, hat er mit den Transfers von Benjamin Pavard, Ebbo Ofori und diversen Leihen unter Beweis gestellt. Aber kann er frische Kräfte hinzunehmen, ohne die zusammengewachsene Gemeinschaft zu sprengen? Kann er die Qualität im Kader erhöhen, ohne die Aufstiegshelden zu demotivieren? Die Schwierigkeiten im Transfermarkt lassen sich einfach erkennen: Während der VfB für 1,8 Millionen einen gänzlich Unbekannten verpflichtet (Orel Mangala), holt Dortmund einen nicht ganz Unbekannten (Maximilian Philipp) für 20 Millionen aus Freiburg. Kreativität und Schnelligkeit sind gefragt. Und die Geschwindigkeit bezieht sich darauf, früher als andere das Potential von Spielern zu erkennen. Dabei will der VfB …

Brauch’sch was?

What goes, Stuttgart? Ich will die Hände sehen! Und der Oberbürgermeister Fritz Kuhn (by the way: Alles Gute zum 60sten, Fritzi!) ist dabei und streckt sich. Die Stadt luchst Investoren die denkmalgeschützte Villa Berg wieder ab, sie schaut zu wie die Hip-Hop-Open sterben und Bayern-Fan Kuhn fühlt sich dazu berufen, via Pressemitteliung zu betonen, dass die „Tatort“-Farce zu S21 nicht der Wahrheit entspräche – und warum? Weil sie so realistisch wirkte und es genauso sein könnte. Und genauso stelle ich mir auch das Transferbusiness vor. Geschäftlemacher, Kick-back-Jäger, ambitionierte Verwandte als Karriereplaner, Spielerberater mit Knastvergangenheit, Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Gegengeschäfte wie bei der Villa Berg: Gib‘ Du mir die Villa zurück und ich gebe Dir dafür ein Grundstück im Stuttgarter Osten, mit dem Du Millionen machen kannst. „Nimm Du mir den Rupp ab, dann besorg ich Dir nen Innenverteidiger“, oder so ähnlich. So läufts Business, raunt man sich zu und es ist immer gut, wenn man jemand kennt, der jemand kennt. Mittendrin ist Robin Dutt. Er kennt von seinen früheren Stationen viele und noch viel mehr kennen …

00Dutt, im Auftrag des VfB

Obwohl die Bösewichte Fredi Bobic und Ulrich Ruf schon vorher besiegt waren, bekommt es 00Dutt in seiner Zeit als der beste Sportvorstand im Dienste des VfB immer wieder mit Größenwahnsinnigen in allerlei exzentrischen Spielarten zu tun. Wobei ihre Grundmotivation stets denkbar einfach ist: Entweder wollen sie den Verein beherrschen, den Einzug in den internationalen Wettbewerb fordern oder einfach selbst gut in der Öffentlichkeit dastehen. 00Dutt bedient sich der irrsten Waffen, kommt aus jeder bedrängten Situation heraus und gewinnt stets mit Charme die stolzesten Frauen und widerspenstigsten Anhänger. Gemeinsam mit Bernd „M“ Wahler ist er noch auf der Suche nach „Q“, einem genialen Finanz-Vorstand, der immer neue Ideen zur Weiterentwicklung und Finanzierung des VfB entwickelt. Der VfB braucht so etwas wie einen Super-Helden, um die drei zentralen Säulen Nachwuchsarbeit, Transferstrategie und Finanzpolitik bundesligareif zu machen. Bernd Wahler hat mit Dutt wieder jemanden, der sportliche Kompetenz einbringt und auch dafür den Kopf hinhält. Interessant ist, dass Wahler sich aber nun aus dem Fenster lehnt und öffentlich sagt, dass er sich sehr gut eine Verlängerung mit Huub Stevens …